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Chronik der Gewalt

Chronik der Gewalt

19.05.2013
Berlin
Berlin

Eine 36-Jährige Frau wurde am Sonntag in der Straßenbahnline 10 in Friedrichshain von einem Unbekannten beschimpft und bespuckt - weil sie in ausländischer Sprache telefonierte. Der Mann beleidigte sie mit fremdenfeindlichen Sprüchen. Er soll in Begleitung zweier Kinder gewesen sein.

17.05.2013
München
Bayern

Urin und Kot vor der Tür, Nazisprüche auf Fensterscheiben: Seit in München der NSU-Prozess läuft, sind mehrere Einrichtungen Opfer von Einschüchterungsversuchen vermutlich aus der rechten Szene geworden. Besonders heftig traf es eine Rechtsanwaltskanzlei, die vor Gericht die Angehörige eines Mordopfers vertritt.

Während vor dem Oberlandesgericht der NSU-Prozess läuft, haben vermutlich rechtsextreme Täter Nazi-Gegner attackiert, darunter eine Rechtsanwaltskanzlei. Diese vertritt eine Angehörige eines NSU-Mordopfers als Nebenklägerin vor Gericht. Das Büro wurde Ziel einer Fäkalattacke: Am Montagmorgen war nach Informationen der Süddeutschen Zeitung der Bereich vor der Bürotür großflächig mit Kot und Urin verschmiert. Dass dies zufällig geschah, ist unwahrscheinlich. Die Kanzlei ist im zweiten Stock eines Geschäftshauses. Ein Wohnprojekt im Westend - in jenem Viertel, in dem der NSU einen Mord verübte - sowie die Geschäftsstelle des Bayerischen Flüchtlingsrats wurden insgesamt sieben Mal attackiert. Hier kam es vor allem zu Sachbeschädigung.

Der Staatsschutz der Polizei vermutet hinter den Übergriffen gegen Flüchtlingsrat und Wohnprojekt Rechtsextreme, hat nach eigenen Angaben aber noch keine Täter ermittelt. Laut Sprecher Wolfgang Wenger sieht die Polizei keinen Trend: "Wir nehmen nicht wahr, dass die rechte Szene insgesamt aktiver wird." Man werte die Taten bisher als Einzelfälle. Im täglichen Pressebericht hatte die Polizei keinen der Vorfälle gemeldet.

Die jüngste Sachbeschädigung geschah in der Nacht zum vergangenen Donnerstag, Ziel war ein Wohnhaus in der Ligsalzstraße, dessen Bewohner sich gegen Rassismus engagieren. Gegen zwei Uhr wurde eine Frau durch Klatschgeräusche an die Hauswand geweckt, sie sah zwei Personen davonlaufen. Die beiden hatten schwarze und rote Farbbeutel gegen die weiße Fassade geworfen. Dabei wurden auch ein Nachbarhaus, der Fußweg und zwei Autos verschmutzt.
Begonnen hat die Serie der Übergriffe gegen das Haus mit seinen drei Wohngemeinschaften am 8. Mai. Mindestens eine schwarz gekleidete Person warf mehrere rohe Eier gegen die Fassade und ein Fenster. Ziel war auch eine Gruppe von Bewohnern, die gerade im Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss, einem ehemaligen Laden, zusammensaß: Mehrere Eier flogen durch die offene Tür. Ein paar Tage später entdeckten Bewohner, dass in die Fensterscheibe "Anti-Antifa" geritzt worden war, eine Selbstbezeichnung militanter Neonazis. Am Mittwochmorgen wurde dann noch eine der Scheiben des früheren Ladens eingeworfen, in dem auch öffentliche Veranstaltungen stattfinden.

