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Tagesthema

Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, analysiert die Ereignisse um Chemnitz: Hier offenbart sich, wie weit das Projekt der rechten Sphäre gekommen ist, die nationalrevolutionäre und die sich bürgerlich gebende Rechte unter dem Banner von Rassismus und Demokratiefeindlichkeit zu vereinen. Nun ist erst recht die Zeit gekommen, für Menschenrechte und Demokratie aktiv zu werden.

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NPD-Verbot
Schon oft wurde ein Verbot der NPD gefordert. Einmal gleich nach ihrer Gründung in den 60er Jahren. Oder von 2001 bis 2003 als das Verfahren aufgrund der vielen V-Männer scheiterte. Nun hat die Verbotsforderung wieder einmal Konjunktur. Doch was bringt ein Verbot?

Kommentare

Gerade beginnen die internationalen Wochen gegen Rassismus. Gewiss, sie gehören zum Ritual unserer Gesellschaften und sind nicht zur Entlastung gedacht. So nach dem Motto: wir machen ein paar Aktionen und Veranstaltungen zum Thema und scheren uns den Rest des Jahres nicht darum. Rituale, besonders dieses, sind aber nötig.
Der November ist mehr als nur ein Monat, er ist Ort und Zeit des Erinnerns. Mir geht es jedenfalls immer so: Mit der nassen Kälte kommt auch die Schwere dessen, was uns bis heute beschäftigt - die Pogromnacht von 1938 und zu welchen entsetzlichen Verheerungen in der ganzen Welt sie schließlich führte. Die Zeit verwandelt Gegenwart in Vergangenheit und die Erinnerung wird ferne Geschichte. Und zwar in dem Moment, wenn sich niemand mehr erinnern kann. Wird dann, wenn es soweit ist, die Vergangenheit neu verhandelt?

Interviews

Prof. Dr. Beate Küpper erklärt die Entstehung und Funktion von Vorurteilen und spricht darüber, wie diese die Asyldebatte prägen.
„In den letzten Monaten ist die Zahl rechtsextremer Gewalttaten bundesweit explodiert“, sagt der Soziologe Matthias Quent an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Forscher für Rechtsextremismus und Terrorismus sowie Radikalisierung und politischer Gewalt untersucht den lokalen Kontext von Rechtsextremismus. Für Mut gegen rechte Gewalt traf der Journalist Keven Nau den Rechtsextremismus-Experten zum Interview an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

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