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Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle

Die gemeinsame Chronik der Amadeu Antonio Stiftung und PRO ASYL dokumentiert Übergriffe auf und Demonstrationen gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte. Die Datengrundlage der Chronik sind öffentlich zugängliche Berichte in Zeitungsartikeln, Pressemitteilungen der Polizei sowie Meldungen lokaler und regionaler Register- und Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

Die Dokumentation unterscheidet folgende Vorfälle bzw. Arten von Übergriffen:

- Brandanschläge auf (bewohnte/ geplante/ im Bau befindliche) Asylunterkünfte oder Wohnungen von Geflüchteten

- "Sonstige Angriffe" (z.B. Böller- oder Steinwürfe, mutwillige Wasserschäden, rechte Schmierereien etc.)

- Körperverletzungen und die Zahl der Verletzten [1]

- Kundgebungen und Demonstrationen [2]

Einzelne Fälle tauchen in mehreren Kategorien auf, etwa wenn aus einer Demonstration heraus zu Angriffen auf Geflüchtete kommt.

Hier geht es zur Karte flüchtlingsfeindlicher Vorfälle:

[1] Tätliche Übergriffe/ Körperverletzungen werden in dieser Dokumentation nur dann aufgenommen, wenn der Status der Betroffenen als Geflüchtete bestätigt ist. Das Ausmaß an rassistischen und rechtsmotivierten Angriffen ist jedoch um ein Vielfaches höher und wird in dieser Chronik nicht erfasst. Auch können Übergriffe, die jenseits der angegebenen Kategorien verübt werden, unabhängig ihrer Schwere zwar unter Umständen im Text erwähnt, nicht jedoch in die entsprechende Zählung der Chronik einbezogen werden. Darunter fallen z.B. Übergriffe auf Unterstützer_innen von Geflüchteten. In beiden Fällen geben die Chroniken verschiedener Beratungsstellen Auskunft:

→ Übersicht Beratungsstellen: http://www.opferfonds-cura.de/hilfe-fuer-betroffene/beratungsstellen
→ Webseite des Bundesverbands der Beratungsstellen: https://www.verband-brg.de/
→ Chronik rechter Übergriffe von netz-gegen-nazis: http://www.netz-gegen-nazis.de/category/lexikon/chronik

[2] Rechte Demonstrationen und Kundgebungen gegen die Unterbringung oder allgemein gegen die Aufnahme von Geflüchteten können aufgrund des aktuellen Ausmaßes nicht vollständig in der Chronik abgedeckt werden. Auch hier sind die realen Zahlen weitaus höher als in der Chronik abgebildet. Die Chronik beschränkt sich seit Januar 2016 auf Demonstrationen, bei denen es zu justiziablen Vorfällen kam (nicht angemeldet, Volksverhetzung, Angriffe auf Gegendemonstrant_innen, Presse, Polizei etc.).

Zuletzt aktualisiert: 22.02.2023

Angriffe auf Asylsuchende und ihre Unterkünfte: 312

  • Davon tätliche Übergriffe auf Asylsuchende (Körperverletzung): 188
  • Davon Brandanschläge auf Unterkünfte: 124
  • Davon sonstige Angriffe auf Unterkünfte und Asylsuchende (Stein-/Böllerwürfe, Schüsse, rechte Schmierereien, Bedrohungen etc.): 0

Ergänzende Verdachtsfälle außerhalb der Zählung: 0

Verletzte Asylsuchende (durch Brandanschläge, tätliche Übergriffe etc.): 265

Demonstrationen/ Kundgebungen²: 0

31.12.2015
Ahaus
Nordrhein-Westfalen

Im Stadtteil Graes haben Unbekannte durch ein gekipptes Fenster einen brennenden Bengalo in das Badezimmer einer Asylunterkunft geworfen. Der Feuerwerkskörper entzündete einen Putzlappen. Die Bewohner konnten das Feuer selbst löschen. Die Polizei informierte erst knapp einen Monat später über den Vorfall.

31.12.2015
Laatzen
Niedersachsen

Unbekannte legten in der Nacht Feuer im Zugangsbereich des Kellers einer Asylunterkunft, in der 60 Menschen leben. Ersten Erkenntnissen zufolge hatten sich unbekannte Täter über die rückwärtige Seite Zutritt zum Grundstück verschafft und das Feuer im Zugangsbereich zum Keller gelegt. Ein Bewohner konnte die Flammen noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit einem Feuerlöscher löschen.

1Verletzte_r
Halle (Saale)
Sachsen-Anhalt
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

28.12.2015
Marktoberdorf
Bayern
Quelle: 

Ein Passant entdeckte am Morgen Brandspuren an der Fassade und der Tür einer noch nicht bezogenen Asylunterkunft. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

26.12.2015
Schlettau
Sachsen

Unbekannte haben am frühen Samstagmorgen auf die Flüchtlingsunterkunft im Ortsteil Dörfel einen Brandanschlag verübt. Gegen 4.20 Uhr hörten zwei Sicherheitsbeamten im Gebäude einen dumpfen Knall. Unmittelbar danach sahen sie einen abfahrenden Seat mit vier Insassen. Im Gebäude entdeckte der zerbrochene Fensterscheiben und zwei Molotow-Cocktails. Einer der Molotow-Cocktails hatte bereits einen Teppich entzündet, sodass der Brand mit einem Feuerlöscher von einem der Sicherheitskräfte gelöscht werden musste.
 
Update: Vier Tatverdächtige (zwei Männer und zwei Frauen) haben sich acht Monate nach dem Brandanschlag dem Operativen Abwehrzentrum in Leipzig gestellt.

Zwei Unbekannte sprachen am frühen Morgen einen aus Marokko stammenden Asylsuchenden an und fragen ihn nach seiner Herkunft. Als der Mann antwortete, schlugen die Täter auf ihn ein, einer der beiden verletzt ihn zudem mit einem Messer am rechten Zeigefinger. Dann flüchten die Täter vom Tatort.

25.12.2015
Schwäbisch-Gmünd
Baden-Württemberg

Am Freitag brannte ein Gebäude, das im Frühjahr als Asylunterkunft eingeweiht werden sollte. Die Polizei geht „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ davon aus, dass das Feuer gelegt wurde.

1Verletzte_r
Halberstadt
Sachsen-Anhalt
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

1Verletzte_r
Dresden-Reick
Sachsen

Gegen 21:30 Uhr wurde ein 19-jähriger Asylsuchender aus Somalia beim Aussteigen aus einer Bahn der Linie 9 in Höhe des Otto-Dix-Ring 61 von zwei Unbekannten rassistisch beleidigt und mit einem Messer attackiert. Der Geschädigte wurde dabei an der Hand verletzt. Das Operative Abwehrzentrum der Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und sucht nach Zeugen des Angriffs.

20.12.2015
Tutow
Mecklenburg-Vorpommern
Quelle: 

Am frühen Morgen ist im Keller eines Hauses, in welchem Asylsuchende leben, Feuer ausgebrochen. Der Schaden beträgt 15.000€. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von politisch motivierter Brandstiftung aus.

19.12.2015
Altenkirchen
Mecklenburg-Vorpommern
Quelle: 

In Altenkirchen auf Rügen wurden Samstagabend mehrere Müllsäcke vor einer Asylunterkunft in Brand gesteckt. Wenig später griff das Feuer auf die Fassade der Unterkunft über. Die 28 BewohnerInnen der Unterkunft konnten unverletzt aus dem Gebäude fliehen. Es entstand ein Sachschaden von 4000€. Die Polizei ermittelt wegen politisch motivierter Brandstiftung.

19.12.2015
Lingen
Niedersachsen

Unbekannte haben an einer Turnhalle, die als Notunterkunft für Asylsuchende genutzt wird, Feuer gelegt. Der Betreiber des Cateringservices hatte gegen 6.25 Uhr mehrere brennende Pappkartons entdeckt, die dort abgestellt waren. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

19.12.2015
Godendorf
Mecklenburg-Vorpommern

Unbekannte verübten gegen 3 Uhr einen Brandanschlag auf eine dezentrale Unterkunft für Geflüchtete in Godendorf. Die Täter warfen einen Molotowcocktail in Richtung des Hauses, welcher an einem Baum vor dem Gebäude zerschellte. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen versuchter Brandstiftung aufgenommen.

15.12.2015
Stadtbergen
Bayern
Quelle: 

Auf ein neu gebautes Gebäude, welches zur Zeit als Asylunterkunft ausgebaut wird, wurde im Zeitraum von 11.-15.12. ein Brandanschlag verübt. Unbekannte versuchten an fünf verschiedenen Stellen an der Außenseite des Gebäudes Feuer zu legen. Lediglich an einer Stelle kam es zu einer Brandentwicklung, wobei das Feuer von selbst ausging. Der entstandene Sachschaden wurde auf unter 1000€ geschätzt. Die drei angrenzenden Gebäude werden bereits von Geflüchteten bewohnt, die das Feuer jedoch nicht bemerkt hatten. Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Tat aus.

1Verletzte_r
Werne
Nordrhein-Westfalen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

14.12.2015
Pirna
Sachsen
Quelle: 

Unmittelbar vor dem Einzug der ersten Asylsuchenden wurde ein Brandanschlag auf eine Unterkunft für Geflüchtete in Pirna verübt. Unbekannte warfen kurz nach 1 Uhr einen Brandsatz gegen das Gebäude im ehemaligen Landratsamt. Die Flasche zerbrach an der Hauswand, worauf sich brennende Flüssigkeit über die Fassade ergoss. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. "Ein politischer, mithin fremdenfeindlicher Hintergrund der Tat ist sehr wahrscheinlich", so die Polizei. Bereits Mittwoch und Donnerstag kam es zu Angriffen auf die Unterkunft. In beiden Nächten wurden pyrotechnische Erzeugnisse nahe der Unterkunft gezündet. Auch Sticker mit der Aufschrift "Refugees not welcome" wurden an der Umzäunung des Gebäudes angebracht.

1Verletzte_r
Höchstadt
Bayern
Quelle: 

In Höchstadt griffen Unbekannte abends einen Asylsuchenden an, der mit einem Begleiter zu Fuß unterwegs war. Vier offensichtlich angetrunkene Männer schlugen unvermittelt mit der Faust auf ihn ein. Aufgrund der Verletzungen, insbesondere eines gelockerten Schneidezahns, musste der Geflüchtete im Krankenhaus behandelt werden.

14.12.2015
Kirchhundem
Nordrhein-Westfalen
Quelle: 

Ein Handwerker entdeckte, dass auf eine zukünftige Unterkunft für Geflüchtete in Kirchhundem-Rinsecke ein Brandanschlag verübt wurde. Laut der Polizei Hagen und der Staatsanwaltschaft Siegen drangen die Täter durch eine eingeschlagene Terrassentür ein und versuchten, eine Holztreppe an drei verschiedenen Stellen in Brand zu setzen. Das Feuer griff jedoch nicht auf die Treppe über und erlosch von selbst.

13.12.2015
Bad Bevensen
Niedersachsen

Auf eine geplante Asylunterkunft in Bad Bevensen wurde in der Nacht auf Sonntag ein Brandanschlag verübt. Es wurde Feuer gelegt, welches sich im Dachstuhl zu einem Schwelbrand entwickelte. Zudem verstopften die Täter Abflüsse und drehten die Wasserhähne auf. Laut Polizei sei ein "ausländerfeindliches Tatmotiv" wahrscheinlich.

1Verletzte_r
Magdeburg
Sachsen-Anhalt

Gegen 22 Uhr wurde ein 31-jähriger Asylsuchender auf der Enst-Reuter-Allee aus einer Gruppe von etwa 20 Menschen heraus angegeriffen. Zunächst beleidigte die Gruppe den afghanischen Mann. Dann griffen sie ihn körperlich an und traten mehrfach auf ihn ein, als er am Boden lag. Die Polizei wurde über den Vorfall durch die Heimleitung informiert.

10.12.2015
Herxheim
Rheinland-Pfalz

Erneut hat es in einer Asylunterkunft in Herxheim gebrannt. In der Nacht zum Donnerstag brach in einem Gebäude des Waldstadions, das als Asylunterkunft dient, ein Feuer aus. Die Brandursache konnte bislang nicht abschließend geklärt werden. Es bestehe der Verdacht auf eine Straftat, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rheinpfalz. In der Woche zuvor hatten Unbekannte versucht, die Unterkunft in Brand zu stecken.

1Verletzte_r
Jahnsdorf
Sachsen
Quelle: 

Eine Gruppe von 30 Menschen hat einen Bus mit Geflüchteten bei der Ankunft vor einer Asylunterkunft angegriffen. Zunächst blockierte die aggressiv auftretende Gruppe den Bus. Anschließend wurden Gegenstände geworfen und Böller gezündet. Der Busfahrer wurde durch einen Böller am Fuß verletzt. Auch ein Mitarbeiter des Wachdienstes wurde getroffen, er habe den Feuerwerkskörper aber noch mit seinem Fuß wieder aus der Gefahrenzone schießen können. Außerdem ging eine Fensterscheibe des Busses zu Bruch. Ein Geflüchteter aus dem Irak zog sich dabei Schnittverletzungen am Bein zu. Laut Polizei hätten die Geflüchteten die Unterkunft anschließend nicht mehr beziehen wollen. Sie seien deshalb in ein anderes Quartier gebracht worden.

2 Verletzte
Wurzen
Sachsen
Quelle: 

An der Pestalozzi-Oberschule in Wurzen wurden fünf geflüchtete Kinder von einer Gruppe von Achtklässerlern angegriffen. Die Täter haben die geflüchteten Kinder bespuckt, mit Steinen beworfen, geschubst und in einer Tür eingeklemmt. Ein neunjähriges Mädchen erlitt eine Knochenabsplitterung im rechten Arm. Ein weiteres 14-jähriges Mädchen erlitt Quetschungen am Arm und musste ebenfalls vom Notarzt behandelt werden. Laut Polizei sind die SchülerInnen der "DAZ-Klasse" (Deutsch als Zweitsprache) schon seit Wochen Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt. Innerhalb eines kurzen Zeitraums wurden SchülerInnen der "DAZ-Klasse" bereits fünf Mal verbal und körperlich von deutschen MitschülerInnen angegriffen.

1Verletzte_r
Neubukow
Mecklenburg-Vorpommern

Ein Asylsuchender wird vor einem Supermarkt rassistisch beschimpft und getreten. Er hatte versucht, mehrere Personen daran zu hindern, sein Fahrrad zu stehlen.

2 Verletzte
Magdeburg
Sachsen-Anhalt
Quelle: 

Rechte griffen in Magdeburg mehrere jugendliche Geflüchtete an. Die Täter beleidigten die Geflüchteten rassistisch und schlugen dann auf einen Iraker und einen Syrer ein, welche dadurch leicht verletzt wurden.

07.12.2015
9 Verletzte
Altenburg
Thüringen

In einer dezentralen Unterkunft für Geflüchtete in Altenburg brach gegen 03:15 Uhr eine Feuer aus. Zwei Kinderwägen im Treppenhaus waren von Unbekannten mit Zeitungspapier ausgestopft und in Brand gesetzt worden. Neun Asylsuchende erlitten eine Rauchgasvergiftung, darunter auch ein Baby. Sie mussten ins Klinikum eingeliefert werden.

1Verletzte_r
Peine
Niedersachsen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

1Verletzte_r
Amberg
Bayern

Fünf Männer schlugen und traten gegen 4:30 Uhr auf einen Asylsuchenden ein, auch als dieser schon am Boden lag. Er erlitt Verletzungen am ganzen Körper und musste stationär in der Klinik aufgenommen werden.

05.12.2015
Anklam
Mecklenburg-Vorpommern
Quelle: 

Vier Unbekannte warfen Molotowcocktails auf das Auto eines Sicherheitsmitarbeiters einer Geflüchtetenunterkunft. Das Auto stand direkt vor der Unterkunft.

1Verletzte_r
Trier
Rheinland-Pfalz
Quelle: 

Im Nells Park griff ein Unbekannter gegen 20:30 Uhr einen Asylsuchenden an. Der Asylsuchende wurde in den Weiher geworfen und verlor daraufhin das Bewusstsein.

04.12.2015
Herxheim
Rheinland-Pfalz
Quelle: 

In der Nacht zu Freitag haben Unbekannte einen Brandanschlag auf eine geplante Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete verübt. Drei mit einer bisher unbekannten Flüssigkeit gefüllten Kanister wurden in dem Gebäude platziert und von außen versucht in Brand zu stecken. Einer der Kanister ging dabei in Flammen auf und das Gebäude wurde leicht beschädigt. Die ersten Geflüchteten sollten Mitte Dezember einziehen.

1Verletzte_r
Berlin - Prenzlauer Berg
Berlin
Quelle: 

Drei Mitarbeitende des Sicherheitsdienstes schubsten abends einen syrischen Asylsuchenden vor der Unterkunft, in welcher er untergebracht ist, auf die Straße. Einer der Mitarbeiter fügte ihm anschließend einen Kopfstoß zu und traf ihn am Mund. Der junge Mann wurde leicht verletzt, lehnte aber eine ärztliche Behandlung ab.
 

2 Verletzte
Eggesin
Mecklenburg-Vorpommern

Abends wurden zwei afghanische Geflüchtete auf dem Weg zu ihrer Unterkunft angegriffen. Vier bisher Unbekannte rissen die beiden Männer von hinten zu Boden und traten dann mit den Füßen auf sie ein. Nachdem die vier Angreifer davon abgelassen hatten, flüchteten sie. Die verletzten Asylsuchenden mussten ambulant behandelt werden.

Plauen
Sachsen

Zehn deutsche Jugendliche haben in Plauen zwei somalische Geflüchtete überfallen, als diese sich ein Straßenbahnticket kaufen wollten. Die Täter beleidigten, bedrängten und schlugen auf die Geflüchteten ein. Einem der Somalier wurden 200 Euro Bargeld gestohlen.

29.11.2015
Schneverdingen
Niedersachsen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Brandstiftung an einer Asylunterkunft ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet.

29.11.2015
Stollberg
Sachsen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Brandstiftung an einer Asylunterkunft ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet.

28.11.2015

Unbekannte warfen in der Nacht einen Brandsatz auf die örtliche Asylsuchendenunterkunft. Die Flasche war jedoch mit ungeeignetem Brandmaterial bestückt worden und verursachte so keinen Schaden.

1Verletzte_r
Alzenau
Bayern
Quelle: 

Zwei Asylsuchende wurden um etwa 22 Uhr am Alzenauer Weihnachtsmarkt von zwei Unbekannten als "Scheiß Asylanten" beschimpft. Einer der Geflüchteten wurde anschließend in den Bauch getreten und erlitt leichte Verletzungen. Er wurde im Krankenhaus ambulant behandelt.

27.11.2015
Brandenburg an der Havel
Brandenburg

Unbekannte haben in den frühen Morgenstunden an der alten Nicolaischule, die als Notunterkunt für Asylsuchende vorgesehen ist, Feuer gelegt. Die Feuerwehr musste den Brand an einem Fenster löschen und das Gebäude lüften.

1Verletzte_r
Bad Säckingen
Baden-Württemberg

Auf dem Weg in seine Unterkunft wurde ein Geflüchteter von einem Unbekannten verfolgt. Der Täter sprühte dem Geschädigten auf der Treppe zum Haupteingang der Asylunterkunft mit Pfefferspray ins Gesicht. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

27.11.2015
Burgkirchen
Bayern

Zum zweiten Mal wurde ein Brandanschlag auf eine leerstehende Halle in Burgkirchen verübt. Das Gebäude war in der Region fälschlicherweise als Asylunterkunft im Gespräch. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden und der Schaden blieb gering. Bereits im September 2015 hatten dort Unbekannte Möbelstücke angezündet und rechte Parolen an die Wände gesprüht.

1Verletzte_r
Bochum
Nordrhein-Westfalen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

22.11.2015
Johanngeorgenstadt
Sachsen
Quelle: 

Unbekannte haben in einem ehemaligen Ferienheim, welches zu einer Aslunterkunft ausgebaut wird, eine Scheibe eingeschlagen und versucht Feuer zu legen. Die Flammen erloschen jedoch offenbar von selbst. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf rund 1000€. Die Ermittlungen werden durch das Operative Abwehrzentrum der Polizei geführt, das für extremistische Straftaten zuständig ist.

1Verletzte_r
Roßwein
Sachsen

Das Bündnis "Willkommen in Roßwein" berichtet auf seiner Facebook-Seite von einem gewaltsamen Übergriff auf einen Jugendlichen aus dem Ort und einen Asylsuchenden. Demnach sei vor allem der junge Mann, der dem Willkommensbündnis nahe stehe, verletzt worden. Unbekannte hätten die beiden Betroffenen im Stadtgebiet angegriffen und den jungen Mann mit einem Messer schwer verletzt. Die Verletzung sei so schwer gewesen, dass der Betroffene im Uniklinikum Dresden notoperiert werden musste. Nach Angaben des Geschädigten sei er mit dem Wort „Zeckenpack“ beschimpft worden. Einer der Angreifer habe ein tätowiertes Hakenkreuz im Nacken gehabt. Das Bündnis geht deshalb davon aus, dass die Attacke auf das Konto der rechten Szene geht.

