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Mutmacher

Zehn Initiativen für den Sächsischen Förderpreis nominiert

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Hygiene Museum


Am 13. Oktober wurden von der Jury zehn Initiativen aus Sachsen für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie nominiert.
Die Verleihung findet am 9. November im Dresdner Hygiene Museum statt.

Am 9. November 2011 wird zum fünften Mal der Sächsische Förderpreis für Demokratie verliehen. 67 Initiativen haben sich in diesem Jahr für den Preis beworben, aus denen nun zehn für eine Prämierung nominiert wurden. Der Jury gehörten Dr. Dorothee Freudenberg, Anetta Kahane , Sebastian Krumbiegel, Rupert von Plottnitz, Wolfgang Tiefensee, Bastian Wierzioch und Prof. Dr. Andreas Zick an.

"Für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie konnten sich sächsische Initiativen ohne Einschränkungen und Bedingungen bewerben. Die Teilnahme von 67 Initiativen verdeutlicht dabei den ungebrochenen Zuspruch von Seiten der sächsischen Zivilgesellschaft. Die außerordentlich rege Beteiligung bestätigt, dass der Bürgerpreis der sächsischen Landesregierung den etablierten Sächsischen Förderpreis für Demokratie nicht ersetzen kann", sagt Anetta Kahane , Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung.

"Die sächsische Landesregierung hat sich zuletzt vor allem durch die Schwächung der Zivilgesellschaft hervorgetan, etwa durch die Einführung der Extremismusklausel oder die massenhafte Abfrage von Handydaten im Zusammenhang mit den Anti-Nazi-Protesten im Februar 2011. Die Auslobung eines 'Bürgerpreises' ist in dieser Situation äußerst scheinheilig, nicht zuletzt weil es auch schon seit 2007 einen anerkannten Demokratiepreis in Sachsen gibt", sagt Rupert von Plottnitz, Vorsitzender des Stiftungsrats der Sebastian Cobler Stiftung.

"Die rassistisch motivierten Morde an Kamal Kilade im Oktober 2010 und an Marwa El-Sherbini im Juli 2009 verdeutlichen das erschütternde Maß rassistischer Gewalt in Sachsen. Es ist dringend erforderlich, diejenigen entschieden zu fördern und zu würdigen, die sich beständig gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus engagieren und vor Ort auch gegen lokale Widerstände für eine demokratische Kultur eintreten. Vor diesem Hintergrund hat die Jury würdige Initiativen für eine Auszeichnung ausgewählt", sagt Dr. Dorothee Freudenberg, Kuratoriumsmitglied der Freudenberg Stiftung.

Die zehn nominierten Projekte sind:
AG Asylsuchende Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
• AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus, Dresden
• Augen auf e.V., Zittau/Löbau
• Buntes Bürgerforum für Demokratie Limbach-Oberfrohna
• Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region
• chronik.LE, Leipzig
• Firma Klausels, Löbau
• Initiative "Bunter Schall als Widerhall", Vierkirchen
• RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V.
• Sprungbrett e.V. und der InitiatorInnenkreis des Riesaer Appells

Die Verleihung des Sächsischen Förderpreises findet am 9. November im Deutschen Hygiene-Museum Dresden statt. Zwei Hauptpreise je 5.000 Euro und acht Anerkennungspreise je 1.000 Euro werden dann an die nominierten Initiativen in Anerkennung ihres Engagements gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus und für die Stärkung der demokratischen Kultur übergeben. Die Laudatio wird der DGB Vorsitzende Michael Sommer halten.

Foto: Deutsches Hygiene-Museum, von Christiane Necker, via Flickr, cc

 

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