Es gibt keine allgemein gültige Definition von Rechtsextremismus. Denn unter Rechtsextremismus ist keine einheitliche Ideologie zu verstehen, sondern vielmehr ein heterogenes Gemisch unterschiedlichster Begründungszusammenhänge und Sichtweisen - was sich in der Bundesrepublik auch in organisatorischer Zersplitterung der extremistischen Rechten wiederspiegelt.
Zwei neue Publikationen sind über die Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt in Niedersachsen zu beziehen - über Aussteiger aus der Neonaziszene - und über die "Festung Harz", ein länderübergreifendes Neonazibündnis rund um den Brocken. Ein beunruhigender Überblick.
Als die NPD im September 2006 mit sechs Abgeordneten in den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns einzog, war die öffentliche Empörung groß. Das hervorragende Themenheft "NPD im Landtag MV" von Endstation Rechts zeigt, wie die Partei vom Staat profitiert, den sie bekämpft und darüber hinaus versucht, das Landesparlament als Bühne für ihre Hetze zu nutzen.
Knapp drei Prozent der deutschen Jugendlichen haben bereits eine schwere Gewalttat verübt - so lautet das Ergebnis der jüngst vorgestellten Studie „Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt“. Ein neues Sachbuch zeigt Wege und Möglichkeiten der Konflikt- und Gewaltpädagogik auf.
Ein Erfolgsmuster populistischer Parteien: Simple Sprüche und charismatische Persönlichkeiten sind der halbe Erfolg. Plus Wähler, die auf der Suche nach extrem einfachen 'Wahrheiten' sind. Eine neue, kostenlose Broschüre der Uni Bonn klärt über die Ideologien und Taktiken solcher rechts- und linkspopulistischen Parteien auf.Von Arne Semsrott