Schwerin
Mecklenburg-Vorpommern

Knapp zweieinhalb Stunden nach dem Ende einer AfD-Demonstration, auf der rund 400 Teilnehmende eine "Festung Europa" forderten, griff eine Gruppe unbekannter Gewalttäter vier aus Syrien geflüchtete Jugendliche an. Die Angreifer pöbelten, schubsten und bewarfen ihre fliehenden Opfer schließlich mit Steinen und Flaschen. Die Betroffenen konnten den Angriffen jedoch ausweichen und entkamen unverletzt.

1Verletzte_r
Jahnsdorf
Sachsen

Ein Unbekannter hat am Samstag drei Asylsuchende angegriffen, die zu Fuß unterwegs waren. Der Fahrer stieg aus einem dunklen Kombi aus und schlug unvermittelt mit einem Schlagstock auf einen der Männer ein und verletzte ihn.

1Verletzte_r
Erxleben
Sachsen-Anhalt

Gegen 15 Uhr wird ein 18-jähriger syrischer Geflüchteter beim Fahradfahren plötzlich von zwei Unbekannten angehalten und angesprochen. Als die beiden bemerken, dass der Jugendliche kein Deutsch spricht, beschimpfen sie ihn unter anderem mit "Fuck you!" und "Go back to your country!" und schlagen ihm schließlich mehrfach auf den Rücken. Dann lassen sie von ihm ab, sodass der Betroffene weiterfahren und die Polizei verständigen kann.

Marzahn, Berlin
Berlin
Quelle: 

Am Samstagabend verschafften sich sechs Personen Zugang zum Gelände der Asylunterkunft am Glambecker Ring. Dort beleidigten sie zwei Asylsuchende rassistisch und bespuckten sie. Einer der Täter soll außerdem versucht haben, einen der Betroffenen mit einer Bierflasche zu schlagen. Der Asylsuchende konnte dem Angriff jedoch ausweichen. Anschließend entfernten sich die Angreifer gemeinsam mit weiteren Personen, die vor dem Gelände warteten. Sie blieben unerkannt.

2 Verletzte
Bischofswerda
Sachsen

Die Polizei hat einen Mann festgenommen, der gestanden hat, in den vergangenen Wochen mehrfach Geflüchtete angegriffen zu haben. Der Mann aus der Region habe die Taten zugegeben und "ausländerfeindliche Motive" genannt, teilte das für Extremismus zuständige Operative Abwehrzentrum in Leipzig mit. Ihm werden einfache und versuchte gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Der Beschuldigte hat den Angaben zufolge von einem Fahrrad aus im Bereich der Erstaufnahmeeinrichtung in Bischofswerda wiederholt Asylsuchende beschimpft und mit der flachen Hand geschlagen. Zum Teil habe er auch mit Steinen nach seinen Opfern geworfen.

19.11.2015
Barnstorf
Niedersachsen
Quelle: 

Ein Unbekannter hat versucht, den Anbau eines Wohnhauses für Asylsuchende in Brand zu setzen. Wie die Polizei mitteilte, legte der Täter ein brennendes Stück Stoff in den Raum. Das Feuer weitete sich jedoch nicht aus, da sich in dem Raum aus Beton sich keine brennbaren Gegenstände befanden. Einer der elf Bewohner konnte das Feuer schnell löschen, verletzt wurde niemand.

Nikolassee, Berlin
Berlin

Zwei Personen drangen auf das Gelände einer Asylunterkunft ein, mindestens eine von beiden rief rassistische Parolen. In einem "Handgemenge" verletzte einer der beiden Eindringlinge einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Der Vorfall wird in der Liste des Berliner Abgeordnetenhauses nicht als "politisch motivierte Kriminalität - rechts" eingeordnet. Außerdem veröffentlichte die Polizei keine Pressemitteilung zu dem Vorfall.

1Verletzte_r
Pirna
Sachsen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

16.11.2015
Giesen
Niedersachsen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Brandstiftung an einer Asylunterkunft ermittelt.

15.11.2015
Trassenheide
Mecklenburg-Vorpommern

Unbekannte haben am Sonntag ein Haus in Brand gesteckt, in das am Donnerstag 15 Asylsuchende einziehen sollten. Der Dachstuhl brannte völlig aus, das Gebäude ist unbewohnbar.

Mitte November wurden zwei Geflüchtete von zwei Neonazis mit Hunden in einem Laden massiv bedroht und anschließend durch die Straßen verfolgt.

2 Verletzte
Möckern
Sachsen-Anhalt

In Möckern-Dörnitz haben Unbekannte zwei Asylsuchende aus Afghanistan angegriffen. Die Täter schlugen auf ihre Opfer ein und flüchteten anschließend. Die Betroffenen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

1Verletzte_r
Stralsund
Mecklenburg-Vorpommern

Laut Polizei kam es gegen 2:00 Uhr zu einer "körperlichen Auseinandersetzung" zwischen vier unbekannten Männern und einem 27-jährigen Asylsuchenden aus Syrien, welcher anschließend im Krankenhaus behandelt werden musste. Gegen einen Tatverdächtigen wurde Anzeige wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen. Ob für die Tat ein politisch motivierter Hintergrund besteht, werde geprüft.

1Verletzte_r
Solingen
Nordrhein-Westfalen

Eine Gruppe von fünf Männern hat am späten Samstagnachmittag einen 35-Jährigen Asylsuchenden aus Bangladesh in einer Unterführung zusammengeschlagen. Laut Polizei schlug ein Täter dem Mann ins Gesicht. Ein weiterer habe auf ihn eingetreten, als das Opfer bereits am Boden lag. Der Geschädigte musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden, die Täter flüchteten.

Glauchau
Sachsen
Quelle: 

Ein betrunkener Mann hat am Abend vor einem Supermarkt zunächst eine Gruppe von fünf Geflüchteten aus Syrien rassistisch beleidigt und dann angegriffen. Der Mann rief Parolen wie "scheiß Ausländer, scheiß Kanaken" und warf dann einen eisernen Fahrradständer auf die Gruppe, verzielte sein Ziel jedoch knapp. Eine junge Frau stellte sich dem Angreifer in den Weg, woraufhin er sie würgte. Ein weiterer Zeuge und der Freund der Frau konnten den Angreifer zu Boden bringen.
Update: Der Angreifer wurde zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird. Er muss 180 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, sich vier Mal bei der Suchtberatung melden und für ein Jahr mit einem Bewährungshelfer zusammenarbeiten.

1Verletzte_r
Schwedt
Brandenburg
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

12.11.2015
Crimmitschau
Sachsen
Quelle: 

Auf ein Wohnhaus in der Leipziger Straße ist in der Nacht zu Donnerstag ein Brandanschlag verübt worden. Das Gebäude wird als dezentrale Unterkunft für Asylsuchende genutzt. Wie die Polizei mitteilte, warfen die Täter gegen drei Uhr nachts einen Brandsatz gegen die Wand des Hauses. Der Brandsatz erlosch von selbst. Zusätzlich warfen sie einen Blumenkübel gegen ein Fenster im Erdgeschoss, wodurch die Fensterscheibe beschädigt wurde. Wie sich später herausstellte, war auch die Eingangstür gewaltsam geöffnet worden. Ob dies im Zusammenhang mit dem Brandanschlag steht, muss noch ermittelt werden. Ins Hausinnere eingedrungen sind die Täter nicht. Die Polizei traf noch vor Ort auf die zum Teil stark alkoholisierten Tatverdächtigen und nahm einige von ihnen vorläufig fest. Einer der mutmaßlichen Täter ging dabei auf die Beamten los.

1Verletzte_r
Bad Belzig
Brandenburg

In Bad Belzig wurde eine im achten Monat schwangere Asylsuchende aus Somalia angegriffen. Laut Polizeibericht war die Frau auf dem Rückweg von einem Supermarkt, als die Täter sie in der Nähe einer Asylunterkunft plötzlich überfielen. Sie stießen der Somalierin einen Sack Kartoffeln, den sie auf dem Kopf trug, herunter, brachten sie zu Fall und traten auf die am Boden Liegende ein. Die Täter entkamen zu Fuß. Die 21-Jährige liegt noch immer im Krankenhaus und befindet sich laut Polizei weiterhin in stationärer Behandlung. Zur Schwere ihrer Verletzungen und dem Zustand ihres Kindes lagen zunächst keine genaueren Angaben vor.
Update: Die Ermittlungen der Polizei wegen gefährlicher Körperverletzungen richten sich laut Information vom Donnerstag gegen zwei Jungen im Alter von 14 und 15 Jahren, sowie gegen ein 14-jähriges Mädchen.

Weimar
Thüringen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Sachbeschädigung an einer Asylunterkunft ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet.

09.11.2015
Lobstädt, Neukieritzsch
Sachsen

Unbekannte haben im Gebäude einer geplanten Wohneinrichtung für Geflüchtete im Ortsteil Lobstädt mehrere Scheiben beschädigt und im Gebäude Feuer gelegt. Die Polizei geht davon aus, dass der oder die Täter sich über eine Hintertür Zugang zum Gebäude verschafften und brandbeschleunigende Mittel einsetzten.

09.11.2015
Telgte
Nordrhein-Westfalen

Am frühen Montagmorgen brannte es an der ehemaligen Schule im Ortsteil Vadrup. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. „Dieser leerstehende Gebäudeteil ist für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen“, sagte Oberstaatsanwalt Heribert Beck.

Karlshorst, Berlin
Berlin

In einem Obdachlosenheim, in dem auch Asylsuchende untergebracht sind, stieß ein Täter einem Geflüchteten gegen die Brust und beleidigte ihn rassistisch.

08.11.2015
Brandis-Beucha
Sachsen

Unbekannte haben versucht, eine geplante Asylunterkunft in Brandis-Beucha anzuzünden. Der oder die Täter zerstörten ein Fenster und warfen einen Molotov-Cocktail in das gebäude. "Das Feuer ist aber nicht ausgebrochen. In einem Raum kam es nur zu einem Schwelbrand, der von selbst wieder erloschen ist“, erklärte eine Sprecherin des Operativen Abwehrzentrums. 

07.11.2015
Peißen (Landsberg)
Sachsen-Anhalt

Unbekannt haben am Samstagabend einen Brandanschlag auf das alte Autobahnamt in Peißen verübt. Der oder die Täter hebelten Fenster auf und warfen drei Molotov-Cocktails in das Gebäude, welches als künftige Unterkunft für Asylsuchende im Gespräch war. Zu einem Brand kam es nicht. Es seien Rußschwaden an den Wänden entstanden. Der Staatschutz ermittelt.

07.11.2015
Wietze
Niedersachsen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen schwerer Brandstiftung an einer Asylunterkunft ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet.

06.11.2015
Schkeuditz
Sachsen

Unbekannte verübten am Freitag einen Brandanschlag auf ein Haus, das zur Unterbringung von Asylsuchenden genutzt werden sollte.

05.11.2015
Freital
Sachsen

Erneut legten Unbekannte Feuer in einem ehemaligen Baumarkt, der als Unterkunft für Asylsuchende im Gespräch ist. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Es entstand nur geringer Schaden.

Waldkraiburg
Bayern
Quelle: 

Ein 20-jähriger Asylsuchender aus Nigeria wurde am Dienstagabend nach dem Einkaufen bedroht. Demnach stiegen zwei Männer und eine Frau aus einem Auto aus, gingen auf den Mann zu und begannen in aggressiver Weise in englischer Sprache auf ihn einzureden und ihn zu schubsen. Nachdem einer der Täter mit einer Eisenstange auf den jungen Mann losging, ließ dieser seine Einkaufstüten stehen und flüchtete.

1Verletzte_r
Prenzlau
Brandenburg
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Nach bisherigen Erkenntnissen stießen zwei bis drei Unbekannte am Dienstag einen 28-Jährigen Asylsuchenden von seinem Fahrrad und schlugen auf ihn ein, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Der Mann erlitt Verletzungen im Gesicht. Er wurde ambulant behandelt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

1Verletzte_r
Kiel
Schleswig-Holstein
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Am späten Montagabend kam es auf dem Bahnhofsvorplatz zu einem Angriff auf einen 35-jährigen Asylsuchenden aus dem Irak. Eine Gruppe von 6 Männern verfolgte den Mann und griff ihn mit Glasflaschen an. Das Opfer erlitt Gesichtverletzungen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

02.11.2015
Spremberg
Brandenburg
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In der leerstehenden Schule im Spremberger Ortsteil Trattendorf hatte es am Montagmorgen gebrannt. Nach Angaben der Feuerwehr brach das Feuer im Keller des Gebäudes aus. Das ehemalige Gymnasium wird momentan zu einer Unterkunft für etwa 180 Asylsuchende umgebaut und sollte Anfang des Jahres bezogen werden. Einen technischen Defekt konnten die Ermittler bisher nicht als Brandursache ausfindig machen. Es deute einiges darauf hin, so Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter, "dass es sich um eine Brandstiftung handelt". Er ergänzte: "Und sollte es eine sein, so wäre es sehr verwunderlich, wenn kein rechtsextremistischer Hintergrund bestehen würde."

In einem Wohngebiet in Suhl wurde ein Syrer von seinem Nachbarn in der eigenen Wohnung angegriffen. Nachdem sich der Geflüchtete und seine Freundin wegen Ruhestörung beschwerten, klingelte der Täter an deren Tür und verschaffte sich kurz daraufhin lautstark Zutritt zu deren Wohnung. Nachdem der Syrer erklärte, dass er kaum Deutsch spreche, versuchte der Angreifer ihm mit dem Schlüsselbund im Gesicht zu verletzen. Dieser konnte den Angriff aber rechtzeitig abwehren. Die Freundin rief daraufhin die Polizei. Kurz darauf wurde das Paar vom Täter und seiner Freundin erneut angepöbelt. Die Polizei ermittelt nun wegen versuchter Körperverletzung und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. 

1Verletzte_r
Jena
Thüringen

Drei Männer haben am Sonntagmorgen an einer Straßenbahnhaltestelle einen 27-jährigen Asylsuchenden zusammengeschlagen. Die Täter flüchteten unerkannt. Das Opfer erlitt leichte Verletzungen, die in der Notaufnahme behandelt wurden.

3 Verletzte
Magdeburg
Sachsen-Anhalt

Eine Gruppe von etwa 30 Personen hat am frühen Sonntagmorgen drei Asylsuchende angegriffen. Einige der Angreifer trugen Schlagstöcke und Baseballschläger bei sich. Als Zivilpolizisten den Angriff bemerkten und eingriffen, flohen die Angreifer. Nur ein 24-jähriger Tatverdächtiger konnte festgenommen werden. Die Opfer des Überfalls, zwei 26 und ein 35 Jahre alte Syrer, erlitten Prellungen und Verletzungen im Gesicht und wurden ambulant im Krankenhaus behandelt. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung, schweren Landfriedensbruchs, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

01.11.2015
Dortmund
Nordrhein-Westfalen
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Am Dortmunder Leibniz-Gymnasium an der Kreuzstraße haben in der Nacht zu Sonntag Müllcontainer gebrannt. In unmittelbarer Nähe der Schule sind derzeit Geflüchtete in einer Turnhalle untergebracht. Mittlerweile bestätigt die Polizei, Spuren eines Brandbeschleunigers gefunden zu haben. „Die Nähe zur Unterkunft legt natürlich den Schluss nahe, dass es einen rechten Hintergrund gibt. Darum haben wir auch die Soko Rechts eingeschaltet, die intensiv ermittelt“, sagte Polizei-Sprecher Gunnar Wortmann. „Doch wir ermitteln weiter in alle Richtungen.“

01.11.2015
Sehnde
Niedersachsen

Im niedersächsischen Sehnde hat in der Nacht zu Sonntag eine bewohnte Flüchtlingsunterkunft gebrannt. In dem Gebäude wohnt eine dreiköpfige Familie aus Montenegro. Im Nachbarhaus wohnt ebenfalls eine Familie aus Montenegro. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und hat einen 43-jährigen Verdächtigen festgenommen.

31.10.2015
Dresden-Cossebaude
Sachsen

In der Nacht zu Samstag kam es im leerstehenden Hotel "Visa" zu einem Brand. Das Gebäude war als mögliche Unterkunft für Asylsuchende im Gespräch. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

1Verletzte_r
Dresden-Gorbitz
Sachsen
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In Dresden-Gorbitz wurde am Samstagabend ein 20-jähriger Mann aus Eritrea am Hagebuttenweg von drei bis vier Unbekannten angegriffen und verletzt. Zwei Männer hielten ihn fest, während ein dritter Mann auf ihn einschlug, sagte eine Polizeisprecherin. Ein Anwohner hatte den Angriff vom Balkon aus bemerkt und schrie die Täter an, sie flüchteten. Der 20-jährige Asylsuchende kam ins Krankenhaus.

2 Verletzte
Wismar
Mecklenburg-Vorpommern
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Maskierte Schläger haben vor einer Unterkunft auf zwei Asylsuchende eingeprügelt. Laut Polizei standen die beiden Syrer am Samstagabend vor der Notunterkunft in einer Sporthalle, als sie gegen 21 Uhr plötzlich angegriffen wurden.  Mehrere vermummte und mit Baseballschlägern und anderen Waffen ausgerüstete Männer seien auf sie zugekommen und hätten sie massiv bedrängt und geschlagen. Beide Opfer mussten nach dem Angriff in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Sie erlitten Schürfwunden und eines der Opfer einen Rippenbruch.

31.10.2015
Dippoldiswalde
Sachsen
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Unbekannte haben Container in Brand gesteckt, die zur Unterbringung von Asylsuchenden geplant waren.

31.10.2015
Castrop-Rauxel
Nordrhein-Westfalen

Auf das ehemalige Jugendzentrum in Deininghausen ist Samstagabend ein Anschlag verübt worden. Wie die Polizei bestätigte, haben der oder die Täter kurz vor 23 Uhr versucht, mit einem Brandbeschleuniger Feuer in einem Raum zu entfachen. In das Gebäude sollen bald Flüchtlinge einziehen.

2 Verletzte
Pirna
Sachsen
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Etwa 25 Unbekannte haben am Freitagabend zwei Asylsuchende attackiert. Die Angreifer waren teilweise vermummt. Die beiden Asylsuchenden aus Marokko und Libyen wurden verletzt und mussten zum Arzt. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

1Verletzte_r
Hannover
Niedersachsen

Am Freitagabend kam es zu einem Angriff auf einen Asylsuchenden aus Syrien. Der 23-Jährige war laut Polizei auf dem Heimweg, als er aus einem langsam vorbeifahrenden Auto zunächst rassistisch beleidigt wurde. Wenig später stiegen fünf Männer aus dem neben ihm stoppenden Wagen aus, von denen gleich vier auf ihn zugingen und an eine Mauer drückten. Ein zirka 1,90 Meter großer, glatzköpfiger und tätowierter Angreifer schlug dem 23-Jährigen ins Gesicht, bevor die Unbekannten mit dem Opel in Richtung Marienstraße flüchteten. Das Opfer erlitt leichte Verletzungen und wurde zur weiteren Untersuchung mit einem Rettungswagen in eine Klink transportiert. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief erfolglos.

1Verletzte_r
Dresden
Sachsen
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Am Freitagabend haben Unbekannte in einer Straßenbahn einen 26-jährigen Asylsuchenden aus Syrien beschimpft und geschlagen.

29.10.2015
Ahlbeck
Mecklenburg-Vorpommern

Am frühen Donnerstagmorgen geb es einen Brandanschlag auf die sogenannte Bäderdienst-Unterkunft der Polizei in Ahlbeck. Unbekannte setzten die Eingangstür offenbar mit einem Molotov-Coktail in Flammen. Der Brand verursachte einen Schaden rund 1000 Euro. Zum Tatzeitpunkt befanden sich keine Personen im Gebäude. Eine sofortige Fahndung der Polizei blieb ergebnislos.
Laut Polizei ist ein rassistischer Tathintergrund nicht auszuschließen, da es möglich sei, dass der oder die Täter das Gebäude mit jenem Objekt in Heringsdorf verwechselten, in das in dieser Woche 18 Asylsuchende einziehen sollen. Kurzzeitig stand jedoch auch zur Diskussion, das nun beschädigte Gebäude in Ahlbeck als Asylunterkunft zu nutzen.

