Zu den denkwürdigen Ereignissen deutscher Geschichte zählt der „Altonaer Blutsonntag“ vom 17. Juli 1932. Eine nationalsozialistische Demonstration durch die „roten“ Arbeiterviertel in Altona war genehmigt worden und die Poli-zei sicherte mit Gewalt deren Marsch – trotz der Massenproteste. 18 Männer und Frauen starben vor allem durch Polizeikugeln. Die Folgen des Sonntags wa-ren der Staatsstreich in Preußen am 20. Juli 1932 und im Nationalsozialismus Schauprozesse vor Sondergerichten und die Hinrichtung von vier Kommunisten, denen eine Hauptschuld zugewiesen wurde, am 1. August 1933 in Altona.
Die dem „Blutsonntag“ folgenden unterschiedlichen Darstellungen der Abläufe, verbunden mit Falschaussagen auch amtlicher Stellen wie der Polizei, die Be-weisunterdrückungen und einseitige Schuldzuschreibungen an Kommunisten, liefert den Stoff für den 2010 im Nautilus-Verlag erschienenen, packenden Kri-minalroman von Robert Brack „Blutsonntag“.