Im brandenburgischen Groß Kreutz malten nach Angaben der Polizei am Samstag Unbekannte einem betrunkenen 15-Jährigen ein Hakenkreuz mit einem Filzstift in den Nacken. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich die Täter den Fall Mittweida zum Vorbild nahmen, sagte ein Sprecher. In Berlin ritzten Unbekannte an mindestens zwölf Autos Hakenkreuze in den Lack von Motorhauben und Heckklappen.

Fahndungsaufruf

Um den Fall aufzuklären, hatten am Freitag die Staatsanwaltschaft Chemnitz und die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge folgende gemeinsame Presseerklärung aus dem Revierbereich Mittweida veröffentlicht und Phantombilder veröffentlicht:

"Am 12.11.2007 wurde bei der Polizei eine Straftat angezeigt, die bereits am 3.11.2007 begangen wurde.
An jenem Samstag, dem 3.11.2007, war eine 17-jährige Jugendliche auf der Lauenhainer Straße zu Fuß unterwegs. Im Bereich vor dem NORMA-Markt bemerkte sie, wie vier junge Männer ein Kind herumschubsten. Das Mädchen weinte bereits laut.
Die 17-Jährige rief den Männern zu, sie mögen das Mädchen in Ruhe lassen. Daraufhin ließen sie von dem Kind ab, griffen die Jugendliche an und rissen sie zu Boden. Drei der Tatverdächtigen hielten nun die 17-Jährige fest, während der vierte ihr mit einem skalpellartigen Gegenstand ein ca. 5 cm großes Hakenkreuz in die Haut im Hüftbereich ritzte. Der Versuch der Täter, in die Wange des Opfers eine Sigrune zu ritzen, scheiterte an dessen Gegenwehr. Anschließend ließen die Täter von der Jugendlichen ab, so dass sie flüchten konnte. Dem Kind als dem ursprünglichen Opfer der Täter war zwischenzeitlich ebenfalls die Flucht gelungen.