Harsewinkel
Nordrhein-Westfalen

In Harsewinkel im Kreis Gütersloh haben Unbekannte am Dienstag gewaltsam eine Obdachlosenunterkunft überfallen. Die vermummten Täter drangen in das Gebäude ein und verwüsteten ein frisch saniertes Badezimmer. Dabei riefen sie nach Zeugenaussagen „Scheiß Ausländer“, weshalb die Polizei von einem rassistischen Hintergrund ausgeht. Es ist möglich, dass die Angreifer davon ausgingen, dass die Unterkunft teilweise zur Unterbringung von Asylsuchenden genutzt werden sollte. Dies stand in der Stadt zur Debatte, wurde jedoch nicht abschließend entschieden. Als die Täter einen 44-jährigen türkischen Bewohner der Unterkunft entdeckten, beleidigten sie den Mann und schlugen ihn mit einer einer Bierflasche auf den Kopf. Anschließend flüchteten die Täter laut Polizei unerkannt in drei dunklen Fahrzeugen.

26.10.2015

In Bremen-Findorff kam es am Montagmorgen zu einem Brand in einer Turnhalle, in der möglicherweise Asylsuchende untergebracht werden sollten.
Update: Die Polizei geht inzwischen von Brandstiftung aus.

1Verletzte_r
Freital
Sachsen
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Sächsische Zeitung
eigene Recherche

Am Montagnachmittag attackierten zwei Unbekannte einen 18-Jährigen Iraker. Der junge Mann wartete an einer Haltestelle, als die Täter ihn plötzlich zu Boden rissen. Dann schlugen und traten sie auf ihn ein. Eine Passantin kam dem jungen Mann schließlich zu Hilfe und alarmierte die Polizei.

25.10.2015
Hagen-Hohenlimburg
Nordrhein-Westfalen
Quelle: 

Der Staatsschutz der Polizei Hagen ermittelt nach einer Brandstiftung in einer Notunterkunft für Asylsuchende im Stadtteil Hohenlimburg. Gegen 20.35 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Mit einem Großaufgebot rückten Polizei und Feuerwehr aus. 14 Bewohner der Unterkunft mussten von der Feuerwehr behandelt werden. Glücklicherweise musste jedoch niemand ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nachdem die Feuerwehr das Gebäude gelüftet hatte, konnten die 200 Asylsuchenden zurück in die Unterkunft.

Freiberg
Sachsen
Quelle: 

Tagessschau
eigene Recherche

Bei der Ankunft von Asylsuchenden am Bahnhof in Freiberg kam es am Sonntagabend zu gewaltsamen Ausschreitungen. Im Laufe des Tages hatten verschiedene lokale Gruppierungen, die sich gegen Asylsuchende richten, darunter "Freigida" ("Freiberg gegen die Islamisierung des Abendlandes") sowie ähnlich orientierte Gruppen aus der Region, etwa die "Initiative Heimatschutz Meißen", über soziale Netzwerke zu spontanem Protest aufgerufen und gegen die Asylsuchenden gehetzt. Im Laufe des Abends versammelten sich bis zu 400 Menschen, die gegen die Asylsuchenden Stimmung machten, darunter auch gewaltbereite Anhänger der militanten Neonazi-Szene. Dass die Asylsuchenden am Bahnhof in Freiberg lediglich in Busse umstiegen und von dort aus an andere Orte in Sachsen gefahren wurden, war den meisten Demonstrierenden offenbar egal. Einige gewaltbereite Männer versuchten immer wieder mit Sitzblockaden die Abfahrt der Busse zu verhindern. Die Polizei musste die aggressiv auftretenden Personen zurückdrängen. Einige Personen warfen mit Bierdosen und Lebensmitteln. In der Umgebung des Bahnhofs explodierten mehrfach Böller. Auch "Ausländer raus"-Rufe waren immer wieder zu hören. Die Angriffe richteten sich gegen die Asylsuchenden, aber auch gegen die Polizei sowie gegen Angestellte und Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes. Drei Beamte wurden bei den Krawallen verletzt. Auch als die ersten Busse den Bahnhofsbereich unter Polizeischutz verlassen konnten, wurden diese aus fahrenden Autos mit Gegenständen beworfen. Insgesamt wurden im Verlauf des Abends acht Strafanzeigen gestellt.

1Verletzte_r
Merseburg
Sachsen-Anhalt

Am frühen Abend wartet ein 20-jähriger Geflüchteter aus Guinea-Bissau auf dem Bahnhofsvorplatz auf einen Zug, als zwei ihm unbekannte Männer ihn aggressiv anschreien. Kurz darauf wirft einer der beiden alkoholisierten 26-jährigen Männer eine Glasflasche in Richtung des Betroffenen. Die Flasche trifft den 20-Jährigen. Dadurch erleidet er Prellungen am Oberarm. Zeug_innen können daraufhin die Polizei rufen, die noch am Bahnhof die zwei Tatverdächtige feststellen kann. Der Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

24.10.2015
Blankenfelde-Mahlow
Brandenburg

Eine ehemalige Kindertagesstätte in Blankenfelde-Mahlow (Kreis Teltow-Fläming) sollte zu einer Flüchtlingsunterkunft ausgebaut werden. In einem Flur war ein Schwelbrand ausgebrochen, der offenbar jedoch von selbst erlosch. Ein Mitarbeiter der Baufirma hatte den Schaden am Sonntagmittag entdeckt.
Update: Am Mittwoch sahen die Ermittler ihren Anfangsverdacht bestätigt. Demnach handelt es sich bei dem Vorfall um Brandstiftung.

1Verletzte_r
Ellwangen
Baden-Württemberg

In Ellwangen wurde ein 53-Jähriger Asylsuchender auf dem Marktplatz vermutlich von einer Luftdruckwaffe am Kopf getroffen und verletzt. Womöglich gibt es sogar ein zweites Opfer, das zurzeit ebenfalls in der örtlichen Landeserstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende lebt, so die Polizei. Ein rassistisches Motiv könne zwar nicht ausschließen gwerden, vielmehr sei die Tat aber im Zusammenhang mit ähnlichen Fällen aus dem Jahr 2013 zu sehen, so ein Polizeisprecher.

2 Verletzte
Sachsendorf, Cottbus
Brandenburg
Quelle: 

rbb
 

Der rbb berichtet über mehrere Übergriffe auf Asylsuchende in Cottbus-Sachsendorf im Anschluss an eine rechte Demo. Zwei Geflüchtete aus Syrien sollen vor einem Supermarkt von einer Gruppe tätlich angegriffen und verletzt worden sein. Zuvor sei einer der beiden Geschädigten auf der Straße von Unbekannten mit folgenden Worten bedroht worden: "Du sollst einfach weg von hier, ansonsten bist Du tot." Außerdem machten Rechte Jagd auf Studierende.
 

Cottbus
Brandenburg

Eine Gruppe Rechter pöbelt in einem Bus vier Männer aus Eritrea an und beleidigt sie rassistisch. Als sie den Bus verlassen, verfolgen die Angreifer sie. In der Nähe befinden sich weitere Rechte, die nun ebenfalls Jagd auf die Eritreer macht. Sie werfen mit Flaschen nach ihren Opfern. Den Angegriffenen gelingt unverletzt die Flucht. 

23.10.2015
Friedland
Mecklenburg-Vorpommern
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Brandstiftung an einer Asylunterkunft ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet.

22.10.2015
Ludwigshafen
Rheinland-Pfalz
Quelle: 

Die Polizei in Ludwigshafen ermittelt wegen eines mutmaßlichen versuchten Brandanschlags auf die künftige Asylbewerberunterkunft auf dem Messplatz. Gegen acht Uhr habe ein Mitarbeiter eine Beschädigung an einem Fertigbauelement festgestellt. Eine Glasscheibe war zerbrochen und der Kunststoff verschmort. Auf Grund der vor Ort aufgefundenen Spuren gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass Unbekannte im Lauf der vergangenen Nacht einen brennenden Gegenstand gegen Fenster geworfen hatten.

1Verletzte_r
Merseburg
Sachsen-Anhalt
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

20.10.2015
Dresden
Sachsen

Am Dienstagnachmittag hat ein Mann offenbar versucht, Feuer vor der als Asylunterkunft genutzten Neuen Mensa an der Dresdner Bergstraße zu legen. Wie die Polizei mitteilte, zündete der 33-Jährige gegen 17 Uhr eine Plastikflasche auf dem Gehweg vor der Neuen Mensa an. Passanten bemerkten den Vorfall und traten das Feuer aus. Außerdem verständigten sie das Sicherheitspersonal der Unterkunft. Die Mitarbeiter hielten den Mann vor Ort fest, bis die Polizei eintraf.

19.10.2015
Overath
Nordrhein-Westfalen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Brandstiftung an einer Asylunterkunft ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet.

19.10.2015
Landscheid
Rheinland-Pfalz
Quelle: 

Unbekannte haben das ehemalige Hotel "Viktoria" in Landscheid-Burg/Salm verwüstet. Sie zertrümmerten Möbel, schlugen Löcher in die Wand, rissen Decken heraus, schmierten Hakenkreuze und rechte Parolen an die Wände und entfachten ein Feuer, nachdem sie zuvor wahllos Feuerlöscher entleerten. Der Hotelbesitzer hatte das Gebäude zuvor der Verbandsgemeinde-Verwaltung Wittlich-Land als Unterkunft für Asylsuchende angeboten. Die Tatzeit dürfte zwischen dem 15. und 19. Oktober 2015 liegen. Die Täter hatten sich Zutritt über eine Kellertür verschafft.

1Verletzte_r
Hannover
Niedersachsen

Ein Mann hat sich am Sonntagabend als Polizist ausgegeben und Menschen attackiert. Gegen 22.15 Uhr sprach der Mann meherer Gruppen auf dem Platz in der Oststadt an und leuchtete die Passanten mit einer Taschenlampe an. Unter anderem sprach er zwei junge Männer an, einen 18-jährigen Asylsuchenden und dessen Begleitung. Er gab sich als Polizist aus und verlangte die Ausweise. Als einer der beiden den Täter nach seinem Dienstausweis fragte, zog dieser eine Dose mit Pfefferspray und sprühte damit den beiden Opfern ins Gesicht. Zwei 16- und 17-jährige Jugendliche hatten den Vorfall beobachtet und wollten den Angreifer zur Rede stellen. Der Unbekannte griff wieder zum Pfefferspray und flüchtete anschließend zu Fuß in Richtung Hauptbahnhof. Der 16-Jährige und der Flüchtling wurden bei der Attacke leicht verletzt.

18.10.2015
Winterberg
Nordrhein-Westfalen
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Unbekannte haben eine ehemalige Schraubenfabrik, die als Unterbringung für Asylsuchende im Gespräch war, in Brand gesteckt.

17.10.2015
Traben-Trarbach
Rheinland-Pfalz
Quelle: 

Ein Zeuge entdeckte in der Nacht zu Samstag, dass die Gummifußmatte vor einem Haus brannte. Er entfernte die Matte, sodass die Flammen nicht auf das Gebäude übergreifen konnten und löschte sie anschließend mithilfe weiterer Zeugen. In dem Gebäude befinden sich die Räume des "internationalen Willkommenstreffs". Außerdem sind darin sieben Asylsuchende untergebracht.

16.10.2015
Flensburg
Schleswig-Holstein

Im Flensburger Stadtteil Fruerlund hat es in der Nacht zu Freitag in einem leerstehenden Hochhaus gebrannt. In der kommenden Woche sollten dort Asylsuchende einziehen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. „Anwohner hörten einen lauten Knall und sahen Flammen aus einer Einzimmerwohnung“, sagte ein Polizeisprecher .

13.10.2015
Lauter-Bernsbach
Sachsen
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Unbekannte versuchen, das Gebäude des ehemaligen Diska-Marktes in Brand zu setzen. Das Feuer erlischt von allein. Das seit Jahren leer stehende Gebäude war als Flüchtlingsunterkunft vorgesehen. Der Eigentümer hatte sich jedoch nach Bürgerprotesten dagegen entschieden.

13.10.2015
Halle (Saale)
Sachsen-Anhalt

Unbekannte haben einen Brandanschlag auf das Kulturzentrum "Goldene Rose" verübt. In der ehemaligen Gaststätte findet seit zwei Wochen ein Treffen von Asylsuchenden und ihren Unterstützern statt.

11.10.2015
Boizenburg
Mecklenburg-Vorpommern
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Am Sonntag brannte eine geplante Asylunterkunft in Boizenburg. Am Montag teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass das Feuer gelegt wurde.

Hellersdorf, Berlin
Berlin
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Ein 21-Jähriger hat an der Asylunterkunft in der Carola-Neher-Straße Kinder rassistisch beleidigt und mit Steinen beworfen. Anschließend verletzte er einen Wachmann mit einer Flasche.

11.10.2015
Trassenheide
Mecklenburg-Vorpommern
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In Trassenheide auf Usedom haben Unbekannte am Sonntagmorgen zwei Molotov-Cocktails auf eine geplante Asylunterkunft geworfen. Das Gebäude stand seit zehn Jahren leer. Nach Worten von Trassenheides Bürgermeister Horst Freese sollte das Bürogebäude eines leerstehenden Betriebsgeländes für 15 Asylsuchende hergerichtet werden.

1Verletzte_r
Rostock
Mecklenburg-Vorpommern

Ein aus Tschetschenien geflüchteter Mann wird von vier Personen rassistisch beleidigt. Dann schlagen die Rechten auf ihn ein, so dass er zu Boden fällt. Im Anschluss treten die Angreifer auf den am Boden Liegenden ein.

3 Verletzte
Markersdorf, Chemnitz
Sachsen
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In Chemnitz-Markersdorf, wo seit Tagen gegen eine geplante Asylunterkunft demonstriert wird, eskalierte die Situation am Wochenende erneut. Unbekannte warfen Steine auf eine Kirche, in der ein Teil der Asylsuchenden Schutz gefunden hatte. Mehrere Scheiben gingen zu Bruch. Eine Mutter und zwei Kinder wurden durch Glassplitter verletzt.
Zuvor griffen Neonazis eine Gruppe von Menschen an, die sich in Solidarität mit den Asylsuchenden schützend vor die Unterkunft gestellt hatten. Auch hierbei wurden zwei Menschen leicht verletzt.

1Verletzte_r
Köln
Nordrhein-Westfalen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

1Verletzte_r
Neubrandenburg
Mecklenburg-Vorpommern

Ein Unbekannter schlug einem Asylsuchenden aus dem Iran auf der offenen Straße ins Gesicht. Der Täter, der sich in Begleitung einer Frau befand, gab laut Polizei an, "keine Ausländer zu mögen". Der Geschädigte wurde leicht im Gesicht verletzt. Der Täter konnte nicht gestellt werden.

4 Verletzte
Stralsund
Mecklenburg-Vorpommern
Quelle: 

In Stralsund hat ein Mann vier geflüchteten Frauen ins Gesicht geschlagen. Der Täter betrat am Nachmittag ein Textilgeschäft, laut Polizei, um dort zu betteln. Als er die vier Frauen sah, schlug er ihnen ins Gesicht.

08.10.2015
Grimma
Sachsen
Quelle: 

In Grimma kam es am Donnerstagmorgen zu einem Brand in einem Bürohaus, das künftig als Unterkunft für Asylsuchende dienen soll. Das Feuer konnte schnell eingedämmt werden. Nach ersten Ermittlungen schloss die Polizei im Laufe des Tages einen technischen Defekt als Brandursache aus, das Feuer wurde demnach mutwillig gelegt.

07.10.2015

Unbekannte warfen am Mittwoch zwischen 1:30 und 2:00 Uhr vier Molotowcocktails auf ein Teilgebäude einer Schule im Stadtteil Prohlis. Betroffen war der Bereich, der zukünftig als Unterkunft für 150 Asylsuchende genutzt werden soll. Bereits in den Tagen zuvor herrschte um die geplante Unterkunft eine aggressive Stimmung.
 
Update: Vier 32- bis 35-Jährige, die "keine weiteren Ausländer in der Nachbarschaft" wollten, wurden zu Haftstrafen bis dreieinhalb Jahren verurteilt. Wegen Beihilfe wurde später auch eine 23-jährige Frau angeklagt. Sie soll "psychisch Beihilfe geleistet" haben. Ihr wurden zudem eine versuchte gefährliche Körperverletzung und Nötigung vorgeworfen. Sie soll im Sommer 2015 nach einer NPD-Demonstration an einem Dresdner Erstaufnahmelager für Geflüchtete sowie vor einer Asylunterkunft in Heidenau Journalisten bedrängt und in einem Fall mit einer Flasche beworfen haben. Diese Taten hatte die Beschuldigte mit teils fadenscheinigen Erklärungen eingeräumt. Eine Mitwirkung am Brandanschlag bestritt sie aber.
 
Update II: Die 23-jährige Angeklagte wurde unter anderem wegen Beihilfe zur Brandstiftung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt.

1Verletzte_r
Rudolstadt
Thüringen

Ein jugendlicher Asylsuchender aus Syrien hielt sich am Mittwoch mit zwei ebenfalls jugendlichen Begleitern in einem Park in Rudolstadt auf. Laut Polizei betrat "eine weitere größere Gruppe" den Park und unterhielt sich in Hörweite der drei Jugendlichen. Aus der hinzugekommenen Gruppe sollen rassistische Bemerkungen gefallen sein. Schließlich näherten sie zwei Jugendliche dem syrischen Jungen und seinen Begleitern. Sie beschimpften ihn und einer der beiden packte ihn am Kragen. In der Folge kam es laut Polizei "zu einer Rangelei", wobei der syrische Jugendliche leicht verletzt wurde.

1Verletzte_r
Schneeberg
Sachsen
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Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

06.10.2015
Weil am Rhein (Otterbach)
Baden-Württemberg

Im Ortsteil Otterbach in Weil am Rhein kam es am Dienstagabend unter dem Balkon einer Asylunterkunft zu einem offenen Feuer. Laut Polizei "gibt es Anhaltspunkte, die auf eine Brandstiftung hindeuten."

04.10.2015
Friemar
Thüringen
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In Friemar im Landkreis Gotha brannten in der Nacht zu Sonntag vier mobile Toiletten an der Außenfassade einer Turnhalle, in der zurzeit 11 Asylsuchende untergebracht sind. Die Toiletten brannten vollständig ab, das Feuer griff auch auf die Fassade der Turnhalle über. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

04.10.2015
Xanten
Nordrhein-Westfalen
Quelle: 

In einer geplanten Unterkunft für Asylsuchende in Xanten brach in der Nacht zum Sonntag ein Feuer aus. Nach ersten Ermittlungen sollen Spuren eines Brandbeschleunigers im Erdgeschoss des Gebäudes entdeckt worden sein. In der früheren Förderschule sei eine zerbrochene Glasflasche gefunden worden, sagte Xantens Bürgermeister Thomas Görtz. Außerdem habe es nach Benzin gerochen, weshalb von einem Brandanschlag auszugehen sei.

1Verletzte_r
Friedeburg
Niedersachsen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

03.10.2015
Altena
Nordrhein-Westfalen
Quelle: 

In Altena hat es vermutlich einen Brandanschlag auf ein Wohnhaus für Asylsuchende gegeben. Nur einen Tag, nachdem sieben Geflüchtete aus Syrien in ein zuvor leer stehendes Wohnhaus gezogen waren, legten bislang noch unbekannte Täter Feuer unterm Dach. Der oder die unbekannten Täter verteilten an zwei Stellen des Dachstuhls Brandbeschleuniger. Besuchern fiel der Qualmgeruch auf, als sie die gerade eingetroffenen Geflüchteten begrüßen wollten.
 
 
Update: Das Landgericht Hagen hat zwei Täter verurteilt. Der Haupttäter, der als Feuerwehrmann arbeitet und selbst an den Löscharbeiten beteiligt war, muss wegen schwerer Brandstiftung für sechs Jahre ins Gefängnis, sein Helfer wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt. Eine Tötungsabsicht habe das Gericht den Angeklagten jedoch nicht nachweisen können, weshalb der Richter nicht dem Antrag der Staatsanwaltschaft folgte, die zuvor eine Verurteilung wegen versuchten Mordes gefordert hatte.
 
Während der Ermittlungen hatten Polizisten des Hagener Staatsschutzes Hitlerbilder und rassistische Chats und Fotos auf den Handys der Angeklagten nicht gesehen oder als nicht relevant eingestuft. Deshalb hatten die Nebenkläger, die diese Bilder bei ihren Recherchen fanden, eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Polizisten angestrengt.

03.10.2015
Großhartmannsdorf
Sachsen
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Wie erst jetzt bekannt wurde, gab es in der Nacht zum 3. Oktober einen Brandanschlag auf die Kinder- und Jugendfreizeitstätte Teichmühlein in Großhartmannsdorf. Unbekannte zerstörten zwei Scheiben und warfen vermutlich mit Brandbeschleuniger getränkte und entzündete Holzlatten in das Objekt. Dies sagte ein Vertreter des Betreibervereins gegenüber der Freien Presse. Die Polizei hatte den Vorfall nicht öffentlich gemacht. Das Gebäude sollte möglicherweise als Unterkunft für unbegleitete, minderjährige Asylsuchende genutzt werden.