Ähnliches geschah im Büro des Flüchtlingsrats in der Augsburgerstraße. Nach der Großdemonstration gegen Neonazis Mitte April wurde auch dort eine Scheibe zerstört, genau an der Stelle, wo sich ein Plakat zur Demo befand. Vergangenen Freitag wurden in zwei Scheiben die Worte "NS jetzt" und "Anti-Antifa" geritzt. Bereits Anfang April war ein junges Pärchen dabei beobachtet worden, wie es zahlreiche Aufkleber des "Freien Netzes Süd", einem Neonazinetzwerk, auf die Schaufenster klebte.

Mit ihren Aktionen wollen Rechtsextreme offenbar gezielt Nazi-Gegner einschüchtern, vor allem mit den Attacken auf das Wohnhaus. "Die wollen, dass wir uns unwohl fühlen", sagt eine Bewohnerin in der Ligsalzstraße. "Wir lassen uns aber nicht einschüchtern. Wir sind ein offenes Haus und wollen das auch bleiben." Besonders perfide ist der Fäkalanschlag auf das Anwaltsbüro: Indirekt werden damit die Opfer der nationalsozialistischen Terrorzelle getroffen.

17.05.2013
Berlin
Berlin

Zwei Jugendliche wurden in der Nacht zum vergangenen Freitag an der Kreuzung Danziger Straße/Greifswalder Straße von drei Unbekannten angegriffen und verletzt. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund für die Tat könne nicht ausgeschlossen werden, meldet die Polizei.

Die beiden Opfer, ein 17-jähriger dunkelhäutiger Berliner und ein 18-Jähriger türkischer Herkunft, waren laut Polizeibericht schon während ihrer Fahrt mit der M10 von den drei Männern angepöbelt worden. Nachdem alle an der Kreuzung die Bahn verlassen hatten, entledigten sich die Täter erst ihrer Oberbekleidung und griffen die Jugendlichen dann an: Während zwei den 17-Jährigen brutal am Pullover zurückrissen und festhielten, schlug der Dritte dem 18-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Das jüngere der Opfer erlitt dabei leichte Verletzungen, der Ältere eine Platzwunde.

Erst als sie die Sirenen der von Zeugen alamierten Polizei hörten, ergriffen die Schläger die Flucht. Sie werden als 30 bis 35 Jahre alt und kräftig bzw. muskulös beschrieben. Zudem habe alle sehr kurze Haare bzw. eine Glatze. Nun ermittelt der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes.

11.05.2013
Hermsdorf
Thüringen

Ein Germanistik-Student aus dem Sudan ist in Hermsdorf von vier Männern überfallen worden. Der 33-Jährige sei am Samstag vor einem Einkaufcenter zunächst von den Männern angesprochen worden, die ihn dann aufforderten, Handy und Geld herauszugegeben.
Als der Sudanese versuchte, per Handy einen Notruf abzusetzen, schlug ihm einer der Täter ins Gesicht und entriss ihm das Telefon, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Danach verließ die Gruppe den Tatort. Die Polizei konnte kurz darauf zwei der mutmaßlichen Täter - einen 34-Jährigen und einen 16-Jährigen - stellen.

Bei der Durchsuchung des älteren Tatverdächtigen wurden das geraubte Handy und ein Messer gefunden. Der Mann soll nach bisherigen Erkenntnissen am selben Tag weitere Straftaten gegen andere Personen begangen haben. Laut Polizei liegen Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Bedrohung vor. Die Stadtanwaltschaft Gera stellte Antrag auf Haftbefehl. Das Amtsgericht Stadtroda ordnete am Sonntag Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Gera an.
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) habe mit Entsetzen von dem Übergriff auf den ausländischen Studenten erfahren, sagte Regierungssprecher Peter Zimmermann . "Thüringen ist ein weltoffenes Land, in dem Menschen aller Kulturen und Religionen und jeder Herkunft willkommen sind." Lieberknecht habe der Polizei und den Justizorganen für das schnelle und effektive Eingreifen gedankt.

