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Kreative Projekte 2015
Mut gegen rechte Gewalt war im Jahr 2015 wichtiger denn je. Die gemeinsame Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle von der Amadeu Antonio Stiftung und PRO ASYL dokumentierte allein im Jahr 2015 557 Angriffe auf Unterkünfte von Asylsuchenden, davon 131 Brandanschläge. Nicht nur deswegen unterstützen wir auch weiterhin Projekte und Initiativen die sich für Vielfalt und gegen Ausgrenzung einsetzen. Die von uns unterstützten Projekte reichten letztes Jahr von lautstarken Festivals gegen Rechts über Ausstellungen hin zu Projekten von Geflüchteten für Geflüchtete. Damit wir auch 2016 weiterhin (junge) Menschen und ihre kreativen Projekte für mehr Zivilcourage unterstützen und fördern können, benötigen wir Ihre Hilfe!
V wie...

Volk und Volksgemeinschaft

Ähnlich wie die Nation wird auch der Begriff Volk in der politikwissenschaftlichen Forschung eher als willkürliche Konstruktion denn als gegebene Gemeinschaft verstanden. In der rechtsextremen Ideologie wird das Volk jedoch als schicksalsgegebene Gemeinschaft betrachtet.

Archiv

Erfurt. Vor allem im Ortsteil Herrenberg sind extrem Rechte beunruhigend präsent. Jeanette Dötsch und Jana Sonnenburg nahmen ihr Freiwilliges Soziales Jahr Kultur im Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz zum Anlass, um ein eigenes Projekt gegen menschenverachtende Einstellungen und für mehr gesellschaftliches Engagement auf die Beine zu stellen. Mit finanzieller Unterstützung der Amadeu Antonio Stiftung im Rahmen der Aktion Mut gegen rechte Gewalt entstand so das Projekt „Lass dich nicht lenken – selber denken!“
Seit Jahren versuchen Neonazis, ihre Kräfte in Sachsen zu bündeln und ein antidemokratisches Klima zu schaffen. Umso wichtiger sind die zahlreichen Initiativen im Freistaat, die sich unermüdlich gegen Rechtsextremismus, Menschenfeindlichkeit und Rassismus engagieren. Sechs von ihnen wurden am Freitag mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie ausgezeichnet, ebenso gehörte erstmals auch eine Kommune zu den Geehrten.
»War es bisher der kleinste Christopher Street Day deutschlandweit, sind wir jetzt der einzige CSD in einer Kleinstadt – und das in Pirna« stellt ein Vereinsmitglied belustigt fest. Doch so leicht wie es klingt, ist es keineswegs. Denn die Menschenverachtung der Neonazis trifft auch immer wieder Homosexuelle. Bisher fehlt es vor Ort jedoch an Vernetzung und Ansprechpersonen. Das soll nun anders werden. Gemeinsam wollen die Mitglieder des CSD Pirna e.V. eine lokale Unterstützungsstruktur aufbauen. Für ihr Engagement sind sie nun für den diesjährigen Sächsischen Förderpreis für Demokratie nominiert.
Fußball grenzenlos – eine kleine Kopie der Mondiali Antirazzisti wird bereits seit 2003 im sächsischen Kittlitz veranstaltet. Das Besondere am Turnier: Fußball grenzenlos steht für mehr als sportlichen Wettkampf mit interkultureller Note. So kombinieren die Veranstaltenden Sport mit politischer Bildungsarbeit und Kultur. Dieses hohe Maß an Einsatzbereitschaft ist einer der Gründe, warum sich die Jury in diesem Jahr dazu entschieden hat, die beiden Vereine Partysahnen e.V. und Augen auf e.V. mit ihrem Projekt »Fußball grenzenlos« für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie zu nominieren.
Menschen wie den Aktiven des Bündnisses »Bautzen bleibt bunt« ist es zu verdanken, dass die Eskalationsspirale, die NPD und andere rechtsextreme Akteure vor Ort in Gang zu setzen versuchen, nicht unwidersprochen ihren Lauf nehmen kann. Sie organisieren Unterstützungsmöglichkeiten für Flüchtlinge und stellen sich somit den rassistischen Mobilisierungen und dem Stillschweigen der Mehrheit entgegen. Einer von zahlreichen Gründen das Bündnis für den diesjährigen Sächsischen Förderpreis für Demokratie zu nominieren.