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Sächsischer Förderpreis für Demokratie
Zum 10. Mal wird in diesem Jahr der Sächsische Förderpreis für Demokratie ausgeschrieben. 45 Projekte und Initiativen sowie zwei Kommunen konnte unter anderem die Amadeu Antonio Stiftung seit 2007 für ihr Engagement für Menschenrechte, den Schutz von Minderheiten und mehr Demokratie vor Ort auszeichnen. Ihr Einsatz wird so dringend benötigt wie noch nie!
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Kulturalismus

Der Kulturalismus gilt als die realitätsnähere Weiterentwicklung des Rassismus. 1950 war der Rassismus von einer UNESCO-Arbeitsgruppe widerlegt worden, weil er als künstliche Ordnungsidee naturwissenschaftlich nicht haltbar war. Seitdem sprechen einige vom kulturellen Rassismus oder vom Rassismus ohne Rassen. An die Stelle der biologischen Ungleichheit (Rasse) tritt im Kulturalismus die Ab- bzw. Aufwertung bestimmter Kulturen, die Ausgrenzung rechtfertigen soll. Der bzw.

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Mut gegen rechte Gewalt fördert Projekte und unterstützt Menschen, die Mut gegen rechte Gewalt zeigen: Neben lautstarken Festivals gegen Rechts, haben viele Schülerinnen und Schüler kreative Projekte ins Leben gerufen, um eine Zeichen für Vielfalt und gegen Ausgrenzung zu setzen. Damit wir dauerhaft junge Menschen in ihrem Engagement unterstützen und jugendkulturelle Projekte im gesamten Bundesgebiet fördern können, brauchen wir Ihre Hilfe!
Erfurt. Vor allem im Ortsteil Herrenberg sind extrem Rechte beunruhigend präsent. Jeanette Dötsch und Jana Sonnenburg nahmen ihr Freiwilliges Soziales Jahr Kultur im Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz zum Anlass, um ein eigenes Projekt gegen menschenverachtende Einstellungen und für mehr gesellschaftliches Engagement auf die Beine zu stellen. Mit finanzieller Unterstützung der Amadeu Antonio Stiftung im Rahmen der Aktion Mut gegen rechte Gewalt entstand so das Projekt „Lass dich nicht lenken – selber denken!“
Seit Jahren versuchen Neonazis, ihre Kräfte in Sachsen zu bündeln und ein antidemokratisches Klima zu schaffen. Umso wichtiger sind die zahlreichen Initiativen im Freistaat, die sich unermüdlich gegen Rechtsextremismus, Menschenfeindlichkeit und Rassismus engagieren. Sechs von ihnen wurden am Freitag mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie ausgezeichnet, ebenso gehörte erstmals auch eine Kommune zu den Geehrten.
»War es bisher der kleinste Christopher Street Day deutschlandweit, sind wir jetzt der einzige CSD in einer Kleinstadt – und das in Pirna« stellt ein Vereinsmitglied belustigt fest. Doch so leicht wie es klingt, ist es keineswegs. Denn die Menschenverachtung der Neonazis trifft auch immer wieder Homosexuelle. Bisher fehlt es vor Ort jedoch an Vernetzung und Ansprechpersonen. Das soll nun anders werden. Gemeinsam wollen die Mitglieder des CSD Pirna e.V. eine lokale Unterstützungsstruktur aufbauen. Für ihr Engagement sind sie nun für den diesjährigen Sächsischen Förderpreis für Demokratie nominiert.
Fußball grenzenlos – eine kleine Kopie der Mondiali Antirazzisti wird bereits seit 2003 im sächsischen Kittlitz veranstaltet. Das Besondere am Turnier: Fußball grenzenlos steht für mehr als sportlichen Wettkampf mit interkultureller Note. So kombinieren die Veranstaltenden Sport mit politischer Bildungsarbeit und Kultur. Dieses hohe Maß an Einsatzbereitschaft ist einer der Gründe, warum sich die Jury in diesem Jahr dazu entschieden hat, die beiden Vereine Partysahnen e.V. und Augen auf e.V. mit ihrem Projekt »Fußball grenzenlos« für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie zu nominieren.