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    Die Berliner rechtsextreme Szene: Gewalttätige Aktionen und inhaltliche Schwäche

    Mit dem Lokal „Zum Henker“ in Schöneweide schuf sich die rechtsextreme Szene Berlins 2009 einen ihrer wichtigsten Treff- und Anlaufpunkte. Für den Erhalt dieser Infrastruktur gelingt es ihr ihre Anhänger/innen spektrenübergreifend zu mobilisieren und Geschlossenheit zu demonstrieren. Daraus...
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    Das gab’s alles

    Die Ausstellung „Das hat’s bei uns nicht gegeben!“ - Antisemitismus in der DDR der Amadeu Antonio Stiftung ist ein großer Erfolg. Nun gibt es ein Buch, mit Artikeln über deren Themen bisher kaum jemand sprach. Die Präsentation des Buches findet am 24. August 2010 statt. „Das hat’s bei uns nicht...
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    1:0 für Toleranz

    Nicht nur das Runde muss ins Eckige beim Fußball, sondern manchmal auch vorurteilsfreies Denken in intolerante Köpfe. Wie das gelingt zeigt die Broschüre „Dieses Spiel dauert länger als 90 Minuten“ des Berliner Fußball-Verband und des Vereins für Demokratische Kultur in Berlin.
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    Liebe und das Ende der Illusionen

    „Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus“ von Helga Kurzchalia ist gerade erschienen. Ihre Briefe, Dialoge und Selbstgespräche, zeigen eine Familiengeschichte zwischen den Welten, ein Psychogramm einer Epoche.
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    Vom autoritären Staat zur Demokratie

    1999 hat Sighard Neckel mit "Waldleben: eine ostdeutsche Stadt im Wandel seit 1989" ein Buch veröffentlicht, dass den "Untergang eines autoritären Staates und den darauf folgenden Aufbau einer Demokratie" nachzeichnet.
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    "Wir" und die "Anderen"

    Rassismus hat unterschiedliche Facetten und Erscheinungsformen – auch jenseits organisierter Neonazisstrukturen. Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen hat eine detailreiche Broschüre zum Thema "Rassismus in Sachsen" herausgegeben.
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    Wenn der Prinz den Prinzen küsst

    Dass ihre Kinder sich frei entwickeln können, wünschen sich wohl die meisten Eltern. Oft stößt dieser Wunsch jedoch auf Schranken. So auch, wenn Kinderbücher ausschließlich von heterosexuellen Paaren bevölkert werden. Eine Anregung, nach Kinderbüchern zu suchen, in denen der Prinz mal den Prinzen...
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    Rassismus 2.0: "Cyber-Racism"

    Oft wird das Internet als das demokratisierendes Medium schlechthin betrachtet. Doch im Schatten der Anonymität brechen sich viele Ressentiments Bahn. Wie kann man damit umgehen?
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    Ladenschluss Jetzt! Kommunale Handlungsstrategien im Umgang mit Rechtsextremer Infrastruktur

    Stellen Sie sich vor: in Ihrer Wohngegend hat ein Laden eröffnet, wo Modemarken verkauft werden, die bei Neonazis beliebt sind. Egal ob Sie Bezirksbürgermeisterin oder Anwohner sind: Sie selbst können die Initiative ergreifen. Aber wie? Und was genau unternehmen? An wen sollen Sie sich wenden?...
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  • Um Rat gefragt

    Wo Lehrer auch mal Schüler sein dürfen

    Die Plattform aus-der-geschichte-lernen.de ist online gegangen. Mit vielen Unterrichtsmaterialien und Möglichkeiten zur Interaktion macht sie den Geschichtsunterricht spannend. Auch Pädagoginnen und Pädagogen können mit ihr noch etwas lernen. Ab in die Schule!
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(rechte) Kleidungsmarken

