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  • Meldungen

    Am 13. Februar in Dresden: Erinnern & Handeln

    Am 13. Februar in Dresden: Erinnern & Handeln Friedensgebet für alle Menschen guten Willens Mit einem „Friedensgebet für alle Menschen guten Willens“ wollen Initiativen aus Kirchen und Zivilgesellschaft am 13. Februar 2010 an die NS-Vergangenheit Dresdens, die Opfer der Schoa und die...
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  • Chronik der Gewalt

    Die letzte Konsequenz

    Es ist die extremste Manifestation eines Menschenbildes, das auf Ungleichwertigkeit basiert. Nicht nur diskriminieren, nicht nur vertreiben, nicht nur verletzen – vernichten wollten die Verantwortlichen für die tödlichen Angriffe auf Migrantinnen und Migranten, Obdachlose oder linke Jugendliche....
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  • Meldungen

    Brandanschlag mit antiziganistischem Hintergrund in Sachsen – und der Umgang damit

    Einer Pressemitteilung der Opferberatung für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt des RAA Sachsen e.V. zufolge kam es bereits am 26. Dezember letzten Jahres zu einem Brandanschlag auf das Haus einer Sinti-Familie im nordsächsischen Klingenhain.
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  • Meldungen

    Dresden 2010 - Was ist wann und wo?

    Es ist schon viel über die Geschehnisse am Wochenende des 12. und 13. Februar über Dresden berichtet worden. Doch was genau ist wann und wo geplant? Welche Beteiligungsmöglichkeiten am Gegenprotest zur größten Alt- und Neonazidemonstration Europas gibt es?
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  • Meldungen

    Bespielhaft mutig

    Vergangenes Wochenende brannte das „Haus der Demokratie“ in Zossen vollständig ab. Ein 16jähriger mit rechtsextremem Hintergrund gestand die Brandstiftung. Schon seit der Eröffnung wird die Initiative von Neonazis bedroht. Wie macht die Initiative „Zossen zeigt Gesicht“ nun weiter? Wie verhält...
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  • Meldungen

    Schatten der Vergangenheit

    Am 27. Januar ist internationaler Holocaustgedenktag. 65 Jahre ist es her, dass das Vernichtungslager Auschwitz befreit wurde. Viele Gedenkveranstaltungen finden statt. Schon 1959 sagte Theodor W. Adorno: „Aufgearbeitet wäre die Vergangenheit erst dann, wenn die Ursachen des Vergangenen beseitigt...
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  • Meldungen

    Spontane Proteste gegen Razzien

    Am Dienstagnachmittag wurden bei Razzien der Polizei in Dresden und Berlin tausende Plakate und Flyer des Bündnisses „Nazifrei – Dresden stellt sich quer“ beschlagnahmt. Am Abend fanden in mehreren Städten spontane Proteste statt.
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    Berliner Bezirke gemeinsam gegen Rechtsextremismus

    Im Kampf gegen Rechtsextremismus werden alle zwölf Berliner Bezirke in Zukunft ihre Kräfte bündeln und einheitlich vorgehen. Im Anschluss an einen Fachaustausch im Roten Rathaus stellten gestern stellvertretend vier Bezirksbürgermeister/innen eine entsprechende gemeinsame Erklärung vor.
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  • Meldungen

    "Wir sind keine Tiere"

    Erneut kam es in Italien zu rassistischen Ausschreitungen. Erntehelferinnen und –helfer in Süditalien mussten vor der italienischen Bevölkerung in Sicherheit gebracht werden. Auch Sinti und Roma sind ständiger Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Was ist los in Italien?
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  • Meldungen

    Am 13. Februar in Dresden – Erinnern und Handeln

    Es ist mal wieder soweit: am 13. Februar 2010 treffen sich Alt- und Neonazis zu einem ihrer größten Aufmärsche in ganz Europa. Dagegen stellt sich ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis. Tausende von Alt- und Neonazis ziehen durch Dresden – jedes Jahr ein sehr bedrohliches Bild. Anlass ist...
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Chronik rechtsextremer und rassistischer Gewalt 2007 bis 2009

Grausiges Graffito: "Der Tag X wird kommen! Ihr werdet alle verbrennen."

Die nachfolgende Aufstellung rechstextrem und rassistisch motivierter Gewalttaten gegen Personen wird nach Möglichkeit ständig aktualisiert. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern vermittelt nur einen aktuellen Ausschnitt über öffentlich gemeldete, mutmaßlich rechtsextrem und rassistisch motivierte Gewalttaten. Die Chronik stützt sich auf der Redaktion vorliegende Pressemeldungen und Berichte, die insbesondere von Opferberatungsstellen, Polizeidienststellen, Leserinnen und Lesern eingehen. Die Liste gibt daher nur einen Ausschnitt erfasster Gewalttaten wieder. Die Daten aus 2009 werden nach und nach noch ergänzt. Die obige Illustration stammt aus einer Schülerausstellung in Neuruppin.

Zusammengestellt von Antonie Rietzschel, Leon Groh, Holger Kulick und Julia Schörken




Juli 2009 - noch in Arbeit

Weitere Meldungen unter: medien-beobachtung.blogspot.com/

21.07. Berlin-Schöneberg

Gegen 15 Uhr 40 macht sich in der Passauer Straße ein unbekannter Mann über Homosexuelle lustig und wird deshalb von einem Mann angesprochen. Nach einer verbalen Auseinandersetzung schlägt der Unbekannte dem 37-Jährigen mit der Faust ins Gesicht, wodurch dieser leicht verletzt wird. (reachout)

19.07.2009, Zwickau
Am Sonntagmorgen gegen 2:30 Uhr greifen zwölf Rechte in der Zwickauer Innenstadt drei Alternative mit Faustschlägen an und beleidigen sie. Auf später am Boden Liegende treten die Angreifer ein. Der in Gewalt zunehmende Angriff kann durch schnelles Einschreiten der gerufenen Polizeibeamten gestoppt und Schlimmeres verhindert werden. (RAA Sachsen)
15.07. Chemnitz

Am späten Abend ist ein 46-Jähriger auf der Margaretenstraße von Unbekannten geschlagen und getreten worden. Der dunkelhäutige Mann aus Mosambik hatte sich gegen 23.30 Uhr an einem Zigarettenautomaten auf der Hilbersdorfer Straße bedient und danach den Heimweg angetreten. Möglicherweise hatten die Täter ihr späteres Opfer dabei beobachtet. Vor einem Wohnhaus auf der Margaretenstraße griffen dann zwei bislang unbekannte Männer den 46-Jährigen an, nachdem sie ihm hinterhergelaufen waren. Das Opfer, das seit 26 Jahren in Deutschland lebt, wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen hat das Dezernat Staatsschutz übernommen. (RAA Sachsen)

14.07.2009, Markneukirchen, Landkreis Zwickau
Drei junge Männer werden am Abend am Bismarckturm von Unbekannten angegriffen. Die beiden Deutschen (23 und 26) und ein 34-jähriger Koreaner halten sich dort auf, als sie von zwei männlichen Personen aufgefordert werden den Platz zu verlassen. Die Beiden waren ebenfalls mit mehreren Personen an der Bismarcksäule. Sie beleidigen und schubsen die Angegriffenen. Einer der Täter reißt einen Leitpfosten vom Straßenrand heraus und schlägt damit auf die Geschädigten ein. Zwei Geschädigte werden leicht verletzt. Der Koreaner bleibt unverletzt. Da ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. (RAA Sachsen)

14.07. Limbach Oberfrohna, Landkreis Zwickau

Nachdem das Konzert einer Punkband im Rahmen des Stadtparkfestes beendet ist, beleidigen und provozieren mehrere Neonazis zunächst alternative Jugendliche und Punks. Bei den folgenden Angriffen auf drei männliche Jugendliche gehen die Neonazis sehr aggresiv vor. Während sie auf die zum Teil zu Boden geschlagenen Jugendlichen mehrfach eintreten schreien sie, man müsse "das Pack umbringen, die Zecken tot treten". Zwei weibliche Jugendliche rufen um Hilfe und fordern die Angreifer auf die Gewalt zu beenden. Daraufhin deuten die Neonazis an, auch ihnen gegenüber Gewalt anzuwenden, schreien sie an und beleidigen sie massiv. (RAA Sachsen)

12.07. Oschatz, Nordsachsen

In der Nacht von Sonnabend zu Sonntag (12.07.09) gegen 2 Uhr überfallen ca. 20 Vermummte das E-Werk in Oschatz, nachdem dort ein Konzert stattgefunden hatte. Sie versuchen auf das Gelände zu gelangem, was einigen auch gelingt, werfen Flaschen und Steine und setzen Feuerwerkskörper ein. Einer der Konzertbesucher wird durch einen Gegenstand am Mund verletzt, ein weiterer wird geschlagen, erleidet jedoch keine offensichtlichen Verletzungen. Ersterer wurde vor Ort notärztlich versorgt. Die Täter werden zumindest als Sympathisanten der rechten Szene eingeordnet. (RAA Sachsen)
12.07. Berlin

Vermutlich Rechtsextremisten (laut Polizei) haben in Berlin-Friedrichshain einen 22-jährigen Passanten brutal misshandelt. Das Opfer kam mit einem Jochbeinbruch, schweren Prellungen und Hirnblutungen in ein Krankenhaus. Die vier Schläger im Alter von 20, 22, 24 und 26 Jahren wurden unter dem Verdacht des versuchten Totschlags festgenommen. Die Strafverfolger rechnen das Quartett der rechten Szene zu. Nach Angaben der Polizei traten und schlugen die Angreifer an der Frankfurter Allee so lange auf den 22-Jährigen aus Neukölln ein, bis er das Bewusstsein verlor. Ein 26 Jahre alter Beschuldigter habe den Wehrlosen mit dem Gesicht nach unten auf den Gehweg gelegt und mit dem Bein auf dessen Hinterkopf getreten. (dpa/bb)

11.07. Lengenfeld, Vogtlandkreis

Am Samstagabend auf dem Lengenfelder Markt wird ein 17-Jähriger nicht rechter Jugendlicher von mehreren Angreifern mit Fußtritten und Pfefferspray traktiert und leicht verletzt. Die Angreifer hätten sich durch die Anwesenheit des Jugendlichen provoziert gefühlt. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. (RAA Sachsen)

10.07. Berlin-Hellersdorf

Ein Unbekannter tritt gegen das Fahrrad eines 46-jährigen Mannes, der auf der Hellersdorfer Straße unterwegs ist, schlägt ihm eine Bierflasche an den Kopf und flieht. Vorher hatte er den Fahrradfahrer bereits rassistisch beleidigt. (reachout)

10.07. Eberswalde

Offensichtlich aus Verachtung für sozial Randständige haben zwei 14-Jährige einen schlafenden Betrunken überfallen und versucht, ihn anzuzünden. Die Täter hatten den 60-Jährigen hilflos in einem Hauseingang aufgefunden, ihn ausgeraubt und anschließend angezündet. Das Opfer musste mit Brandverletzungen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen versuchten Mordes auf. (Opferperspektive)

06.07. Berlin-Friedrichshain

Im Volkspark Friedrichshain schlägt ein Unbekannter gegen 18 Uhr 15 einem 45-jährigen Mann einen Stein gegen den Kopf und beleidigt ihn homophob. Das Opfer wird dabei leicht verletzt. (reachout)

03.07. Cottbus

Vor einer von Indern betriebenen Gaststätte skandierten fünf Jugendliche rechte Parolen und warfen Flaschen in Richtung Restaurant. Ein Mitarbeiter der Gaststätte ergriff einen der Angreifer und hielt ihn fest, bis die Polizei eintraf. Nur durch das Eintreffen der BeamtInnen konnte verhindert werden, dass ein weiterer Jugendlicher aus der Gruppe der Angreifer mit einem Baseballschläger auf die Inder einschlug. (Opferperspektive)


Juni 2009

30.06. Scharmützelsee / Oder-Spree
Diensdorf-Radlow Gegen Abend wurde eine dreiköpfige niederländische Familie an einem Badesee von angetrunkenen Rechten bedroht. Die Familie hatte die Männer aufgefordert, ihren Hund an die Leine zu nehmen. Daraufhin skandierte die Gruppe »Ausländer raus« und drohte damit, das Kind der Familie »zu ersäufen«. Die Polizei nahm die drei Männer vorübergehend fest. (Opferperspektive)

24.06. Krefeld
Zwei Unbekannte haben am Mittwoch in Krefeld einen 70 Jahre alten Rollstuhlfahrer angegriffen. Zunächst pöbelten die Männer den hilflosen Mann in der Fußgängerzone an, wie die Polizei mitteilte. Als der Mann sich dies verbat, schlugen die Täter ihm die Brille vom Kopf und besprühten ihn mit Pfefferspray. Anschließend klebten sie noch einen Aufkleber der rechtsextremen NPD auf seinen Rollstuhl. Der Mann wurde verletzt. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. (rp-online)
21.06. Cottbus
Drei Deutsche peruanischer Herkunft, die sich nach Beendigung des Stadtfestes in ihrem mit Planen abgedeckten Verkaufsstand schlafen gelegt hatten, wurden am frühen Morgen von vier Männern angegriffen und rassistisch beleidigt. Einer der Betroffenen wurde durch einen Schlag leicht am Kopf verletzt. Die Angreifer konnten fliehen. (Opferperspektive)

17.06. Potsdam
Ein 38-jähriger Potsdamer aus Nigeria wurde am Schlaatz von einem 24-jährigen rassistisch beleidigt und tätlich angegriffen. Dabei wurde er leicht verletzt. Der Angreifer wurde vorläufig festgenommen. (Opferperspektive)

