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Erhebliche Diskrepanz bei den Zahlen von Todesopfern rechter Gewalt

Noch immer gibt es eine erhebliche Diskrepanz zwischen den Zahlen der Behörden und denen der Amadeu Antonio Stiftung. Dabei ist der Umgang mit Rechtsextremismus seitens der Behörden unprofessionell und der Umgang mit den Opferzahlen würdelos“, sagt Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung.

Diese Diskrepanz zeigt sich noch einmal eindringlich in der Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der Abgeordneten Petra Pau, Wolfgang Neskovic, Sevim Dağdelen, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE zum Thema Rechtsextreme Tötungsdelikte seit 1990. Während von Seiten der Behörden von 46 Tötungsdelikten die Rede ist, kommen unabhängige Stellen, wie die Amadeu Antonio Stiftung, zu einer zahl von mindestens 136 Todesopfern rechter Gewalt. Eine Dunkelziffer lässt jedoch noch eine weitaus höhere Zahl befürchten.

Hier kann die Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der Abgeordneten Petra Pau, Wolfgang Neskovic, Sevim Dağdelen, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE zum Thema Rechtsextreme Tötungsdelikte seit 1990 heruntergeladen werden. (Drucksache 16/14122).