Viele der Kleidungsmarken, die für rechtsextreme Kreise als sogenanntes szenetypisches Erkennungs- und Abgrenzungsmerkmal dienen, haben diesen Ruf gar nicht verdient. So kämpfen beispielsweise die englischen Marken ‚Fred Perry’ und ‚Lonsdale’ seit Jahren erfolgreich gegen ein derartiges Image an. Aber auch andere Hersteller sind unverschuldet zum Bestandteil der rechten Szene geworden:

1.) New Balance / Helly Hansen / Alpha Industries

Das Markensymbol des Sportschuhherstellers New Balance - ein aufgenähtes N – wird von Neonazis als Nationalsozialist/-mus interpretiertoder bzw. ähnelt der "Zündel-Rune" des kanadischen Holocaustleugners Ernst Zündel. So wird ein szenekompatibles, aber trotzdem ziviles und seriöses Auftreten ermöglicht. Die Schuhmarke ist allerdings weit verbreitet und kann so nicht als zwingend „rechts“ gedeutet werden.

Auch die Sportmarke Helly Hansen wurde gern von Rechten getragen, offensichtlich wegen den Initialen HH (Heil Hitler). Seitdem sich die Marke in HipHop Kreisen etabliert hat, nimmt die Bedeutung in der rechten Szene aber deutlich ab.

Die Marke Alpha Industries wurde vorübergehend gern von „Rechten“ getragen, weil das Logo eine gewisse Ähnlichkeit mit dem verbotenen Zivilabzeichen der SA aufweist. Die Marke ist nicht mehr (so) beliebt, da es sich nicht um eine deutsche, sondern um eine amerikanische Marke handelt und die Szene sich tendenziell unauffälliger kleidet.

2.) Dobermann / Pitbull / Troublemaker / Pro Violence

Diese vier Marken sind sowohl in der Hooligan- als auch in der Neonaziszene verbreitet. Die Markennamen und Symboliken bringen bewusst Aggressivität zum Ausdruck.

3.) einschlägige Neonazimarken.

Einige Marken werden allerdings auch direkt und ausschließlich für die rechtextreme Szene produziert. Oftmals sind auch Herstellung und Vertrieb in rechter Hand. Beispiele sind ‚Thor Steinar’ und ‚Consdaple’.

Typische Druckmotive sind Logos bzw. Schriftzüge rechtsextremer Musikprojekte wie Landser, Skrewdriver, etc.. Gern werden auch Motive verwendet, die einen Bezug zur Zeit des Nationalsozialismus herstellen: Entweder kodiert (z.B. Consdaple, aus dessen Wortmitte sich „NSDAP“ herauslesen lässt, "88" (=HH) als Zahlencode für "Heil Hitler", ebenso „28“(= BH) für die verbotene "Blood & Honour"-Bewegung) oder direkt (z.B. offene Rudolf Heß-Verehrung).

Hinzu kommen germanisch-mythologische Motive, die auf die angebliche Ahnengemeinschaft der Deutschen anspielen und zur Begründung völkischer Ideologiefragmente des deutschen Rechtsextremismus dienen. Dazu gehören Schriftzüge mit völkisch-germanischem Hintergrund wie "Walhalla", "Walküre", "Wotans Volk". Bedeutend sind weiterhin Aufdrucke mit Symbolen aus der germanischen Mystik, so die "Triskele", die "Schwarze Sonne" und das "Keltenkreuz". Solche Aufdrucke werden auch von Anhängern der germanischen Mystik getragen, die sich als "unpolitisch" definieren. Von einem Kontakt zur rechtsextremen Szene ist bei dieser Bekleidung trotzdem auszugehen, da sie oft nur über rechtsextreme Vertriebsstrukturen erhältlich ist.

Die Marken ‚Walhall’, ‚Sportfrei’ und ‚Erik&Sons’, lehnen sich ähnlich wie Thor Steinar an nordische Mythen an und sind unter Rechten beliebte ‚Insider-Marken’.

Christopher Egenberger / mut-gegen-rechte-gewalt.de

01.10.2007

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