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Der Begriff Nationalismus wird im politischen und wissenschaftlichen Gebrauch so vielfältig gedeutet wie kaum ein anderer. So kann Nationalismus gemeinsam mit rechten und linken Ideologien auftreten, als Begründung expansiver Politik von Staaten oder als Programm von Befreiungsbewegungen.
Neutral wird Nationalismus beschrieben als Forderung und Streben nach Schaffung und Sicherung eines Nationalstaates. Andererseits ist er auch als aggressive Äußerung eines übersteigerten Nationalgefühls auf Kosten anderer Nationen und Nationalitäten verstehbar. |
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Bulletin 1/2002: Rechtsextremismus heute - Eine Einführung in Denkwelten, Erscheinungsformen und Gegenstrategien. ZDK |
Das ist ja im Prinzip ganz richtig. Nur - wenn Nationalismus ein übersteigertes Nationalgefühl ist, was ist dann ein gesundes Nationalgefühl? Oder deutlicher: Sie schreiben, die Idee einer "ethnisch reinen" Nation charakterisiere den völkischen, sprich rechten Nationalismus. Ist die Idee, dass jedes Volk seinen Staat brauche, also die Idee der Selbstbestimmung der Völker, wie sie noch immer die Leitlinie der westlichen Staatenverbände ist, etwas anderes als die Idee einer ethnisch reinen Nation? Also, man muß sich schon trauen, etwas genauer hinzusehen, wenn man ersteinmal damit anfängt, zwischen gutem und bösem Nationalismus zu unterscheiden, um sich seinen eigenen sauberen Nationalismus zu bewahren, wird man gegen Rechts nichts ausrichten können. Hier gibt es zum Beispiel Beiträge, die die Sache klarer fassen: http://www.dreigliederung.de/nationalismus/