14.06 Berlin-Friedrichshain
Gegen 4 Uhr treffen zwei Linke in der Frankfurter Allee auf zwei Neonazis. Als diese von den beiden Antifaschisten auf ihre Thor Steinar-Kleidung angesprochen werden, kommt es zu einem Wortgefecht. Im Verlauf der Diskussion zieht einer der Neonazis ein Messer und fügt einem beteiligten Linken eine tiefe Schnittverletzung am Arm zu. (reachout)
09.06. Dresden
Am Vormittag ist eine 30-jährige Frau von einem 29-Jährigen beleidigt worden. Die 30-jährige bulgarische Staatsangehörige befand sich an einer Haltestelle an der Hüblerstraße. Dort bat sie den jungen Mann um eine Auskunft. Daraufhin beleidigte er sie wegen ihrer Herkunft. Alarmierte Polizeibeamte stellten den 29-jährigen Dresdner noch am Ort fest. Gegen ihn wurde eine Anzeige wegen Beleidigung erstattet. (RAA-Sachsen)

08.06. Sebnitz
Mehrere Schüsse aus Schreckschusspistolen sowie laute rechte Parolen ließen Anwohner des Albert-Kunze-Weges in der Nacht zum Montag aus dem Schlaf aufschrecken und Hilfe rufen. Die Polizei fand auf dem Gartengrundstück zwar keine Pistolen, dafür aber entsprechende Hülsen und Patronen. Vier Männer zwischen 20 und 45 Jahren, darunter der Grundstückseigentümer, wurden vernommen. Sie gaben an, den Wahlsieg der NPD gefeiert zu haben, sagt Polizeisprecher Wolfgang Kießling. Der Garten ist bei der Polizei bereits als Ort rechter Veranstaltungen bekannt. Der Staatsschutz ermittelt jetzt unter anderem wegen der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole. (RAA-Sachsen)

08.06. Reichenbach
Ein maskierter Mann mit Lederhandschuhen reist die Fahrertür eines PKWs auf, in dem zwei Frauen sitzen. Aus rassistischer Motivation bedroht er sie massiv, indem er einen Stock gegen die Frauen erhebt und versucht, in den PKW einzudringen. Die beiden Frauen erkennen den Mann anhand seiner Kleidung als denjengen, der kurze Zeit vorher an ihrem Auto vorbeilief und sie mit hasserfülltem Blick fixierte. Als die Frauen bei der Polizei Anzeige erstatten wollen, rät ihnen der Polizeibeamte hiervon ab. Es sei ja nichts passiert. Sie wären zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Da könne man nichts machen. (RAA-Sachsen)

07.06. Dresden

Am Hauptbahnhof sind drei Jusos auf dem Nachhauseweg von einer Party auf der Fritz-Löffler-Str. angegriffen worden. Drei offenbar rechte Jugendliche sprachen die Betroffenen wohl aufgrund ihrer SPD-Taschen und dem laufenden Gespräch über die bevorstehende Wahl mit den Worten "NPD statt SPD wählen" an. Sie beleidigten und bedrohten die Betroffenen und machten durch Äußerungen, wie "Lesben und Emanzen wären früher vergast worden" ihrer Gesinnung deutlich. Es kam im weiteren Verlauf zu körperlichen Angriffen, bei denen aber glücklicherweise niemand verletzt wurde. (RAA-Sachsen)

07.06. Dresden
Etwa 15 Jugendliche haben in der Nacht zum Sonntag in Gorbitz randaliert. Im Bereich Amalie-Dietrich-Platz/Tanneberger Weg grölten sie rechte Parolen, warfen Bierflaschen um sich und demolierten Autos. In kurzer Zeit meldeten sich fünf Anwohner bei der Polizei. Als wenig später zehn Streifenwagen anrückten, flüchteten die Störenfriede. Es gelang der Polizei lediglich drei Verdächtige im Alter von 14, 18 und 20 Jahren zu stellen. Nach bisherigen Ermittlungen hatten die Täter zweimal die Außenspiegel von Autos abgetreten, ein Moped umgestoßen, eine Türsprechanlage sowie Fassadenteile beschädigt. Die Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruchs. (RAA-Sachsen)

07.06. Burg
In Burg wurde eine der bekannten »Erdbeeren« niedergebrannt. Dem Feuer waren Schmierereien an mehreren der Verkaufsstände eines Spreewaldbauers in Burg und Vetschau vorausgegangen. Neonazis agitieren im Internet seit Monaten gegen den Großhändler; in Burg und Vetschau tauchten immer wieder Flugblätter auf, mit denen gegen den Bauern gehetzt wurde. (Opferperspektive)

06.06. Brand Erbisdorf
Auf dem Weg vom Open- Air- Konzert des Jugendclub IMI e.V. werden drei alternative Jugendliche von Neonazis angegriffen. Dabei fuhr ein roter Ford Fiesta zunächst an ihnen vorbei, aus dem heraus ein Neonazi den so genannten Hitlergruß zu den Jugendlichen zeigte. Kurz darauf wendete der PKW. Einer der Neonazis stieg, bewaffnet mit einer Stange, aus und schlug diese einem der Jugendlichen so enorm gegen den Kopf, dass eine Wunde entstand, die im Krankenhaus genäht werden musste. (RAA-Sachsen)

05.06. Berlin-Kreuzberg
Gegen 23 Uhr 40 küssen sich ein 28-Jähriger und sein 23-jähriger Partner vor einem Imbiss in Kreuzberg. Der Imbissbesitzer will das vor seinem Laden nicht dulden und es kommt zu einem Streit, bei dem er mit einer Stange droht. Bei dem Handgemenge wird der 23-Jährige leicht verletzt. (reachout)
05.06. Cottbus
Nach einem Streit versuchte ein Mann, den aus der Türkei stammenden Inhaber eines Lokals mit einem Stuhl zu schlagen. Dem Geschäftsmann gelang es auszuweichen. Dabei wurde er mit rassistischen Parolen beschimpft. Der Angreifer konnte flüchten. (Opferperspektive)


Mai 2009

31.05. Lommatzsch
Anwohner der Innenstadt sind besorgt durch Randale auf dem Marktplatz. So habe es in letzter Zeit Vorfälle und Polizeieinsätze mit Festnahmen gegeben. Ein Imbiss, der von einem Ausländer betrieben wird, sei sowohl am Himmelfahrtstag als auch am Pfingstsonntag angegriffen worden. Ein ausländerfeindlicher Hintergrund wird vermutet. Die Polizei bestätigt auf Nachfrage die Vorfälle, schließt aber nach derzeitigem Erkenntnisstand einen rechtsradikalen oder ausländerfeindlichen Hintergrund aus. (RAA-Sachsen)

30.05. Altenburg
Mehrere Menschen wurden von Rechtsextremisten, offenbar homophob motiviert, angegriffen und verprügelt. (MOBIT)

22.05. Berga
Gegen 23 Uhr attackierten 8-10 Rechtsextreme eine kleine Gruppe junger Erwachsener. Die Rechtsextremen vermummten sich kurz nach ihrem Eintreffen und gingen sofort zum Angriff über. Bis auf einen konnten sich alle Angegriffenen unverletzt entfernen, ein Beteiligter wurde leicht verletzt und musste ambulant behandelt werden. (MOBIT)

21.05. Mügeln
Am Mügelner Markt zeigt der Beifahrer eines bekannten Neonazis den Hitlergruß und schreit „Sieg Heil“. (RAA-Sachsen

21.05. Altenburg
Gegen 2 Uhr Nachts überfielen 8-10 Rechtsextreme ein alternativen Jugendprojekt/Cafe und prügelten dort auf die anwesenden Personen ein. Darunter befanden sich 2 ältere Männer, wovon einer so sehr verletzt wurde das er ins Krankenhaus eingewiesen wurde. Eine weitere Person erlitt Verletzungen im Gesicht. Die alarmierte Polizei konnte die meisten rechtsextremen Täter stellen. (MOBIT)

21.05. Mügeln
Erneut stehen mehrere Personen aus dem rechtsextremen Spektrum vor dem Haus eines nichtrechten Jugendlichen und sprechen Drohungen aus. Auf dem Mügelner Markt werden andere von ebenfalls dieser Gruppe angepöbelt. (RAA-Sachsen)

21.05. Pirna
Aus der Gartenanlage am Lohmgrund erschallten am Donnerstagabend Sieg-Heil-Rufe und für die rechte Szene typische Musik. Als auf dem Grundstück Polizei auftauchte, wurden die angetrunkenen Personen aggressiv. Einige versuchten, sich mit Gewalt zu widersetzen, als die Personalien aufgenommen wurden, berichtet die Polizei. Als sich die Stimmung weiter aufheizte, nahmen die Uniformierten alle Anwesenden, darunter vier Frauen zwischen 17 und 18 Jahren, kurzfristig an Ort und Stelle in Gewahrsam. (RAA-Sachsen)

21.05. Mühlau
Mehrere Personen, die rein äußerlich der alternativen Szene zuzuschreiben sind, wurden während einen Ausfluges von einer Gruppe Neonazis angegriffen und zum Teil so schwer verletzt, das sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. (RAA-Sachsen)

21.05. Zwickau
Zwei Männer schlugen Donnerstagabend an der Zentralhaltestelle einen Inder (35) in das Gesicht. Ein Täter (25 Jahre) konnte von der Polizei gestellt werden. Die Verletzungen waren so massiv, dass der Betroffene stationär behandelt werden musste. Es ist nicht auszuschließen, dass er dauerhaft an den Verletzungen leiden muss. (RAA-Sachsen)

21.05. Zschopau
Unbekannte haben am Himmelfahrtstag einen Döner-Imbiss in der Rudolf-Breitscheid-Straße in Zschopau angegriffen und die Anwesenden mit "Ausländer raus" beschimpft. Vermutlich drei Männer versprühten laut Polizei in dem Geschäft Reizgas, bevor sie die Flucht ergriffen. Drei Iraker, ein Türke und ein Libanese mussten wegen Augen- und Hautreizungen im Krankenhaus behandelt werden. (RAA-Sachsen)

21.05. Dresden
Gegen 12:00 stellten Polizeibeamte an einer Bushaltestelle an der Schandauer Straße eine Jugendgruppe fest. Nach Zeugenaussagen hatten Personen aus der Gruppe gegen den Warteunterstand getreten, den Hitlergruß gezeigt sowie "Sieg Heil" gerufen. Die Beamten nahmen die Personalien der alkoholisierten Männer zwischen 16 und 18 Jahren auf. (RAA-Sachsen)

21.05. Limbach Oberfrohna
Zwei Jugendliche wurde in der Innenstadt von mehreren Personen als "Zecken" beschimpft. Anschließend wurden sie mit Bier bespritzt und mit einer Flasche beworfen. (RAA-Sachsen)

21.5. Berlin-Prenzlauer Berg
Ein Jugendlicher, der sich mit Freunden auf einem Spielplatz an der Kreuzung Erich-Weinert-Straße Ecke Gubitzstraße aufhält, wird gegen 19 Uhr von einem 14-Jährigen rassistisch beleidigt, mehrfach geschlagen und seine Haare werden mit einem Feuerzeug angesengt. Ein anderer 14-Jähriger hilft dem Täter den 17-Jährigen zu Boden zu schlagen. Die Täter flüchten, werden aber von der Polizei in der Nähe festgenommen. Der 17-Jährige kommt zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. (reachout)

18.05 Berlin-Wedding

Ein dunkelhäutiger Mann wird gegen 21.45h auf dem U-Bahnhof Gesundbrunnen rassistisch beleidigt. Anschließend wird der 32-Jährige von dem Hund des Täters gebissen, so dass er ambulant im Krankenhaus behandelt werden muss. Die Polizei trifft den Täter nicht mehr an. (reachout)

16.05. Greiz
Ein 29-Jähriger ist von fünf bis sechs Rechtsextremen angegriffen, geschlagen und getreten worden. Zudem hätten etwa zehn Rechtsextremisten Spaziergänger angepöbelt, ein 23-Jähriger zeigte in der Stadt den Hitlergruß. (MOBIT)

15.05. Rathenow
Als in einer Kneipe ein Gast »Sieg Heil« rief, wurde ihm und seinem Begleiter vom Wirt Hausverbot erteilt. Daraufhin griffen die Männer den Wirt an, schlugen auf ihn ein und zerstörten beim Hinausgehen eine Scheibe. Die Täter flüchteten, konnten jedoch identifiziert werden. (Opferperspektive)

13.5. Berlin-Wedding
Gegen 1 Uhr bemerkt ein Paar, dass ein Mann ein Wahlplakat der Partei "Die Linke" von einer Straßenlaterne in der Liebenwalder Straße abreißt. Als sie den Mann ansprechen, sticht der auf die Frau und den Mann ein. Die 38-jährige Frau wird leicht und der 41-jährige Mann schwer verletzt, sodass er im Krankenhaus operiert werden muss. Der Täter flüchtet. (reachout)

12.05. Schönebeck / Elbe

Gegen 14.00 Uhr stecken zwei Rechte im Alter von 17 und 20 Jahren einen Kinderwagen in einem überwiegend von Migranten bewohnten Haus in der Innenstadt in Brand. Einer zwölfköpfigen irakischen Familie gelingt es, das Haus unversehrt zu verlassen. Drei Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren, die mit ihrer Mutter im ersten Stock leben, müssen von der Feuerwehr gerettet werden; sie werden mit Verdacht einer Rauchgasvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt. Wenig später ermittelt die Polizei zwei einschlägig bekannte Rechte als mutmaßliche Täter. Der 17-Jährige, der zuvor mit seiner Mutter im gleichen Haus gewohnt hatte, gibt an, er habe das Feuer "aus einer gewissen Abneigung gegen Ausländer" gelegt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zunächst wegen Brandstiftung, dann stuft sie die Tat nur noch als "Sachbeschädigung" ein. Die beiden mutmaßlichen Täter sind auf freiem Fuß. (Mobile Beratung)