1Verletzte_r
München
Bayern
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

Krölpa
Thüringen

In der Nacht zum Samstag kurz nach Mitternacht sprach ein 19-jähriger Asylsuchender aus Afghanistan einen 28-Jährigen an und bat um eine Mitfahrgelegeneheit. Stattdessen rief der 28-Jährige per Telefon drei Bekannte hinzu. Als diese eintrafen, gingen sie den Asylsuchenden an, woraufhin dieser die Flucht ergirff. Die Angreifer warfen ihm eine Bierflasche hinterher, die jedoch ihr Ziel verfehlte. Der 19-Jährige versteckte sich dann auf einem Grundstück, dessen Besitzer die Polizei alamierte. „Es konnten im weiteren Verlauf vier Personen er­mittelt und Spuren des Angriffes gesichert werden“, so die Polizei, die hinter der Tat ein rassistisches Motiv vermutet. Der 19-Jährige blieb letztlich unverletzt. Die Kripo ermittele nun wegen des Verdachts der ver­suchten gefährlichen Körperverletzung.

03.10.2015
Bischhagen
Thüringen

In Bischhagen brannte in der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober ein Fachwerkhaus, das am nächsten Tag von Asylsuchenden bezogen werden sollte. Zehn Tage später teilte die Polizei mit, dass das Feuer gelegt worden sei.

2 Verletzte
Angermünde
Brandenburg
Quelle: 

Geflüchtete berichteten gegenrede.info, dass sie am Bahnhof angegriffen und verletzt worden seien. Die Polizei habe den den Vorfall auf Nachfrage bestätigt. Demnach sollen zwei Männer, zwei Frauen und drei Kinder von fünf bis sechs Personen angegriffen worden sein. Zwei Männer sollen dabei an Fußknöcheln und Armen Verletzungen davongetragen haben und im Schwedter Krankenhaus ambulant behandelt worden sein. Nach Informationen von gegenrede.info soll es sich bei den Angreifern um Herta BSC-Fans aus Angermünde gehandelt haben. Die Tatzeit kurz nach 21:30 Uhr und die später von der Polizei festgestellten Alkoholwerte zwischen 1,4 und 2,6 Promille deuteten darauf hin, dass die Männer siegestrunken den Regionalexpress verließen und über die Asylsuchenden hergefielen. Die Polizei spricht von drei möglichen Tätern. Über die Motivation der Angreifer könne man allerdings noch nichts sagen, heißt es bei der Pressestelle der Polizeidirektion Ost. Die Polizisten vor Ort, so die Informationen von gegenrede.info, sollen einen politisch motivierten Tathintergrund allerdings ausgeschlossen haben. Dagegen spricht die Aussage eines Asylsuchende, wonach einer der Angreifer Geflüchtete bereits in der Vergangenheit mehrfach verbal belästigt habe. Dies beginne immer mit dem Spruch "Hey Ausländer", dann fielen Worte, die man nicht verstünde, die aber beleidigend klängen. All dies haben die Polizisten vor Ort nicht hören wollen, so der Informant.

29.09.2015
5 Verletzte
Lüdenscheid
Nordrhein-Westfalen

In einem Lagerraum für Hygieneartikel in der Asylunterkunft in der Hermann-Gmeiner-Schule ist am Dienstag gegen 0.10 Uhr ein Brand ausgebrochen. Fünf Bewohner mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.
Update: Die Polizei hat einen Tatverdächtigen ermittelt. Es handelt sich um einen 19-jährigen Mitarbeiter der Unterkunft, der die Tat gestanden haben soll.

1Verletzte_r
Dresden
Sachsen

Ein 27-jähriger Asylsuchender aus Marokko war mit einem Fahrrad auf der Hauptstraße unterwegs. In der Nähe des Albertplatzes traf er auf den späteren Täter, der in Begleitung einer Frau war. Das Pärchen verwickelte das Opfer in ein kurzes Gespräch, bevor der Mann den Marokaner unvermittelt mit Pfefferspray sprühte, teilte die Polizei mit. Wegen starker Reizungen im Gesicht wurde der 27-Jährige in ein Krankenhaus gebracht. Wohin die Täter flüchteten, ist nicht bekannt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

2 Verletzte
Dresden
Sachsen

Fünf bis sechs Männer pöbelten am Montagabend zunächst zwei Asylsuchende aus Marokko beziehungsweise Tunesien an. Dann attackierten sie ihre beiden Opfer mit Glasflaschen, wodurch diese unter anderem Kopfverletzungen erlitten und im Krankenhaus behandelt werden mussten. Die Täter flüchteten, die Polizei ermittelt gegen sie wegen gefährlicher Körperverletzung.

1Verletzte_r
Neubrandenburg
Mecklenburg-Vorpommern

Auf dem Weg in seine Unterkunft wird ein Geflüchteter aus Eritrea von zwei Männern angesprochen und von einem der beiden ins Gesicht geschlagen.

27.09.2015
Mügeln
Sachsen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen schwerer Brandstiftung an einer Asylunterkunft ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet.

Berlin
Berlin

Ein unbekannter Mann hat am Samstagnachmittag ein Flüchtlingskind auf einem Spielplatz im Bezirk Marzahn angegriffen und rassistisch beleidigt. Der 10-jährige Junge spielte mit anderen geflüchteten Kindern laut Polizei zum Tatzeitpunkt an einer Rutsche, als der Mann ihn im Genick packte und ihn beleidigte. Laut Tagesspiegel soll er gesagt haben: "Verpisst euch, ihr werdet alle abgeschoben."

26.09.2015
Bremen
Bremen

Im Bremer Stadtteil Blumenthal haben Unbekannte versucht, ein Zelt anzuzünden, das als Notunterkunft für Asylsuchende gedacht ist. Laut Polizei setzten der oder die Täter Brandbeschleuniger ein. Der Staatsschutz ermittelt.

2 Verletzte
Heidenau
Sachsen
Quelle: 

Spiegel Online
mdr
Radio Dresden
 

In Heidenau sind vier Asylsuchende aus Pakistan von etwa 15 "mutmaßlich russischstämmigen Jugendlichen" angegriffen worden. Dabei wurden einem der Asylsuchenden eine Flasche über dem Kopf zerschlagen, ein zweiter erlitt Kratzwunden im Gesicht. Beide mussten ambulant behandelt werden, nachdem sich die Asylsuchenden zunächst in ihrer Unterkunft gerettet hatten. Dort verständigten sie den Wachdienst, der die Polizei informierte. Die Polizei jedoch dementierte zunächst, dass es überhaupt einen Angriff gegebenen habe und sprach später von einer "Auseinandersetzung" zwischen beiden Gruppen. Dem widersprachen die Asylsuchenden jedoch. Sie seien vielmehr "unvermittelt angegriffen worden", als sie in der Nähe des Bahnhofs einen Döner gegessen hätten, so einer der Asylsuchenden am Sonntag laut Medienberichten. Die Angreifer hätten sich mit russischen Namen angesprochen.
Update: Die Polizei hat sich inzwischen dafür entschuldigt, dass sie den Vorfall zunächst dementierte. "Nach einer längeren Recherche" sei man "letztlich doch auf eine Anzeige gestoßen".

Hettstedt
Sachsen-Anhalt

Ein 45-jähriger Asylsuchender aus Syrien wurde am Nachmittag angegangen. Zwei Männer seien ihm auf der Straße entgegengekommen. Einer der beiden soll dem Opfer seine Ohrstöpsel, über die der Geschädigte telefonierte, aus den Ohren gerissen haben und dem Opfer mit den Händen gegen den Oberkörper gestoßen haben.

2 Verletzte
Dresden
Sachsen
Quelle: 

Radio Dresden
eigene Recherche

In Dresden-Stetzsch kam es am Samstagabend zu einem Angriff auf einen 24-jährigen Syrer und einen 32-jährigen Iraker. Die beiden Männer waren auf dem Fahrrad unterwegs, als ihnen ein Kleintransporter entgegenkam. Unbekannte Insassen des Fahrzeugs bespritzten die beiden Männer im Vorbeifahren mit einer ätzenden Flüssigkeit. Wegen Reizungen an Haut und Augen mussten die beiden Opfer ambulant behandelt werden. Auf Nachfrage der Amadeu-Antonio-Stiftung teilte die Polizei Dresden mit, dass es sich bei den beiden Opfern um Asylsuchende handelt, wobei von einer wahllos rassistischen Attacke auszugehen sei.

1Verletzte_r
Marienberg
Sachsen

Ein Geflüchteter wurde auf dem Weg zum Supermarkt aus einem Auto heraus mit einer Glasflasche beworfen und am Bein getroffen.

20.09.2015
Wertheim
Baden-Württemberg
Quelle: 

Auf eine geplante Notunterkunft für Geflüchtete ist offenbar ein Brandanschlag verübt worden. Das teilte eine Sprecherin der Stadt am Sonntagmorgen mit. In der Sporthalle standen seit Samstag 330 Betten. Nun sei das Gebäude einsturzgefährdet und nicht mehr nutzbar. An der Rückseite fanden sich Spuren, die auf einen Einbruch schließen lassen. Am nächsten Tag demonstrierten 1.500 Menschen spontan gegen Rassismus.

20.09.2015
Breesen, Laage
Mecklenburg-Vorpommern

Unbekannte legten Feuer auf dem Dachboden eines Hauses, in das künftig Asylsuchende einziehen sollten.

19.09.2015
Riedlingen
Baden-Württemberg

Im Landkreis Biberach ist in der Nacht zum Samstag ein Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft verübt worden. Die Angreifer zündeten zwei Mülltonnen an. Zudem schmierten sie Hakenkreuze und rechte Parolen - unter anderen »Refugge [sic!] Fuck Off« - an die Hauswand der Unterkunft, in der 47 syrische Kriegsflüchtlinge untergebracht sind. Die Kriminalpolizei Ulm ermittelt, der Staatsschutz ist eingeschaltet.

Bei einer Infoveranstaltung zum Thema Asyl kam es zu Übergriffen auf einen jungen Mann durch Neonazis. Dabei entrissen diese dem Mann dessen Handy und warfen es auf die Straße. Außerdem wurde er mehrfach und massiv beleidigt, bedroht, anschließend die Treppe hinunter gestoßen und ins Gesicht geschlagen.

18.09.2015
Bad Aibling
Bayern

Im oberbayerischen Landkreis Rosenheim hat sich ein Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft ereignet. Bislang unbekannte Täter versuchten in der Nacht zum Freitag, die zum damaligen Zeitpunkt noch leerstehenden Wohncontainer anzuzünden. Nachdem die Brandspuren durch die Feuerwehr beseitigt worden waren, bezogen 38 Geflüchtete noch am Vormittag die Unterkunft. Die Kriminalpolizei Rosenheim nahm Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung auf.

17.09.2015
Burgkirchen
Bayern

Unbekannte sind gewaltsam durch eine Seitentür in die "Keltenhalle" eingedrungen und versuchten, das Gebäude in Brand zu setzen. Hierzu schütteten der oder die Täter eine Sitzbank, Kartons mit Fahrradteilen, Papier, Pappe, Tücher und Möbel zu einem Haufen auf und entzünden diesen. Das Feuer erlosch jedoch offenbar von selbst. Außerdem hinterließen der oder die Täter nationalistische und rassistische Parolen, darunter "Wir sind Deutschland" und "Es reicht mit den blöden Gutmenschen". Die "Keltenhalle" wird von Ehrenamtlichen als Fahrradwerkstatt für Geflüchtete und Bedürftige genutzt. In der Region kursierten zuvor (unzutreffende) Gerüchte, wonach die Halle künftig als Unterkunft für Asylsuchende genutzt werden solle.

14.09.2015
Porta Westfalica
Nordrhein-Westfalen

In Porta Westfalica bei Minden haben Unbekannte versucht, eine Flüchtlingsunterkunft anzuzünden und warfen eine Glasflasche mit einer brennenden Flüssigkeit an die Fassade des Gebäudes. Bis auf eine Rußspur hinterließ das Feuer nur geringen Sachschaden. In der Unterkunft wohnten zu diesem Zeitpunkt 37 Flüchtlinge. Eine Sonderkommission ermittelt.
 
Update: Vor Gericht gestanden zwei der vier Täter.

1Verletzte_r
Berlin
Berlin
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

1Verletzte_r
Sauensiek
Niedersachsen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

2 Verletzte
Spremberg
Brandenburg

Sechs Geflüchtete aus Pakistan besuchen eine Diskothek in Spremberg. Auf der Tanzfläche schlagen Neonazis einen der Männer zusammen. Als die sechs Männer die Diskothek verlassen, verfolgt sie eine Gruppe von etwa Neonazis. Weder Besucher_innen der Diskothek noch auf der Straße wartende Taxifahrer schreiten dabei ein. Die Neonazis vermummen sich und schlagen auf die Geflüchteten ein. Letztlich können die Betroffenen flüchten. Ein Pakistani wird durch einen Ellenbogenschlag am Kopf verletzt.

12.09.2015
Wiehl
Nordrhein-Westfalen
Quelle: 

Die Gemeinde Wiehl hatte geplant, Asylsuchende in einem abgestellten Zug unterzubringen. Nun haben Unbekannte offenbar einen Brandanschlag auf einen der Waggons verübt. Davon geht die Polizei nach ersten Ermittlungen aus.

1Verletzte_r
Annaberg-Buchholz
Sachsen

In der Nacht griffen etwa 10 Neonazis einen tunesischen Geflüchteten im Zentrum an und schlugen diesem mit einem Baseballschläger mehrere Zähne aus.

11.09.2015
Gerstungen
Thüringen
Quelle: 

 In der Nacht zum Freitag haben Unbekannte offenbar einen Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunt in Gerstungen verübt. Davon geht die Polizei aus, nachdem das Gebäude, welches die Eigentümerin der Gemeinde als Asylunterkunft zur Verfügung stellen wollte, Feuer gefangen hatte.

09.09.2015
Gersheim
Saarland
Quelle: 

Im Saarländischen Gersheim ist ein Feuer in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft gelegt worden. Wie das Landespolizeipräsidium in Saarbrücken mitteilte, wurde niemand verletzt. Die Ermittler gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Ermittelt würde in alle Richtungen. Da das Gebäude als Unterkunft für Flüchtlinge dienen sollte, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Hinweise auf die Täter gäbe es bislang nicht. Die Höhe des Sachschadens beläuft sich auf mehrere Zehntausend Euro.

09.09.2015
Marzahn-Hellersdorf
Berlin

In der Nacht zum Mittwoch haben Unbekannte eine Bengalofackel über den Zaun einer kurz zuvor bezogenen Unterkunft für Flüchtlinge geworfen. Diese landete im Innenhof des Hauses. Die Polizei trat die Fackel aus. Verletzt wurde niemand. Laut einer Sprecherin seien seit Dienstag eine wenige Flüchtlinge im Haus untergebracht. Ob der Bengalowurf mit Wohnungsdurchsuchungen zu tun hat, die im Zusammenhang mit einem vorherigen Anschlag am Blumberger Damm vorgenommen wurden, ermittelt nun der Staatsschutz.

08.09.2015
Bleicherode
Thüringen

Unbekannte versuchten, ein leerstehendes Gebäude in Bleicherode in Brand zu stecken. Im Inneren des Hauses hinterließen mutmaßlich die Täter Parolen an den Wänden, die sich gegen den Bürgermeister der Stadt richten. Das Gebäude war wenige Tage zuvor als mögliche Unterkunft für Asylsuchende im Gespräch, was jedoch inzwischen aus Kostengründen wieder verworfen wurde.

07.09.2015
Rockensußra, Ebeleben
Thüringen
Quelle: 

In Ebeleben gab es in der Nacht zu Montag gegen 3:30 Uhr einen Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft. Im Ortsteil Rockensußra brannten die Dachstühle von drei Wohnblöcken, die künftig womöglich als Unterkunft für Asylsuchende dienen sollten. Ein technischer Defekt könne ausgeschlossen werden, sagte eine Polizeisprecherin in Nordhausen. Die Ermittler gehen von einem politisch motivierten Brandanschlag aus. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

1Verletzte_r
Münster
Nordrhein-Westfalen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

06.09.2015
Dortmund
Nordrhein-Westfalen

Im Dortmunder Stadtteil Kemminghausen verübten Unbekannte in der Nacht zu Sonntag offenbar einen Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft. Gegen 2.18 Uhr vernahmen Zeugen ein Klirren einer Scheibe in der ehemaligen Schule. Die alarmierte Feuerwehr stellte eine Rauchentwicklung fest, das Feuer habe jedoch noch nicht offen gebrannt. Eine eingesetzte Sondekrommission der Polizei geht nach dem ersten Stand der Ermittlungen von Brandstiftung aus.

1Verletzte_r
Neckargemünd
Baden-Württemberg
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

1Verletzte_r
Uetze
Niedersachsen
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

Wismar
Mecklenburg-Vorpommern

Rund 300 Demonstranten protestierten "gegen die gescheiterte Asylpolitik“ und zogen unter dem Motto „Gemeinsam für die Heimat“ durch Wismar. Eine Gegendemonstration und zwei Sitzblockaden behinderten die rechte Demonstration.
Nach dem offiziellen Ende der Versammlung versuchten vier Teilnehmer der rechten Demo zwei Asylsuchende aus Eritrea mit Flaschen zu verletzen. Der Angriff konnte jedoch rechtzeitig von der Polizei unterbunden werden.

04.09.2015
5 Verletzte
Heppenheim
Hessen

In Heppenheim hat in der Nacht eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge gebrannt. Mehr als 60 Menschen aus Eritrea, dem Irak, Somalia, Syrien und anderen Ländern hielten sich zu dem Zeitpunkt in dem dreigeschossigen Wohnhaus auf. Das Feuer brach nach ersten Erkenntnissen hinter der Eingangstür aus. Ein technischer Defekt wurde nach ersten Ermittlungen ausgeschlossen. Ein Bewohner der sich mit einem Sprung aus dem zweiten Stock vor den Flammen rettete, verletzte sich schwer. Vier weitere Bewohner erlitten Rauchvergiftungen.

03.09.2015
Witten
Nordrhein-Westfalen
Quelle: 

In Witten hat es am Donnerstagmorgen in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft gebrannt. In dem leerstehenden Haus Bommerholz, das in den nächsten Wochen als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden soll, war gegen 8.15 Uhr ein Schwelbrand entdeckt worden. Das Feuer, das schnell gelöscht werden konnte, richtete keinen größeren Sachschaden an. Laut Polizei drangen der oder die Täter von der Rückseite des Gebäudes in einen Anbau vor, in dem sie eine Fensterscheibe einschlugen. "Sie wollten noch weiter in das Gebäude hinein, das ist ihnen aber nicht gelungen", sagt Volker Schütte von der Polizei in Bochum. Außerdem konnten die Ermittler Brandbeschleuniger nachweisen.

Am Morgen griffen ein 23- und ein 24-Jähriger am U-Bahnhof Schlesisches Tor einen Geflüchteten an. Das 18-jährige Opfer saß auf einer Bank, als die beiden Angreifer gegen 4.50 Uhr auf ihn zukamen und ihn zunächst rassistisch beleidigten. Als er aufstehen wollte, schlugen sie ihn zu Boden. Der 18-Jährige versuchte daraufhin zu fliehen, wurde aber mit Schlägen und Tritten zu Boden gebracht.

Anklam
Mecklenburg-Vorpommern
Quelle: 

Ein Asylsuchender aus Togo wurde am Mittwoch auf dem Weg zur Arbeit von zwei Männern mit einer Flasche attackiert. Er konnte dem Angriff ausweichen und fliehen.

35 Verletzte
Massow
Brandenburg
Quelle: 

In einer Asylunterkunft in Massow gab es eine Attacke mit Pfefferspray, bei der etwa 35 Asylsuchende Reizungen der Atemwege und Augen erlitten. 14 Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei nahm einen 28-jährigen Tatverdächtigen fest. Er soll als Bauarbeiter auf dem Gelände der Asylunterkunft gearbeitet haben.
 
Update: In Königs Wusterhausen musste sich der Angeklagte im Februar 2017 vor Gericht verantworten. Im Prozess gesteht der Angeklagte die als gefährliche Körperverletzung angeklagte Tat, bestreitet aber eine ebenfalls angeklagte Beleidigung. Die Pfeffersprayattacke stellt er als „Spaß“ dar: Er habe nicht gewusst, dass ein lediglich eine Sekunde anhaltendes Sprühen solchen Schaden anrichten könne. Trotz der großen Zahl an Verletzten kann nur ein Mann aus Syrien im Prozess als Nebenkläger auftreten, da der Großteil der anderen Betroffenen in der Zwischenzeit abgeschoben wurde, berichtet Justizwatch. Weiter heißt es im Prozessbericht: "Die Tatschilderung des Nebenklägers unterscheidet sich zwar in wesentlichen Punkten von der Version des Angeklagten und eines mit ihm befreundeten Zeugen, kann aber nicht durch weitere Zeug*innen bestätigt werden. Dies nehmen der Staatsanwalt und der Richter zum Anlass, den Nebenkläger auf seine Wahrheitspflicht hinzuweisen. Der Angeklagte wird schließlich der gefährlichen Körperverletzung schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von 1,5 Jahren auf Bewährung verurteilt. Das Gericht kann allerdings keine rassistische oder menschenverachtende Tatmotivation feststellen. Der Angeklagte habe ja vor der Tat den Abend mit Bewohnern der Unterkunft in guter Stimmung verbracht. Und Albaner seien für führende deutsche Kadernazis wohl nicht die „typische Umgangsklientel“. Daher gehöre die Tat eher in die Kategorie „sehr dummer Jungenstreich“." 

