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Verdachtsfall

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Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zu Übergriffen auf Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen Sachbeschädigung ermittelt, diesen Vorfall jedoch nicht als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet, weshalb wir den Vorfall hier vorerst als Verdachtsfall aufführen. Weitere Details zum Tathergang gehen aus der Antwort nicht hervor.

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Am frühen Morgen brach im Treppenhaus eines Gebäudes, in dem eine vierköpfige geflüchtete Familie wohnt, ein Feuer aus. Die Familie konnte sich laut Polizeiangaben unverletzt aus dem Haus retten. Die Polizei sah zunächst keine Anzeichen für Brandstiftung. Zwei Wochen später ermittelt die Kriminalpolizei allerdings doch wegen mutmaßlicher Brandstiftung, für die es laut Heilbronner Stimme inzwischen "deutliche Hinweise" gebe. Demnach sei Kleidung angezündet worden. Weitere Details wolle die Polizei "aus ermittlungstaktischen Gründen" nicht bekanntgeben.

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Am Abend sollen mehrere Personen an einem Tisch in der Nähe einer Asylunterkunft gefeiert haben. Ein Bewohner der Unterkunft sei auch dabei gewesen. Die Feier aber eskalierte und es kam zu einer Auseinandersetzung zwischen den Feiernden, wie es die Polizei in einer Mitteilung schildert. Der Bewohner der Unterkunft habe sich in selbige zurückgezogen, doch drei oder vier Männer sollen dem Mann gefolgt sein und hätten anschließend die Tür zur Unterkunft eingeschlagen. Die Männer griffen nach Polizeiangeben zwei Bewohner an, schlugen sie und traten nach ihnen.

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Am frühen Morgen gegen 3:15 Uhr brannten im Hausflur einer sogenannten Asyl- und Sozialunterkunft zwei Kinderwagen. Ein Zeuge meldete, dass Rauch aus dem Gebäude drang. Alle Bewohner*innen konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Die Feuerwehr löschte die beiden Kinderwagen. Nach den ersten Feststellungen der Kriminalpolizei dürfte einer der Kinderwagen fahrlässig oder vorsätzlich in Brand gesetzt worden sein. Das Feuer griff dann wahrscheinlich auf den zweiten Kinderwagen über. Es bestand laut Polizei keine Gefahr, dass das Feuer auf das Gebäude hätte übergreifen können.

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In einer Containerunterkunft für Asylsuchende kam es am Mittag zu einem Brand, bei dem einer der Container vollständig ausbrannte. In der betroffenen Containerreihe leben gut ein Dutzend Menschen, die die Stadt nun in anderen Quartieren unterbringen wird. Die Brandursache ist noch unklar. Verletzt wurde niemand. Die Bewohner waren zum Zeitpunkt des Feuers nicht in der Anlage. Die Kripo ermittelt. Erst vor wenigen Tagen war die nur etwa 50 Meter entfernt liegende Grillhütte am Sportpark abgebrannt.

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Am Nachmittag entdeckte ein Anwohner einen brennenden Müllsack vor dem Eingangsbereich eines von Geflüchteten bewohnten Mehrfamilienhauses, in dem derzeit laut Polizei "knapp 20 Personen" leben. Der Zeuge, der die Feuerwehr verständigte, konnte den Brand selbst löschen. Bereits am Vortag hatte vor demselben Gebäude ein Müllsack gebrannt. Die Polizei geht in beiden Fällen von vorsätzlicher Brandstiftung aus.
 
 

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Am Abend entdeckte ein Anwohner einen brennenden Müllsack vor dem Eingangsbereich eines von Geflüchteten bewohnten Mehrfamilienhauses, in dem derzeit laut Polizei "knapp 20 Personen" leben. Der Zeuge, der die Feuerwehr verständigte, konnte den Brand noch vor Ankunft der Rettungskräfte selbst löschen. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus.
 

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Unbekannte haben am Abend mit lila Farbe drei Hakenkreuze auf eine ehemalige Asylunterkunft geschmiert. Wir führen den Vorfall hier voerst als Verdachtsfall auf, da unklar ist, ob der oder die Täter*innen das Gebäude anderthalb Jahre nach der Belegung mit Geflüchteten gezielt aus flüchtlingsfeindlichen Motiven als Tatziel ausgewählt haben.

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Unbekannte haben einen Schweinekopf auf die Terrasse des Gartenhäuschens eines syrischen Staatsangehörigen geworfen. Wir führen den Vorfall hier voerst als Verdachtsfall, da nicht klar ist, ob das Motiv antimuslimischer Rassismus ist oder ob es sich um einen gezielten Übergriff auf Geflüchtete handelt.

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Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zu Übergriffen auf Asylsuchende und ihre Unterkünfte geht hervor, dass die zuständige Polizeidirektion wegen einer Beleidigung ermittelt, diesen Vorfall jedoch nicht als “politisch motivierte Kriminalität – rechts” einordnet, weshalb wir ihn hier vorerst als Verdachtsfall einordnen.

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