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    Ladenschluss Jetzt! Kommunale Handlungsstrategien im Umgang mit Rechtsextremer Infrastruktur

    Stellen Sie sich vor: in Ihrer Wohngegend hat ein Laden eröffnet, wo Modemarken verkauft werden, die bei Neonazis beliebt sind. Egal ob Sie Bezirksbürgermeisterin oder Anwohner sind: Sie selbst können die Initiative ergreifen. Aber wie? Und was genau unternehmen? An wen sollen Sie sich wenden?...
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  • Um Rat gefragt

    Wo Lehrer auch mal Schüler sein dürfen

    Die Plattform aus-der-geschichte-lernen.de ist online gegangen. Mit vielen Unterrichtsmaterialien und Möglichkeiten zur Interaktion macht sie den Geschichtsunterricht spannend. Auch Pädagoginnen und Pädagogen können mit ihr noch etwas lernen. Ab in die Schule!
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    Geschichtsbilder jüdischer Migrantinnen und Migranten

    Was geschah mit den sowjetischen Jüdinnen und Juden nach der Shoah? Eine Gruppe von Geschichtsinteressierten Antifaschist/innen, wie sie sich selbst betiteln, fragt Überlebende in der Broschüre „Geschichtsbilder jüdischer Migrant_innen aus der ehemaligen Sowjetunion in der Bundesrepublik und...
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    "Dunkelfeld" beleuchtet extrem rechte Lebenswelten

    Rechtsextremismus lässt sich nicht allein anhand von Wahlergebnissen, Mitgliederzahlen und Kriminalstatistiken messen. Betroffene und Personen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren, erleben Tag für Tag eine andere Problemdimension. Sie sehen sich mit Einstellungen konfrontiert, die tief...
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    Dissen - mit mir nicht!

    Ein Ratgeber hilft Jugendlichen, die in der Schule, im Praktikum, bei der Lehrstellensuche, in der Ausbildung oder bei Vorstellungsgesprächen diskriminiert werden. Dazu gibt es einen Wettbewerb „Kreativ gegen Rassismus und Diskriminierung“ in Köln.
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    NPD-Schulhof CD 2009 – Ein Argumentationsleitfaden für Demokratie und Vielfalt

    Einen neuen Argumentationsleitfaden gegen die NPD-Schulhof-CD „BRD vs. Deutschland“ bietet die RAA Berlin, das Violence Prevention Network und Exit- Deutschland zum Download an.
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    Das Buch gegen Nazis

    Das "Netz gegen Nazis" gibt es jetzt auch in Buchform: Heute erscheint "Das Buch gegen Nazis" von ZEIT-Autor Toralf Staud und Holger Kulick von mut-gegen-rechte-gewalt.de, das auf Netz-gegen-Nazis-Inhalten basiert. Am 26. August gibt es die erste Lesung zum Buch in Leipzig.
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    Eine Software gegen den Antisemitismus

    Rezension der CD-Rom „Gegen Antisemitismus“. Eine Unterrichtssoftware vom Zentrum für Antisemitismusforschung Berlin, LISUM Berlin-Brandenburg und dem American Jewish Committee.
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  • Bücher

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom?

    Der MUT-Tipp des Monats: Töplitz in Brandenburg. Ein junges Mädchen berichtet aus der Zeit in der sie dort einer rechtsextremen Gruppierung angehörte. Die DVD junger Mädchen bietet lehrreiche Einblicke und wirft Fragen an uns alle auf. Ein Projekt des Jugendfördervereins Mikado.
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  • Um Rat gefragt

    Neue Website über Orte der Erinnerung

    Ein zentrales Internetportal informiert seit Mitte Juli 2009 über die NS-Gedenkstätten in Berlin und Brandenburg. Dort gibt es eine Vielzahl solcher Nachdenkorte, die aber gerade unter jungen Leuten kaum noch bekannt sind. Dies soll sich nun ändern.
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Junge Freiheit

Die Junge Freiheit (JF) gilt als Hauptorgan und Sammelbecken der Neuen Rechten. Sie versucht, eine moderne Gesellschaftskritik von rechts außen zu etablieren.

