Die „Querdenken”-Demo hat Antisemitismus, Verschwörungsideologien und Rechtsextremismus in Deutschland weiter normalisiert. Für die Demonstrierenden sind auch das nur ganz normale „Meinungen“, die ihnen völlig gleichberechtigt neben allen anderen stehen. Das ist die Konsequenz daraus, wenn es allen Beteiligten egal ist, wer sonst noch an einer Demo teilnimmt. Ein Kommentar.
Seit den siebziger Jahren hat der Hang zur Naturreligiösität und zur Esoterik in der BRD zugenommen. In den achtziger Jahren wurde Esoterik als neue Bewegung empfunden wurde, die immaterielle Sinngebung und Naturverbundenheit einem materiellen kapitalistischen Verwertungsinteresse von Natur entgegenstellte. Es ist dort Vorsicht geboten, wo germanische Bezüge mit rassistischen oder sozialdarwinistischen Annahmen kombiniert werden.
Die Meldungen aus Sachsen-Anhalt sind schlicht gruselig. Das Land, so scheint es, ist ein Beleg für das Schlagwort, der Osten sei braun. Man kann Sachsen-Anhalt ein anderes neues Bundesland entgegenhalten, das deutlich weiter ist: Brandenburg.Ein Gastkommentar von Frank Jansen, Tagesspiegel
Auch Schülerzeitungen widmen sich zunehmend dem Thema Rechtsextremismus und einem möglichen NPD-Verbot. Nachfolgend ein engagiertes Pro & Contra aus der von MUT preisgekrönten Zeitung Martinshorn aus Halberstadt.
Es ist verlogen, das ganze Jahr über Antisemitismus zu dulden, aber dann mit betroffener Mine am neunten November der toten Juden und der anderen Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Um etwas zu tun, hat das Jahr 365 Tage. Und nicht nur einen. Von Anetta Kahane, www.amadeu-antonio-stiftung.de
Allein der Rechtsextremismus stellt nicht das volle Problem dar, mit dem wir zu tun haben. Vielmehr ist es eine labile demokratische Kultur, die bei einer Vielzahl von Menschen in unserem Land nicht fest verankert ist. Genau da muss viel stärker angesetzt werden.