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Anti-Asyl-Tour der NPD stoppen

Auf ihrer Asyltour im letzten Jahr hat die NPD die Möglichkeit des "offenen Mikros" angeboten. Lokalpolitiker Patrick Dahlemann hat die Gelegenheit kurzerhand ergriffen, um die rechte Hetze nicht unkommentiert zu lassen. Foto: YouTube Screenshot

Die sächsische NPD veranstaltet in dieser  Woche eine erneute Anti-Asyl-Tour unter dem Motto „Heimat schützen – Asylmissbrauch bekämpfen“. Sie hat  in 11 sächsischen Städten und Gemeinden an zentralen Plätzen und vor Geflüchtetenwohnheimen Kundgebungen angemeldet. Doch zivilgesellschaftliche Gruppen und Vereine organisieren bereits lokale Gegenveranstaltungen: Wo und wann? - Erfahrt ihr hier!

An diesen Orten sind Veranstaltungen der NPD geplant:

17. März
10–13 Uhr Zwickau: Georgenplatz am Trabant-Denkmal
13–16 Uhr Glauchau: Rudolf-Breitscheid-Straße/Am Bürgerpark
16–19 Uhr Döbeln: Obermarkt am Brunnen. Gegenkundgebung 16 – 20 Uhr, Obermarkt Döbeln

18. März
10-13 Uhr Schkeuditz: Markt/Höhe Hallesche Straße
13-16 Uhr Delitzsch: Roßplatz/Höhe Eilenburger Straße
17-19 Uhr Eilenburg: Parkplatz an der Ecke Bernhardistraße/Nordring

19. März
Zittau: Sachsenstraße/Ecke Kantstraße
Bischofswerda: Altmarkt
Pirna-Sonnenstein: Remscheiderstraße 3 (gegenüber Rewe). Gegenkundgebung ab 16:30 Uhr, Remscheider Straße in Pirna.

20. März
Hoyerswerda: Lausitzer Platz
Großenhain: Hauptmarkt

Nach Aussagen des Mobilen Beratungsteam Mitte-Ost ist mit 6 bis 10 NPD-Aktivistinnen und Aktivisten und mit bis zu 50 Gegendemonstrantinnen und -demonstranten zu rechnen. Da die Zeitungen bewusst nicht über die Anti-Asyl-Tour berichten, wissen davon abgesehen von den zivilgesellschaftlichen Initiativen nur wenige Menschen. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass die NPD-Touren kaum Zulauf von der örtlichen Bevölkerung haben“, sagt Sven Karseler vom Verein „Augen auf – Zivilcourage zeigen“ in Zittau. Pirna-Sonnenstein sei von der NPD ausgewählt worden, weil dort viele Geflüchtete in privaten Wohnungen wohnen. „Die NPD will die Geflüchteten und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer provozieren“, so Markus Kemper vom Mobilen Beratungsteam. Umso wichtiger sei es, die Geflüchteten über die Tour zu informieren und gemeinsam Strategien zu überlegen. Seitens der Stadtverwaltung Zittau werde gerade versucht, die Kundgebung zu verbieten. Sven Karseler verspricht sich davon aber keinen Erfolg. „In Zittau ist die erste Veranstaltung der NPD am Mittwoch angemeldet. Wir wollen uns klar gegen die NPD positionieren und versuchen, sie aufzuhalten, um die folgenden Kundgebungen zumindest zu verzögern“, sagt  Karseler.

Aktuelle Informationen zu den Protestaktionen in Sachsen finden sich auf der Internetseite „Refugees welcome“.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern fandenam Montag und Dienstag unter dem Motto „Ausländer kosten Millionen – Recht auf Asyl abschaffen. Auswanderung stoppen – Deutsche Familien fördern“ bereits Kundgebungen in Stavenhagen, Malchin, Demmin, Altentreptow und Firedland statt. Auf der Internetseite des Bündnisses „Demmin Nazifrei“ wird berichtet, dass in Stavenhagen und Malchin nur vier NPD-Aktivist_innen anwesend waren. In Demmin gab es auf dem Marktplatz eine Protestveranstaltung. Weitere Termine wurden kurzfristig bekann gegeben:

Mittwoch, 19. März
10.30 Uhr – 12.00 Uhr Heringsdorf
13.00 Uhr – 14.30 Uhr Zinnowitz
15.00 Uhr – 16.30 Uhr Wolgast

Donnerstag, 20. März
09.00 – 10.30 Uhr Grimmen
11.30 – 13.00 Uhr Ribnitz-Damgarten
14.00 – 15.30 Uhr Barth

Aktuelle Informationen zu Gegenveranstaltungen sind auf der Internetseite des Bündnisses „Demmin Nazifrei“ zu finden.