1Verletzte_r
Halbe
Brandenburg
Quelle: 

Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

30.08.2015
Merseburg
Sachsen-Anhalt

Auf das interkulturelle Begegnungszentrum in der Merseburger Dammstraße ist am späten Sonntagabend ein Brandanschlag verübt worden. Unbekannte hatten eine Spraydose mit einem Ameisenbekämpfungsmittel an der Eingangstür verkeilt, dieses vermutlich mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Offenbar sollte die Dose auf diese Weise zur Explosion gebracht werden. Zwei junge Männer aus Montenegro und Serbien, die in dem Gebäude wohnen, griffen beherzt ein und konnten das Feuer löschen, so dass nur ein Schaden an der Eingangstür entstand.

30.08.2015
Harsefeld
Niedersachsen

Unbekannte verübten einen Brandanschlag auf ein Haus, in dem 42 Asylsuchende leben. Der Täter, der zuvor mutmaßlich mit zwei weiteren Personen in einem Auto vor die Unterkunft gefahren sein soll, warf einen Molotow-Cocktail gegen ein Fenster im Erdgeschoss des Wohnblocks. Verletzt wurde niemand.
 
Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen einer Sachbeschädigung an der Asylunterkunft am selben Tag ermittelt und auch diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet.

1Verletzte_r
Halle (Saale)
Sachsen-Anhalt
Quelle: 

Gegen 1:20 Uhr wird ein 21-jähriger Geflüchteter aus Guinea-Biseau während des alljährlichen Laternenfestesvon einer sechs- bis achtköpfigen Gruppe rassistisch beschimpft, geschubst, geschlagen und getreten. Es gelingt dem Betroffenen, die Angreifer erst mit einer und dann mit zwei leeren Glasflaschen in Schach zu halten. Schließlich versuchen eine Frau und ein Mann, die Angreifer zum Aufhören zu bewegen und dem Betroffenen aus der Situation herauszuhelfen. Schließlich schafft es die Frau, den 21-Jährigen zur nächstgelegenen Sanitäterstation zu bringen, wobei sie noch von mehreren Angreifern verfolgt werden. Vor Ort befindlichen Polizeibeamten gelingt es, die Angreifergruppe zu stoppen. Es wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

1Verletzte_r
Schwarzenberg
Sachsen

Ein Geflüchteter, welcher auf dem Rad unterwegs war, wurde von Neonazis zu Boden gestoßen, als er an ihnen vorbei fuhr. Noch am Boden liegend, schlugen sie auf den Mann ein und flüchteten anschließend. Der junge Mann wurde bei dem Angriff verletzt und musste ambulant behandelt werden.

1Verletzte_r
Luckenwalde
Brandenburg

Am Abend wirft ein Mann aus dem Schutz einer fünfköpfigen Gruppe heraus einen Böller mit großer Sprengkraft über den Zaun des Asylbewerberheims in der Grabenstraße und zielt direkt auf eine Gruppe von etwa 20 Asylsuchenden. Dabei brüllt er „Ausländer raus“. Durch die Wucht der Explosion zerbricht ein Stuhl. Ein 52-jähriger Mazedonier erleidet unter anderem eine Brandverletzung am Bein und muss ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

1Verletzte_r
Lebach
Saarland
Quelle: 

In Lebach hat ein Unbekannter einen Asylsuchenden aus Syrien angegriffen. Der 19-jähriger Syrer war in der Nähe des Bahnhofs unterwegs, als der Täter mit seinem Auto neben ihm anhielt, ausstieg und ihm mit der Faust ins Gesicht schlug. Der Angreifer wurde als 20 bis 30 Jahre alt mit kurzen, blonden Haaren beschrieben. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes Saarland geht nach ersten Ermittlungsergebnissen von einer rassistisch motivierten Tat aus, teilte die Polizei mit.

1Verletzte_r
Übach-Palenberg
Nordrhein-Westfalen

In Übach-Parlenberg war ein Asylsuchender am Freitagnachmittag in einem Bus unterwegs, als er ohne Vorwarnung von einem anderen Fahrgast mit eine Flasche attackiert wurde.

28.08.2015
Salzhemmendorf
Niedersachsen

Unbekannte warfen in der Nacht auf Freitag gegen 02:08 Uhr einen Molotov-Cocktail durch ein geschlossenes Fenster in einer Asyluntekrunft und setzten in dem Zimmer eine Matratze und einen Teppich in Brand. In einem Nebenraum habe sich laut Polizei eine 34-jährige Mutter mit drei Kindern im Alter von vier, zehn und elf Jahren aufgehalten, die jedoch zum Glück ebenso wenig verletzt wurden wie die mehr als 30 weiteren Bewohner der Unterkunft.
Update (I): Laut Polizei wurden zwei 24 und 30 Jahre alte Männer aus der Gemeinde im Kreis Hameln-Pyrmont und eine 23 Jahre alte Frau aus der Region Hannover am Freitagabend festgenommen. „Es gibt auch Geständnisse“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Der 24-Jährige sei wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung sowie politisch motivierten Taten bereits polizeibekannt, der 30-Jährige wegen Sachbeschädigung und Diebstahls.
Update (II): Einer der Tatverdächtigen soll laut Polizei Mitglied der Freiwilligen Feuerwer und am Löscheinsatz beteiligt gewesen sein.

1Verletzte_r
Lübeck
Schleswig-Holstein

Zwei Männer haben in Lübeck einen Syrer angegriffen und dabei laut Polizei leicht verletzt. Sie hätten ihn zunächst angesprochen und dann attackiert.
Kurz darauf wurde eine Containerunterkunft für Flüchtlinge mit Steinen beworfen. In der im Aufbau befindlichen Unterkunft wurde ein Fenster beschädigt. Zusätzlich verklebten die Täter auf dem Gelände der Unterkunft NPD-Aufkleber mit der Parole "Asylantenheim? Nein Danke".
Die Polizei nahm insgesamt sieben Personen - alle polizeibekannt und vom Staatsschutz als "Gruppierung Rechts" eingestuft - noch in Tatortnähe als Verdächtige in Gewahrsam. Einer von ihnen soll laut Polizei den Mann aus Syrien verletzt haben.

27.08.2015
Oschersleben
Sachsen-Anhalt
Quelle: 

In Oschersleben haben Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag vor einer Asylunterkunft Mülltonnen in Brand gesetzt. Laut Polizei wurden die Mülltonnen offenbar vorsätzlich nah an das Gebäude gestellt, in dem zurzeit 30 Personen leben.

26.08.2015
Leipzig
Sachsen

Ein Vermummter hat in der Nacht zum Mittwoch einen Brandanschlag auf die noch unbewohnte Flüchtlingsunterkunft im Leipziger Stadtteil Stötteritz verübt. Der Mann warf gegen 1.30 Uhr einen Molotow-Cocktail in das Gebäude. Eine Matratze ging in Flammen auf. Zudem hinterließ der Täter mit Farbe die Botschaft "Wir sagen nein!" an dem Gebäude.
Die Feuerwehr wurde um 1.48 Uhr alarmiert und konnte nach eigenen Angaben den Brand schnell löschen. Verletzt wurde niemand. Am Morgen hat das auf politisch motivierte Straftaten spezialisierte Operative Abwehrzentrum (OAZ) der sächsischen Polizei die Ermittlungen übernommen.
Das Gebäude in der Sommerfelder Straße war in den vergangenen Monaten von der Stadt Leipzig saniert worden und sollte am Mittwoch als kommunale Flüchtlingsunterkunft für insgesamt 55 Personen eröffnet werden. Mitarbeiter des Sozialamtes begutachten derzeit die Schäden. Ob ein Einzug am Mittwoch trotzdem möglich ist, war nach der Tat zunächst unklar.

1Verletzte_r
Schwedt
Brandenburg

Auf einen 31-jährigen Geflüchteten aus Somalia wird aus einer Menschenmenge heraus ein Stein geworfen, der den Mann, der gerade mit dem Fahrrad unterwegs ist, am Bein trifft und ihn zu Fall bringt. Durch den Sturz zieht er sich Verletzungen an der linken Körperseite zu. Als er nach der Polizei ruft, flüchten die Angreifer.

25.08.2015
Döbeln
Sachsen

Auf dem Gelände einer Asylunterkunft in Döbeln brannten in der Nacht zu Dienstag zwei Mülltonnen. Der Wachschutz des Gebäudes entdeckte den Brand, kurz nachdem drei Unbekannte das Gelände in einem roten Auto verließen. Der Staatsschutz ermittelt wegen möglicher Brandstiftung.

25.08.2015

Wenige Tage, bevor die ersten Asylsuchenden eine Turnhalle als Notunterkunft beziehen konnten, gab es in dem Gebäude einen Brand. Die Polizei fand in dem Gebäude Brandbeschleuniger und ermittelt daher wegen Brandstiftung.
In Nauen hatte es in diesem Jahr mehrfach Demonstrationen gegen die Aufnahme von Asylsuchenden gegeben. Im Februar war eine Stadtverordnetenversammlung zu diesem Thema von Neonazisgestört worden. Die Sitzung musste abgebrochen werden.
 
Update: In Potsdam stehen sechs mutmaßliche Täter vor Gericht. Als Rädelsführer ist der NPD-Kommunalpolitiker Maik Schneider angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung zur Begehung von Straftaten mit rassistischem Hintergrund vor, außerdem schwere Brandstiftung und Sachbeschädigung. Zuvor hatte die Generalbundesanwaltschaft den Fall wegen einer mutmaßlichen Bildung einer terroristischen Vereinigung überprüft. Dieser Vorwurf wurde jedoch abgewiesen, weil keine Menschen zu Schaden kamen. Und weil die Taten den Staat „nicht erheblich schädigen“ würden, so ein Sprecher laut taz.
 
Update II: Das Potsdamer Landgericht folgte am Dienstag einem Antrag der Staatsanwaltschaft, den Anklagepunkt "Bildung einer kriminellen Vereinigung" fallen zu lassen. Das berichtet neues deutschland. Bei dem ursprünglich als Rädelsführer angeklagten NPD-Politiker Maik Schneider werde das Strafverfahren auf den Vorwurf der Brandstiftung beschränkt, sagte der Erste Vorsitzende Theodor Horstkötter. Brandstiftung bleibt als Vorwurf auch gegen Schneiders Mitangeklagte übrig, zudem geht es weiter um einzelne rechtsextreme Delikte. Staatsanwalt Nils Delius hatte vergangene Woche »prozessökonomische Gründe« für den Wegfall des Anklagepunktes genannt, da eine ausreichende Strafe auch wegen der anderen Taten zu erwarten sei. Um den Vorwurf der Gründung einer kriminellen Vereinigung untermauern zu können, hätten weitere Beweise erhoben werden müssen. Nach dem verheerenden Brandanschlag auf die Sporthalle in Nauen im August 2015 hatte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) von einer »rechten Stadtguerilla« gesprochen.

1Verletzte_r
Prenzlau
Brandenburg

Drei Männer beleidigen einen 27-jährigen Geflüchteten aus Somalia im Georg-Dreke-Ring rassistisch und attackieren ihn anschließend  körperlich. Die Täter werden von der Polizei gestellt.

24.08.2015
Espelkamp
Nordrhein-Westfalen

Nach einem Brand an der Container-Wohnanlage für Asylsuchende am Espelkamper Hindenburgring ermittelt nun der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Bielefeld wegen Sachbeschädigung. Das Feuer war nach Polizeiangaben unterhalb von Fenstern gelegt worden. Jalousien und Rahmen seien beschädigt worden, der Sachschaden gering.

24.08.2015
Weissach im Tal
Baden-Württemberg

In Weissach im Tal kam es in der Nacht zu Montag zu einem Brand in einem leerstehenden Gebäude, das zukünftig als Asylunterkunft genutzt werden sollte. Laut Feuerwehr gilt das Haus nun als unbewohnbar. Die Polizei hält einen Brandanschlag für möglich. Es wäre nicht der erste in der Gemeinde. Im Herbst 2005 war eine Asylunterkunft in Weissach schon einmal Ziel eines rassistischen Anschlags geworden.

3 Verletzte
Dresden
Sachsen

Am späten Sonntagnachmittag griffen fünf Dresdner im Alter zwischen 28 und 46 Jahren drei Asylsuchende aus dem Irak an. Zunächst pöbelten die Angreifer, dann schlugen sie auf ihre drei Opfer ein. Als die drei Iraker flüchteten, folgten ihnen die Männer und bewarfen sie mit einer Bierflasche. Die drei Iraker erlitten leichte Verletzungen.

1Verletzte_r
Güstrow
Mecklenburg-Vorpommern
Quelle: 

Am Freitag wurde im Bereich des Rosengartens in Güstrow ein Asylsuchender von einem 25-jährigen männlichen Tatverdächtigen mit einer Bierflasche angegriffen und verletzt. Durch eine sofort eingeleitete Tatortnahbereichsfahndung konnte der Täter ermittelt und vorläufig festgenommen werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

3 Verletzte
Witzenhausen
Hessen

Beim Erntefest in Witzenhausen kam es zu mehreren rassistisch motivierten Übergriffen mit Körperverletzung. Zunächst kamen drei Männer an einen Tisch, an dem eine Gruppe von Geflüchteten mit einem Betreuer saß. Die Täter skandierten zunächst "White Power" und beschimpften den Betreuer als "Volksverräter". Als die Flüchtlings daraufhin das Zelt verließen, um die Situation nach eigenen Angaben zu entschärfen, folgten die Angreifer ihnen. Vor dem Zelt wurde dann der Betreuer mit einem Faustschlag auf den Kopf bewusstlos geschlagen, ein Flüchtling erhielt einen Schlag in die Rippen.
Zeitgleich gab es im Zelt einen weiteren Übergriff auf einen Mann aus Kenia. Auch er wurde von zwei anderen Angreifern zunächst rassistisch beleidigt und dann gewürgt.
 

1Verletzte_r
Schwarzenberg
Sachsen

Am Sonntagabend gab es im Schwarzenberger Stadtteil Sonnenleithe vor dem Hallenbad einen Übergriff auf eine Gruppe von Asylsuchenden. Zunächst soll ein 20-jähriger Deutscher aus einem Auto heraus die Flüchtlinge verbal attackiert und beleidigt haben. Der junge Mann saß auf dem Beifahrersitz. Als die Angegriffenen daraufhin auf das Fahrzeug zugingen, habe der junge Mann Reizgas gezückt und damit in die Gruppe besprüht, so die Polizei. Durch das Reizgas wurde ein 22-jähriger Asylsuchender leicht verletzt.

1Verletzte_r
Annaberg-Buchholz
Sachsen

Eine kleine Gruppe Geflüchteter wurde am Abend von einer etwa 15-köpfigen Neonazigruppe angegriffen und teilweise verletzt.

Während des Klosterfestes verfolgten mehrere Neonazis zwei Geflüchtete durch das Stadtzentrum.

1Verletzte_r
Heidenau
Sachsen

Seit am Mittwoch bekannt wurde, dass im sächsischen Heidenau Asylsuchende untergebracht werden sollen, wird in der Kleinstadt bei Dresden jeden Abend gegen die geplante Unterkunft demonstriert. Die bislang größte Demonstration fand jedoch am Freitag statt. Diese wurde von der NPD angemeldet und zog unter anderem vor das Haus des Heidenauer Bürgermeisters, den ein Redner als "Volksverräter" beschimpfte.
Im Anschluss an die angemeldete Demonstration eskalierte die Situation, als sich bis zu 600 Personen vor der geplanten Asylunterkunft - einem ehemaligen Baumarkt - versammelten, um die für die Nacht geplante Ankunft der ersten Asylsuchenden mit Straßenblockaden zu verhindern. Dieses Vorhaben hatten mehrere Personen bereits im Vorfeld in sozialen Netzwerken angekündigt. Die Polizei sei dennoch nicht mit ausreichenden Kräften vor Ort präsent gewesen, kritiserte der innenpolitische Sprecher der Grünen im sächsischen Landtag, Valentin Lippmann. So zogen sich die Beamten zunächst zurück, als der rassistische Mob vor der Unterkunft anfing, mit Steinen, Flaschen, Straßenabsperrungen und Böllern zu werfen - auf die Unterkunft und die Polizei. Bei den Angriffen wurden laut Polizei 31 Beamte verletzt, einer von ihnen schwer. Erst am Morgen brachte die Polizei die Situation unter Kontrolle. Bereits am Samstagmittag versammelten sich jedoch erneut erste gewaltbereite Demonstranten vor der Unterkunft.

20.08.2015
Neustadt an der Waldnaab
Bayern
Quelle: 

Die ehemalige Gaststätte in Neustadt an der Waldnaab wird seit zwei Jahren als Unterkunft für Asylsuchende genutzt. Nun gab es einen Brandanschlag auf die Unterkunft, in der sich zum Tatzeitpunkt 19 Menschen befanden, darunter auch Kinder. Verletzt wurde niemand.
Ein Asylsuchender hatte in der Nacht zu Freitag beobachtet, wie zwei Männer aus dem Fenster im Erdgeschoss geflüchtet waren. Eine dritte Person soll vor dem Gebäude gewartet haben. Die Feuerwehr bekam den Brand schnell unter Kontrolle. Im Erdgeschoss des Gebäudes habe ein Teil des Mobiliars geglimmt.

20.08.2015
Berlin-Marzahn
Berlin

Auf die neue Asylunterkunft am Blumberger Damm im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist in der Nacht zum Freitag ein Brandanschlag verübt worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, näherten sich die Täter kurz vor Mitternacht dem Containerdorf von einer Seitenstraße aus. Ein Wachmann der Einrichtung entdeckte die fünf dunkel gekleideten Personen mit den brennenden Holzlatten in Händen. Als er die Gruppe anschrie, warfen sie die brennenden Latten über den Zaun. Laut Polizei landeten insgesamt neun Brandsätze auf dem Rasen. Die Gebäude wurden nicht beschädigt. Ein Bewohner der Unterkunft konnte das Feuer mit einem Gartenschlauch löschen, sodass niemand zu Schaden kam.
In der Nähe des Tatorts nahm die Polizei drei Tatverdächtige fest. Ein 21 und ein 25 Jahre alter Mann sowie eine 41-jährige Frau wurden ins Landeskriminalamt gebracht und dort verhört. Einer der Männer ist der Polizei wegen rechtsmotivierter Straftaten bereits bekannt.

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Rochlitz
Sachsen
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Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

19.08.2015
Düren
Nordrhein-Westfalen
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Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Brandstiftung an einer Asylunterkunft ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet.

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Gütersloh
Nordrhein-Westfalen
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Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

13.08.2015
Niederstedem
Rheinland-Pfalz

In Niederstedem in der Eifel haben Unbekannte ein Haus in Brand gesetzt, in dem seit Kurzem vier Asylsuchende leben. Diese hielten sich zum Tatzeitpunkt jedoch nicht in dem Haus auf. "Wir wissen, es ist Brandstiftung", so der rheinland-pfälzische Innenstaatssekretär Randolf Stich bei einem Besuch am Tatort.
 

11.08.2015
Haldensleben
Sachsen-Anhalt
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In einem Wohnhaus, in dem unter anderem in mehreren Wohnungen Asylsuchende leben, hat es zum zweiten Mal innerhalb einer Woche gebrannt. Wieder brach das Feuer im Keller aus. Die Feuerwehr geht von Brandstiftung aus.

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Dresden-Friedrichstadt
Sachsen
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Ein jugendlicher Asylsuchender wurde am Freitagabend in der Adlergasse zunächst mit "Bist du Ausländer?" angesprochen. Dann schlugen die Täter (zwei Männer und eine Frau) mehrfach auf ihn ein.

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Bochum
Nordrhein-Westfalen
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Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

2 Verletzte
Henningsdorf
Brandenburg

Am Abend beschuldigt ein Mann einen Asylsuchenden aus Somalia an einem Imbiss sein Handy gestohlen zu haben und beleidigt ihn rassistisch. Als dieser die Beschuldigungen zurückweist, zerbricht der Mann eine Bierflasche, greift ihn unvermittelt an und fügt ihm eine tiefe Schnittwunde nahe der Halsschlagader zu. Der Betroffene kann flüchten und die Polizei informieren. Er muss für mehrere Tage stationär im Krankenhaus behandelt werden. Ein Asylsuchender aus Kamerun, der dem Somalier zu Hilfe eilt, wird ebenfalls mit der Bierflasche schwer verletzt. Die Polizei ergreift einen 37-jährigen Tatverdächtigen und ermittelt wegen zweifachen versuchten Totschlags.

