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Tagesthema

Der November ist mehr als nur ein Monat, er ist Ort und Zeit des Erinnerns. Mir geht es jedenfalls immer so: Mit der nassen Kälte kommt auch die Schwere dessen, was uns bis heute beschäftigt - die Pogromnacht von 1938 und zu welchen entsetzlichen Verheerungen in der ganzen Welt sie schließlich führte. Die Zeit verwandelt Gegenwart in Vergangenheit und die Erinnerung wird ferne Geschichte. Und zwar in dem Moment, wenn sich niemand mehr erinnern kann. Wird dann, wenn es soweit ist, die Vergangenheit neu verhandelt?

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NPD-Verbot
Schon oft wurde ein Verbot der NPD gefordert. Einmal gleich nach ihrer Gründung in den 60er Jahren. Oder von 2001 bis 2003 als das Verfahren aufgrund der vielen V-Männer scheiterte. Nun hat die Verbotsforderung wieder einmal Konjunktur. Doch was bringt ein Verbot?

Kommentare

Nun, die Wahlen sind vorbei und die AfD ist im Bundestag. Wir sind uns alle im Klaren darüber, dass dies eine Herausforderung für alle Demokraten wird. Die AfD wird mit Skandalen und weiteren Tabubrüchen in die Öffentlichkeit drängen, sie wird den parlamentarischen Alltag mit allerlei Schmutz prägen.
Wenn ein Moment der Ruhe einkehrt, spürt man die Erschöpfung erst richtig. Im letzten Sommer kamen wir nicht recht dazu, damals ging die Hasswelle so richtig hoch, da war kein Platz für Erschöpfung. Aber jetzt ist es August 2017 und der Hass scheint ebenso müde wie wir alle.

Interviews

„In den letzten Monaten ist die Zahl rechtsextremer Gewalttaten bundesweit explodiert“, sagt der Soziologe Matthias Quent an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Forscher für Rechtsextremismus und Terrorismus sowie Radikalisierung und politischer Gewalt untersucht den lokalen Kontext von Rechtsextremismus. Für Mut gegen rechte Gewalt traf der Journalist Keven Nau den Rechtsextremismus-Experten zum Interview an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.
Die Messerattacke auf Politikerin Reker in Köln zeigt: Pegida hat rechte Gewalt befeuert. Im Interview mit Mut gegen rechte Gewalt kritisiert Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung, dass die scharfen Worte des Innenministers de Maizière gegen Pegida ein Jahr zu spät kommen.

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