Entstehung
Plumpe Ausländerfeindlichkeit und Hitlerhuldigung sucht man in der JF (Untertitel: Wochenzeitung für Politik und Kultur) vergeblich. Die Junge Freiheit erschien erstmalig 1986, zunächst zweimonatlich, seit 1994 wöchentlich. Von Schülern und Studenten gegründet, verbreiterte sie ihre Basis durch Zulauf aus Burschenschaften und der Deutschen Gildenschaft, Kooperation mit anderen neurechten Zeitschriftenprojekten und Veranstaltung von Lesekreisen, Diskussionsclubs und einer „Sommeruniversität“. Sie unterstützt Sammlungsbewegungen des rechten Parteienspektrums.

Taktik
Für die JF gibt es sowohl aus eindeutig rechtsextremen als auch aus konservativen Kreisen viel Anerkennung. Diese reicht bis hinein in CDU und FDP. Die Redaktion hat sich die links-alternative "Tageszeitung" zum Vorbild genommen, als deren rechtes Pendant er die JF etablieren möchte. Extrem rechte Positionen sollen aus der Stigmatisierung befreit und auf breiter Basis salonfähig gemacht werden.

Das intellektuelle Niveau ist für Publikationen rechter Art überdurchschnittlich. Die JF-Redaktion agiert professionell. Berührungsängste zu Ultrarechten scheint es dennoch nicht zu geben. Die Rubriken "Politik", "Hintergrund" und "Forum" nehmen einen großen Raum ein. Gern werden hier Aussagen Andersdenkender (etwa demokratischer Politiker) verkürzt wiedergegeben, so dass sie scheinbar rechtsextreme Positionen unterstützen (z.B. in der Debatte um das Zuwanderungsgesetz). Ebenso wichtig sind Kommentare, Leserbriefe und Interviews mit rechtskonservativen Intellektuellen. Dies spiegelt die Meinungsbildungsfunktion der Jungen Freiheit wider. Der Kulturteil bildet den zweiten Schwerpunkt des Blattes, das Thema Wirtschaft ist unterrepräsentiert.

Überzeugung
Ziel bleibt die von dem französischen Philosophen Alain de Benoist propagierte "Kulturrevolution von rechts", die angenommene Dominanz des linken und liberalen Zeitgeistes soll zurückgedrängt werden. Kritisiert wird in der JF z.B. der angeblich herrschende "Egalitarismus", der "Identitätsverlust Europas" und die "One-World-Idee". Es wird zudem die Vision eines neuen "edlen" Nationalismus, wirtschaftlich sicherer und moralisch reiner Verhältnisse ohne fremde Einflüsse aufgebaut. Dem Staat sollen neue Aufgaben zukommen. Dazu muss die Geschichte neu begriffen und die vorgehaltene vergangene Schuld abgelegt werden.

Die Junge Freiheit als unabhängige rechte Zeitung, die im Kiosk erhältlich ist, beweist, dass ein rechter Markt entstanden ist, der sich nicht mehr nur mit platten Phrasen zufrieden gibt. Allerdings ist die JF ein wirtschaftlicher Misserfolg. Den Chefideologen ist es mit Hilfe ihrer Medienorgane glücklicherweise noch nicht gelungen, eine breite Öffentlichkeit von ihrem "Kulturkampfprojekt" zu überzeugen.

Das Landesamt für Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen warf der JF vor, rechtsextremistische Ziele zu verfolgen. Ob dies statthaft ist, wurde bis zum Juni 2006 juristisch gerungen und endete mit einem Vergleich. Die Redaktion ist bemüht, nicht als verfassungsfeindlich stigmatisiert zu werden und als neokonservativ wahrgenommen zu werden.

Ins Umfeld der "Jungen Freiheit" gehört das "Institut für Staatspolitik".
Standpunkte. Erziehung für Demokratie • gegen Rechtsextremismus, CD-Rom für LehrerInnen. RAA Berlin e.V. / LISUM 2002

01.10.2007

Kommentare

Dieser Beitrag zeigt, das ihr Portal eine ziemlich schlampig zusammengestellte Auswahl von subjektiven (Fehl-)einschätzungen ist. Ich möchte hier auf die Schnelle nur einige wenige darstellen:

