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(Aktion) Noteingang

Bei dieser Aktion geht es in erster Linie darum, Schutzräume für Opfer rechter Gewalt entstehen zu lassen, aber auch allgemein um ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rassismus.

Die eigentlichen Motoren dieser Form des Engagements waren eine Gruppe junger Leute aus dem brandenburgischen Bernau. Sie erfanden 1998 die „Aktion Noteingang“ – kleine Aufkleber, die an Fenstern und Türen von Wohnungen, Geschäften, Kneipen oder Insitutionen deutlich machen, dass es drinnen Hilfe gibt. Längst sind die Aufkleber bundesweit zu finden, und die Initiative wurde für ihr Engagement mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.  

Die „Aktion Noteingang“ ist in vielen Regionen notwendig – man erinnere sich an die rassistische Hetzjagd im sächsischen Mügeln im Sommer 2007. Doch die Aktion gewährt nicht nur einen praktischen Schutzraum für die Opfer. Je mehr Menschen / Unternehmen etc. sich daran beteiligen, desto deutlicher wird den potenziellen Angreifern klar gemacht, dass ein Großteil der Gemeinde hinter den Opfern steht und nicht hinter den Tätern.