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Tätlicher Übergriff/Körperverletzung

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Auf dem Heimweg von einem Volksfest wurde ein 19-jähriger, asylsuchender Jeside in der Nacht überfallen und verletzt. Auf dem Weg zu einer Bushaltestelle kam ihm eine Gruppe entgegen. Aus Angst vor einer Auseinandersetzung mit der scheinbar stark alkoholisierten Gruppe wechselte er die Richtung. Kurz darauf wurde er jedoch von den fünf Personen zu Boden getreten. Weitere Tritte gegen Körper und Kopf führten zu schweren Verletzungen. Dabei sollen die Angreifer den Geschädigten als "Drecks-Moslem" beschimpft haben. Außerdem berichtet der Geschädigte von "Sieg Heil"-Rufen.

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Zwei 22 und 27 Jahre alte Geflüchtete aus Eritrea trafen auf eine Gruppe von vier Männern, von denen sie mit Worten und Gesten beleidigt wurden. Als die beiden die Situation fotografieren wollten, schlugen die Männer ihnen das Handy aus der Hand und begannen, mit Fäusten auf die Geflüchteten einzuschlagen. Laut Polizei schritt ein Zeuge ein, der Schlimmeres verhinderte. Die beiden Angegriffenen wurden leicht verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Angreifern um Deutsche handelt. Sie konnten fliehen.

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Am Abend gerieten auf dem Marktplatz mehrere Personen zunächst verbal in Streit. Daraufhin wurde ein 33-jähriger Geflüchteter aus Eritrea aus einer Gruppe heraus körperlich angegriffen. Er wurde zu Boden gebracht und mehrfach mit Schlägen und Tritten gegen den Kopf attackiert. Während der Tat fielen vermehrt rassistische Äußerungen gegenüber dem Betroffenen. Die Täter sind der Polizei als rechtsmotiviert bekannt.

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Unbekannte haben am Abend auf offener Straße einen 41-jährigen Asylsuchenden aus Tunesien attackiert. Laut Polizei sollen vier Männerauf den am Boden liegenden 41-Jährigen eingeschlagen und ihn verletzt haben. Anschließend seien die Angreifer, von denen bisher nur vage Personenbeschreibungen vorliegen, rasch vom Tatort verschwunden. Die Angreifer sollen den Geschädigten laut Zeugenaussagen rassistisch beleidigt haben.

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Am Abend bedrohte ein bislang unbekannter Mann eine aus Ägypten geflüchtete Familie auf einem Spielplatz. Der Angreifer soll die Familie zunächst rassistisch beleidigt haben. Schließlich habe er aus seinem Auto noch einen Teleskopschlagstock geholt und die Familie bedroht. Körperlich verletzt wurde aber niemand. Der Angreifer floh.

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Ein Unbekannter griff in einer Straßenbahn eine 17-jährige Geflüchtete aus Afghanistan an. Der Mann trat ihr gegen den Unterschenkel und beleidigte sie mit Gesten und Worten. Anschließend verließ er die Straßenbahn.

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Eine Gruppe von mindestens fünf Männern griff in der Nacht drei Asylsuchende aus Somalia an, die auf dem Weg zu ihrer Unterkunft waren. Sie wurden durch Schläge verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

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Am Abend griffen zwei Männer am Rande eines Sportplatzes eine Gruppe junger Gefüchteter aus Afghanistan an. Laut Polizei waren die beiden Männer auf die vierköpfige Gruppe zugegangen, hatten sie beschimpft und volksverhetzend beleidigt. Anschließend schlugen sie einen 17-Jährigen. Als eine Betreuerin schlichten wollte, stießen die Täter sie gegen ein Auto. Die Frau blieb unverletzt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Angreifern um Deutsche handelt. Einer von ihnen trug laut Zeugenaussage eine T-Shirt mit der Aufschrift "Deutschland".

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Am Abend begaben sich mindestens 15 Männer auf die Schlossteichinsel, wo zu diesem Zeitpunkt eine gut zehnköpfige Gruppe deutscher Jugendlicher und junger Erwachsener einen geburtstag feierte. Einige der Männer verlangten von den Feiernden die Ausweise. Weitere Zeugen berichteten, dass sich die Männer als Bürgerwehr bezeichneten. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen brachen daraufhin aufgrund der bedrohlichen Situation ihre Feier ab, versuchten rasch zu verschwinden und wählten den Notruf. Angegriffen wurden sie laut Polizei nach gegenwärtigem Kenntnisstand nicht.

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Der gewaltsame Tod einer Person am Wochenende des Chemnitzer Stadtfestes wurde von verschiedenen rechten rechtsextremen und rechtspopulistischen Parteien und Organisationen instrumentalisiert, um gegen Geflüchtete und Nicht-Weiße zu hetzen. Im Laufe mehrerer Demonstrationen kam es zu Hetzjagden und Übergriffen auf Migrant*innen und Geflüchtete, Gegendemonstrant*innen und Journalist*innen.

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