10.05. Berlin-Schöneberg
Zwei 25 und 26 Jahre alte Männer werden um 1 Uhr in einer Bankfiliale am Nollendorfplatz homophob beleidigt und bei einem Angriff von zwei 18- und zwei 19-Jährigen Männern leicht verletzt.
(reachout)

07.05. Pirna
Drei Vereins- und Bürgerbüros sind gestern früh in der Pirnaer Innenstadt Ziele von Farbanschlägen geworden. Unbekannte verschandelten die Häuserfassaden. So schmissen die Schmierfinken zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens Behälter mit roter Farbe gegen die Fenster des SPD-Bürgerbüros an der Langen Straße 43, in denen derzeit mit Plakaten für den Markt der Kulturen am 16. Mai geworben wird. In der Gartenstraße schleuderten sie rote Farbe an den Hauseingang zum Bürgerbüro der Linken. Schwarze Farbe wurde dagegen wenige Meter entfernt an das Kulturbüro Sachsen geschmiert. (RAA-Sachsen)

07.05. Dresden
In der Nacht vom 6. auf den 7. Mai wurde das Dresdner Gewerkschaftshaus mit rechtsradikalen Parolen beschmiert und die Täter versuchten Fahrzeuge des DGB anzuzünden. Sie sprühten den Schriftzug "Rote Netzwerke stoppen" mit rotem Farbspray auf das Gebäude und ein Fahrzeug. Außerdem schmierten sie laut Polizei eine ätzende Substanz auf zwei Autoreifen. (RAA-Sachsen)

03.05. Dresden
Unbekannte brachten mit schwarzer Farbe an zwölf Garagentoren und den Giebelseiten eines Komplexes an der Fechnerstrasse mehrere Schriftzüge, Hakenkreuze und Symbole an. (RAA-Sachsen)

02.05. Geringswalde
Laut Polizei störten Rechsextreme das Fest zum 145-jährigen Bestehen der Feuerwehr Geringswalde. Nachdem die Störer unbemerkt ins Festzelt gekommen waren sprang einer von ihnen gegen Mitternacht auf die Bühne und schrie Parolen. Es kam zum Polizeizugriff. (RAA-Sachsen)

02.05. Pirna
Ein bislang noch unbekannter Schläger hat in der Nacht zum Freitag in Pirna einen Mann aus Syrien verprügelt und ihn dabei an der Hand verletzt. Als der Syrer (38) in einer Bank auf der Gartenstraße Geld holen wollte, wurde er von dem Täter zunächst beschimpft. Vor dem Haus attackierte der Unbekannte dann das Opfer. Der Schläger versuchte, mit einer halb vollen Bierflasche auf dessen Kopf einzuschlagen. Der Mann konnte zwar ausweichen, wurde aber am Kinn getroffen. Bei dem Gerangel verletzte sich der Syrer an einem Finger. (Aktion Zivilcourage)

02.05. Mylau
Eine Person, welche einen bekannten Neonazi während eines Dorffestes zum gehen aufforderte, wird von diesem angegriffen und verletzt. (RAA-Sachsen)

01.05. Gera
In der Nacht vom 1. auf den 2. Mai wurde ein Jugendlicher auf einem Parkplatz in Gera von mehreren autonomen Nationalisten angegriffen. Die Rechtsextremen riefen Heil Hitler, schlugen den Jugendlichen in den Bauch, hielten ihn fest und traten dann so stark in den Unterleib, dass das Opfer zusammenbrach. (Thüringer Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt)

01.05. Dresden
In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai wurden fünf Mitglieder der Initiative Bürger.Courage und einige unbeteiligte Passanten am Dresdner Hauptbahnhof Opfer eines gezielten Überfalls von Neonazis. Dabei wurden sie von einer Gruppe von 10-15 vermummten Personen unter rechtsextremen Sprechchören und antisemitischen Beschimpfungen geschlagen und getreten und zum Teil verletzt. Schlimmeres konnte verhindert werden, da die Neonazis vor einem anhaltenden Auto und den hinzukommenden Insassen flüchteten, die sie wohl für eine Polizeistreife hielten. Hintergrund war eine Aktion von Bürger.Courage anlässlich der Demonstration der NPD am 1. Mai. Die Mitglieder der Initiative schrieben mit abwaschbarer Kreide Slogans wie „Nazifrei am 1. Mai“ auf den Vorplatz des Hauptbahnhofs, der Startpunkt des Aufmarschs war – und wurden dem Anschein nach von der Gruppe der Angreifer beobachtet. (RAA-Sachsen)

01.05. Zwickau
Nach dem Festival "Stay Rebel", welches sich klar gegen Rechtsextremismus positionierte, wurde Musiker einer Band angegriffen und verletzt. Die ca. 10 Angreifer nährten sich teilweise vermummt und lautstark rechte Parolen rufend der Band und traten auf die Personen ein. Während der Veranstaltung wurden mehrere Neonazis in VW Transportern im Umfeld des Festivalgeländes gesehen. (RAA-Sachsen)

01.05. Wittenberge
Die Bundespolizei in Stendal nahm am Vormittag des 1. Mai wahr, dass 35 Personen des rechten Spektrums im Regionalexpress mit Endstation Wittenberge saßen. Sie informierten die brandenburgische Landespolizei, die zur Sicherheit schon Unterstützung aus anderen Gebieten anforderte. Laut Polizeisprecher Rudi Sonntag stieg die Gruppe in der Elbestadt aus, wo sie sich mit weiteren, im Pkw angereisten Personen traf. Ob auch Fahrzeuge aus der Prignitz darunter waren, wusste Sonntag nicht zu sagen. Ihm zufolge hatten die Leute schwarze Skimasken übers Gesicht gezogen. „Sie machten einen richtig martialischen Eindruck. Da es sich um eine nicht angemeldete Demonstration handelte, verstießen sie damit gegen das Vermummungsverbot“, sagte der Sprecher.

Außerdem entrollten sie ein Transparent mit der Aufschrift „Frei-sozial-national“ – ein in NPD-Kreisen, aber auch bei autonomen Nationalisten beliebter Schlachtruf. Als die Gruppe sich in Richtung Stadt begab, versuchte die Polizei, den verantwortlichen Versammlungsleiter ausfindig zu machen. Daraufhin bewarfen die Täter die Beamten mit Steinen. Wie bereits berichtet, erlitten dabei mehrere Polizisten Verletzungen, ein Wittenberger Beamter sogar so schwer, dass er in einer Spezialklinik mit vierfachen Unterkieferbruch behandelt werden musste. (Märkische Allgemeine)

01.05. Freiberg
Während einer Demonstration von ca. 400 Neonazis (vorwiegend aus Kameradschaftsstrukturen) wurden ein Beamter verletzt. Die Rechtsextremen versuchten durch die Polizeikette zu brechen und bewarfen die Beamten mit Streinen und Flaschen. (RAA-Sachsen)


April 2009

25.04. Spremberg
Ein 20-Jähriger beschwerte sich in einer Kneipe bei drei Gästen, weil einer von ihnen "Heil Hitler" oder "Sieg Heil" gerufen hatte. Daraufhin wurde der junge Mann bewusstlos geschlagen. Er wurde später mit einem gebrochenen Bein, Schürfwunden und Prellungen im Gesicht ins Krankenhaus eingeliefert. (Opferperspektive Brandenburg)

21.04. Scheuditz
An einer Schaufensterscheibe in der Leipziger Straße und am Rathausplatz in Schkeuditz sind in der Nacht zum Dienstag von Unbekannt Aufkleber mit rechtsgerichtetem Inhalt angebracht worden. (RAA-Sachsen)

21.04. Königs-Wusterhausen
In den frühen Morgenstunden wurde ein Holzstapel angezündet, der an der Fassade eines Jugendklubs lagerte. Die Flammen griffen auf das Dach über. Der Brand wurde gelöscht, es entstand jedoch ein Sachschaden. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung. Da zuletzt in dem Klub mehrfach Veranstaltungen über Rechtsextremismus stattfanden, wird ein politischer Hintergrund vermutet. NPD-Mitglieder und andere Rechtsextreme hatten den Treffpunkt mehrfach als Klub für "Zecken" bezeichnet. (Opferperspektive Brandenburg)

21.04. Jena
Gegen 19:00 Uhr wurde in der Jenaer Innenstadt ein junger Mann von einem 22-jährigen Jenaer mit den Worten: „Deine Mutter gehört nach Auschwitz. Geh zurück in dein Israel" angepöbelt. Anschließend wurde dem jungen Mann ins Gesicht geschlagen. Durch rasches Eingreifen von Passanten konnte eine Eskalation der Situation verhindert werden. (Thüringer Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt)

20.04. Dresden
Am Morgen des Hitler-Geburtstages entzündeten unbekannte TäterInnen im Hof der Robert-Matzke-Straße 16 zwei Mülltonnen, die sich direkt am Wohnhaus befanden. Dabei wurde in Kauf genommen, dass das Feuer auf das Wohnhaus übergreifen könnte, in dem zu dieser Zeit mehrere Menschen geschlafen haben. Die BrandstifterInnen hinterließen an der Hauswand einen Aufkleber mit der Aufschrift „Organisiert die Anti-Antifa! Good Night Left Side“. Die Feuerwehr musste ausrücken um das Feuer zu löschen.
In der Nacht zum 04.04.2009 haben Unbekannte die Frontscheiben eines Fahrzeuges zerschlagen, das sich auf dem Hof des Wohnprojektes befand. An den Wochenenden im März und April zogen an den Wochenendnächten wiederholt kleinere Gruppen von Neonazis an der Robert-Matzke-Straße vorbei und riefen antisemitische und andere rechtsextreme Parolen.

19.04. Jüterborg
Zwei Vietnamesen sind von vier Männern gejagt und angegriffen worden.Die 18 und 24 Jahre alten Opfer wurden leicht verletzt. Die Vietnamesen wurden zunächst am Bahnhof beleidigt und mit einem Auto verfolgt. Dann stoppten die Täter die Opfer, schlugen sie und riefen rechtsextreme Parolen. Als Polizei eintraf, flüchteten die Opfer. Die Angreifer zerschlugen daraufhin Gehwegplatten und warfen den Flüchtenden Bruchstücke hinterher. Zwei der Täter verfolgten die Vietnamesen, wobei einer ein Messer zog. Die beiden anderen Angreifer flüchteten mit einem Auto. Kurz darauf wurden zwei Männer (23, 24) vorläufig festgenommen; gegen sie wird Haftbefehl beantragt. (Berliner Morgenpost)

16.04. Meißen
Am Eingang zu einem Aufstieg zur Albrechtsburg, den sogenannten Amtsstufen, hat ein unbekannter Täter ein blaues Hakenkreuz aufgemalt. (RAA Sachsen)

16.04. Kamenz
Nazi- Schmierereien an Radbrücke und Kirche in der Talstraße. Der Staatsschutz ermittelt zu mehreren Sachbeschädigungen mittels Graffiti an Objekten in Kamenz und Umgebung. Dies bestätigte jetzt der stellvertretende Polizeirevierleiter in Kamenz, Ulrich Knöpfle. So sei bereits in der vergangenen Woche ein ausländerfeindlicher Schriftzug an der Fußgänger- und Radlerbrücke zwischen Kamenz und Nebelschütz entdeckt worden. Des Weiteren wurde nach Ostern die Beschmierung der katholischen Kirche in der Talstraße in Kamenz angezeigt. Sie war erst vor den Feiertagen auch äußerlich saniert wieder übergeben worden. Bereits in der ersten Nacht, nachdem das letzte Gerüst gefallen war, haben Unbekannte die Worte „Sieg heil“ an die Kirchenwand geschmiert. (RAA Sachsen)

15.04. Berlin-Kreuzberg
Ein dunkelhäutiger Mann und sein Sohn fahren durch die Fahrradunterführung in der Norwegerstraße. An deren Ende an der Behmstraßenbrücke wird ihnen der Weg durch eine Frau und deren zwei Töchter verstellt. Bei dem Versuch des Jungen weiter zu fahren wird dieser von einer der Töchter vom Rad gestoßen und als „Nigger“ beschimpft. Daraufhin steigt der Vater vom Rad und fordert sie auf, seinen Sohn in Ruhe zu lassen. Um einer Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, fahren die beiden Männer weiter. (Reach Out)

15.04. Berlin-Marzahn
Eine Frau wird gegen 1 Uhr 40 von zwei Männern in der Straßenbahn Linie M8 rassistisch beleidigt. Als die 18- und 19-jährigen Männer sie und ihren Begleiter schlagen wollen, greifen zwei Zivilbeamte ein und nehmen die Angreifer an der Haltestelle Jan-Petersen-Straße fest. Die Beamten hatten die Beiden in die Straßenbahn begleitet, nachdem ein Anwohner die Polizei alarmiert hatte, weil die Männer in der Mehrower Allee Plakate der Linkspartei abgerissen hatten. (Reach Out)

14.04. Jena
Eine Gruppe von 15 Rechtsextremen hat zwei Punker Punks überfallen und einen von ihnen schwer verletzt. Das Opfer musste mit einem Armbruch und Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. (MOBIT)

14.04. Trebsen
An zwei Briefkästen ausländischer Geschäftsinhaber klebten Unbekannte in der Nacht Aufkleber mit ausländerfeindlichen Parolen. (RAA Sachsen)