11.05.2013
Berlin
Berlin
Quelle: 

Rassistischen Beleidigungen sah sich Samstag Mittag ein 54-Jähriger in Waidmannslust ausgesetzt. Der dunkelhäutige, aus Sri Lanka stammende Mann stand kurz nach 13 Uhr auf dem Bahnsteig der S-Bahnstation Waidmannslust, als ihn eine Frau beleidigte. Im Anschluss hetzte sie ihren Hund auf den Mann, der sich aber vor dem Vierbeiner in Sicherheit bringen konnte und unverletzt blieb. Die Unbekannte soll dann mit dem Tier in eine in Richtung Wannsee fahrende S-Bahn gestiegen sein. Die Ermittlungen zu ihr dauern an.

09.05.2013
Potsdam
Brandenburg

Neonazi-Parolen zum Herrentag: Am Donnerstag musste die Polizei zu drei Einsätzen ausrücken, weil vor allem aus jungen Männern bestehende Gruppen rassistische Beschimpfungen grölten oder rechtsextreme Musik hörten.
 
Der erste Vorfall ereignete gegen 14.45 Uhr in der Brandenburger Straße. Zeugen hätten zwölf Radfahrer beobachtet, wie sie mehrmals „Sieg Heil“ skandierten und am Luisenplatz ausländisch aussehende Passanten fremdenfeindlich beschimpften, teilte die Polizei am Freitag mit. Auch der Hitlergruß sei gezeigt worden. Gegen die zwölf Männer im Alter zwischen 22 und 36 Jahren – sie kommen aus Potsdam und Umgebung – werde unter anderem wegen Volksverhetzung ermittelt. Bisher sei keiner der Verdächtigen wegen ähnlicher Delikte polizeilich bekannt. Gegen sieben Personen würden zudem wegen Fahrens unter Alkohol ermittelt, da sie den für Radfahrer zulässigen Grenzwert von 1,6 Promille überschritten hatten. Nach den Vernehmungen seien die Männer am frühen Freitagmorgen aus dem Gewahrsam entlassen worden.

Einen Platzverweis erhielten gegen 15.30 Uhr 27 Personen zwischen 19 und 29 Jahren, die auf einer Wiese im Park Am Neuen Garten saßen und dort einen Pavillon aufgestellt hatten. Zeugen hätten die Polizei gerufen, nachdem sie „Sieg Heil“-Rufe und rechtsextreme Musik aus einem mitgebrachten Bollerwagen gehört hätten. Auch in diesem Fall werde unter anderem wegen Volksverhetzung ermittelt, hieß es. Die Polizei beschlagnahmte einen Laptop, von dem die Musik abgespielt wurde. Zwei Männer seien bereits früher wegen rechter Delikte aufgefallen, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage.

Auch in der Waldstadt alarmierten Anwohner des Kiefernrings die Polizei, nachdem dort eine Gruppe Radfahrer gegen 20.30 Uhr rechtsradikale Parolen gebrüllt und bei der dortigen Stadtteilbibliothek mehrere Mülltonnen umgeworfen habe. Allerdings konnte die Polizei vor Ort keine Verdächtigen mehr finden, wie die Behörde einräumte. Es würden noch Zeugen der Tat gesucht, so die Polizei.

09.05.2013
Teterow
Mecklenburg-Vorpommern
Quelle: 

NDR

Drei junge Männer waren in der Nacht durch die Stadt gezogen und hatten dabei Nazi-Parolen gebrüllt und randaliert. Auch an anderen Orten Mecklenburg-Vorpommerns war die Polizei im Dauereinsatz am sogenannten "Herrentag". Gegen Mitternacht mussten Polizisten eine Party von 30 Leuten auf dem Markt in Schwaan beenden. Zuvor griffen sie bei einer Massenschlägerei in Teschow ein. In der Rostocker Kröpeliner-Tor-Vorstadt brannten in der Nacht an zwei Stellen Mülltonnen. In der Wismarer Innenstadt warfen Betrunkene mit Pyrotechnik und beleidigten Polizeibeamte. Die Rettungsleitstelle verzeichnete ungezählte Einsätze wegen hilfloser oder nach Schlägereien verletzter Personen. In Westmecklenburg reichten zwischenzeitlich sogar die Rettungswagen nicht aus. Aus dem Umland mussten weitere Fahrzeuge geordert werden.