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Gemünden (Felda)
Hessen
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Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet. Wie viele Verletzte es gab, ist den Angaben nicht zu entnehmen.

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Guben
Brandenburg
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In Guben attackierte am Freitag ein 22-Jähriger einen 35-jährigen Asylsuchenden aus Eritrea. Der mutmaßliche Täter schlug dem Opfer unvermittelt von hinten auf die Schulter und trat ihn, wie die Polizei am Montag mitteilte. Das Opfer stürzte und wurde dabei verletzt. Danach verfolgte der Täter den Asylsuchenden und beleidigte ihn mit rassistischen Sprüchen. Der ins Visier geratene 22-Jährige sei der Polizei bereits bekannt.

07.08.2015
Wuppertal
Nordrhein-Westfalen
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In Wuppertal kam es am Freitag erneut zu einem Brand in einem Gebäude, in dem auch Asylsuchende untergebracht sind. Bereits einige Tage zuvor waren gleich an zwei Stellen in dem Haus Feuer gelegt worden.  

07.08.2015
Duisburg-Hochfeld
Nordrhein-Westfalen
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Auf dem Gelände einer Asylunterkunft wurden in der Nacht mehrere Müllcontainer in Brand gesteckt. Der Staatsschutz ermittelt. Die 160 Asylsuchenden, die in der Unterkunft leben, haben seit dem Vorfall laut Ruhrbarone große Angst und wünschen sich einen Sicherheitsdienst für die Unterkunft.

Frankfurt (Oder)
Brandenburg

Drei Männer bedrohten mehrere Teilnehmer der Veranstaltung "res publica", darunter auch eine Gruppe Asylsuchender aus Syrien und afrikanischen Ländern. Die Angreifer näherten sich laut Zeugen gegen 22.30 Uhr lautstark. Sie hätten gegen Litfasssäulen geschlagen und getreten. Als sie von den Anwesenden aufgefordert wurden, dies zu unterlassen, gingen die drei Männer zum Angriff über. Es fielen homophobe, sexistische und antisemitische Sprüche. Einem Syrer sollen die Angreifer damit gedroht haben, ihm seinen Kopf abzuschneiden. Einem Zeugen, der versuchte, die Polizei zu verständigen, wurde sein Handy aus der Hand geschlagen. Danach stießen die Angreifer ihn zu Boden.

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Senftenberg
Brandenburg

Gegen 1:00 Uhr morgens wird ein Asylsuchender aus Kenia nahe der Tankstelle Laugkfeld von drei Männern rassistisch beleidigt. Die Männern erpressen Geld von dem Angegriffenen und schlagen ihn. Danach flüchten die Angreifer.

06.08.2015
Haldensleben
Sachsen-Anhalt
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In Haldensleben brach im Keller eines Wohnhauses, in dem in mehreren Wohnungen auch Asylsuchende dezentral untergebracht sind, ein Feuer aus. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts von Brandstiftung. 

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Dresden-Leuben
Sachsen
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Ein Asylsuchender aus Syrien wurde von fünf jungen Männern auf der Straße angegriffen. Die Täter schlugen ihn mit der Faust ins Gesicht und mit einem Holzstock auf die Beine. Einer der Angreifer sagte, der Flüchtling solle zurück nach Syrien gehen.

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Dresden-Leuben
Sachsen
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Ein Asylsuchender ist von einem Auto angefahren worden, nachdem der Fahrer ihn gesehen hatte. Er zeigte ihm den Mittelfinger und beleidigte ihn. Der Betroffene erlitt leichte Verletzungen.

31.07.2015
Lunzenau
Sachsen
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Auf die geplante Asylunterkunft in Lunzenau ist in der Nacht zum Freitag ein schwerer Brandanschlag verübt worden. Wie das für Extremismus zuständige Operative Abwehrzentrum mitteilte, warfen Unbekannte drei Molotow-Cocktails in Richtung des Mehrfamilienhauses. Dabei wurde eine Hecke in Flammen gesetzt. Die Polizei teilte mit, dass die Hecke so stark brannte, dass durch die enorme Hitze sechs Fensterscheiben rissen. Auch drei Jalousien seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Zu der Höhe des Schadens konnten aber noch keine Angaben gemacht werden.
Bereits in der Nacht zum Mittwoch war das Gebäude Ziel eines Angriffs geworden. Unbekannte hatten das Haus, in dem ab September 50 Flüchtlinge unterkommen sollen, unter Wasser gesetzt.
 

Ein Geflüchteter wurde auf dem Heimweg mit Tritten attackiert.

30.07.2015
Balingen
Baden-Württemberg

In Balingen gab es am Donnerstag offenbar einen versuchten Brandanschlag auf die örtliche Asylunterkunft. Gegen 7 Uhr morgens entdeckten Mitarbeiter des Kreises vor dem Gebäude und im Eingangsflur eine brennbare Flüssigkeit. Das Gebäude wurde deshalb sicherheitshalber evakuiert. Die Kriminaldirektion Rottweil des Polizeipräsidiums Tuttlingen richtete eine besondere Ermittlungseinheit zur Klärung des Vorfalls ein. Der Verdacht lautet auf schwere Brandstiftung.

29.07.2015
Dresden-Friedrichstadt
Sachsen
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Am Abend wollten etwa 50 Personen eine Spontandemonstration unmittelbar vor dem Eingang der wenige Tage zuvor eröffneten Asylnotunterkunft ("Zeltstadt") in Dresden-Friedrichstadt durchführen. Die Polizei untersagte die Demonstration und wies der Gruppe einen Alternativplatz in einiger Entfernung zu. Diesen akzeptierte die Gruppe nicht und verzichtete in der Folge auf die Demonstration. Gleichzeitig wurde aus der Gruppierung heraus ein Böller gezündet. Einsatzkräfte stellten daraufhin die Identität von etwa 40 Personen fest und sprachen einer Person einen Platzverweis aus. Außerdem stellten sie bei einzelnen Personen Sturmhauben und mit Quarzsand gefüllte Handschuhe sicher.

2 Verletzte
Mainstockheim
Bayern

Die Flüchtlingsunterkunft in Mainstockheim im Landkreis Kitzingen ist am Montag geräumt worden. Zuvor war es in den vergangenen Tagen und Wochen immer wieder zu Übergriffen gekommen.

Laut Polizei hatten Anwohner in den vergangenen Wochen nachts in Gruppen von 20 oder mehr Personen Stimmung gegen das Flüchtlingsheim gemacht. In der Nacht zum Freitag hielten sich erneut Anwohner vor dem Flüchtlingsheim auf, manche davon mit Schlagwerkzeugen ausgerüstet. Die Bewohner sollen sich mit Stuhlbeinen bewaffnet haben. Die angerückte Polizei verhinderte ein Aufeinandertreffen beider Gruppen.

Im Laufe des Abends kam es jedoch zu zwei weiteren Vorfällen, wobei es in einem Fall eine gewaltsame Auseinandersetzung gab. Bislang steht laut Polizei fest, dass ein 27-jähriger Bewohner der Unterkunft eine leichte Abschürfung an der Stirn erlitt, welche ihm mutmaßlich von einem Unbekannten beigebracht wurde. Die Polizei bestätigte ebenfalls, dass mehrere Personen die Asylunterkunft betreten hatten und das Mobiliar beschädigten.

Am Sonntagnachmittag kam es im Stadtgebiet Kitzingen zu einer weiteren Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe von Flüchtlingen und Einheimischen. Ein Mann musste mit Verletzungen an Kopf und Bein ins Krankenhaus eingeliefert werden. 15 Menschen wurden vorläufig festgenommen, darunter offenbar auch Asylbewerber aus Mainstockheim. Zu den Festgenommenen gehört auch ein 21-Jähriger aus einer Ortschaft im Landkreis Kitzingen. Er soll für die Verletzungen des ins Krankenhaus Eingelieferten verantwortlich sein.

Am Sonntagabend versammelten sich dann bis zu 300 Personen vor der Unterkunft, darunter laut Polizei auch Neonazis, die den Ort und die Sicherheitsmaßnahmen seitens der Polizei ausgespäht hätten. Die Polizei meldete eine aufgeheizte Stimmung, die Beamten sprachen Platzverweise für den gesamten Ortsbereich aus.

Am Montag verkündete ein Sprecher des Landkreises, dass die Unterkunft vorerst komplett geräumt werde. Die zwanzig Flüchtlinge sollen auf andere Unterkünfte im Landkreis verteilt werden. "Es bedeutet nicht, dass die Einrichtung stillgelegt wird", so der Sprecher weiter. Fragwürdig erscheint die Wortwahl von Mainstockheims Bürgermeister Fuchs, der den in der Bevölkerung existierenden Unmut aufgriff. Fuchs hatte in der Vergangenheit von „Betten-Sharing einer vagabundierenden Gruppe“ gesprochen, die quer durch Deutschland unterwegs sei und in Mainstockheim „die Betten belegt.“

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Bochum
Nordrhein-Westfalen
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Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet.

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Dresden
Sachsen
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Aus der Antwort des Berliner Abgeordnetenhauses auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die Polizei wegen einer Körperverletzung gegen mindestens einen Asylsuchenden ermittelt. Die zuständige Polizeidirektion ordnet diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” ein.

25.07.2015
Brandenburg/Havel
Brandenburg
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Am Samstagabend verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf eine Wohnung, in der seit Jahren eine aus der Kaukasusrepublik Inguschetien gelüchtete Familie lebt. Sie sind – soweit vor Ort bekannt – die einzigen Flüchtlinge in dem Mehrfamilienhaus. Die Täter überklebten den Spion der Tür und entzündeten dann an der Wohnungstür eine in Benzin getränkte Zeitung. Die Mutter schlief mit ihren Töchtern im Alter von zwei und fünf Jahren in der Wohnung, als sie den Brandgeruch bemerkte. Sie alarmierte ihren Mann im nahe gelegenen Garten. Er eilte herbei und löschte das Feuer. Verletzt wurde niemand.

Auf dem Parkplatz vor einem Supermarkt im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf haben Unbekannte einen Bewohner der Asylunterkunfter am Blumberger Damm angegriffen. Der Mann konnte fliehen, wurde aber dennoch verletzt.

Am späten Abend wird ein 44-Jähriger in unmittelbarer Nähe der Straßenbahnhaltestelle Zentrum Neustadt plötzlich von einer Unbekannten rassistisch beschimpft. Dann rempelt die offenbar alkoholisierte Frau den Mann so heftig an, dass er zu Boden stürzt, schlägt und tritt auf ihn ein und würgt ihn. Während der Betroffene versucht, sich zu wehren, bedroht ihn ein ebenfalls augenscheinlich alkoholisierter Mann mit einem Messer und macht Stichbewegungen in seine Richtung. Der Betroffene erleidet Hämatome und Schürfwunden und muss ambulant im Krankenhaus versorgt werden. Die Polizei ermittelt gegen eine 27-Jährige sowie einen 31-Jährigen wegen Beleidigung, gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung sowie Volksverhetzung. Laut der Mobilen Opferberatung für Opfer rechter Gewalt handelt es sich bei dem Geschädigten um einen Asylsuchenden aus Nigeria.

4 Verletzte
Greiz
Thüringen

Am Freitagabend kam es im thüringischen Greiz zu einem Übergriff auf Geflüchtete. Laut Polizei hatten vier Geflüchtete aus Syrien in der Innenstadt eine Gruppe junger Männer angesprochen. Diese attackierten daraufhin die Flüchtlinge mit Schlägen und Tritten. Die Ermittler schließen ein ausländerfeindliches Motiv nicht aus. Die drei Haupttatverdächtigen im Alter von 18, 23 und 26 Jahren konnten kurz darauf festgenommen werden. Einer von ihnen gilt wegen etlicher anderer Delikte als polizeibekannt. Ein Haftgrund liege allerdings laut Polizei nicht vor.

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Müncheberg
Brandenburg
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Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen einer Körperverletzung ermittelt. Angaben über die Zahl der Verletzten sind nicht zu entnehmen.

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Halberstadt
Sachsen-Anhalt

Sechs Personen haben in der Nacht zum Sonntag mit Steinen auf zwei Versorgungszelte für Asylbewerber geworfen. Im Schutz der Dunkelheit seien über eine Hecke mehrere Steine in Richtung der Zelte des Deutschen Roten Kreuzes geworfen worden. Dabei seien mehrmals die Rufe „Ausländer raus“ vernehmbar gewesen. Eine DRK-Helferin sei dabei an der Wange verletzt worden. Die Polizei konnte kurz darauf einen Täter feststellen und fünf Tatverdächtige im Alter von 16 bis 20 Jahren dingfest machen. Gegen die Beschuldigten wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung und gefährlichen Körperverletzung eingeleitet.

19.07.2015
Remchingen
Baden-Württemberg

In der Nacht zum Samstag ist im Enzkreis eine geplante Unterkunft für Asylsuchende angezündet worden und in Flammen aufgegangen.
Ein Autofahrer hatte kurz nach Mitternacht das Feuer bemerkt. Bis die Feuerwehr eintraf waren schon zwei Stockwerke und das Dach ausgebrannt. Es entstand ein Sachschaden von rund 70.000 Euro. Das dreistöckige Gebäude, in das 2016 Flüchtlinge hätten einziehen sollen, muss nun vermutlich abgerissen werden. Die Suche nach geeigneten Objekten, in welche die dem Landkreis zugewiesenen 150 Asylsuchenden einziehen können, muss nun fortgesetzt werden. Verletzt wurde durch das Feuer niemand. Laut Polizei handelt es sich um Brandstiftung, als Brandbeschleuniger diente Benzin. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt. Einen „fremdenfeindlichen“ Hintergrund schließt die Polizei laut Stuttgarter Nachrichten nicht aus.

In den Morgenstunden kam es am Samstag zu einem rassistischen Angriff auf zwei Bewohner des neuen Asylbewerberheims am Blumberger Damm in Marzahn.

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Sukow-Marienhof
Mecklenburg-Vorpommern
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In der Nacht zum Sonntag attackierten fünf Rechtsextreme eine Gruppe von sieben Asylbewerbern auf einem Dorffest in Sukow-Marienhof. Nachdem die Asylbewerber zunächst bedrängt worden waren griff einer der deutschen Männer einen albanischen Asylbewerber an und versetze ihm einen Kopfstoß. Zwei in der Zwischenzeit alarmierte Polizisten stellten sich vor die Asylbewerber und sicherten deren Rückzug. Anschließend wurden sie selbst zur Zielscheibe der aggressiven Angreifer. Laut NDR hätten die Polizisten Reizgas eingesetzt und sich anschließend zurückziehen müssen. Während auf Verstärkung aus angrenzenden Ortschaften gewartet wurde konnten die Angreifer flüchten.

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Oppenweiler
Baden-Württemberg

Am Samstag kam es zu insgesamt drei Übergriffen auf Bewohner der Asylunterkunft im Wiesengrund in Oppenweiler (Rems-Murr-Kreis):
Bereits am Nachmittag wurden die Asylsuchenden von betrunkenen Männern angepöbelt und provoziert.
Am Abend kam es zu einem weiteren Vorfall vor der Asylunterkunft. Dabei soll ein Bewohner geschlagen worden sein. Weitere tätliche Angriffe hätten jedoch durch das Eingreifen eines couragierten Passanten verhindert werden können, berichtet das Hohenloher Tagblatt. Dieses Mal konnten die Beamten neben dem bereits am Nachmittag auffälligen 28-Jährigen noch einen 23 Jahre alten Mann aus Schwäbisch Hall feststellen.
Gegen 23 Uhr wurde der Polizei ein erneuter Vorfall vor der Unterkunft gemeldet. Wieder sei es dort zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen. Die Polizei, die dieses Mal mit mehreren Streifenfahrzeugen ausrückte, konnte zwar keine Schlägerei feststellen, jedoch waren wieder die bereits zuvor auffällig gewordenen Männer anwesend. Während der 28-Jährige bislang nicht polizeibekannt war, sei der 23-Jährige möglicherweise der rechten Szene zuordenbar.
 

16.07.2015
Reichertshofen
Bayern

In einer geplanten Unterkunft für Asylsuchende im oberbayerischen Reichertshofen haben Unbekannte in der Nacht zum Donnerstag Feuer gelegt. Der ehemalige Gasthof im Ortsteil Winden brannte vollständig aus. Die Ermittler hatten festgestellt, dass neben dem Brandherd am Haupteingang ein weiterer Herd am Nebengebäude gelegt wurde; ein Wohnhaus, in das ab September Asylsuchende einziehen sollten. Der Sachschaden beliefe sich auf mindestens 150.000 Euro. Laut eines Polizeisprechers sei „ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht auszuschließen“.

In den zurückliegenden Monaten hatte es Streit um die Nutzung der Immobilie gegeben. Der Landkreis hatte verlangt, die Zuweisungen von Asylsuchenden deutlich zu verringern, da die Immobilie als zu klein befunden wurde. Eine Bürgerinitiative forderte, im Ort sollten nicht mehr als 30 bis 40 Geflüchtete untergebracht werden.
 
Update: Am Samstag, zwei Tage nach dem Brandanschlag, hatten sich 20 vor allem junge Leute am Tatort zu einer Mahnwache gegen rechte Gewalt versammelt. Nach Ansicht des Landratsamtes hätten sie diese Demonstration jedoch zwei Tage vorher anmelden müssen.
Die Protestierenden, darunter auch die Bundestagabgeordnete Eva Bulling-Schröter von der Partei Die Linke, hatten Transparente und Fahnen dabei sowie Flugblätter verteilt. Daraus schließt die Behörde, es habe sich nicht um eine spontane Veranstaltung gehandelt, sondern um eine meldungspflichtige Demonstration. Die hätten die Veranstalter laut Bayerischem Versammlungsgesetz mindestens 48 Stunden vorher beim Landratsamt anzeigen müssen. Die Kreisbehörde will nun den Organisator der Veranstaltung ausfindig machen. Ihm droht eine Geldbuße.

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Krumpa
Sachsen-Anhalt

Ein 23-jähriger Flüchtling aus Guinea-Bissau wurde am Samstag gegen 19:30 Uhr auf der Landstraße von Braunsbedra nach Krumpa aus einem entgegenkommenden Auto heraus mit einer Bierflasche beworfen und am Oberkörper getroffen. Er war gerade mit dem Fahrrad auf dem Nachhauseweg in seine Unterkunft. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

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Brandis
Sachsen
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Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Aus der Meldung geht hervor, dass es sich bei den Opfern um Asylsuchende handelt, jedoch nicht, wie viele Personen verletzt wurden. Die Polizei wertet den Vorfall als "politisch rechts motiviert".

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Schleswig
Schleswig-Holstein
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Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung "im Kontext Asyl". Sie wertet den Vorfall als "politisch rechts motiviert". Über die Zahl der verletzten Personen ist aus der Meldung nichts zu erfahren.

Ein Mann beleidigte einen Geflüchteten und wurde kurzzeitig handgreiflich.

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Riedenburg
Bayern
Quelle: 

In der Nacht auf Samstag wurde ein 29-jähriger Asylbewerber an der Riedenburger Uferpromenade schwer verletzt. Der oder die Täter sind noch auf der Flucht, teilte die Polizei mit. Die Ermittler halten einen rassistischen Hintergrund für möglich.

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Friedland
Niedersachsen
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Zwischen mehreren Asylsuchenden und deutschen Jugendlichen kam es am späten Samstagabend zu einer körperlichen Auseinandersetzung. In der Folge wurde ein 26-jähriger somalischer Asylsuchender von einem deutschen Jugendlichen zweimal ins Gesicht geschlagen. Die Gruppe der Jugendlichen konnte nicht mehr angetroffen werden. In Friedland war es in der Vergangenheit aufgrund rassistischer Äußerungen bereits mehrfach zu Konfrontationen zwischen einzelnen Asylsuchenden und deutschen Jugendlichen gekommen. Inzwischen ermittelt die Kriminalpolizei gegen den Angreifer.

Wittstock (Dosse)
Brandenburg

Eine Zeugin meldete der Polizei, dass sie um Mitternacht eine Rangelei am Wohnheim für Asylsuchende in der Rheinsberger Straße beobachtet habe. Drei Männer hatten demnach das Haus und die Bewohner mit einem Handy gefilmt. Dann kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den Männern und einigen Bewohnern. Das Wachpersonal wurde gerufen. Daraufhin verließen die Männer drohend das Gelände.