11.04. Neugersdorf
Beim Spiel FC Oberlausitz Neugersdorf gegen den VFC Plauen wurden am Einlass des Gästezugangs zwei eingeritzte Hakenkreuze sowie „ein Spruch mit politisch motiviertem Inhalt“ gefunden. (RAA Sachsen)

10.04. Jena
Etwa 40 Rechtsextreme waren an einer Auseinandersetzung mit 20 Angehörigen der linken Szene beteiligt, die durch ein Polizeigroßaufgebot beendet werden konnte. (MOBIT)

10.04. Groitzsch
Nach einem nächtlichen Vorfall am späten Karfreitag in Groitzsch hat der Staatsschutz der Polizeidirektion Westsachsen Ermittlungen aufgenommen. Ein Inder, Pizzeriabetreiber in der Südstraße in Groitzsch, war verletzt worden. Ermittlungen zufolge befanden sich am Karfreitag gegen 22.30 Uhr acht bis zehn Jugendliche in der Südstraße. Zur fraglichen Zeit hatten unbekannte Täter ein vor dem Grundstück abgestelltes Auslieferfahrzeug der Pizzeria beschädigt. Als der Geschädigte aus dem Fenster schaute, schlug ihm ein Täter eine offene Bierflasche auf die Stirn. Er hatte sich Polizeiangaben zufolge zuvor am Fenster (Hochparterre) hochgehangelt. Ein zweiter Täter hatte darüber hinaus eine verschlossene Bierflasche durch das geöffnete Fenster geworfen. Dabei wurde niemand verletzt. Nach Angaben der Polizei erlitt der Inder eine Platzwunde am Kopf, die ambulant behandelt werden musste. (RAA Sachsen)

09.04. Burgstädt
Unbekannte warfen mit zwei Steinen eine Fensterscheibe des Parteibüros „Die Linke“ auf der Goethestraße ein. Offenbar stammen die Steine aus dem nahen Gleisbett. Die Reparatur des Schadens wird schätzungsweise 350 Euro kosten. (RAA Sachsen)

08.04. Berlin-Hellersdorf
Nutzer des AJZ Kita in Hellersdorf werden durch drei Neonazis bedroht. Unter neonazistischen Parolen und antisemitischen Beschimpfungen fordern zwei Männer und eine Frau die Nutzer auf, das Gebäude zu verlassen und die gewalttätige Konfrontation mit diesen zu suchen. Die Neonazis konnten erst durch die herbeigerufene Polizei vom Grundstück entfernt werden. (Reach Out)

05.04. Roßwein
Zu einer Körperverletzung zwischen mehreren Personen kam es am gegen 03.15 Uhr. Zwei junge Frauen (24/22) und ein junger Mann (17) liefen gerade die Döbelner Straße entlang, als sie von mehreren bekannten Personen angegriffen wurden. Bei der Auseinandersetzung erlitt der 17-Jährige einen Fingerbruch, die 24-Jährige trug ein Hämatom davon. Warum die Gruppe die Drei angriff, wird noch ermittelt. Ein politischer Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden. (RAA Sachsen)

05.04. Berlin-Charlottenburg
Mehrere Unbekannte beleidigten heute Mittag zwei Männer in Charlottenburg und schlugen auf sie ein. Der 42-Jährige befand sich gegen 12 Uhr mit seinem 38-jährigen Freund in einem Schnellrestaurant in der Kantstraße, als fünf junge Täter die beiden homosexuellenfeindlich beleidigten. Als sich der Jüngere dagegen wehrte, schlugen und traten die Unbekannten ihre Opfer. Anschließend flüchteten die Täter in Richtung U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße. Der 42-Jährige erlitt Schwellungen, Schürfwunden und Hämatome im Gesicht, sein jüngere Freund erlitt Prellungen und Schürfwunden am Oberarm. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. (Polizei Berlin)

04.04/05.04. Berlin
Die Polizei hat am Wochenende zwei rassistische Beleidigungen in Marzahn und Friedrichshain registriert. Eine 28 Jahre alte Frau und ein 41-jähriger Mann wurden wegen ihrer dunklen Hautfarbe angegriffen. In beiden Fällen ermittelt der für politisch motivierte Taten zuständige polizeiliche Staatsschutz. Die 28-Jährige geriet am Samstag in einem Marzahner Park mit einer Gruppe Kinder und Jugendlicher aneinander. Ein 13-Jähriger beleidigte die Frau. Daraufhin kam es zu einer Rangelei. Der 41 Jahre alte Mann wurde am frühen Samstag in einer Diskothek beleidigt und angegriffen. Noch an demselben Tag erstattete er Anzeige. (DPA)

04.04. Berlin-Friedrichshain
In einer Diskothek in der Straße Am Wriezener Bahnhof wird ein Mann rassistisch beleidigt. Als der 41-Jährige den Club verlassen will, bedroht ihn der unbekannte Täter und versucht mehrfach ihn zu schlagen. (Reach Out)

03.04. Berlin-Marzahn
In einer Grünanlage in der Joachim-Ringelnatz-Straße wird eine 28-jährige Frau, die in Begleitung einer Freundin ist, von einem 13-Jährigen, aus einer Gruppe von 12- bis 15-Jährigen heraus, rassistisch beleidigt. Nach einer kurzen Rangelei verlassen die Frauen die Grünanlage, um die Polizei zu rufen. Dabei wird der 28-Jährigen ein Stein hinterher geworfen, der sie am Kopf trifft und leicht verletzt. (Reach Out)

04.04. Berlin-Friedrichshain

In einer Diskothek in der Straße Am Wriezener Bahnhof wird ein Mann rassistisch beleidigt. Als der 41-Jährige den Club verlassen will, bedroht ihn der unbekannte Täter und versucht mehrfach ihn zu schlagen. (Reach Out)

03.04. Arnstadt
Etwa 40 Anhänger der rechten Szene haben am Freitagabend in Arnstadt eine Veranstaltung über die vor einigen Tagen verbotene "Heimattreue Deutsche Jugend" (HDJ) gestört. Sie betraten gegen den Willen der Veranstalter den Saal der Arnstädter Musikschule, in dem dsie Journalistin Andrea Röpke ihren Vortrag ŽFerien im Führerbunker - die neonazistische Kindererziehung der HDJ" halten wollte. Die Polizei brauchte zwei Stunden, um genügend Kräfte zusammenzuziehen, um das Hausrecht durchzusetzen. Unter den Nazis waren sowohl HDJ-Funktionäre als auch NPD-Mitglieder und regionale Gruppen aus Südthüringen. Gegen alle wurde Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet, drei wurden zeitweilig in Gewahrsam genommen. Mit gut zweistündiger Verspätung fand die Veranstaltung dann doch noch statt. Die Veranstalter kritisierten, dass die Polizei trotz vorheriger Absprachen nicht auf die Sicherung der Veranstaltung vorbereitet gewesen sei. Die HDJ war erst in der vergangenen Woche verboten worden. (Thüringer Allgemeine)

02.04. Paulsdorf
An die Wände einer Buswartehalle an der Talsperrenstraße in Paulsdorf schmierten Unbekannte mit schwarzer Farbe mehrere Hakenkreuze. Außerdem fanden die zum Ort gerufenen Beamten SS- Runen und den Schriftzug "Sieg Heil" vor. (RAA Sachsen)

01.04. Bad Lobenstein
Ein 24-jähriger Mann aus Bad Lobenstein wird zu 13 Monaten Haft verurteilt, nachdem er auf einem Dorffest unvermittelt einen Passanten zusammengeschlagen und schwer verletzt hatte. Der Täter zeigte vor seiner Tat u.a. ein Wehrmachts-Tattoo mit Hakenkreuz auf seinem Arm. (Ostthüringer Zeitung)

01.04. Luckenwalde
Das Auto eines Gastwirts aus Bangladesch wird angezündet und brennt nahe seines Wohnhauses komplett aus. Durch Glück wird niemand verletzt. Das Opfer vermutet einen ausländerfeindlichen Hintergrund der Tat. (Märkische Allgemeine)

01.04. Stolpen
In Stolpen tranken am 01.04. drei Jugendliche (m/15,16,16) am Vormittag im Bereich der Bushaltestelle "Pfarrfelder" über einen längeren Zeitraum hinweg Alkohol. Anschließend liefen sie in Richtung Stadtmitte. Dort zeigten sie Passanten den Hitlergruß, ein 69-jähriger Zeuge rief die Polizei. Selbst das Auftauchen der Beamten konnte die Drei nicht von ihrem Tun abhalten. Als die Beamten die Jugendlichen auf der Bischofswerdaer Straße stellten, zeigte einer von ihnen den Hitlergruß und rief "Deutsch und National". Gegen das Trio ermittelt jetzt der Staatsschutz. (Polizei)


März 2009

01.03. Halle
Gegen 23:20 Uhr wird ein alternativer Jugendlicher von einem Unbekannten in der Nähe des Reilecks zunächst von hinten geschubst und mit den Worten „Du bist doch auch so ´ne Zecke“ angepöbelt. Dann zieht der Angreifer den 18-Jährigen in eine Seitenstraße und bringt ihn mit einem Tritt gegen die Beine zu Fall. Auf den Boden liegend wird der Betroffene mehrmals in den Bauch getreten. Schließlich gelingt es dem Jugendlichen zu flüchten. Er erstattet Anzeige. (Mobile Opferberatung)

02.03. Weimar
Sechs junge Menschen griffen MitarbeiterInnen eines Asia-Imbisses tätlich an, so dass sich die Oper ärztlich im Krankenhaus behandeln lassen mussten. Die Angreifer sind polizeibekannt und wurden durch die Polizei in Gewahrsam genommen. (Thüringer Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt)

03.03. Wurzen
Im Stadtgebiet sind in den letzten Tagen zahlreiche rechtsextremistische Aufkleber an Hauserwänden sowie Strom- und Laternenmasten verklebt worden. Inhaltlich zeigt sich die NPD und deren Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" verantwortlich. Wenige Tage später sind die meisten allerdings wieder abgerissen worden. (Netzwerk für demokratische Kultur)

03.03. Dessau
Im Dessauer Stadtpark wurde die Einfriedung der Gedenkstätte „Alberto Adriano“ geschändet. Adriano stammte aus Mosambik und wurde vor neun Jahren in Dessau von Neonazis erschlagen.(MUT)

04.03. Königstein
In der Nacht zwischen Montag (18.30 Uhr) und Dienstag (5.30 Uhr) hatten Unbekannte auf dem Schulhof eine Spur der Verwüstung hinterlassen, Bänke aus der Verankerung gerissen, Blumenkübel umgekippt. Wes Geistes Kind die Täter waren, verrieten Schmierereien an den Wänden. An Schulhaus, Technikgebäude und Turnhalle wurden laut Polizei mit schwarzem Stift Hakenkreuze und Nazi-Parolen gekritzelt. Die Schadenshöhe belaufe sich auf 1000 Euro. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. (Aktion-Zivilcourage)

07.03 Jena
Beim Fußballspiel der Thüringenliga am 07.03.2009 zwischen dem SV Schott Jena und dem  FSV Wacker 90 Nordhausen kam es von Fans der Nordhäuser Mannschaft zu „Juden Jena" - Rufen und anderen verbalen Angriffen. Jenaer Wechselspieler wurden angespuckt und der Hitlergruß sei gezeigt worden. (Thüringer Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt)

07.03. Mügeln
Im nordsächsischen Mügeln sind erneut zwei indische Mitarbeiter einer Pizzeria angegriffen worden. Medien berichteten, einem 43-Jährigen sei in der Nacht zum Samstag die Nase gebrochen worden. Ein 29 Jahre alter Verdächtiger sei festgenommen worden. Es soll sich um dieselbe Pizzeria handeln, die bereits im Sommer 2007 Ziel eines Übergriffs war. Die Polizeidirektion Westsachsen wollte sich am Montag nicht dazu äußern und verwies auf die Staatsanwaltschaft Leipzig. Dort war den Angaben zufolge niemand für eine Auskunft zu erreichen. (npd-blog.info)

07.03 Kempten
Zwei Jugendliche mit pakistanschen sowie brasilianischen Wurzeln wurden in Kempten von zwei Rassisten angepöbelt, attackiert und verletzt. Der widerwärtige Angriff ereignete sich um halb 4 Uhr Nachts mitten in der Kemptner Innenstadt. Nachdem die beiden stadt- und polizeibekannten Nazi-Skins auf ihr schon am bodenliegenden Opfer eingetreten hatten, musste dieses mit Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Die Nazis wurden gefasst kamen mittlerweile jedoch mit einer Anzeige wieder frei. (Indymedia)

07.03.Bitterfeld
Gegen 20.15 Uhr wirft am Bahnhof ein augenscheinlich Rechter aus einem haltenden Zug heraus eine leere Bierflasche in Richtung dreier Personen auf dem Bahnsteig, die ihr Ziel jedoch verfehlt. Zuvor waren die Betroffenen, darunter ein 18-jähriger Alternativer, aus der etwa sechsköpfigen Gruppe des Angreifers beschimpft worden. Etwa zwei Stunden vor dem Angriff war eine rechtsextreme Demonstration in Dessau-Roßlau beendet worden, zu der etwa 250 Neonazis u.a. aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Niedersachsen angereist waren. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. (Mobile Opferberatung)

07.03 Sächsische Schweiz
Im Wandergebiet Bastei haben am Samstagvormittag etwa 15 bis 20 Personen von einer Aussichtsplattform rechte Parolen gegrölt. Die Polizei wurde von Zeugen alarmiert. Die Beamten stellten die Identität der Verdächtigen fest, wie die Polizeidirektion Oberes Elbtal-Osterzgebirge am Sonntag in Dresden mitteilte. Es wird wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Zum Zeitpunkt des Geschehens befanden sich mehrere Touristen in dem Wandergebiet. (RAA-Sachsen)

