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  • Meldungen

    Chaos um "Aktion Noteingang"

    Die Berufsbildenden Schulen „Conrad Tack“ in Burg, Sachsen-Anhalt, wollten mit dem Aufkleber „Aktion Noteingang“ zeigen, dass Betroffene von rassistischer Gewalt bei ihnen Hilfe finden. Doch genau dieses Vorhaben wurde jetzt vom Landratsamt, dem Träger der Schule, aus Imagegründen untersagt....
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  • Meldungen

    Unpolitischer Fußballrock?

    Darunter fällt die Band „Kategorie C- Hungrige Wölfe“ sicherlich nicht. Die meisten Texte sind rassistisch und Gewalt verherrlichend, zudem bestehen enge Verbindungen zur neonazistischen Szene. In Berlin wurde letztes Jahr ein Konzert von KC verhindert. Für den Herbst sind wiederum Konzerte geplant.
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  • Reportagen

    Dresden in Bad Nenndorf?

    Am 14. August wollen mehr als Tausend Neonazis durch Bad Nenndorf marschieren, um die Geschichte zu verdrehen. Ihre Gegnerinnen und Gegner wollten dies mit einer Blockade verhindern. Durch einen üblen Urteilsspruch verbietet das Verwaltungsgericht Hannover nun die Gegendemonstration.
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  • Reportagen

    Neonazis in Dortmund – Hochburg der „Autonomen Nationalisten“

    Dass die Dortmunder Neonaziszene eine der bundesweit aktivsten ist, ist mittlerweile auch außerhalb der Dortmunder Stadtgrenzen bekannt. Besonders nach dem Überfall auf eine Demonstration des DGB am 1. Mai 2009, sprechen sogar Lokalpolitiker offen über die Problematik mit der hiesigen...
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  • Reportagen

    Clown Ferdinand und die NPD

    Die Absage des NPD-Kinderfestes in Anklam von Seiten der Stadt führte zu einem Demonstrationsaufruf der NPD am 31.07. Kinder und Familien sind zentrale Themen der rechtsextremen Ideologie mit welchen sie seit Jahren versuchen sich möglichst bürgerlich zu präsentieren.
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  • Meldungen

    Rathäuser für Rassistinnen und Rassisten?

    Die Berliner Bürgermeisterinnen und Bürgermeister versuchen seit einem gemeinsamen Beschluss im Januar, öffentliche Räume nicht an Verbände und Parteien mit rechtsradikalen oder rechtspopulistischen Inhalten zu vermieten. Doch NPD und Pro Deutschland hatten mit Klagen vor Gericht Erfolg. Der Pro...
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  • Reportagen

    Wo war Gera?

    Am letzten Samstag fand in Gera das Neonazi-Festival „Rock für Deutschland“ statt. Viele der Gegendemonstrantinnen und Gegendemonstranten kamen von außerhalb. Eine Reportage aus einer Stadt, die ihr Problem noch nicht wirklich erkannt hat.
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  • Meldungen

    Im Norden viel Neues

    Im Landkreis Harburg kam es im Frühjahr zu mehreren Neonaziangriffen auf alternative Jugendliche. Die Polizei bagatellisiert die Vorfälle als Rangeleien zwischen Jugendlichen, obwohl Neonazis in der Region wahrlich kein neues Phänomen sind, wie ein Aussteiger aus der Szene berichtet.
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  • Reportagen

    Spuren des Hasses

    Schweineköpfe, Glasscherben, Hakenkreuze: Manchmal hat Uwe Dziuballa die Schnauze voll. Sein Restaurant "Schalom" in Chemnitz gibt er dennoch nicht auf.
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  • Meldungen

    Rechtsextremismus bleibt auf hohem Niveau

    Im Jahr 2009 gab es 17.859 Straf- und Gewalttaten mit rechtsextremem Hintergrund, fünf Tötungsversuche und eine Ermordete. Verfassungsschutz und Innenminister machen sich Sorgen wegen Autonomer Nationalisten und der Vernetzung im Internet.
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Neonazis in Franken

NPD Oberfranken, c Marek Peters


Übergriffe auf Engagierte, neonazistische Großveranstaltung, Verharmlosung durch Polizei und Städte: In Nürnberg und Umgebung passiert so Einiges.


