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Wer gewinnt dieses Jahr den Sächsischen Förderpreis für Demokratie?

2013 wird der Sächsische Förderpreis für Demokratie zum siebten Mal verliehen. Aus den eingegangenen 54 Bewerbungen wählte eine prominent besetzte Jury zehn Initiativen aus, die sich in herausragender Weise für Menschenrechte und gegen Rechtsextremismus engagieren und die demokratische Kultur in Sachsen täglich bereichern und fördern.

Auch in diesem Jahr sind wieder eine Vielzahl von Bewerbungen für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie in der Amadeu Antonio Stiftung eingetrudelt. Aus den 54 Bewerbungen hatte eine prominent besetzte Jury die schwierige Aufgabe 10 Initiativen und Vereine zu nominieren. Anetta Kahane, Mitglied der Jury und Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung freute sich über die diesjährige Auswahl, da bei den Nominierten, die gesamte Breite gesellschaftlichen Engagements in Sachsen umfassend zum Ausdruck kommt. Der Sächsische Förderpreis für Demokratie honoriert das Engagement von Initiativen, die sich in herausragender Weise für Menschenrechte und gegen Rechtsextremismus engagieren und die demokratische Kultur in Sachsen täglich bereichern und fördern.

Die zehn Nominierten des Sächsischen Förderpreises 2013 sind dieses Jahr:
 

Bei den vielen Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung einsetzen, freue ich mich, dass sich in diesem Jahr auch sehr viele Flüchtlingsinitiativen beworben haben und bei der Preisverleihung berücksichtigt wurden“, erklärt Anetta Kahane weiter. In anbetracht der Tatsache, dass seit Monaten eine von rassistischen Ressentiments geprägte Asyldebatte tobe, sei es sehr schön zu sehen, dass sich Menschen finden, die dieser Hetze entschieden entgegentreten und sich für die Rechte von geflüchteten Menschen einsetzen.

In den nächsten Wochen werden wir die nominierten MUTmacher ausführlich hier auf Mut gegen rechte Gewalt vorstellen

Der Sächsische Förderpreis für Demokratie wird in diesem Jahr bereits zum siebten Mal verliehen. Mit dem Preis werden gute Praxisbeispiele prämiert und innovative Ansätze ermutigt. Denn seit Jahren versuchen Neonazis gezielt, ihre Kräfte in Sachsen zu bündeln und prägen ein zunehmend antidemokratisches Klima. Teilweise haben sich rechtsextreme Strukturen etabliert, die es immer mühsamer machen, sich für die Werte der Demokratie, Weltoffenheit und die Anerkennung der Menschenrechte einzusetzen. Doch die Gesellschaft reagiert: In Sachsen gibt es zahlreiche Initiativen, die bereits fachlich fundierte Erfahrungen im Umgang mit Rechtsextremismus besitzen.

Mit dem Sächsischen Förderpreis soll die engagierte Arbeit von Initiativen und Vereinen gegen Rechts und für eine demokratische Kultur eine öffentliche Anerkennung erfahren und anderen Menschen MUT gemacht werden, selbst aktiv zu werden.

Die zehn Nominierten werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 7. November in Dresdener Synagoge geehrt. Dort werden auch die beiden Projekte bekannt gegeben, die mit dem Hauptpreis von je 5.000 Euro ausgezeichnet werden. Die acht übrigen Nominierten erhalten Anerkennungspreise. Verliehen wird der Förderpreis von der Amadeu Antonio Stiftung, der Freudenberg Stiftung und der Sebastian Cobler Stiftung.

Die Nominierten des Sächsischen Förderpreises für Demokratie 2012. Foto: © R. Damrau