 09.03. Dresden
Unbekannte beschmierten auf der Meißner Landstraße die Hauswände eines Kinder- und Jugendhauses mit zwei Hakenkreuzen und Schriftzügen. Der entstandene Sachschaden ist noch nicht bekannt. Die Polizei ermittelt wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung. (RAA-Sachsen)

09.03. Berlin-Lichtenberg
Ein Neonazi beleidigt gegen Mittag einen Mann, der in der Dolgenseestraße Naziaufkleber entfernt, und versucht anschließend diesen anzugreifen. Dem Mann gelingt die Flucht. (Reach Out)

09.03. Blankenhain
Drei Rechtsextreme haben einen türkischen Imbiss angegriffen. Sie haben Steine geworfen und ausländerfeindliche Parolen gerufen. Zwei der Täter sind wegen rechtsextremer Straftaten bekannt. (MOBIT)

10.03. Wildenfels
Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Dienstag die Kindertagesstätte an der Weststraße in Wildenfels verwüstet. Die mutmaßlich Rechtsradikalen haben den Kindergarten „Rainbow“ mit Hakenkreuzen und rechten Sprüchen beschmiert. Pflanzkübel, Spielgeräte sowie mehrere Glasscheiben wurden beschädigt und die hintere Hauswand mit pinkfarbenem Spray besprüht. Der Schaden: 15.000 Euro. Bürgermeister Tino Kögler will 500 Euro Belohnung für Hinweise aussetzen, die zur Aufklärung der Straftat führen. (RAA-Sachsen)

10.03. Dresden
Auf dem Rückweg des Besuches einer Gerichtsverhandlung vor dem Dresdner Landgericht gegen die Übergriffe auf den Dönerimbiss während der Fußball EM 2008 wurde ein Mitarbeiter des Kulturbüro Sachsen e.V. auf offener Straße und am hellerlichten Tag in der Dresdner Neustadt von fünf Neonazis angegriffen. Das beherzte Eingreifen zweier Passanten und das schnelle Eintreffen der Polizei verhinderten Schlimmeres. Der Mitarbeiter befindet sich, glücklicher Weise, auf dem Weg der Besserung. (Aktion-Zivilcourage)

10.03. Bautzen
Mit Farbspray besprühten Unbekannte die Rückwand der Turnhalle der "Allende-Schule". In rot, blaub und lila wurden verschiedene Graffitis aufgebracht, u.a. Schriftzüge, Hakenkreuze und Runen. Die polizeilichen Ermittlungen zu den Tätern wurden aufgenommen, die Beseitigung der Schmierereien veranlasst. (RAA-Sachsen)

13.03. Hannover
Gegen 23:45 Uhr fährt eine junge Frau mit dem Bus alleine nach Hause. Auf dem Weg nach Hause fällt ihr eine Gruppe von ca. 20 teils schwarz gekleideter Personen mit Bierflaschen in der Hand auf. Die Schülerin erkennt diese Person sofort als Neonazis, hat sie doch schon öfter Probleme mit dieser Gruppe gehabt. Eine Station später muss sie aussteigen und nach Hause gehen. Auf dem Weg fällt ihr ein Auto auf, dass mit großer Geschwindigkeit an ihr vorbeifährt. Vor dem Haus angekommen bemerkt sie, dass dort 4 Autos in der Auffahrt stehen. Etwa 20 Personen (teils vermummt) steigen aus, machen Fotos von ihr. Sie kann nicht viel erkennen, da die Neonazis die Fernlichter angestellt haben. Sie beginnt zu rennen. Drei vermummte Personen folgen ihr, versuchen sie zum Angriff zu provozieren. Bevor sie das Haus betritt ruft sie mit lautstarker Stimme die Polizei an. Die Vermummten rennen zurück zu den Autos und schreien „Los haut ab! Schnell!“ (Indymedia)

13.03. Wurzen
Gegen 22 Uhr skandiert eine Gruppe von ca. einem Dutzend Neonazis in der Innenstadt lautstark und mehrfach rechtsextremistische Parolen, wie "Hier marschiert der nationale Widerstand.". (Netzwerk für demokratische Kultur

13.03.Billroda
In Billroda beschmutzten unbekannte Täter zwischen Freitagabend und Samstagmorgen das Denkmal „Schacht Burggraf“. Auf dem Gedenkstein zum Gedenken an die Häftlinge des Außenlagers Billroda (Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald) wurde eine schwarzen Substanz und Federn aufgebracht. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf, bisher liegen keine Hinweise auf den oder die Täter vor. (Mobile Opferberatung)

13.03 Osterburg, Wallpromenade
Gegen 19.40 Uhr meldete ein Zeuge, dass sich auf Höhe des dortigen Getränkeverkaufs  alkoholisierte Jugendliche aufhalten und verfassungswidrige Parolen riefen. Im Zuge des polizeilichen Einsatzes konnten 10 Personen festgestellt werden. Die Ermittlungen zu deren Beteiligung dauern an. (Mobile Opferberatung)

13.03. Grimma
Eine mexikanische Austauschschülerin wurde gegen 15.00 Uhr, durch drei unbekannte weibliche Jugendliche in einem Linienbus beschimpft. Nachdem die Jugendliche in der Südstraße ausgestiegen war, wurde sie durch die drei am Weitergehen gehindert. Außerdem wurde ihr der Rucksack gewaltsam entrissen und erst nach Übergabe von Bargeld zurückgegeben. Als die 17-Jährige flüchtete, warfen die Täterinnen Steine hinterher, wovon einer die Geschädigte traf und leicht verletzte. (RAA-Sachsen)

14.03. Groß Schwechten
Gegen 00.05 Uhr verschafften sich 5 Personen Zutritt zu einer Garage, wo eine Geburtstagsfeier stattfand. Die bisher unbekannten Täter gingen ohne ersichtlichen Grund auf die vorwiegend jugendlichen Gäste los und es kam zu Körperverletzungen. Noch vor Eintreffen der Polizei flüchteten die Täter mit einem PKW BMW. (Mobile Opferberatung)

14./15 03. Wunstorf
Bei einem Angriff aus einer 20-köpfigen Gruppe von Neonazis sind am Wochenende zwei Jugendliche in Wunstorf (Region Hannover) verletzt worden. Die Behörden ermitteln gegen zwei als Täter Verdächtige wegen gefährlicher Körperverletzung. Einer der beiden vermutlichen Täter war erst vor einigen Tagen wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Laut Polizeibericht hatte die Gruppe von etwa 20 Personen zunächst in einem Jugendzentrum gefeiert. Später zog die Gruppe durch die Stadt und begann einen Streit mit einer 19-Jährigen und einem 21-Jährigen. Eine Polizeistreife wurde auf die beiden Angegriffenen aufmerksam und konnte noch sehen, wie der 21-Jährige getreten wurde. Die Täter flüchteten sofort. (redok)

15.03. Halle
Am Samstag gegen 07.40 Uhr beleidigten zwei unbekannte Täter in einer Straßenbahn einen 32jährigen Tunesier mit ausländerfeindlichen Worten, einer der Täter schlug den Geschädigten anschließend. Am Rennbahnkreuz verließen die unbekannten Täter die Tram und nutzten ein Taxi. Eine Suche nach den Tätern verlief negativ, die Ermittlungen dauern an. (Mobile Opferberatung)

16./17.03. Bremen
In der Nacht wurde eine Behinderteneinrichtung im Bremer Stadtteil Burglesum von (noch) unbekannten Personen mit verfassungsfeindlichen Symbolen hinterlassen. So wurde u.A. Hakenkreuze und anderen menschenverachtenden Parolen an Wände geschmiert, ausserdem wurden Fensterrahmen in Brand gesetzt. (Indymedia)

16.03. Gera
Eine 16-jährige Schülerin einer Berufsschule in Gera schlug ihrer Lehrerin mehrfach ins Gesicht. Ihr gleichaltriger Freund empfing die herbeigerufene Polizei vor dem Klassenzimmer mit dem Hitlergruß. Die Beamten wurden von der 16-Jährigen mit einem Besenstiel attackiert.(Thüringer Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt)

18.03 Beilrode
Eine Gruppe von Jugendlichen soll sich in der Nähe der Sporthalle/Nordring aufgehalten haben. Aus der Gruppe heraus sollen rechtsgerichtete Parolen gerufen worden sein. Außerdem wären die Jugendlichen im Gleichschritt marschiert. (RAA-Sachsen)

19.03. Berlin-Wilmersdorf
Eine Frau wird zwischen 17 und 18 Uhr in der U-Bahnlinie 7 zwischen den Bahnhöfen Siemensdamm und Eisenacher Straße von einem Mann rassistisch beleidigt. Als der Mann versucht, die 54-Jährige zu schlagen, kommt ihr ein anderer Fahrgast zur Hilfe, in dem er sich zwischen die Beiden setzt. Die Frau verlässt am nächsten Bahnhof die U-Bahn und setzt ihre Fahrt später fort. (Reach Out)

19.03. Weimar
Vier junge Männer und Frauen haben in der Nacht rechtsextreme Parolen an Hauswände gesprüht. Bei einem von ihnen fanden die Ordnungshüter mehr als 200 Aufkleber der NPD, der Jungen Nationalen und der Nationalen Sozialisten. Drei von ihnen sind schon in der Vergangenheit mit rechtsextremen Straftaten aufgefallen. (MOBIT)

20.03. Bautzen
Nach Bürgerhinweisen stellte die Polizei am Mittwoch gegen 22.30 Uhr auf der Steinstraße zwei Männer (22 und 23), die in der Innenstadt Aufkleber mit rechtspolitischen Inhalten an Laternenmasten, Verkehrszeichen und Schaltkästen angebracht hatten. (RAA-Sachsen)

21.03. Greiz
Vier junge Männer und Frauen haben in der Nacht rechtsextreme Parolen an Hauswände gesprüht. Bei einem von ihnen fanden die Ordnungshüter mehr als 200 Aufkleber der NPD, der Jungen Nationalen und der Nationalen Sozialisten. Drei von ihnen sind schon in der Vergangenheit mit rechtsextremen Straftaten aufgefallen. (MOBIT)

23.03. Magdeburg
In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag kam es im Stadtteil Sudenburg zu mehreren Sachbeschädigungen in Form von Graffiti mit teilweise verfassungswidrigen Aussagen. So wurden Hauswände und Mauern in der Salzmannstraße, Hesekielstraße, St.-Michael-Straße, Brenneckestraße und der Halberstädter Straße mit roter oder schwarzer Farbe besprüht. Unter anderem wurden folgende Schriftzüge aufgebracht: „NEGER TÜRKEN JUDEN ALBANER“; „BONZEN SCHWEINE NS HC“; „JUDEN RAUS“; „FREI SOZIAL NATIONAL FREIHEIT“ und „NATIONALER WIDERSTAND“. (Polizeirevier Magdeburg)

23.03. Meiningen
Bürger aus Walldorf entdeckten auf dem Jüdischen Friedhof ihrer Gemeinde Spuren der Verwüstung. Grabsteine waren umgeworfen außerdem stellten sie fest, dass die Friedhofsumzäunung der Grabstätte zerstört war. Die Zerstörung dieses Friedhofs geschah nicht zum ersten Mal. Im Jahr 2005 entdeckten antifaschistische Jugendliche aus Meiningen und Walldorf dasselbe. (Indymedia)

25.03. Lößnitz
Mit gelber Farbe sprühten bislang Unbekannte verfassungsfeindliche Symbole (u. a. ein Hakenkreuz) auf die Frontscheibe eines Toyota sowie auf einen Wohnwagen. Der Pkw stand auf der Goethestraße und der Wohnwagen auf einem Parkplatz an der Lessingstraße. Außerdem wurden noch eine Hauswand in der Lessingstraße und ein Lkw besprüht. (Thüringer Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt)

27.03. Berlin

Ein 16-Jähriger wird von vier Männer in der Rennbahnstraße zunächst rassistisch beleidigt und anschließend geschlagen. Als der Jugendliche am Boden lag, tritt ihm einer der Schläger ins Gesicht. Als ein anderer eine Glasflasche nach ihm wirft, gelingt ihm die Flucht. (epd)

27.03. Nordhausen
Rechtsextreme überfielen eine Wohnung, traten die Wohnungstür ein und verletzten die BewohnerInnen mit Pfefferspray und gezielten Tritten und Schlägen. Drei Menschen mussten nach dem Überfall im Krankenhaus behandelt werden. Die etwa acht bis zehn Angreifer waren vermummt und schwarz gekleidet, einer der Angreifer trut ein Shirt mit der Aufschrift „NDH-City“. Am Abend sollen sich in der Innenstadt noch weitere Angriffe ereignet haben. (MOBIT)

31.03. Berlin

Unbekannte haben zwei Männer in Schöneberg und Lichtenberg wegen ihrer Hautfarbe beleidigt. Ein 37 Jahre alter Mann wurde in einer Gaststätte in der Straße am Tierpark in Friedrichsfelde angepöbelt und angegriffen. Zunächst habe ihn ein anderer Gast mit fremdenfeindlichen Parolen beschimpft und anschließend eine Flasche nach ihm geworden. Der Schläger flüchtete, der Überfallene erlitt Verletzungen im Gesicht. Der Staatsschutz ermittelt. In der Nacht zu Mittwoch kam es gegen drei Uhr morgens in Schönefeld zu einem weiterem fremdenfeindlichen Zwischenfall. Ein Passant wurde am Winterfeldplatz von einer Gruppe bedroht, die Männer brüllten fremdenfeindliche Parolen und zeigten den Hitler-Gruß. Die Polizei ermittelt. (Berliner Zeitung)


Februar 2009


03.02.Geringswalde
Ein stadtbekannter Neonazi drohte einem Jugendlichen sinngemäß an, dass er auch noch "dran" sei. Der Neonazi hat unter anderem wegen der Aussage des Betroffenen eine Haftstrafe bekommen. (RAA-Sachsen)

03.02 Heiligenstadt
Unbekannte rechtsextreme Täter hatten am Dienstagmorgen das Eingangstor des Jugendhauses der Villa Lampe in Heiligenstadt mit einer Kette verbarrikadiert. Am Zaun war ein Bettlaken mit der Aufschrift: „Wegen L・e geschlossen, Freier Widerstand Eichsfeld" angebracht worden. Hintergrund der Tat ist die Eröffnung der Ausstellung ・er Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland. (Thüinger Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt )

04.02. Berlin-Tiergarten
Ein dunkelhäutiger Mann angolanischer Herkunft wurde von zwei Männern im Alter von 22 und 43 Jahren am Bahnhof Zoo rassistisch beleidigt, angegriffen und geschlagen. Die Bundespolizei nahm die beiden Männer fest. (ReachOut)

06.02. Berlin-Lichtenberg
Gegen 22 Uhr wird eine Vietnamesin mit zwei Kindern am Ausgang des U-Bahnhofs Magdalenenstra゚e von einem Mann, Anfang 40, angegriffen und rassistisch beleidigt. Zeug/inn/en helfen der Frau. Der Täter, der in Begleitung einer Frau gleichen Alters und mit einer Bomberjacke bekleidet ist, kann fliehen.

