Katharina König vom Jenaer Aktionsbündnis gegen Rechts erwähnte der „Frankfurter Rundschau“ gegenüber, dass es nun wohl Beweise gebe, dass B&H-Konzerte immer noch in Deutschland stattfinden. Außerdem würden sich auch deutsche Neonazis an der Organisation solcher Konzerte im Ausland beteiligen. Viel erschreckender aber sind die sogenannten „Red-Watch-Listen“, die sichergestellt wurden. Neonazis sammeln gezielt Informationen über ihre politischen Gegner und stellen diese ins Netz. Teilweise kann man komplette Namen und Adressen auf diesen Seiten finden. Katharina König glaubt, dass die Polizei „ihre Schlüsse daraus ziehen“ werde, auch wenn die Daten illegal beschafft wurden. Außerdem hoffe sie, dass es nun endgültig Beweise dafür gebe, dass eine B&H-Division aus Deutschland geführt wird.
Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums erklärte am Samstag, dass die Sicherheitsbehörden wie gewöhnlich den Hinweisen auf extremistische und verfassungsfeindliche Aktivitäten nachgingen. Gerd Lang, Sprecher des Thüringer Verfassungsschutzes, sagte, dass seine Behörde sich für die Ergebnisse der Aktion interessiere, weil damit wohl feststünde, dass B&H trotz des Verbots in Deutschland weiterhin aktiv sei. Lang sagte dazu: „Sollten sich die Einschätzungen bewahrheiten, wären die Daten von großem Interesse, um Strukturen aufzuhellen“. Das Problem dabei ist, dass es zwar strafrechtlich verfolgt werden kann, wenn eine Person in einer verbotenen Gruppe aktiv ist, aber die Daten nicht als Beweise gewertet werden können, da sie illegal beschafft worden sind.
Morddrohung aufgefunden
Auf den gehackten Seiten des Netzwerkes Blood and Honour gibt es offenbar auch gezielte Angriffe gegen zahlreiche Mitglieder der linken Szene. Wie die sächsische Landtagsabgeordnete Julia Bonk (Linke) der Nachrichtenagentur ddp am Montag in Dresden sagte, wurde sie darüber informiert, dass in dem Netzwerk sowohl ihre Privatadresse als auch ihre Telefonnummer veröffentlicht wurde.
Weiter hätten Benutzer geschrieben, dass sie sich nicht wundern solle, wenn es Unfälle oder Vorfälle um sie gebe, sagte Bonk, die sich schon seit mehreren Jahren intensiv gegen Rechtsextremisten engagiert.
könntet ihr bitte mitteilen, wie man in das gehackte netz von B&H ,besonders aber in die seiten von red watch hinein kommt.