Seit Jahren versuchen Neonazis, ihre Kräfte in Sachsen zu bündeln und ein antidemokratisches Klima zu schaffen. Umso wichtiger sind die zahlreichen Initiativen im Freistaat, die sich unermüdlich gegen Rechtsextremismus, Menschenfeindlichkeit und Rassismus engagieren. Sechs von ihnen wurden am Freitag mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie ausgezeichnet, ebenso gehörte erstmals auch eine Kommune zu den Geehrten.
Bereits zum achten Mal wird in diesem Jahr der Sächsische Förderpreis für Demokratie vergeben. Er zeichnet herausragendes Engagement von Initiativen und Kommunen aus, die sich für Menschenrechte und gegen Rechtsextremismus einsetzen und die demokratische Kultur in Sachsen täglich bereichern und fördern.
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Bereits zum achten Mal wird in diesem Jahr der Sächsische Förderpreis für Demokratie vergeben. Aus den eingegangenen 60 Bewerbungen wählte eine prominent besetzte Jury sechs Initiativen und erstmals eine Kommune aus, die sich in herausragender Weise für Menschenrechte und gegen Rechtsextremismus engagieren und die demokratische Kultur in Sachsen täglich bereichern und fördern. Die Jugendgruppe der Alevitischen Gemeinde Dresden ist mit ihrem Film »Wenn wir reden ... Akzeptanz ist keine Pflicht sondern selbstverständlich!« unter den Nominierten.

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Ein Leipziger Fußballverein hat eine tolle Aktion ins Leben gerufen: Neben den Vereinsmitgliedern kicken dort nun auch Flüchtlingskinder unter dem Motto »Refugees United«. Einem solch wunderbaren Ansatz zur gesellschaftlichen Integration junger Menschen kann man nur gratulieren und zahlreiche Nachahmerinnen und Nachahmer wünschen! Die Jury des Sächsischen Förderpreises für Demokratie ist beeindruckt vom klugen und mutigen Engagement des BSG Chemie Leipzig und seiner Fans und nominiert das Projekt »Refugees United« für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2014.

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In Ebersdorf-Hilbersdorf hat sich eine engagierte Anwohnerschaft zusammengeschlossen, um durch verschiedene Aktionen mit Flüchtlingen in Kontakt zu treten und ein gemeinsames Miteinander zu gestalten. Für ihr Engagement sind sie nun für den diesjährigen Sächsischen Förderpreis für Demokratie nominiert.

Birlikte heißt zusammenstehen! Wir setzen in Köln ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung – mit der großzügigen Unterstützung zahlreicher Partner. Jetzt kannst auch du ganz einfach dabei helfen, überall Mut gegen rechte Gewalt zu zeigen! stern.de/birlikte

Es kann keiner alleine machen. Mach einfach mit, sei dabei. Birlikte-Zusammenstehen!

Schicke eine SMS mit dem Kennwort ZUSAMMEN an 81190.

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»War es bisher der kleinste Christopher Street Day deutschlandweit, sind wir jetzt der einzige CSD in einer Kleinstadt – und das in Pirna« stellt ein Vereinsmitglied belustigt fest. Doch so leicht wie es klingt, ist es keineswegs. Denn die Menschenverachtung der Neonazis trifft auch immer wieder Homosexuelle. Bisher fehlt es vor Ort jedoch an Vernetzung und Ansprechpersonen. Das soll nun anders werden. Gemeinsam wollen die Mitglieder des CSD Pirna e.V. eine lokale Unterstützungsstruktur aufbauen.

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Menschen wie den Aktiven des Bündnisses »Bautzen bleibt bunt« ist es zu verdanken, dass die Eskalationsspirale, die NPD und andere rechtsextreme Akteure vor Ort in Gang zu setzen versuchen, nicht unwidersprochen ihren Lauf nehmen kann. Sie organisieren Unterstützungsmöglichkeiten für Flüchtlinge und stellen sich somit den rassistischen Mobilisierungen und dem Stillschweigen der Mehrheit entgegen. Einer von zahlreichen Gründen das Bündnis für den diesjährigen Sächsischen Förderpreis für Demokratie zu nominieren.

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»Fußball grenzenlos« wird bereits seit 2003 im sächsischen Kittlitz veranstaltet. Das Besondere am Turnier: Fußball grenzenlos steht für mehr als sportlichen Wettkampf mit interkultureller Note. So kombinieren die Veranstaltenden Sport mit politischer Bildungsarbeit und Kultur. Dieses hohe Maß an Einsatzbereitschaft ist einer der Gründe, warum sich die Jury in diesem Jahr dazu entschieden hat, die beiden Vereine Partysahnen e.V. und Augen auf e.V. mit ihrem Projekt »Fußball grenzenlos« für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie zu nominieren.

Spendenkonto

Ihre Spende geht direkt und unbürokratisch an lokale Projekte gegen Neonazis! Auch im Jahr 2013 konnten wir wieder viele Projekte fördern und Menschen unterstützen, die Mut gegen rechte Gewalt zeigen.

Amadeu Antonio Stiftung
Stichwort „stern-Aktion Mut gegen rechte Gewalt“
GLS Bank Bochum
BLZ 430 609 67
Konto 6005 0000 01
IBAN: DE32 4306 0967 6005 0000 01
BIC: GENODEM1GLS

Das Projekt „Aktion Schutzschild“ der Amadeu Antonio Stiftung vernetzt und berät Kommunen, Initiativen und Engagierte, um eine aktive Willkommenskultur zu gestalten und rechter Hetze gegen Flüchtlinge entgegenzutreten.
Im Schatten der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft verabschiedete der Bundestag sang- und klanglos eine tiefgreifende Änderung des Asylrechts: Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina gelten künftig als sogenannte sichere Herkunftsstaaten. Diesen Freitag soll der Gesetzesentwurf den Bundesrat passieren. Doch nun regt sich Widerstand, da gerade Minderheiten wie Sinti, Roma, aber auch Homosexuelle in diesen Ländern von Verfolgung bedroht sind.

In Deutschland werden immer mehr gewalttätige Angriffe auf Flüchtlinge gezählt. Auch die rassistische Hetze nimmt zu – ob auf Facebook oder auf der Straße. Im Vorfeld der Europawahlen machen Rechtsextreme verstärkt mobil. Die Amadeu Antonio Stiftung führt gemeinsam mit PRO ASYL eine Chronik der Gewalt, die auf erschreckende Weise zeigt, dass Onlinehetze auch zu tatsächlichen Angriffen auf Flüchtlinge und deren Unterkünfte führt.

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Mit der stern-Kampagne „Mut gegen rechte Gewalt“ werden bereits seit 14 Jahren Menschen ermutigt und gefördert, sich gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus zu engagieren. Auch in diesem Jahr konnten wir wieder viele Projekte fördern und Menschen unterstützen, die Mut gegen rechte Gewalt zeigen.

184 Todesopfer rechter Gewalt

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für Ihren Mut gegen rechte Gewalt

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