08.02. Mannheim
Ein 19-jähriger Punk,der auf dem Weg zum AZ war,wurde von einer Gruppe von Hools,Gabbers und Nazi-Skins erst angepöbelt und dann ätlich mit Pffeferspray und Faustschlägen angegriffen! Grund für den Angriff war ein grosser Aufnäher mit einem durchgestrichenen Hakenkreuz,der sich auf der Rückseite seiner Jacke befand.
Bei der Auseinandersetzung erlitt das Opfer einen Nasenbeinbruch, Hämatome im Gesichtsbereich und eine schwere Reizung der Augen. Angefangen hatte der Konflikt,als der Jugendliche durch den Mannheimer Hauptbahnhof ging und auf eine etwa 20köpfige Gruppe von Glatzen traf,die sich über seinen Irokesenschnitt lustig machte.
Als sie beim vorbeigehen den Aufnäher mit dem durchgestrichenen Hakenkreuz erblickten, umringten Sie ihn bespuckten und bedrohten ihn.  Einer der Haupttäter forderte nun , dass er die Jacke heraus geben sollte. Als er das verweigerte,wurde er aus der Gruppe heraus mit Reizgas besprüht und mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen.
Daraufhin erschienen einige Polizisten -wahrscheinlich vom Sicherheitsdienst alarmiert- und zogen den Verletzten aus dem Pulk. Nachdem die Beamten die zwei "Anführer" der Gruppe festgenommen hatte,wurden sie selber von den Faschos mit Pfefferspray besprüht,mit Flaschen beworfen und geschlagen. (Indymedia)

13.02.Dresden
Am 13. Februar wurden Journalisten von zwei bekannten Dredner Neonazis angegriffen. Sie bedrohten einen Fotografen bei der Gedenkgebung am Heidefriedhof. Sie umstellten ihn und versuchten ihm gewaltsam die Kamera zu entrei゚en. Dabei wurde er leicht im Gesicht verletzt. Nur durch Polizeischutz konnte der Journalist den Heidefriedhof schliesslich verlassen. (RAA-Sachsen)

14.02.Chemnitz/Autobahnraststätte Rabensteiner Wald
Sieben Insassen eines Kleinbusses aus Weimar (zwei Erwachsene und 5 Jugendliche) wurden am Samstagvormittag auf der Hinfahrt zur Veranstaltung "Geh Denken!" in Dresde auf einer Raststätte nahe Chemnitz von ca. 60 Rechtsextremen angegriffen. Die Täter warfen mit Gegenstäden in der Raststätte, drückten die Betroffenen gegen Regale. Vor der Raststätte wurden Sie zu Boden geschlagen und mehrmals gegen den Kopf getreten. Als die Betroffenen fliehen konnten, wurde ihr Auto demoliert und die Heckscheibe eingeschlagen. Vier der Überfallenen mussten mit Prellungen, Platz-, Schnitt- und Schürfwunden ambulant behandelt werden. (Thüringer Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt)

14.02.Dresden
Im Zuge des Naziaufmarschs in Dresden kam es am Hauptbahnhof zu einem rassistischen ワbergriff auf eine Asiatin und ihre Tochter. Ein Gruppe von 35 Nazis beleidigten die Frau und drückten sie gegen die Wand. Die Polizei, welche von der Betroffenen auf den Vorfall und die Täter aufmerksam gemacht wurde, nahm die Täter nicht fest. Da die zwei Polizeibeamten sich nicht in der Lage sahen allein gegen die Täter vorzugehen, riefen sie zuächst Verstärkung. (RAA-Sachsen)

14.02.Thüringen
Auf der Raststätte Teufelstal überfielen Nazis, die vom Aufmarsch in Dresden gekommen waren einen Bus mit Gegendemonstranten. Dabei kam es zu einer regelrechten Hetzjagd auf der Raststätte. Ein Gewerkschaftskollege, dem die Flucht in den Bus nicht mehr gelang, wurde von Nazis weggezerrt und so zusammengeschlagen, dass er einen Schädelbasisbruch erlitt. (RAA-Sachsen)

14.02. Taucha/Dresden
Nach dem Neonazi-Aufmarsch in Dresden hat es einen weiteren, bisher unbekannten Übergriff von Rechtsradikalen auf abreisende Gegendemonstranten gegeben. Neonazis hätten am vorigen Samstag in einem Regionalexpress Mitglieder des Jugendparlaments der Stadt Taucha angriffen und im Landkreis Meißen gewaltsam aus dem Zug geworfen. Eine Frau sei verletzt worden. Nico Wesser, Sprecher des Jugendparlamentes, berichtete gegenüber der Leipziger Volkszeitung: „In den ersten Zug durften wir nicht, weil der nur für die Anhänger der rechten Szene reserviert war. Eine Stunde später kam ein zweiter Zug, in den wir eingewiesen wurden, obwohl sich dort auch fast nur Rechtsextreme aufhielten. Diese machten von allen Fotos, die offensichtlich nicht ihrer Ideologie angehörten. Ein Mädchen aus Jena, das wir nicht kannten, wollte sich das nicht gefallen lassen. Martin Dorschel, der auch unserem Jugendparlament angehört, und ich gingen dazwischen. Mit dem Ergebnis, dass Martin und das Mädchen an der nächsten Station regelrecht aus dem Zug geworfen wurden". Wesser sei im Zug geblieben und habe versucht, den „Grund für die Aggressivität“ herauszufinden. Zur Antwort bekam er laut eigenen Aussagen: „Wir stehen nicht so auf Zivilcourage, weißte!“ Auch ihm und den übrigen Tauchaer Jugendlichen sei „angeboten“ worden, am nächsten Bahnhof auszusteigen, was Nico Wesser ohnehin tun wollte. Eine Stunde später waren alle im nächsten Zug wieder vereint – diesmal ohne weitere Zwischenfälle. (RAA-Sachsen)

15.02.Döbeln
Drei Russland-Deutsche wurden Opfer eines brutalen Überfalls in der Kleinen Kirchgasse. Eine Gruppe von 15 bislang unbekannten Personen griff die Männer im Alter von 24 bis 29 Jahren an, und besprühte sie mit Reizgas. Die Opfer wurden beleidigt. Anschließend flüchteten die unbekannten Täter. (RAA-Sachsen)

17.02.Bautzen
Massive Schmierereien wurden am Wochenende in der Bautzener Altstadt entdeckt. Unbekannte hatten mit grüner Farbe Schriftz・e und Hakenkreuze and die Kapelle auf dem Protschenberg, die Stadtmauer am Reymannweg, die Mühltorgasse sowie den Burgwasserturm geschmiert. Schaden: mehr als 2 000 Euro. (RAA-Sachsen)

19.02. Pirna
In der Nacht zum Mittwoch ist im Pirnaer Stadtteil Copitz eine 19-jährige dunkelhäutige Frau auf offener Straße angegriffen und wüst beschimpft worden. Die Polizei geht davon aus, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit bei der Attacke eine Rolle spielten. Als mutmaßlichen Angreifer ermittelten die Beamten einen 23-jährigen Copitzer, der der rechtsextremen Pirnaer Szene zugerechnet wird. Der 23-järige soll die Frau mit der Faust ins Gesicht geschlagen und sie mit Worten wie „Nigger“ und „Negervieh“ tituliert haben. (Aktion Zivilcourage)

19.02. Erfurt
Zwei rechte Schmierer wurden durch die Bundespolizei am Hauptbahnhof auf frischer Tat gestellt. Die beiden wurden beobachtet, wie sie an einer Gedenktafel für die deportierten Opfer des NS-Regimes rechtsextreme Sprüche und Zeichen in die Staubschicht der Wandfliesen malten (Thüringer Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt)

20.02. Nordhausen
Mehrfach am Abend griffen eine Gruppe von so genannten „Autonomen Nationalisten“ und rechtsextreme Hooligans Jugendliche an, die zum Teil verletzt wurden. (Thüringer Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt)

21.02. Berlin-Lichtenberg
Während der Durchsuchung des Clubhauses eines Lichtenberger Motorradclubs in der Hauptstraße, Anlass ist ein Neonazi-Konzert, wird gegen 22 Uhr 30 ein Fotograf der Berliner Morgenpost von zwei Neonazis bedroht und angegriffen. Durch das Eingreifen von Bereitschaftspolizisten bleibt er unverletzt. (ReachOut)

21.02 Thüringen
Nach einer Landesmitgliederversammlung der 'Grünen Jugend' in Thüringen am 21. Februar kam es auf der Heimreise zu einem Neonazi-Übergriff auf vier Mitglieder, darunter ein 16 jähriges Mädchen.
Die Täter pöbelten die Heimreisenden im Zug an, schlugen einem ins Gesicht, spuckten und drohten aufs massivste mit Gewalt. Sie versuchten ebenfalls die Opfer zu fotografieren, wobei sie ebenfalls handgreiflich wurden. Dabei fielen Sprüche wie: „Solche wie euch hätte man früher gehängt.“ oder „Mit euch könnten wir nicht das Vaterland verteidigen!“. Selbst gegen den Schaffner gingen die Neonazis verbal vor. (MUT)

23.02. Berlin
Am Montagabend wurde gegen 23.30 Uhr auf der Zwischenebene oberhalb des S-Bahnhofs Potsdamer Platz ein aus Westafrika migrierter Fl・htling von mehreren Skateboardfahrern zusammengeschlagen und dabei erheblich verletzt. Anlass des Angriffes war offenbar, dass der junge Mann "im Weg stand" und dabei von einem der Täter angefahren wurde. Das Opfer wurde zudem in perversester Form rassistisch beleidigt und ihm wurden Geldbörse, Monatskarte und Handy geraubt. (Indymedia)

25.02. Bergen
Unbekannte hatten in der niedersächsischen Stadt Bergen ein Hakenkreuz angezündet und an eine Kirchenmauer gestellt. Die Polizei hat bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Die Stadt Bergen liegt nördlich des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen, das im April 1945 kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges von britischen Truppen befreit wurde. (spiegel.de)

26.02. Berlin-Köpenick
Gegen 14 Uhr 20 wurde ein 16-jähriger am Stellingdamm von drei etwa 17 Jahre alten Jugendlichen verbal bedroht, in dem sie ihn als „Zecke“, die sie „fertig machen“ und „abstechen“ wollen bezeichneten. Ein Jugendlicher hielt dabei ein Messer in der Hand. Der 16-jährige flüchtete und alarmierte die Polizei, die die Täter nicht mehr antraf. (ReachOut)

27.02. Dessau-Roßlau
Gegen 6.45 Uhr morgens wird ein linker Jugendlicher auf der Straße von vier mit Tüchern vermummten Personen angesprochen. Offenbar hatten sie den Betroffenen am Tag zuvor beobachtet, wie er Mobilisierungsflyer gegen den Neonaziaufmarsch am 7. März 2009 in Dessau verteilte. Zwei der Rechten schlagen auf den 17-Jährigen ein, sodass er zu Boden geht. Bevor die Gruppe flüchtet, treten die Angreifer noch auf den Betroffenen ein. Der Staatsschutz ermittelt. (Mobile Opferberatung)

28.02. Weimar
Jugendliche Besucher der Stadt wurden durch zwei Angreifer geschlagen und getreten, nachdem sie gefragt wurden, „wie sie zu Deutschland stehen“. Einer der Angreifer trug eine schwarze Bomberjacke, T-Shirt mit rotem Adler und Springerstiefel. (Thüringer Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt)


Januar 2009

01.01. Magdeburg
Morgens gegen 6 Uhr wird am Hauptbahnhof ein Antifaschist von zwei Neonazis, darunter dem führenden Neonaziaktivisten Matthias Bady, in der menschenleeren Unterführung zunächst angepöbelt und geschubst. In der Haupthalle versetzt Matthias Bady dem Betroffenen dann einen Stoß mit dem Kopf. Keiner der anwesenden Reisenden greift ein. (Mobile Opferberatung)

