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Seit Jahren beklagt die Amadeu Antonio Stiftung die große Diskrepanz zwischen der Zählung von Todesopfern rechter Gewalt von staatlichen Behörden und von unabhängigen Organisationen sowie Journalistinnen und Journalisten. Wo von der Bundesregierung lediglich 75 Tötungsdelikte als rechts motiviert gewertet werden, ergeben Recherchen der Amadeu Antonio Stiftung eine weitaus höhere Zahl: Mindestens 192 Todesopfer rechter Gewalt seit dem Wendejahr 1990 sowie 11 weitere Verdachtsfälle und einen Sonderfall.
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Augen Auf

Wir sind Jugendliche und Erwachsene zwischen 15 und 45 Jahren aus der Oberlausitz im Dreiländereck Polen-Deutschland-Tschechien, die es satt haben, weiterhin allein und jeder mit eigenen Rezepten auf Situationen von zunehmender Resignation, Fremdenfeindlichkeit, rechtsextremistischen Aktivitäten, Freiheits- und Demokratieabbau mit ihren häufig gleichen Antworten zu reagieren oder gleich gar nichts zu tun. Wir stören uns daran, wenn Probleme verschwiegen oder unter den Teppich gekehrt werden.

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Todesopfer rechter Gewalt in den einzelnen Bundesländern
Im Facebook-Profil von Til Schweiger wurde heftig gestritten, nachdem er zur Hilfe für Flüchtlinge aufrief. Viele Kommentare enthielten gängige Vorurteile. Der stern hat sie genauer unter die Lupe genommen.
Die Situation in Freital spitzt sich immer weiter zu: PEGIDA-Anhänger_innen, Neonazis und rassistische Bürger_innen aus Freital, Dresden und Umgebung treffen sich tagtäglich, um die Geflüchteten und Unterstützer_innen vor dem Hotel Leonardo zu beleidigen, zu bedrohen und auch anzugreifen. Mitarbeiter_innen des Projekts Schutzschild der Amadeu Antonio Stiftung waren am Donnerstag vor Ort, um sich solidarisch mit den Refugees und Unterstützer_innen zu zeigen.
Über 80.000 Menschen haben beim Birlikte-Fest am 14. Juni in Köln-Mülheim ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung gesetzt. Mit unzähligen Konzerten, Diskussionen, Tanz, Literatur und Theater wurde die zweite Auflage von Birlikte gefeiert. Das bunte Fest bot aber auch viel Raum zum Gedenken an den NSU-Nagelbombenanschlag in der Keupstraße.
Der Unternehmer Erich Bethe will Klassenreisen nach Auschwitz finanzieren, damit die Erinnerung an die Greueltaten der Nazis gewahrt bleibt. Doch kaum einer nimmt sein Angebot an.