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Das Projekt „Aktion Schutzschild“ der Amadeu Antonio Stiftung unterstützt Selbstorganisationsprozesse von Geflüchteten in strukturschwachen Räumen und disseminiert die Perspektiven von sogenannten "Minderheiten" in kommunale Verwaltungs- und Trägersturkturen, um die Vision von inklusiven und demokratisch aktiven Kommunen nachhaltig umzusetzen.
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Im Jahr 2014 lassen sich 247 gewalttätige Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte zählen, darunter 36 Brandstiftungen. Zudem ermittelte "Aktion Schutzschild" 81 tätlichen Übergriffen auf Einzelpersonen. Asylsuchende werden deutschlandweit derzeit zur Zielscheibe rassistischer und rechter Hetze. Aus diesem Grund haben sich PRO ASYL und die Amadeu Antonio Stiftung zusammengeschlossen und sowohl Handreichungen als auch eine Broschüre erstellt.

Kommentar

Wir leben in sehr ambivalenten Zeiten. Auf der einen Seite pöbelt der Mob Tag für Tag gegen Flüchtlinge und die Nachbarn klatschen Beifall. Und auf der anderen Seite zeigen die Menschen eine nie dagewesene Hilfsbereitschaft und Offenheit und helfen, wo sie nur können. Manchmal geschieht beides gleichzeitig. Und die Frage ist dann, was wir wahrnehmen und welche Schlüsse wir daraus ziehen. Ich hatte gerade ein aufregendes Wochenende mit solch zwiespältigen Eindrücken. Ich war beim Willkommensfest in Heidenau und ehrlich gesagt hat es mich hin und hergerissen.

Fakten gegen Vorurteile

Argumente aus der Broschüre "pro menschenrechte. contra vorurteile."

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Wer selber wenig hat, denkt vielleicht: Auch in Deutschland sind viele Menschen arm. Wenn Flüchtlinge kommen, nehmen sie „uns“ die Arbeitsplätze weg oder leben von „unseren“ Steuern. Richtig ist: Das Problem der Armen ist die ungleiche Verteilung des Wohlstands.