3 Verletzte
Berlin-Pankow
Berlin

In Berlin-Weißensee haben fünf Männer einen rassistisch motivierten Übergriff auf eine vierköpfige geflüchtete Familie verübt. Laut ihren Angaben war die Familie am Mittwochmorgen auf dem Weg in ihre Unterkunft, als sie an einer roten Ampel an der Buschallee Ecke Hansastraße überfallen wurde.
Die Männer seien plötzlich aus einem nahe gelegenen Café auf die Familie zugestürmt und hätten dabei rassistische Parolen gebrüllt. Die Angreifer schlugen, den Ermittlungen zufolge, auf den 42jährigen Vater und die 41-jährige Mutter der Kinder ein, von denen auch die 11-jährige Tochter mit der Faust geschlagen wurde. Die beiden Erwachsenen erlitten Schürfwunden, das Mädchen eine Prellung. Einer der Täter entriss außerdem dem Familienvater einen Brustbeutel mit etwas Bargeld, einem Handy und persönlichen Dokumenten. Nach der Tat flüchteten die Täter. Zwei der 5 Angreifer konnten kurz darauf von der alarmierten Polizei festgesetzt werden. Die Männer im Alter von 24 und 36 Jahren wurden dem Polizeilichen Staatsschutz beim Landeskriminalamt überstellt. Die anderen Täter sind weiterhin flüchtig.

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Freital
Sachsen
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Am Abend attackierten drei junge deutsche Männer einen Asylsuchenden. Er war auf dem Weg zur Unterkunft im "Hotel Leonardo". Sie beschimpften ihn und schlugen den Mann mit einer Flasche und mit Fäusten. Als er zu Boden ging, traten sie ihn. Aufgrund der Verletzungen musste er über Nacht stationär behandelt werden.

29.06.2015
Lübeck
Schleswig-Holstein
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In Lübeck ist am Montag ein Feuer in einer geplanten Unterkunft für Geflüchtete ausgebrochen. In dem Rohbau im Stadtteil Kücknitz hatte eine Anwohnerin am frühen Morgen das Feuer bemerkt und daraufhin die Feuerwehr alarmiert. Verletzt worden sei, so die Polizei, niemand. Der Sachschaden beläuft sich auf 1000 Euro. Laut den Lübecker Nachrichten wurde auf einem Baustellenschild eine Schmiererei entdeckt, die auf einen politischen Hintergrund deuten könnte.
Die Polizei geht von Brandstiftung aus. In einer Mitteilung heißt es, ein fremdenfeindlicher Hintergrund läge nahe. Inzwischen hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

28.06.2015
Meißen
Sachsen
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In der Nacht zum Sonntag hat einen Brandanschlag auf eine Unterkunft für Asylbewerber in Meißen gegeben. Das Feuer sei kurz nach Mitternacht in dem Gebäude in der Rauhentalstraße ausgebrochen. Ein Raum in der ersten Etage brannte vollständig aus.
Augenzeugen Berichten zufolge seien drei Personen mit einem Benzinkanister aus dem Haus gerannt und mit einem PKW geflüchtet. Kurz darauf habe es schon gequalmt. Auch im Treppenhaus habe es Benzin gegeben, welches aber nicht entzündest worden war.
Laut des Eigentümers der Unterkunft hätte es sich um einen Anschlag mit Ansage gehandelt. Die Polizei hätte seine Anzeige nicht angenommen.
Am Vorabend hatten sich um die zwei Dutzend Neonazis zusammengerottet. Sie hatten sich zu einer Demonstration versammelt, um gegen eine angebliche Gefährdung durch ansteigende Ausländerkriminalität zu protestieren. Mobilisiert wurde zu der Aktion von der „Initiative Heimatschutz“, die unter dem Einfluss von Rechtsextremen steht und seit Monaten im Landkreis gegen Flüchtlinge hetzt.
Die Ermittlungen hat das Operative Abwehrzentrum (OAZ) Leipzig übernommen. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Laut OAZ hätten die noch unbekannten Täter an zwei Stellen im Haus Feuer gelegt. Den Zutritt zum Haus hätten sich die Täter gewaltsam verschafft. Das OAZ überprüft nun einen Zusammenhang zwischen der Zusammenrottung von Neonazis am Vorabend mit dem Anschlag.

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Annabger-Buchholz
Sachsen

Drei Neonazis griffen einen Geflüchteten an und verletzten diesen leicht.

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Dresden
Sachsen
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In einem Dresdner Supermarkt bedrängten drei Männer einen jungen Mann aus Somalia. Als sie schließlich nach ihm traten, forderte ein anderer Mann das Trio auf, damit aufzuhören. Daraufhin erhielt er einen Faustschlag ins Gesicht.

Naumburg
Sachsen-Anhalt

Gegen 18.45 Uhr wurden drei Geflüchtete aus Eritrea vor einer Pizzeria laut Polizei von zwei Männern "mit volksverhetzenden Worten und mit Parolen verfassungswidriger Organisationen beleidigt". Anschließend warfen die Angreifer mit einer Flasche nach den jungen Männern, die in einer Gemeinschaftsunterkunft in Naumburg wohnen. Die alkoholisierten Tatverdächtigen, die laut Polizei aus Naumburg und Blankenburg stammen, wurden vorläufig festgenommen. Bei den 26 und 28 jährigen Männern, die unter anderem wegen ähnlicher Delikte polizeilich bekannt sind, wurde jeweils eine Blutprobenentnahme veranlasst. Im Anschluss wurden sie nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft aus dem Gewahrsam entlassen. Es wurden Ermittlungen wegen Volksverhetzung, Verwendung von Kennzeichen erfassungswidriger Organisationen sowie wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

2 Verletzte
Dresden-Altstadt
Sachsen
Quelle: 

Laut Polizei wurden am späten Samstagabend zwei Männer aus Afghanistan von zwei deutschen Männern in der Straßenbahn der Linie 1 zunächst beleidigt. Dann schlugen und traten sie ihre beiden Opfer.

12.06.2015
Westend, Berlin
Berlin

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag haben Unbekannte durch ein gekipptes Fenster Benzin in ein Zimmer der Unterkunft für Asylsuchende in der Charlottenburger Soorstraße geschüttet. Nachdem erst im letzten Monat ein Mann in den Hof der Unterkunft gedrungen war und Bewohner bedroht und verletzt hatte, ist dies bereits der zweite Angriff binnen kurzer Zeit. Kein Feuer brach aus. Die Ermittlungen hat der polizeiliche Staatsschutz übernommen.

1Verletzte_r
Güstrow
Mecklenburg-Vorpommern
Quelle: 

Ein junger Mann aus Syrien wurde in seiner Wohnung angegriffen und verletzt. Die Täter, mit einem Knüppel bewaffnet, drangen in seine Wohnung ein und schlugen auf ihn ein. Der Betroffene fiel in Ohnmacht und erblickte nach dem Aufwachen Blutspuren in der Wohnung. Der 28-Jährige erlitt eine Schnittwunde am Hinterkopf, eine Nasenfraktur und eine Gehirnerschütterung. Bereits im Vorfeld wurde der Betroffene immer wieder vor seinem Wohnhaus rassistisch und homophob beleidigt.

03.06.2015
Hoyerswerda
Sachsen

Bislang unbekannte Täter haben in Hoyerswerda versucht, eine Notunterkunft für Asylsuchende anzuzünden. Angaben der Polizei zufolge warfen die Täter einen Behälter mit brennbarer Flüssigkeit in Richtung der Turnhalle, in der zurzeit 27 geflüchtete Menschen leben. Der Brandsatz kam auf der Straße zum Liegen und brannte dort aus. Ein Mitarbeiter des Wachdienstes löschte die Flammen. Das Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei in Leipzig vermutet ein fremdenfeindliches Motiv.

Güstrow
Mecklenburg-Vorpommern

Ein 50-Jähriger hat in Güstrow einen Jungen geschubst, der auf dem Fahrrad an ihm vorbei fuhr. Das Kind stürzte zwar nicht, erlitt jedoch einen Schock. Weinend fuhr er zu seinen Eltern im nahen Asylheim. Der dort anwesende Wachmann konnte das Geschehen beobachten und stellte den Täter zur Rede. Hierbei bemerkte er dann einen Alkoholgeruch. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den Mann wegen Körperverletzung.

Güstrow
Mecklenburg-Vorpommern

Eine Demonstration von Asylsuchenden und Untersützern wurde am Samstag von etwa fünfzehn Neonazis attackiert. Die Angreifer warfen Stühle auf die Demonstrierenden. Unter den Angreifern sollen Anhänger der selbsternannten „Bürgerwehr Güstrow“ und der NPD-Stadtvertreter Nils Matischent gewesen sein. 

1Verletzte_r
Dresden
Sachsen
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Am Abend attackierte ein alkoholisierter Mann einen Asylsuchenden auf der Tharanter Straße auf dem Weg zur Asylsuchendenunterkunft. Er stieß ihn vom Fahrrad, sodass er auf die Straße stürzte und beschädigte dann das Fahrrad. Dann stürmte er in das Haus, in dem Asylsuchende untergebracht sind. Er zeigte den Hitlergruß, beschimpfte die Bewohner und verfolgte einen weiteren jungen Mann, der gerade im Treppenhaus war. Der verletzte sich bei der Flucht leicht. Nachdem der Betroffene sich hinter eine Tür flüchten konnte, verließ der Angreifer das Haus wieder und begab sich zur Haltestelle. Die Polizei konnte ihn dort stellen.

1Verletzte_r
Weimar
Thüringen

Ein Asylbewerber wurde von einem Unbekannten attackiert, während er an einer Bushaltestelle auf den Bus wartete. Der Täter rammte dem Opfer ohne Vorwarnung den Kopf ins Gesicht und brach ihm das Nasenbein. Laut Zeugenaussagen machte der Täter am Tatort rassistische Aussagen.

1Verletzte_r
Freital
Sachsen
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Am Nachmittag attackierten ca. zehn Personen einen Asylsuchenden am Bahnhof Freital Deuben. Sie sprühten ihm Pfefferspray ins Gesicht und schlugen ihn. Er erlitt leichte Verletzungen.

6 Verletzte
Dresden
Sachsen
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In der Nacht zum Samstag wurden 6 Asylsuchende von ungefähr 15 Neonazis aus rassistischen Motiven heraus unvermittelt angegriffen. Sie wurden peböbelt, mit Flaschen beworfen, geschlagen und getreten.

1Verletzte_r
Westend, Berlin
Berlin

Aus der Antwort des Berliner Abgeordnetenhauses auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass ein Unbekannter den Hof einer Asylunterkunft betrat. Er beleidigte drei Personen. Dann hielt er einem Asylsuchenenden ein Samurai-Schwert an den Hals. Als dieser danach griff, zog es der Täter weg und verletzte sein Opfer an der Hand. Die zuständige Polizeidirektion ordnet diese Straftat als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” ein.

16.05.2015

Auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Zossen (Teltow-Fläming), Ortsteil Wünsdorf, ist in der Nacht zum Samstag ein Brandanschlag verübt worden. Die Täter legten gegen ein Uhr nachts in drei Müllcontainern nahe des leerstehendes Gebäudes Feuer, durch die Flammen wurde der Giebel des Hauses beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei nahm zwei 23 und 32 Jahre alte Tatverdächtige fest, die aus dem Landkreis Teltow-Fläming stammen und laut Polizei der rechtsextremen Szene angehören. In dem Wagen des Jüngeren fanden die Ermittler verbotene Feuerwerkskörper, Streichhölzer und Brandbeschleuniger sowie Plakate mit fremdenfeindlichen Sprüchen. Die Staatsanwaltschaft hat die beiden Männer zunächst wieder aus der Haft entlassen, gegen sie wird wegen versuchter Brandstiftung ermittelt. Zossen ist in der Vergangenheit durch rechtsextremistische Übergriffe in die Schlagzeilen gekommen.
 

2 Verletzte
Forchheim
Bayern
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Am Donnerstagabend haben betrunkene Forchheimer versucht, in das Flüchtlingswohnheim in der Unteren Kellerstraße einzudringen. Dort pöbelten sie und versuchten, Bewohner anzugreifen, was der Sicherheitsdienst jedoch vermeiden konnte. Dennoch kam es auf der Straße vor dem Gelände der Unterkunft zu einer Schlägerei zwischen den Angreifern und zwei Asylsuchenden.

1Verletzte_r
Potsdam
Brandenburg

Ein junger Asylsuchender aus Somalia wurde am Donnertag in unmittelbarer Nähe der Geflüchtetenunterkunft von einem Mann, der aus einer nahen Autowerkstatt kam, zunächst rassistisch beleidigt, anschließend geschlagen und getreten. Der Betroffene flüchtete gemeinsam mit seinem Begleiter auf das Gelände der Unterkunft, wo er jedoch von weiteren aus der Werkstatt kommenden Männern geschlagen wurde. Einer der Täter verwendete dabei einen Schraubenschlüssel. Der anwesende Wachschutz griff nicht ein. Der Betroffene konnte sich leicht verletzt in das Gebäude flüchten.

1Verletzte_r
Berlin-Charlottenburg
Berlin
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In der Nacht zum Sonntag hat in Berlin Charlottenburg ein Mann drei Asylsuchende rassistisch beleidigt, mit einer Schusswaffe bedroht, und mit einem Samuraischwert verletzt. Wie die Polizei mitteilte, betrat ein unbekannter Mann gegen 0.30 Uhr den Innenhof des Wohnheims in der Soorstraße und beschimpfte drei der Bewohner. Anschließend sei er mit einem Schwert auf einen der Männer losgegangen, und verletzte diesen an der Hand. Ein Mitarbeiter der Security der Unterkunft, der den Angegriffenen zunächst zur Hilfe geeilt war, alarmierte die Polizei. Bevor der Täter flüchtete zog er noch eine Schusswaffe und richtete sie auf die Männer, von denen einer im Krankenhaus behandelt werden musste. In der Angelegenheit ermittelt der Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin.

1Verletzte_r
Büchen
Sachsen-Anhalt
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Laut Bundesregierung kam es in Büchen am Sonntag zu einem Fall gefährlicher Körperverletzung gegen Asylsuchende.

1Verletzte_r
Freital
Sachsen
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Ein Asylsuchender wurde vor seinem Haus von Deutschen angegriffen. Ihm wurde ein Kopfstoß versetzt und Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Der Betroffene erlitt leichte Verletzungen.

1Verletzte_r
Göttingen
Niedersachsen
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Laut Bundesregierung kam es bei einem Übergriff aus Asylsuchende zu einer gefährlichen Körperverletzung.

07.05.2015
Wallersdorf
Bayern

Gegen 02.00 Uhr nachts versuchten Unbekannte die Asylbewerberunterkunft in der Osenstraße in Wallersdorf in Brand zu setzen, indem sie eine Flasche mit Brandbeschleuniger gegen die Hausfassade warfen. Personen wurden nicht verletzt. Es entstand geringer Sachschaden.
Laut der Antifaschistischen Informations-, Dokumentations-, und Archivstelle München (a.i.d.a. e.V.) wurde das Anschlagsziel, die Asylunterkunft in Wallersdorf, zuvor exakt auf einer google-Karte markiert und mit Straßennamen versehen. Diese Karte sei dann von der Neonazipartei "Der dritte Weg" auf ihrer Website verlinkt worden.

06.05.2015
Limburgerhof
Rheinland-Pfalz

In der Nacht zu Mittwoch ist in der Stadt Limburgerhof bei Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) ein Brandanschlag auf eine im Bau befindliche Asylbewerberunterkunft verübt worden. In der geplanten Unterkunft sollten in den nächsten Wochen 16 Asylsuchende untergebracht werden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankenthal und des Polizeipräsidiums Rheinpfalz haben unbekannte Täter die geplante Unterkunft in Limburgerhof in Brand gesetzt. Die Ermittler prüfen sowohl rassistische als auch andere Motive. In Limburgerhof hatte es in den zurückliegenden Monaten immer wieder rassistische Aufmärsche und Propaganda-Aktionen gegeben, die sich gezielt gegen Unterkünfte für Flüchtlinge im Ort gerichtet hatten - veranstaltet von der "Bürgerbewegung Limburgerhof" und der Partei "Der III. Weg".

1Verletzte_r
Freital
Sachsen
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Am Abend attackierten drei junge deutsche Männer einen Asylsuchenden. Er war auf dem Weg zur Unterkunft im "Hotel Leonardo". Sie beschimpften ihn und schlugen den Mann mit einer Flasche und mit Fäusten. Als er zu Boden ging, traten sie ihn. Aufgrund der Verletzungen musste er über Nacht stationär behandelt werden.

1Verletzte_r
Wriezen
Brandenburg
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In Wriezen wurde ein Asylbewerber aus einem vorbeifahrenden Auto mit einer Flasche beworfen und am Kopf verletzt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte der Täter zunächst eine Flasche aus dem Auto auf eine Gruppe mehrerer Asylsuchender geworfen, die aber niemanden traf. Danach habe der Fahrer gewendet und eine zweite Flasche geworfen, mit der er einen 29-jährigen Mann am Kopf traf. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, und prüft, ob „Fremdenfeindlichkeit“ als Tatmotiv vorliegt.

Dresden
Sachsen
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Unbekannte sprachen am 2. Mai zwei somalische Asylbewerber im Alter von 19 und 20 Jahren auf Zigaretten an. Laut Polizei kam es in der Folge zu einer tätlichen Auseinandersetzung, bei der den beiden jungen Männern Zigaretten, Feuerzeuge und ein Fahrrad geraubt wurden. Anschließend flüchteten die Tatverdächtigen vom Ort und entkamen unerkannt. Die Geschädigten wurden nicht verletzt, die Höhe des Raubschadens blieb unbeziffert.

1Verletzte_r
Freital
Sachsen
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Unbekannte warfen einen Stein durch ein Fenster der Asylbewerberunterkunft im ehemaligen Leonardo-Hotel in Freital und verletzten damit einen Bewohner am Kopf.

1Verletzte_r
Brand-Erbisdorf
Sachsen
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Vor der Asylunterkunft in Brand-Erbisdorf wurde am Mittwoch ein Asylsuchender mit einem Messer angegriffen. Der Täter habe sich mit den Worten "Ich stech Dich ab" auf das Opfer gestürzt, heißt es von Seiten der polizeilichen Ermittlern. Zuvor habe der Mann Feuerwerkskörper vor dem Heim zünden wollen. Der Angegriffene konnte den Angriff abwehren, zog sich dabei jedoch Schnittverletzungen am Finger zu. Der mutmaßliche Täter wurde von der Polizei gestellt.

19.04.2015
2 Verletzte
Wirdum
Niedersachsen

In der Nacht zu Sonntag brannte ein Mehrfamilienhaus, in dem 30 Asylsuchende unterbegracht sind. Zwei Frauen mussten mit Atembeschwerden ambulant im Krankenhaus behandelt werden, konnten aber nach kurzer Zeit wieder entlassen werden. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus.
Update: Laut Polizei haben zwei 22 und 28 Jahre alte Männer gestanden, die Unterkunft angezündet zu haben.

1Verletzte_r
Dresden
Sachsen
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Am Freitagabend wurde ein 24-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan in Dresden Cotta schwer verletzt. Er joggte auf dem Fußweg der Pennricher Straße, als er in Höhe der Haltestelle Rudolf-Renner-Straße einen jungen Mann streifte. Der schlug daraufhin unvermittelt den 24-Jährigen nieder und versetzte ihm mehrere Fußtritte. Als ein Passant eingriff, flüchtete der ca. 20 Jahre alte Täter, der in Begleitung einer jungen Frau war. Der Betroffene musste stationär im Krankenhaus behandelt werden.

13.04.2015
Hepberg
Bayern

Nach Polizeiangaben vom Freitag hatten bisher unbekannte Täter in Hepberg versucht, einen Metallcontainer, in dem bald zehn bis zwölf Flüchtlinge unterkommen sollten, mit einem Grill- oder Ofenanzünder in Brand zu setzen. Der Innenraum wurde durch einen Schmorbrand völlig verrußt. Zu Schaden gekommen ist niemand. Ein rassistischer Hintergrund gilt als wahrscheinlich. 

1Verletzte_r
Gransee
Brandenburg
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Laut Bundesregierung kam es in Gransee bei einem Übergriff auf Asylsuchende zu einer schweren Körperverletzung.

3 Verletzte
Eisenberg
Thüringen
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Eisenberg: Drei Asylbewerber wurden in der Nacht zum Sonntag in Eisenberg angegriffen. Zeugen hatten die Polizei darüber informiert, dass ein Auto in einem Kreisverkehr angehalten hatte, aus dem ein Mann ausstieg, der auf zwei junge Männer und eine ältere Frau zuging und mit einem Schlagstock auf sie eingeschlagen hatte. Der Täter fuhr anschließend mit dem Auto davon, konnte aber wenig später von der Polizei gefasst werden. Die prüft derzeit, ob dem Angriff ein fremdenfeindliches Motiv zu Grunde liegt.

