Mit langen Holzstöcken bewaffnet
Unterdessen war die Stimmung in Alt-Lobeda explosiv. Bereits die ersten Rechtsextremen, die sich Zugang zum „braunen Haus“ verschaffen wollten, rückten mit langen Holzstöcken an, die sofort zum Einsatz kamen: kurzer verbaler Schlagabtausch, und schon gingen beide Seiten aufeinander los. Erst als die Neonazis die Gegendemonstranten bereits brutal mit den Stöcken attackiert hatten, forderte ein Beamter die Rechtsextremen auf, die Hölzer abzulegen. Die Szene wurde von Sprechchören begleitet, die Vorhut der Neonazis musste sich als „dumm, brutal und national“ besingen lassen und wurde unmissverständlich aufgefordert: „Ihr könnt nach Hause gehen!“.
Doch genau das taten sie nicht. Stattdessen trudelten immer mehr „Wölfe im Schafspelz“ in der Jenaischen Straße ein. Wenngleich es nur ungefähr 30 Leute waren, so offenbarten doch allein diese Teilnehmer der rechtsextremen Schulung, wie heterogen die Szene in den letzten Jahren geworden ist: Wäre da nicht das winzige „Thor Steinar“-Emblem auf seiner Gürteltasche gewesen, der junge Mann hätte ohne weiteres als alternativer Jugendlicher mit Kapuzenjacke und Sneakers durchgehen können. Das gleiche gilt für die Anzugträger, denen man ihre rechte Gesinnung an diesem Tag einzig daran ansah, dass sie in den Hof des „braunen Hauses“ abbogen und sich zum Plausch mit den Jungnazis einfanden. Wie etwa der ältere Herr, der mit seiner Begleiterin im silbernen BMW mit Kölner Kennzeichen anreiste oder der Mittvierziger im adretten Hemd und lässiger Sonnenbrille.
Na Hilfe!
Hoffentlich,passiert uns sowas in Eschede nicht.Kommt alle,am 21ten,um 14,30uhr.Dort ,findet mal wieder eine Sonnenwendfeier statt.Wir wollenein Zeichen setzen gegen Rechts.Nur Gott steht uns bei,die Polizei nicht