1. Derr Untertitel der Zeitung heißt "Wochenzeitung für Politik und Kultur".
2. Schon seit etlichen Jahren existiert keine JF-Östereich mehr. Die heißt mittlerweile "Zur Zeit" und von ihr hat sich die JF vor kurzem erst wegen NPD-Nähe distanziert.
3. Die JF gibt eine Druckauflage von 25.000 und nicht 40.000 an (siehe Mediadaten).
4. Es sollen überhaupt keine extrem rechten Positionen gesellschaftsfähig gemacht werden. Die JF hat sich etwa klar von NPD (siehe Bruch mit "Zur Zeit", Voigt-Interview und entsp. Kommentare, Holocaustleugnung (siehe Trennung von Molau vor über 10 Jahren), Antisemitismus (siehe Löwenthal-Preis, sowie Liste jüdischer Autoren) distanziert.
5. Es gibt überhaupt kein ideologische Linie oder ein Programm der Zeitung. Die JF vertritt ein breites Spektrum an politischen Einstellungen, welches von christliche-konservativen über nationalliberale, rechtskonservative bis hin zu Ökofundamentalistischen oder Sozialpatriotischen Positionen reicht. Dementsprechend sind Autoren und Leser der Zeitung nicht anders als bei der taz in vielen Parteien aktiv.

Die SPD ist da mit einer realistischen Einschätung schon wesentlich weiter:
http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1120

Ich muss meinem Vorredner nur zu stimmen. Die JF hier darzustellen als eine Art rechtsextreme Parteizeitung ist völliger Schwachsinn. Ihre Vokabeln "Chefideologen" und "Kulturkampf" sind typische, im linken Lager verhaftete Ausdrücke. Auch die Verhandlung vorm Verfassungsgericht geben Sie hier falsch wieder. Sie lügen sich hier etwas zusammen, wahrscheinlich um über ihre eigene extremistische Einstellung, die allerdings auf der anderen Seite des Spektrums beheimatet ist, hinweg zu täuschen. Undifferenzierter Müll.

Ich bin sehr enttäuscht, dass der Artikel offensichtlich nicht zwischen Rechtsextremismus und dem demokratischen Konservatismus der Jungen Freiheit unterscheiden will. Die zahlreichen sachlichen Fehler sprechen darüber hinaus nicht gerade für den Autor.

Es reicht die Besucherkommentare auf der Webpraesenz der JF durchzulesen um zu erkennen welche Klientel da bedient wird.

Und die einzige spektrale Breite die in der JF auszumachen ist bezieht sich eindeutig auf den politisch rechten Rand und einige Alibi-demokraten.

Der Begriff ("Wert-)Konserverativ"dient fuer dieses "Spektrum" nur als Chriffre fuer ihre bisher unter "Rechtsextremismus/Neo-nazionalismus" verzeichneten Einstellungen.

In einem Punkt muss ich dem Autor jedoch ebenfalls widersprechen. Die Sprache die dieses Medium nutzt ist weder "intellektuell" noch "geistreich"...ihr Ursprung (als Schuelerzeitung) ist leicht wahrzunehmen...

Den größten Schaden in den Köpfen richten die Rechtsradikalen an. Den größten Schaden für den Staat die Linksradikalen.Wozu gehört MUT ? Die Junge Freiheit ist auf jeden Fall nicht radikal. Sie klärt für das rechte Spektrum auf und das fundiert. Mir sind rechte Werte auf jeden Fall lieber als das Chaotentum der Linken !!

Endlich sprichts mal jemand aus!

Was im Mittelalter mit dem Wort "HEXE" sofort an den gesellschaftlichen Rand geführt wurde und gehetzt und gejagt wurde, wird heute nicht "Hexe" sondern "Rechts" genannt. Wenn gewisse Kommis die Wahrheit nicht vertragen können... tja. Links gerichtete Zeitungen schreiben ja auch nur das was sie für richtig halten, meistens aber nicht kpl fundiert.

Wer verbietet hat Angst, sage ich nur!

Einer Meinungs- sowie Pressefreihet zuzustimmen heißt auch als linker Meinungen aus dem rechten Lager zu dulden. Darunter zählt auch die Pressefreheit für ein konservatives Blatt wie die JF. Alles andere bedeutet Kontrolle.

Dieser Artikel ist wirklich absolut tendenziös. Was in Deutschland heute schon als rechts gilt ist einfach lachhaft.
Vermutlich würden heute auch Willy Brandt und Helmut Schmidt vom Verfassungsschutz beobachtet.

Gute Nacht.

Wurde die Junge Freiheit in der Vergangenheit als rechtsradikal bezeichnet, handelte es sich dabei fast immer um linksextreme Medien. Dies scheint immer noch ein zuverlässiger Indikator zu sein.

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