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Die 70-jährige Ilse Leine wohnte seit ihrer Geburt in einem kleinen sächsischen Ort. Vor einem Jahr ist sie weggezogen – weil sie den Rassismus nicht mehr aushalten konnte.
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No-Go-Area - National befreite Zone

Eine so genannte "national befreite Zone" stellt einen Bereich dar, der durch die Hegemoniebestrebungen der rechtsextremen Szene erfolgreich von allen als "fremd" und "feindlich" konstruierten Einflüssen ("Kanaken", "Linke", "Zecken", "Niggermusik", etc.) "bereinigt" wurde. In diesen Zonen hat besonders die rechte Jugend-Alltagskultur alle anderen Formen der Jugendkultur zu Randerscheinungen gemacht.

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Die Situation in Freital spitzt sich immer weiter zu: PEGIDA-Anhänger_innen, Neonazis und rassistische Bürger_innen aus Freital, Dresden und Umgebung treffen sich tagtäglich, um die Geflüchteten und Unterstützer_innen vor dem Hotel Leonardo zu beleidigen, zu bedrohen und auch anzugreifen. Mitarbeiter_innen des Projekts Schutzschild der Amadeu Antonio Stiftung waren am Donnerstag vor Ort, um sich solidarisch mit den Refugees und Unterstützer_innen zu zeigen.
Über 80.000 Menschen haben beim Birlikte-Fest am 14. Juni in Köln-Mülheim ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung gesetzt. Mit unzähligen Konzerten, Diskussionen, Tanz, Literatur und Theater wurde die zweite Auflage von Birlikte gefeiert. Das bunte Fest bot aber auch viel Raum zum Gedenken an den NSU-Nagelbombenanschlag in der Keupstraße.
Der Unternehmer Erich Bethe will Klassenreisen nach Auschwitz finanzieren, damit die Erinnerung an die Greueltaten der Nazis gewahrt bleibt. Doch kaum einer nimmt sein Angebot an.
Es ist ein unrühmlicher Titel, den die Stadt Überlingen am Bodensee im Sommer 2013 verliehen bekam. „The Voice“, eine Organisation von und für Flüchtlinge, ernannte die im Überlinger Stadtteil Goldbach gelegene Asylunterkunft damals zur „schlechtesten und unmenschlichsten“ in Baden-Württemberg. - Zur Situation von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern in Baden-Württemberg.
Obwohl es auf gesetzlicher Ebene in den letzten Jahren zu einer Neubewertung der rechts motivierten Straftaten gekommen ist, scheint bis heute auf der Ebene der zuständigen Behörden ein entsprechender Bewusstseinswandel auszubleiben. Wie selbst kleine Initiativen hier etwas verändern können, zeigt das Beispiel des Initiativkreises Antirassismus aus Leipzig.