01.01. Ludwigsfelde
Eine Gruppe Rechter griff auf dem Rathausplatz Linke an. 5 Personen wurden verletzt. Die Polizei nahm drei der Angreifer vorläufig fest. (Opferperspektive-Brandenburg)

02.01. Quedlinburg
Am Vormittag wird ein alternativer Jugendlicher, der einen Pullover mit einem durchgestrichenen Hakenkreuz trägt, zuerst aus einem Auto heraus angepöbelt. Dann steigen zwei Rechte aus. Einer von ihnen schubst den 19-Jährigen auf den Rasen. Die Begleiterin des Betroffenen wird bei dem Versuch zu helfen, weggestoßen. Der andere Rechte schlägt den Alternativen mit der Faust ins Gesicht, beschimpft ihn als „Scheiß Zecke“ und meint „Ruf doch deine Antifa“. Als der Betroffene sich wehrt, packt der erste Angreifer ihn am Hals, würgt ihn und schlägt ihm gegen den Kopf. Dabei droht er dem 19-Jährigen, er solle sich nicht in mehr in Quedlinburg blicken lassen, sonst sei er tot. (Mobile Opferberatung)

02.01. Gehren
An diesem Freitag fand im Gehrener Rathaussaal ein Konzert der Rockgruppe „G-Punkt“ statt, bei dem, wie in der Gegend nicht unüblich, auch eine Gruppe Neonazis anwesend war. Bereits vor Mitternacht begannen die Nazis damit anwesende Punks und Linke verbal zu attackieren und zu bedrohen. Gegen 02.00 Uhr machte sich eine vierköpfige Gruppe aus Ilmenau auf den Weg nach Gehren, um eine Bekannte von der dortigen Veranstaltung abzuholen. Unter ihnen auch W. der Organisator des Ilmenauer „Aufmucken gegen Rechts“ Konzertes. Angekommen in Gehren, mischten sich die Vier noch ein wenig unter die Leute und ließen ein paar Flyer für die kommende Veranstaltung zurück. Während ihres Aufenthaltes im Rathaussaal kam es zu keinerlei Problemen mit anderen anwesenden Personen. Als die Gruppe nach knapp 30 Minuten den Saal wieder verließ, wurde der etwas abseits laufende W. von einer plötzlich auftauchenden Person attackiert und gestoßen. Als er diesen fragte, wo denn das Problem liege und ihm zu verstehen gab, dass er nur nach Hause wolle, bekam er einen Tritt gegen das Knie ab, woraufhin er zu Boden stürzte. Doch auch nachdem W. am Boden lag, ließen der polizeibekannte Neonazi und seine hinzukommenden Freunde nicht von ihm ab. Die anwesende Security sah keinerlei Grund zum eingreifen, hinderte jedoch eine andere Person daran W. zu Hilfe zu eilen. Als es der Gruppe schließlich doch noch gelang ihren verletzten Freund ins Auto zu bringen, konnte dieser endlich ins Krankenhaus gebracht werden, wo die Ärzte einen gebrochenen Mittelhandknochen, eine kaputte Kniescheibe und mehrere Schürfwunden feststellten. (Indymedia)

03.01. Schönhausen
Gegen 21 Uhr griff ein 22-jähriger Rechter aus Schöhausen einen 16-jährigen ukrainischer Herkunft an und verletzte ihn, sowie einen 57-jährigen Mann durch Faustschläge ins Gesicht. Außerdem beleidigte der Angreifer den 16jährigen und eine 33-jährige Frau als „Russenschweine“ und mit Sprüchen wie „Verpisst Euch aus Deutschland“. Dann zeigte er den so genannten „Hitler-Gruß“ und rief „Sieg Heil“. (Opferperspektive)

03.01. Greiz
An einer als Szene-Treff geltenden Tankstelle griffen mehrere Rechtsextreme alternative Jugendliche an. (MOBIT)

06.01.Berlin-Friedrichshain
Im Eingangsbereich des S-Bahnhofs Ostkreuz wird ein 38-jähriger Mann, der als der Punk-Szene zugehörig beschrieben wird, von drei unbekannten Männern beleidigt, geschlagen und getreten. Gegen 4 Uhr 45 beobachtet ein LKW-Fahrer den Überfall und alarmiert die Polizei. Die Täter, die laut Opfer der rechten Szene angehören, entkommen unerkannt. Der Punk wird verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. (ReachOut)

10.01. Ilmenau
Räume des Landespatentzentrums der Technischen Universität sind verwüstet und mit antisemitischen Schmierereien versehen worden. Der Leiter des Landespatentzentrums ist auch der stellvertretende Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen. (MOBIT)

10.01. Dessau-Roßlau
Gegen 4.00 Uhr nachts versucht eine etwa 20-köpfige, großteils vermummte und mit Totschlägern bewaffnete Gruppe, gewaltsam in eine Kneipe einzudringen, die bereits geschlossen hat. In der Folge werden zwei Gäste, die das Lokal verlassen, aus der Gruppe heraus geschlagen. Auf einen 36-Jähriger treten die Angreifer weiter ein, als er bereits am Boden liegt. Er wird an der Hand verletzt und seine Brille geht zu Bruch. Etwa zweieinhalb Stunden vor dem Angriff waren acht z.T. stadtbekannte Neonazis als unerwünscht erklärt und des Lokals verwiesen worden. Trotz „Scheiß Nazis“-Rufen aus der Gruppe der Angreifer gehen die Betroffenen u.a. aufgrund der Vorgeschichte und der Tatbegehung davon aus, dass es sich bei den Angreifern um Neonazis gehandelt haben muss. Eine Passantin berichtete später, auf der Kleidung einer Person aus der Angreifergruppe die Aufschrift „Autonome Nationalisten“ erkannt zu haben. (Mobile Opferberatung)

11.01. Berlin-Pankow
Gegen 2 Uhr 15 verließen 20 jugendliche Touristen aus Dänemark den Zug auf dem S-Bahnhof Blankenburg, nachdem sie während der Fahrt Richtung Zepernick von anderen Fahrgästen beleidigt worden waren. Auf dem S-Bahnhof Blankenburg wurde einem 24-jährigen Dänen von einem 17-järigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Ein weiterer Angreifer erhob seinen Arm laut Zeugenaussagen zum sogenannten „deutschen Gruß“. Die Angreifer flüchteten und wurden am S-Bahnhof Karow von der Bundespolizei festgenommen.

15.01. Perleberg/Prignitz
In der Nacht wurden drei Fensterscheiben eines Dönerimbiss in der Lindenstraße mit Pflastersteinen zerstört. An einer Scheibe waren Plakate mit rassistischem Inhalt einer "Direkten Aktion Pritzwalk" geklebt worden. (Opferperspektive-Brandenburg)

20.01. Burgstädt
In der vergangenen Nacht wurde der Proberaum einer Burgstädter Punkband Ziel eines rechten Brandanschlages. Dieser brannte komplett aus. Im Proberaum befand sich nach Angaben der Betroffenen die gesamte Musikausrüstung. Desweiteren wurden gezielt zwei Autos von linksgerichteten Jugendlichen zerstört. (RAA-Sachsen)

30.01.Limbach-Oberfrohna
In der Nacht wurde ein Punker auf dem Heimweg durch mehrere Neonazis angegriffen. Dieser erlitt so starke Verletzungen, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. (RAA-Sachsen)

31.01.Chemnitz
Ein bekannter Neonazi griff einen Jugendlichen am Abend in der Straßenbahn körperlich an. Im Vorfeld provozierte er den Jugendlichen durch Beleidigungen. Der Jugendliche erlitt leichte Verletzungen und musste ambulant behandelt werden.


Dezember 2008

31.12.2008/1.1.2009 Neonazis attackieren Bus in Marl
Neonazis stürmten in Marl in der Silvesternacht auf einen öffentlichen Bus zu, zerstörten eine Fensterscheibe und prügelten auf die Insassen ein. Hintergrund ist eine Fehde mit der autonomen Szene. Die vier Angreifer (19, 19, 20 und 30 Jahre) hatten zunächst Silvesterraketen auf der Straße abgefackelt, so die Polizei, seien dann plötzlich Richtung Linienbus gestürmt, der an der Haltestelle Hochstraße stand. Offenbar hatten die Mitglieder der Gruppe ihre ungeliebten Bekannten als Fahrgäste ausgemacht, darunter ein 20-jähriger Marler und dessen Begleiterin (25) aus Bayern. Es hagelte Beschimpfungen, dann flog eine Bierflasche gegen den Omnibus. Eine Scheibe zersplitterte, und durch diese habe dann einer der Tatverdächtigen mit einem Holzstiel auf mehrere Insassen eingeprügelt. Anschließend seien die Männer in einen Hauseingang geflohen. Die 25-jährige Besucherin aus Bayern erlitt derart schwere Verletzungen, dass sie vorübergehend in ein Krankenhaus kam. Ebenso wurde einer der Angreifer eingeliefert, der wegen Blessuren an der Hand sogar für längere Zeit ins Hospital musste. Dass die Geschichte nicht gänzlich unpolitisch ist, zeigt auch der Fakt, dass der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen hat. (Derwesten.de, 2.1.2009)

31.12.2008 Inder in Berlin-Lankwitz attackiert
Durch mehrere Kopfstöße ist ein 20-jähriger Inder am Mittwochmorgen auf dem S-Bahnhof Lankwitz verletzt worden. Der Mann war aus bislang ungeklärter Ursache mit einem Unbekannten in Streit geraten, teilte ein Polizeisprecher mit. Bei dem Streit wurde der Inder fremdenfeindlich beleidigt und anschließend geschlagen. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.(Tagesspiegel, 3.1.2009)

20.12. Gewalt in Leipzig und Dessau
Neonazi-Gewalt in Sachsen und Sachsen-Anhalt: In Leipzig haben Rechtsextremisten nach einer Feier Passanten und Polizisten angegriffen. In Dessau verletzten rechte Schläger vier Linke. Gegen vier Männer im Alter von 25 bis 28 Jahren wurden Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstandes, Beleidigung und Sachbeschädigung eingeleitet.Die Polizei war von einem Anwohner gerufen worden, der sich über laute Musik von einer Party beschwert hatte. Auf dem Grundstück war im November ein NPD-Büro eingerichtet worden. Zunächst sei die Lage ruhig geblieben, gegen 3 Uhr eskalierte sie jedoch. Partygäste verfolgten zunächst zwei Passanten. Als die Polizei einschritt, gab es Krawalle.
In Dessau-Roßlau griffen acht bis zehn Rechtsextreme vier Menschen an und verletzten sie. Die 18 bis 23 Jahre alten Opfer hätten sich selbst dem linken Spektrum zugeordnet, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Nach Angaben von Opfern und Zeugen habe die Gruppe von Rechtsextremen ohne Vorankündigung angegriffen. Die Täter seien vermummt und dunkel bekleidet gewesen. (spiegel.de, 21.12.2008)

14.12. Antisemitischer Angriff in Mahlsdorf
In Berlin-Mahlsdorf ist ein 20-jähriger Mann antisemitisch beleidigt und schwer verletzt worden.
Ein 22jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen. Gegen ihn ermittelt der Staatsschutz wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Der 22-jährige soll sein Opfer zunächst angepöbelt haben und ihn dann mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihm gegen den Kopf getreten haben. Polizeibeamte nahmen den Schläger fest. Das Opfer kam mit Knochenbrüchen im Gesicht und einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus. (rbb-online 14.12.), (Berliner Zeitung 15.12.)

13.12. Attentat auf Passaus Polizeichef
Gegen 17.30 klingelt es vor der Privatwohung des Passauer Polizeipräsidenten. Als er öffnet, wird er mit Nazisprüchen beschimpft, dann sticht ein etwa 1.90 m großer kahlköpfiger Mann auf ihn ein und verletzt ihn schwer (MUT, 14.12.)

2.12.  Drei Übergriffe auf Weihnachtsmarkt in Quedlinburg

Bedroht, bepöblet, getreten. Besucher einers Weihnachtsmarkts in Quedlinburg berichten über Angriffe von Neonazis -nur weil sie links aussahen (indymdedia 3.12.)


November 2008

30.11. Neonazis attackieren Polizisten in Teterow
n der Nacht zum Sonntag hatten rund 20 Neonazis nach einer aufgelösten Feier in der Stadt Teterow einen Streifenwagen attackiert, der mit zwei Polizisten besetzt war. Die Angreifer schlugen an dem Fahrzeug mehrere Scheiben kaputt und traten die Seitenspiegel ab. Bei der späteren Festnahme eines 23-Jährigen gaben die Beamten einen Warnschuss ab. Der Mann musste inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt werden, teilte die Polizei gestern mit. (Ostsee-Zeitung, 2.12.2008)

23.11. Brandanschlag in Leipzig
Durch Brandstiftung ist das Nachbarschaftszentrum KOMM-Haus in Leipzig-Grünau schwer beschädigt worden. Neonzis hatten das Gebäude zum wiederholten Mal attackiert - weil sich dort eine Bürgerimnitiative gegen Rechtsextremismus befindet. (MUT-28.11.)