09.05.2013
Berlin
Berlin
Quelle: 

BZ

Mit einer Bierflasche und Pfefferspray gingen zwei Männer am Mittwochabend auf andere Fahrgäste los und riefen rechte Parolen. Gegen 22 Uhr hatte ein 50-Jähriger die beiden jungen Männer darum gebeten, etwas ruhiger zu sein, teilte die Polizei mit. Daraufhin stürzte sich der 23-Jährige auf ihn, sein Begleiter (20) schlug dem Mann mit einer Bierflasche auf den Kopf und sprühte ihm Pfefferspray ins Gesicht. Ein anderer Fahrgast (35) eilte zur Hilfe. Er brachte den 23-jährigen Angreifer zu Boden, woraufhin auch er von dem anderen Täter mit dem Pfefferspray angegriffen wurde. Einer der beiden Verdächtigen rief fremdenfeindliche Parolen, dann flohen die Männer an der Haltestelle "Hochschule für Wirtschaft und Technik" aus der Tram. Die Polizei konnte sie kurze Zeit später festnehmen. Der 50-Jährige kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus, sein Helfer lehnte eine ärztliche Versorgung ab.

09.05.2013
Kosel
Schleswig-Holstein

Am Himmelfahrtstag haben rund ein Dutzend Rechtsradikale im Koseler Ortsteil Bohnert bei Eckernförde eine dort lebende Familie iranischer Herkunft in Angst und Schrecken versetzt. Nach Auskunft der Polizei pöbelten einige der Männer, machten den Hitlergruß, riefen Naziparolen und warfen Knallkörper auf das Haus der Familie. Die hinzugerufenen Polizisten erstatteten Anzeige wegen Verwendens von Nazi-Kennzeichen.

Das Ehepaar, das kurz vor der Eröffnung eines Landgasthofs steht, hatte zunächst an Vatertagsrandale gedacht, als die angetrunkenen Männer sich bemerkbar machten. Dann jedoch flogen Böller auf den Hof, außerdem seien die Eigentümer mit Worten bedroht worden, wie ein von den Iranern hinzu gebetener Bohnerter Zeuge berichtet. „Das war kein Dummer-Jungen-Streich, sondern eine geplante Aktion“, vermutet er. Das iranische Paar verließ mit seinen beiden kleinen Kindern am selben Tag aus Angst das Haus.

Die beiden zunächst erschienenen Polizeibeamten aus dem benachbarten Rieseby hätten Verstärkung aus Eckernförde angefordert, weil die Gruppe aggressiv aufgetreten sei. Auch Tränengas und ein Polizeihund hätten die Männer nicht einschüchtern können. Es sei zu Rangeleien mit den Beamten gekommen. Ein Stück weiter oben am Radweg hätten unterdessen zwei Pkw gewartet, und einige der Männer hätten ihre Rucksäcke in eines der beiden Autos, einen grünen Lieferwagen, geworfen, dann seien die Fahrzeuge davongefahren.

Fünf der Männer seien in Rieseby aus der Neonaziszene bekannt, sagte der Bohnerter weiter. Der Fall liegt jetzt bei der Kieler Kriminalpolizei, deren Sachbearbeiter am Freitag für eine Bestätigung nicht zu erreichen war.

Bereits vor einigen Jahren hatte es aus Rieseby Schlagzeilen wegen Neonazi-Aktionen gegeben. Doch formierte sich dagegen ein breiter Widerstand aus der Bevölkerung. Dies trifft nun auch auf Bohnert zu. Dort hat sich in Windeseile unter dem Bohnerter Karl Walther eine Nachbarschaftshilfe aufgebaut. „Ich freue mich sehr auf die baldige Eröffnung der Gastwirtschaft!“, betonte Karl Walther. Dem iranischen Paar sei inzwischen aus dem Dorf schon viel moralische Unterstützung zuteil geworden.