04.04.2015
Tröglitz
Sachsen-Anhalt
Quelle: 

In Tröglitz ist nach wochenlangen Protesten seitens NPD, Rechtsextremer und Anwohner_innen gegen die Aufnahme von Asylbewerbern ein Feuer in der geplanten Asylunterkunft ausgebrochen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei Sachsen-Anhalt Süd wird von einem Brandanschlag ausgegangen. Einer oder mehrere Täter seien in das Mehrfamilienhaus eingebrochen, in das im Mai die ersten von 40 Asylsuchenden ziehen sollten. Das Feuer wurde vermutlich mit Brandbeschleunigern gelegt, der ausgebaute Dachstuhl wurde dabei zerstört.  Nach Angaben der Polizei konnten sich die beiden derzeitigen Bewohner des Hauses unverletzt ins Freie retten. Die Staatsanwaltschaft stuft das Feuer als "definitiv besonders schwere Brandstiftung" ein. Eine politisch motivierte Tat könne nicht ausgeschlossen werden.
Als Reaktion auf die Brandstiftung kündigt der Ex-Bürgermeister von Tröglitz, Markus Nierth, an, private Wohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen.

2 Verletzte
Wismar
Mecklenburg-Vorpommern
Quelle: 

In der Nacht von Freitag auf Samstag sind in Wismar zwei Asylsuchende aus Ägypten von acht Männern angegriffen worden. Diese schlugen die beiden Geflüchteten im Alter von 21 und 26 Jahren und beleidigten sie rassistisch. Die Geschädigten konnten sich in ihre Unterkunft retten. Der Übergriff ereignete sich, so die Polizei, gegen 22.00Uhr in der Nähe der Asylunterkunft in Haffburg. Die Angreifer sind bislang unbekannt. Die Polizei sucht nach Zeugen.

31.03.2015
Berlin-Kreuzberg
Berlin

In der Nacht zum Dienstag ist das Kunstprojekt „Haus der 28 Türen“, das den Blick auf die Schicksale geflohener Menschen lenkte, abgebrannt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
Nach Angaben der Polizei hat ein Passant gegen 1.00 Uhr einen lauten Knall am Kreuzberger Oranienplatz gehört. Das „Haus der 28 Türen“ sei daraufhin in Flammen aufgegangen. Das Kunstwerk ist komplett zerstört. Verletzt wurde niemand. Hinweise auf die Täter gibt es nach Angaben der Polizei bislang noch keine.
Zur Erläuterung: Der Brandanschlag auf das Kunstprojekt „Haus der 28 Türen“ wird in dieser Chronik aufgeführt, da er als Angriff auf eine zentrale Infrastruktur geflüchteter Menschen und auf einen wichtigen Treffpunkt ihrer politischen Selbstorganisierung weit über die Grenzen Berlins hinaus zu werten ist. In die Zählung der Brandanschläge auf Unterkünfte geht dieser jedoch nicht, da es sich nicht um einen Flüchtlingsunterkunft handelt.

1Verletzte_r
Freital
Sachsen
Quelle: 

Ein Asylsuchender wurde kurz nach Betreten des Busses von einem Mann rassistisch beleidigt und daraufhin mehrfach geschlagen und getreten.

2 Verletzte
Dresden
Sachsen
Quelle: 

Auf der Alaunstraße wurden 2 Asylsuchende erst rassistisch beleidigt und danach mit Schlägen und Reizgas von 2 Männern und einer Frau attackiert.

2 Verletzte
Böhlen
Sachsen
Quelle: 

Zwei Asylsuchende wurden von einem aus einem Auto springenden Mann beleidigt und ins Gesicht geschlagen.

23.03.2015
Berlin-Kreuzberg
Berlin
Quelle: 

Unbekannte warfen in der Nacht einen Brandsatz auf das Gelände der von Asylsuchenden besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg, wodurch dort gelagerte Kleidungsstücke in Brand gerieten. Die Feuerwehr konnte den Schwelbrand aber rasch löschen. Es gab keinen größeren Schaden, verletzt wurde niemand.

2 Verletzte
Frankfurt (Oder)
Brandenburg
Quelle: 

In Frankfurt (Oder) ist eine Gruppe von Asylsuchenden aus Syrien attackiert worden. Der Staatsschutz ermittelt gegen insgesamt neun Tatverdächtige, die die Asylsuchenden zunächst verbal beleidigt, dann verfolgt und schließlich körperlich angegriffen haben sollen. Die Beschuldigten seien überwiegend dem "rechtsextremen politischen Spektrum" zuzuordnen, polizeibekannt und teilweise vorbestraft.
Als sich die Syrer gegen Mitternacht auf den Heimweg aus einer Kneipe machten, seien sie offenbar gezielt von den Tätern verfolgt worden, bis es gegen zwei Uhr morgens zu dem gewalttätigen Übergriff gekommen sei. Laut Polizei wurden zwei der fünf Syrer durch Schläge und Tritte verletzt und mussten ärztlich behandelt werden.

1Verletzte_r
Dortmund
Nordrhein-Westfalen
Quelle: 

Laut Bundeskriminalamt wurde ein Angriff auf eine Flüchtlingsunterkunft in Tateinheit mit einer Körperverletzung verübt.

1Verletzte_r
Dresden-Friedrichstadt
Sachsen
Quelle: 

Ein jugendlicher Asylsuchender wurde am Freitag Abend in der Adlergasse im Dresdner Stadtteil Friedrichstadt zunächst mit "Bist du Ausländer?" angesprochen. Dann schlugen die drei Täter (zwei Männer und eine Frau) mehrfach auf ihn ein.

1Verletzte_r
Chemnitz
Sachsen
Quelle: 

Laut der Polizeidirektion Chemnitz wurde am Sonntagabend ein 36-jähriger Asylbewerber aus Tunesien von mehreren Unbekannten zusammengeschlagen. Die Tat wurde vermutlich mit einem am Tatort sichergestellten Metallrohr verübt. Der Mann wurde mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die unbekannten Täter fuhren mit zwei Fahrzeugen davon bevor die Polizei eintraf. Ein rechtes Tatmotiv kann nicht ausgeschlossen werden.

Dresden
Sachsen
Quelle: 

Nach dem Ende der Pegida-Demonstration in Dresden haben etwa zwei Dutzend Neonazis ein Protestcamp von Flüchtlingen auf dem Platz vor der Semperoper attackiert. Die Polizei ging sofort dazwischen und konnte Schlimmeres verhindern.

28.02.2015
Lilienthal
Niedersachsen
Quelle: 

In Lilienthal hat ein Unbekannter einen Molotov-Cocktail auf eine Unterkunft geworfen, in der zurzeit 15 Asylsuchende leben. Die alarmierten Beamten fanden am Tatort diverse Scherben und stellte diese sicher. Die Flammen griffen nicht auf das Gebäude über, ein Einsatz der Feuerwehr war deshalb nicht notwendig. Durch den Anschlag wurde nach Angaben der Polizei niemand verletzt.

24.02.2015
Coesfeld
Nordrhein-Westfalen

Am frühen Dienstagmorgen wurde Feuer an einem Versorgungszelt auf dem Gelände einer Asylunterkunft entdeckt. Auf dem Schulgelände des Berufskollegs an der Borkener Straße sind zurzeit Geflüchtete untergebracht, auf dem Schulhof stehen vom Deutschen Roten Kreuz aufgestellte Versorgungszelte für ärztliche Untersuchungen. Nach bisehrigen Erkenntnissen ist der Brand an einem der Versorgungszelte vorsätzlich gelegt worden. Zu Schaden kam bei dem Brand niemand. Der Staatsschutz ermittelt, die Polizei sucht Zeugen.

23.02.2015
Klosterfelde, Wandlitz
Brandenburg
Quelle: 

Brandenburgische Landesregierung
SOS Rassmismus Barnim

Laut der Brandenburgischen Landesregierung kam es im Ortsteil Klosterfelde bei einem Übergriff auf Asylsuchende bzw. ihre Unterkunft zu einer Sachbeschädigung.
 
Recherchen der örtlichen Initiative "SOS Rassismus Barnim" (unter anderem in Rücksprache mit der Kontakt- und Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt Bernau) ergaben folgenden Tathergang, der eher einem Brandanschlag als einer Sachbeschädigung gleichkommt:
"Der Kinderwagen einer 22-jährigen Frau aus Libyen wurde im Keller eines Mehrfamilienhauses in Brand gesetzt. Die junge Mutter war erst wenige Tage zuvor mit ihrem Baby aus einem Übergangswohnheim nach Klosterfelde gezogen. Der Brand breitete sich im Keller und im Treppenaufgang aus. Nur durch das Eingreifen eines anderen Mieters konnte ein Übergreifen des Brandes auf das Haus verhindert werden. Ein Mann erlitt Rauchgasvergiftungen und musste sich behandeln lassen."

22.02.2015
Britz, Berlin
Berlin

Aus der Antwort des Berliner Abgeordnetenhauses auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass Unbekannte Gras am hinteren Ende des Geländes einer Asylunterkunft entzündeten, weshalb die Polizei den Vorfall als Straftat "gegen Asylunterkünfte" wertet. Der Brand konnte schnell gelöscht werden. Die Polizei veröffentlichte keine Pressemitteilung zu dem Vorfall.

2 Verletzte
Riesa
Sachsen

In der Nacht zum Sonntag wurden zwei Asylbewerber aus Eritrea von bislang unbekannten Tätern beschimpft und geschlagen. Vor der Diskothek R1 im Riesenhügel wurden die Beiden von einem Unbekannten mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen und rassistisch beleidigt. Die Geschädigten begaben sich dann in die Disko, wo sie von zwei anderen Männern erneut geschlagen und dadurch verletzt worden sind. Nachdem sie die Disko verlassen hatten, wurden sie von mehreren Personen verfolgt. Nachdem sich die Eritreer deshalb an der Bahnhofstraße getrennt hatten, wurde einer von ihnen auf dem Gelände der Shell Tankstelle niedergeschlagen und getreten.
Da ein politisch motivierter Hintergrund der Taten von der Polizei in Erwägung gezogen wird, ermittelt nun das Operative Abwehrzentrum der Sächsischen Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung und bittet um Hinweise zu den gesuchten Personen, die um die Diskothek R1 als Täter agierten. Die Personenbeschreibungen lauten nach Angaben der Sächsischen Zeitung wie folgt: „männlich, ca. 25 Jahre, 165 bis 170 Zentimeter, schwarze Haare mit einer kahlen Stelle über der Stirn, dünne Gestalt, bekleidet mit rotem T-Shirt und blauer Jeans. Täter 2: männlich, 175 Zentimeter groß, mollig, schwarzer Pullover mit roten Kapuzenbändern.

1Verletzte_r
Wolgast
Mecklenburg-Vorpommern
Quelle: 

Zwei Männer osteuropäischer Herkunft wurden am Dienstag vor einer Gemeinschaftunterkunft für Asylsuchende angegriffen und rassistisch beleidigt. Die zwei Täter steigen aus einem Auto und gingen zielstrebig und jeweils mit einer Bierflasche bewaffnet zu den beiden Betroffenen, die ebenfalls mit einem Auto unterwegs waren. Die Betroffenen stiegen darauf hin aus und wurden sofort mit Bierflaschen beworfen und körperlich angegriffen. Einer der Täter trug einen Schlagring. Nur durch Notwehr konnten die beiden Angegriffenen schwerere körperliche Schäden vermeiden. Einer der Betroffenen musste anschließend ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

1Verletzte_r
Chemnitz
Sachsen
Quelle: 

Ein Asylsuchender aus Tunesien wurde in der Nacht vom 16.02.15 im Stadtzentrum von 4-6 Personen verfolgt. Die Angreifer skandierten "Ausländer, Ausländer!". Nach Angaben des Betroffenen habe er auf der Flucht von den Angreifern plötzlich einen Schmerz im Oberschenkel verspürt. Als er sich zu einer Bekannten retten konnte, rief diese den Notdienst. Die Verletzung, die sich als Stichwunde herausstellte, musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

1Verletzte_r
Anklam
Mecklenburg-Vorpommern
Quelle: 

In der Nacht zum Samstag haben in Anklam vier deutsche Jugendliche einen 23-jährigen Asylbewerber aus Ghana angegriffen und an der Hand verletzt. Wie die Polizei mitteilte habe sich der Mann, der sich auf dem Heimweg befand, mit Pfefferspray zur Wehr setzen und flüchten können.
Einen der Angreifer konnte die Polizei bereits stellen: Der Anklamer hatte wegen seiner vom Pfefferspray gereizten Augen Hilfe in einem Krankenhaus gesucht. Die Polizei ermittelt gegen den 19-jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung.

7 Verletzte
Freiberg
Sachsen

Bislang Unbekannte haben in der Nacht von Freitag auf Samstag eine Unterkunft für Flüchtlinge in Freiberg attackiert. Zunächst hieß es, die Täter hätten das Haus mit Böllern beworfen, wodurch sieben der Bewohner verletzt wurden. Sie erlitten ein Knalltrauma. Die Ermittlungen übernahm das Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei, das für die Untersuchung von Straftaten mit extremistischem Hintergrund zuständig ist.
Später stellte sich bei den Ermittlungsarbeiten heraus, dass die Täter bei ihrem Angriff Sprengstoff statt Böllern verwendet hatten. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass damals auf einem Flur der Einrichtung ein selbstgebauter Sprengsatz explodierte. Weil der Anschlag nach Einschätzung des OAZ auch hätte tödlich enden können, ermittle die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Totschlags.

1Verletzte_r
Regensburg
Bayern

Ein 22-jähriger Zimmererhelfer ging in einer Asylunterkunft mit einer Machete auf zwei Asylsuchende los. Dabei soll er rechte Parolen gerufen haben, unter anderem "Asylanten abschlachten" und "Sieg Heil". Mit der Waffe schlug der Mann auf Türen und Wände des Hauses ein. Dabei entstand erheblicher Sachschaden. Als ein Bewohner seine Wohnungstür infolge des Lärms einen Spalt öffnete, zielte der Täter sofort mit der Machete in Richtung seines Kopf- und Halsbereichs. Der Angegriffene, ein Geflüchterer aus Sierra Leone, rettete sich mit einem Sprung aus dem Fenster, verletzte sich aber bei dem Sturz aus über vier Metern Höhe. Der Angreifer verfolgte den Geschädigten daraufhin weiter mit der Machete, traf ihn jedoch nicht. Der Geschädigte konnte dem Täter die Machete schließlich abnehmen und ihn mit Hilfe von Zeugen festsetzen, bis die alamierte Polizei den erheblich betrunkenen Angreifer schließlich festnahm.
 
Update: Der Täter steht wegen versuchten Mordes vor Gericht.

09.02.2015
Escheburg
Schleswig-Holstein

Bislang Unbekannte haben am Montagmittag einen brennenden Benzinkanister in das Zweifamilienhaus geworfen, in das heute sechs Flüchtlinge aus dem Irak einziehen sollten. Verletzt wurde niemand, das Haus ist allerdings unbewohnbar. Laut Staatsanwaltsvhaft handelt es sich um einen Anschlag mit „fremdenfeindlichem oder politischen Hintergrund“, so der NDR. Inzwischen hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.
Update:
Inzwischen ist der Finanzbeamte Kim M. wegen Brandstiftung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden.

1Verletzte_r
Dresden
Sachsen
Quelle: 

Nach einem Diskobesuch war ein libyscher Asylsuchender auf dem Weg nach Hause. An einer Haltestelle in der Nähe der Diskothek sprachen ihn drei junge Männer und eine Frau an. Sie fragten ihn, woher er käme. Als er "Libyen" antwortete, sprühten sie ihm Pfefferspray ins Gesicht und schlugen ihn.

3 Verletzte
Aachen
Nordrhein-Westfalen

Am Dienstagabend wurden in Wassenberg drei Geflüchtete aus Nordafrika von sieben Deutschen angegriffen und mit Schlagstöcken traktiert. Die Tat wurde an einer Bushaltestelle am Ludwig-Essers-Platz begangen, wo die Asylsuchenden im Alter von 24-36 Jahren gegen 18.30 Uhr von den vermummten Tätern angegriffen wurden. Während der Attacke riefen die Angreifer rassistische Parolen. Eines der Opfer wurde so schwer verletzt, dass er unmittelbar ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Noch Schlimmeres haben eventuell Zeugen verhindert, die sich nach Angaben der Polizei bemerkbar machten, und den Notruf absetzten. Die Ermittlungen hat eine Sondereinsatzgruppe des Aachener Staatsschutzes übernommen.

Laut Staatsschutz gibt es in Wassenberg und Umgebung eine aktive rechte Szene, die überwiegend aus deutschen Jugendlichen besteht, und schon länger beobachtet wird.

1Verletzte_r
Dresden
Sachsen
Quelle: 

Ein libyscher Asylbewerber ist am Sonntagabend in der Dresdner Innenstadt von vier Männern zusammengeschlagen worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, ereignete sich der fremdenfeindliche Angriff an einer Straßenbahnhaltestelle. Einer der Tatverdächtigen habe den Hitlergruß gezeigt und "Ausländer raus!" sowie "Deutschland den Deutschen!" gebrüllt. Der Libyer konnte schließlich vor den Angreifern flüchten. Einer der Angreifer warf eine Bierflasche nach ihm. Das Operative Abwehrzentrum Sachsen der Polizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung übernommen.

München
Bayern

Am Donnerstagnachmittag hat ein noch unbekannter Mann das Infozelt der protestierenden Geflüchteten am Stachus attackiert und schwer beschädigt. Zudem habe er fünf Geflüchtete, die sich im Pavillion befanden, zuvor rassistisch beschimpft und körperlich attackiert. Zu Protokoll gab dies ein Sprecher der Gruppe „Refugee Struggle for Freedom“, die seit Mittwoch neben dem Hotel „Königshof“ wiederholt für bessere Asylbedingungen protestieren. Der Täter ist auf der Flucht, so ein Sprecher der Polizei. Obwohl ihn eine bei der Attacke anwesende Polizistin noch verfolgt hätte, habe er entkommen können.

1Verletzte_r
Magdeburg
Sachsen-Anhalt
Quelle: 

Ein 21-jähriger Asylbewerber aus Eritrea ist am Dienstagabend in Magdeburg in der Straßenbahn beleidigt und geschlagen worden, wie die Polizei mitteilte. Nachdem der Mann von drei jugendlichen Tätern bespuckt worden sei, hätten sie auf ihn eingetreten. Außerdem riss einer der Beschuldigten dem Mann seine Halskette vom Hals. Andere Asylbewerber, die ebenfalls in der Bahn fuhren kamen dem Opfer zur Hilfe. Zwei der drei Tatverdächtigen im Alter von 14 und 15 Jahren konnten wenig später von der Polizei in einer anderen Straßenbahn gestellt werden. Der Staatsschutz ermittelt nun. Ein rassistischer Hintergrund gilt als wahrscheinlich.

18.01.2015
Westend, Berlin
Berlin

Aus der Antwort des Berliner Abgeordnetenhauses auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu Straftaten gegen Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass Unbekannte an einer Eingangstür einer Asylunterkunft angebrachte Hinweiszettel angezündet haben.  Allerdings veröffentlichte die Polizei keine Pressemitteilung zu dem Vorfall.

1Verletzte_r
Dresden
Sachsen
Quelle: 

In Dresden Gorbitz wurde ein Asylsuchender aus Libyen von zwei deutschen Männern angepöbelt, geschubst und getreten.

1Verletzte_r
Suhl
Thüringen

An einer Bushaltestelle in der Innenstadt stieß ein bislang unbekannter Täter einem 26-jährigen Asylsuchenden zweimal mit der Schulter so stark ins Gesicht, dass dessen Lippe blutete. Nachdem eine Passantin laut zu schreien anfing, rannte der Täter weg. Der syrische Flüchtling wohnt im Erstaufnahmelager auf dem Friedberg in Suhl. Die Polizei ermittelt in dem Fall.

1Verletzte_r
Sonneberg
Thüringen
Quelle: 

Am Montagmorgen wurde ein 50-jähriger Flüchtling beim Flaschensammeln am Bahnhof gezielt von drei schwarz gekleideten Personen angegriffen. Er wurde leicht verletzt.

1Verletzte_r
Dresden
Sachsen
Quelle: 

Ein Asylbewerber wurde in der Nacht auf Dienstag in Dresden-Mickten schwer verletzt. Gegen 22.30 Uhr sei er von Männern in Bomberjacke angesprochen und nach Zigaretten gefragt worden. Als er nicht verstand, goss ihm einer der Männer eine heiße Flüssigkeit aus einer Thermoskanne über Gesicht, Schultern und Arme. Der Flüchtlign aus Lybien wurde noch in derselben Nacht im Krankenhaus behandelt. Er wird derzeit durch die Dresdener Opferberatung betreut.

08.01.2015
Dresden
Sachsen
Quelle: 

Laut Bundeskriminalamt wurde ein Angriff auf eine Flüchtlingsunterkunft in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung verübt.

1Verletzte_r
Letschin
Brandenburg

Laut der Brandenburgischen Landesregierung kam es bei einem Übergriff auf Asylsuchende zu einer gefährlichen Körperverletzung.