Dass die rechtsradikale Szene in Nürnberg nicht ungefährlich ist, zeigte erst vor Kurzem: Am 28. April wurde ein 17-jähriger Junge, der in der antifaschistischen Szene aktiv ist, im Nürnberger U-Bahnhof Plärrer von einem 24-jährigen Mann zusammengeschlagen. Der Jugendliche musste von Passantinnen und Passanten wiederbelebt und im Krankenhaus in ein einwöchiges künstliches Koma versetzt werden. Der vorbestrafte Täter ist nach Erkenntnissen der Antifaschistischen Linken Fürth aktiver Neonazi im Kameradschaftszusammenschluss „Freies Netz Süd“. Er flüchtete zunächst, stellte sich dann aber der Polizei.

War da was?

Die Polizei scheint die Bedeutung dieses Übergriffs nicht zu erkennen oder nicht erkennen zu wollen. Am 1. Mai wurde die Tat von der Polizei als Reaktion auf eine Beleidigung des Opfers dargestellt. Zudem lägen „Erkenntnisse vor, dass sich der 17-Jährige in der linksextremistischen Szene aufhält. Der 24-Jährige kann nach polizeilichen Erkenntnissen der rechtsextremistischen Szene zugeordnet werden.“

Max Grugesser-Mair vom Bündnis Nazistopp zeigt sich empört über die Gleichsetzung rechter Gewalttäter und Antifaschisten. „Die Situation wird schon seit längerer Zeit verharmlost“, so Grugesser-Mair. Er sieht in der Region Ober- und Mittelfranken einen der deutschlandweiten Schwerpunkte neonazistischer Aktivitäten. Besonders in Fürth häuften sich die Übergriffe. Das Schweigen hierüber diene nur einer falsch betriebenen „Imagepflege“. Selbst die „Allianz gegen Rechtsextremismus“, bei welcher auch die Stadt Nürnberg beteiligt ist, habe sich noch nicht zu den Ereignissen am Plärrer geäußert. Auch die bayrische SPD beklagt die undifferenzierte Darstellung in einer Stellungnahme: „Wir verwahren uns dagegen, dass in der bayerischen Polizeistatistik Gewalttaten von Neonazis routinemäßig als Auseinandersetzungen zwischen politischen Extremisten bezeichnet werden.“ „Den Neonazis wird durch ein Aufweichen der Abgrenzung zu totalitären Ideologien der Weg zum ‚Mainstream‘ der Gesellschaft geebnet“, erklärt die SPD weiter. Erst nach einigen Tagen lauter Kritik sprach auch die Polizei von einer Tat rechstextremem Hintergrund.

Frankentag 2010

Zu den sich häufenden Übergriffen Rechtsradikaler gesellt sich in Franken das neonazistische Großereignis „Frankentag“. Der Frankentag geht historisch auf die Gründung des Fränkischen Reichskreises am 1. Juni 1500 zurück. Seit Ende der 1920er Jahre instrumentalisierte der später zum Tod verurteilte Nationalsozialist Julius Streicher die Frankentage und richtete eine jährliche Feier auf dem Hesselberg aus. Seit 2008 findet durch das „Freie Netz Süd“ und den Bund Frankenland e.V. eine Widerbelebung dieses Ereignisses statt. Wie das Nürnberger Bündnis Nazistopp in Erfahrung brachte, sollte ursprünglich am kommenden Samstag, dem 15. Mai, etwa 35 Kilometer nördlich von Nürnberg im nordfränkischen Geschwand/ Obertrubach der dritte „Frankentag“ stattfinden. Nun gab der Bund Frankenland bekannt, dass „der Nationale Frankentag 2010 dieses Jahr erst im Spätsommer stattfinden wird“. Das Bündnis Nazistopp vermutet, dass die Verschiebung durch die Veröffentlichung von Zeit und Ort zustande kam. Die Neonazis witterten wohl Protest und sahen sich gezwungen einen Rückzieher zu machen. Da es Samstag wahrscheinlich dennoch eine Alternativveranstaltung auf der entsprechenden Wiese geben werde, werde das Bündnis trotzdem wachsam sein.

Von Lisa Doppler
Foto: Marek Peters

 

Brandanschlag mit antiziganistischem Hintergrund in Sachsen

12.05.2010

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