08.05.2013
Berlin
Berlin
Quelle: 

Neonazis grölten in der Nacht zum Himmelfahrtstag volksverhetzende Parolen. Eine Anwohnerin hat am Mittwochabend 20 bis 30 junge Leute auf der Wiese im Park gesehen und gehört, wie diese laute Nazi-Musik abgespielt hätten. Sie brüllten „Sieg Heil“ „Deutschland den Deutschen“, „Ausländer raus“ und „Tod den Ausländern“, sagt sie.
 
Die 55-Jährige erzählt, dass sie gegen 23.30 Uhr bei der Polizei angerufen habe. „Nichts passierte.“ Nach einer Weile habe sie noch einmal angerufen. Zwischen 0.15 und 0.30 Uhr seien dann zwei Polizisten gekommen. „Sie sprachen mit den Leuten und gingen. Dann ging es wieder los.“ Nach dem zweiten Notruf hätten sich die Polizisten gegen 1.30 Uhr am Parkeingang postiert und gewartet. „Währenddessen tönten die Naziparolen weiter. Da war nichts misszuverstehen“, sagt Diana D. „Dann sind die Beamten runter gegangen. Die Neonazis reagierten sehr aggressiv auf die Polizisten, die auch mit Hunden kamen.“ Später hätten sich die Nazis oberhalb des Parks selbstbewusst bis drei Uhr morgens ausgetobt.

Beunruhigend findet Diana D., dass sich in der Nachbarschaft nichts geregt habe. Deshalb hängte sie am Sonnabend im Park Zettel auf und lud zum Nachbarschaftstreffen ein: Sonntag, 12 Uhr, auf der Wiese. Es sind dann eine ganze Menge Leute erschienen – mehr als Diana D. erwartet hat. Sie diskutieren, was zu tun sei. An den Polizeiabschnitt wolle man sich wenden und an Politiker. „Eine Telefonkette“, schlägt jemand vor. Man tauscht Nummern aus. So könne man beim nächsten Vorfall mit Nazis das weitere Vorgehen abstimmen. Zum Beispiel zahlreich bei der Polizei anrufen. „Wenn die Anrufe von mehren Leuten kommen, reagiert die wenigstens“, sagt eine Frau.

Im Ergebnis der Versammlung entschließt sich Diana D. dazu, mit einem anderen Anwohner, der die Parolen auch wahrnahm, am Nachmittag Anzeige zu erstatten. Die Polizei ermittelt seitdem wegen des „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“.

Bis dahin war aus Sicht der Polizei nichts Besonderes passiert. Laut Pressesprecher Martin Dams kamen die Beamten auch nicht zu spät. Im Notrufprotokoll stehe, dass um 23.13 Uhr zwei Personen beim Notruf 110 angerufen hätten. Auch von einem Handy kam zu dieser Zeit ein Notruf. 15 Minuten später seien zwei Funkwagen eingetroffen – ohne Blaulicht, weil keine Eilbedürftigkeit vorgelegen habe. „Die Beamten haben zwei Personengruppen überprüft, konnten aber nichts feststellen“, sagt der Sprecher. Sie hätten sich dann ins Auto gesetzt und seien aber noch da geblieben.

Um 23.45 Uhr seien die Beamten weitergefahren. Um 0.25 Uhr gab es laut Dams wieder einen Notruf wegen Lärms durch mehrere Jugendliche. Wieder sei die Polizei hingefahren und habe rund zehn Personen angetroffen. „Beim Eintreffen der Polizei war es jedoch ruhig“, so Dams. Die Beamten, die dieses Mal von einer Hundestreife begleitet wurden, drohten den Jugendlichen mit Platzverweisen, wenn es nochmal zu einem Einsatz kommen würde.

Aus Sicht der Polizei war also alles in bester Ordnung.
 

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