15.11. Gotha
Vermutlich Rechtsextreme hängen einen rotgefärbten Schweinekopf an das Tor des Jüdischen Friedhofs von Gotha. Dies ist nicht die einzige Friedhofsschändung in Deutschhland im November. Meldungen gibt es auch aus sechs weiteren Orten. (MUT, 17.11.
http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/aufgelesen/juedischer-friedhof-in-gotha-mit-schweinekopf-geschaendet/)

Nachmeldung vom 14.11.:
01.08.2008 Mord in Dessau-Roßlau
Ein bedrückender Fall von rassistischer Menschenverachtung: Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau hat zwei Männer wegen Mordes an einem Obdachlosen angeklagt. Die beiden sollen in den Nachtstunden des 1. August vor dem Hauptbahnhof Dessau ohne jeden erkennbaren Anlass einen 50-jährigen Wohnungslosen aus Halle angegriffen, geschlagen und getötet haben, wie das Landgericht Dessau-Roßlau heute verkündete. Der 23-jährige Angeklagte soll zudem einen Papierkorb aus Metall mehrmals mit voller Wucht auf den Kopf und den Rumpf des Opfers geschlagen haben, bis es kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Ein Zeuge verständigte die Polizei, die die Angeklagten festnahm. An ihrer Bekleidung fanden sich Blutspuren. Das Opfer starb unmittelbar am Tatort an Herz- und Lungenquetschungen. Der 23-Jährige aus Güterglück und der 34 Jahre alte Angeklagte aus Dessau-Roßlau, die zur Tatzeit unter erheblichem Alkoholeinfluss standen und sichgegenseitig der Tat bezichtigen, sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Sie haben den Angaben zufolge in der Vergangenheit bereits mehrfach Gewaltdelikte begangen. (ddp auf e110.de, 14.11.2008)

14.11. Limbach
Eine Gruppe von Neonazis sorgt seit Wochen in Limbach-Oberfrohna für Angst und Schrecken. Trauriger Höhepunkt: Am Wochenende wurde zum fünften mal binnen weniger Wochen ein Jugendclub im Zentrum der Stadt kurz vor seiner Eröffnung am Wochenende gleich zwei Mal von Rechtsextremen überfallen. (MUT 17.11.) http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/ueberfaelle-auf-jugendclub-in-limbach-oberfohna/

12.11.Dresden
Auch das gibt’s: Im Dresdener landtag schlugen sich zwei NPD-Leute. Eine verbale Auseinandersetzung zwischen dem NPD-Abgeordneten Jürgen Gansel und dem parlamentarischen Berater Peter Naumann sei eskaliert, bestätigte ein NPD-Fraktionssprecher am Mittwoch in Dresden. Im Landtagsgebäude sei es bereits am Dienstag zu "Tätlichkeiten" gekommen, in deren Folge Gansel einen Schlag ins Gesicht erhalten habe. (MUT, http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/npd-pruegel-im-saechsischen-landtag/)

08.11. Frankfurt/Oder
Am späten Abend des 8. November 2008 wurde in Frankfurt/Oder ein sozikultureller Treffpunkt der alternativen Szene angegriffen. Nicht zum ersten Mal. Neben den Räumlichkeiten des Utopia e.V. beherbergt der von dem Angriff betroffenen Kontaktladen unter anderem die regionale "Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt". (MUT http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/rechter-ueberfall-in-frankfurt-oder-auf-club/)

03.11.2008 Dresden
Kurz vor 18.00 Uhr kam es auf der Prager Straße zu einem tätlichen Übergriff auf einen jungen Algerier. Dabei kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung, woraufhin in der Foge ein Unbekannter mit der Faust auf den 21-Jährigen einschlug. Nur wenige Minuten später trafen sich Täter und Opfer am Postplatz erneut. Dabei beschimpfte der Unbekannte den Algerier wegen seiner Herkunft und schlug erneut auf ihn ein. Anschließend flüchtete der Täter. (Polizei Dresden)

02.11. Berlin
In der Nacht zum 2.11. wurde in Berlin ein Rabbiner mit seinen Schülern attackiert.
Der othodoxe Berliner Rabbiner Yehuda Teichtal war mit acht Rabbinerschülern aus den USA und England mit seinem Kleinbus auf dem Berliner Kurfürstendamm unterwegs. Wegen ihrer streng orthodoxen dunklen Kleidung und der Kopfbedeckung seien er und die jungen Männer im Alter ab zwanzig Jahren als Juden deutlich erkennbar gewesen, schilderte er der Berliner Zeitung. Plötzlich sei ein Wagen von hinten dicht auf seinen Bus aufgefahren, dann fuhr der Wagen direkt neben dem Bus. Dabei hätten die Männer "Scheiß Juden" und "Tod den Juden" gebrüllt. Um weitere Aggressionen zu verhindern, so der Rabbiner, habe er die Spur gewechselt und sei in Richtung Lietzenburger Straße abgebogen. Doch die Männer in dem Wagen seien ihnen gefolgt, hätten sie vor Ampeln wiederholt ausgebremst und kurz vor dem Olivaer Platz etwas Brennendes in Richtung des Kleinbusses geworfen. "Die haben bewusst versucht, einen Unfall zu verursachen", sagte der Rabbiner. Teichtal konnte sich das Kennzeichen des Verfolgerwagens merken und bei der Polizei angeben.Am Abend des 3.11. teilte die Polizei dann mit, dass ein 18-Jähriger Deutschlibanes als dringend tatverdächtig gilt. Der junge Mann, sein Vater ist Libanese, die Mutter Deutsche, sei zur erkennungsdienstlichen Behandlung gebracht worden. Die Ermittlungen zu einem Beifahrer würden noch andauern, hieß es. (MUT http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/2008-mehr-als-800-antisemitische-straftaten/)

1.11. 2008 Döbeln
Am Morgen des 1.11. wurden engagierte Bürger von Rechten angegriffen. Die Bürger waren dabei genehmigte Plakate, die sich inhaltlich gegen den am Nachmittag stattfindenden Neonaziaufmarsch richteten, aufzuhängen. Die ca. 10 Angreifer kamen zum Teil mit dem Auto und gingen mit Eisenketten und Knüppeln auf die Bürger los. Diese konnten den Angreifern entkommen ohne dabei verletzt zu werden. Zivilbeamte der Polizei beobachteten den Vorfall. (rass-sachsen.de)


Oktober 2008


29.10. Hainichen

In der Pause eines Prozesses vor dem Amtsgericht in Hainichen wurden vier alternative Jugendliche von ca. 15 als Zeugen geladenen Rechten angepöbelt. Die Rechten beschimpften die Jugendlichen und bespuckten deren Autos. Weiterhin wurden einige der Jugendlichen weggestoßen. Die zur Hilfe eilende Beamte des Amtsgerichtes wurde ebenfalls von Seiten der Rechten zurückgehalten und weggedrängt. Darufhin wurde die Polizei alarmiert. (raa-schsen.de)

27.10.2008 Eilenburg

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Dienstag vier Brandsätze vor ein Asylbewerberheim in Eilenburg (Kreis Nordsachsen) geschleudert. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Die Glasflaschen mit Brandbeschleunigern brannten auf einem Parkplatz. Sachschaden entstand nicht. Die Suche nach den Tätern dauert an. „Ein politisch motivierter Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden“, teilte die Polizei mit. (raa-sachsen)

24.10.2008 Löbau
In der Nacht zum Samstag überfielen stadtbekannte Nazis den Jugendklub "Klinik", in dem eine geschlossene Veranstaltung stattfand. Sie beleidigten die Anwesenden und verletzten diese anschließend. Die Personalien der Nazis wurden durch die Polizei festgestellt und Ermittlungsverfahren eingeleitet. (Quelle: raa-sachsen)


14.10.2008 Dessau-Roßlau

Gegen 3:40 Uhr nachts zerstörte ein Unbekannter am alternativen Jugendzentrum Dessau zwei Sicherheitsglasscheiben des Vereinscafés. Nur wenige Minuten zuvor hatten mehrere Personen vor dem Zentrum aus einem PKW heraus lautstark „Sieg Heil“ skandiert. Der alarmierten Polizei gelang es trotz umgehend eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen zunächst nicht, den Angreifer zu stellen.

13.10 Kamenz
Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag an der Pforte der katholischen Kirche die Gedenktafel füe den im KZ Dachau umgekommenen Kaplan Bernhard Wensch aus der Wand gerissen und gestohlen. In derselben Nacht wurde in der Nähe des Marktplatzes der Stolperstein zur Erinnerung an den Kamenzer Kaufmann Adolf Grünberger, der auch im KZ umgekommen ist, mit Teer übergossen. (Quelle: raa-sachsen)

11.10.2008 Zwickau
Am Morgen wurde ein äußerlich leicht als Punk zu erkennbarer Jugendlicher von 8-10 Neonazis am Zwickauer Hauptbahnhof angegriffen. Die Jugendliche war auf dem Heimweg als die Neonazis ihn vor dem Eingangsbereich mit "Dreckszecke" u.a. beschimpften und anschließend auf ihn losprügelten. Der Jugendliche konnte sich in den Eingangsbereich des Hauptbahnhofes retten und stieg in seinen Zug. Beim nächsten Halt stiegen die gleichen Neonazis, welche ihn zuvor am Hauptbahnhof angegriffen haben zu. Im Zug traten und schlugen sie erneut auf ihn ein. Mitgereiste Fahrgäste riefen weder die Polizei, noch das Zugpersonal. Dem Betroffenen Jugendlichen kam niemand zu Hilfe. Am Bahnhof Hartenstein verließen die Rechen den Zug und ließen ihr Opfer am Boden liegen. Dieser wurde Mittag mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. (raa-sachsen)

08.10.2008 Quedlinburg
Zwei augenscheinlich Rechte nehmen einem 16jährigen Alternativen seine Mütze weg und reißen antifaschistische Buttons davon ab. Als der Jugendliche seine Mütze zurückfordert, wird er von einem der Rechten gegen die Brust gestoßen. Als er sich dagegen wehrt, schlägt ihm der zweite Rechte mit der Faust ins Gesicht. Der Betroffene erleidet eine Prellung im Bereich des Jochbeins. (Quelle: Mobile Opferberatung)

02.10.2008 Halberstadt
Gegen 23:30 Uhr stört eine Gruppe von ca. sieben offensichtlich Rechten, darunter zwei Frauen, eine Geburtstagsfeier von alternativen Jugendlichen. Sie bepöbeln die Feiernden und versuchen sie zu provozieren. Als die Alternativen nicht darauf anspringen, versucht einer der Rechten einem 17 Jahre alten Metaller die Haare anzuzünden. Als der Jugendliche sich wehrt, schlägt ihm der rechte mehrmals mit der Faust ins Gesicht. Der Betroffene muss mit Verdacht auf Jochbeinbruch ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Eine alternative Jugendliche wird dabei von einer Frau aus der Gruppe der Angreifer mehrfach ins Gesicht geschlagen. (Quelle: Mobile Opferbeartung)


September 2008

28.09.2008 Strausberg / Märkisch-Oderland
Strausberg Am frühen Morgen verschafften sich etwa zehn Angehörige der lokalen rechten Szene Zutritt zu einer Party im alternativen »Club«, indem sie die am Einlass Beschäftigten zur Seite drängten. Im Saal bedrohten die Rechten mehrere Gäste. Die Polizei verwies die Gruppe des Geländes. (Quelle: Alternatives Jugendprojekt 1260 e.V.)

27.09.2008 Dresden
Bei dem Angriff gegen 01.50 Uhr wurde ein Pflasterstein gegen das Haus geworfen und fünf Keltenkreuze mit Edding an die Hauswand geschmiert. Dabei wurden rechte Parolen wie "Ihr Antifa-Juden - wir kriegen euch alle!" gebrüllt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die HausbewohnerInnen eingeschüchtert werden sollen, da derzeit mehrere Prozesse gegen die Gruppe "Assi-Pöbel" laufen, bei denen Betroffene als Zeugen aussagten. (raa-sachsen)

26.09.2008 Mügeln
Ein 35-Jähriger hielt sich am Abend des 27.09.2008 bei einem öffentlichen Fest auf dem Gelände des Schloss Ruhetal in Mügeln auf. Beim Verlassen des Festes gegen Mitternacht passierte er eine Gruppe von ca. 15 Personen. Aus dieser Gruppe heraus rief eine Person „Dort ist er!“. Kurze Zeit danach wurde er von einem 20-Jährigen, der zu der Gruppe gehörte, in der Schlossstraße von hinten angegriffen, umgestoßen und am Boden liegend getreten sowie geschlagen. Dabei erlitt er eine Platzwunde neben dem Auge sowie Prellungen am Kopf und am Oberkörper. Der Geschädigte ist ein Zeuge in den Ermittlungen zu den Ausschreitungen beim Altstadtfest in Mügeln im Jahr 2007. In der ARD-Fernsehdokumentation „Der Tag, als der Mob die Inder hetzte!“, machte er dazu auch Aussagen. Durch das Dezernat Staatsschutz der Polizeidirektion Westsachsen wird nun geprüft, ob die Tat im Zusammenhang mit dem Altstadtfest steht. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen den Tatverdächtigen ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. (Quelle: raa-sachsen)


21.09.2008 Bernau bei Berlin / Barnim
Bernau Zwei alkoholisierte Männer drohten einen Reisenden in der S-Bahn, den sie für einen »Türken« hielten, ihn aus dem Zug zu werfen. Dem Bedrohten gelang es, einen der Männer von seiner deutschen Herkunft zu überzeugen. Dieser hielt daraufhin seinen Kumpanen zurück, der unter anderem äußerte: »Euch muss man allen gegen den Schädel treten, wie Ihr es mit unseren Rentnern macht«. (Quelle: Opferperspektive Brandenburg)

20./21.09.2008 Magdeburg
Vor einem Schnellrestaurant in der Innenstadt wurden in der Nacht zum Sonntag fünf junge Leute von etwa acht bis zehn augenscheinlichen Hooligans mit den Worten „Den Zecken hauen wir eine drauf“ geschlagen und getreten. Dann flüchteten die Angreifer. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. (Mitteldeutsche Zeitung 22.9.)

19.09.2008 Dresden
Ein 20-Jähriger ist wegen seiner Hautfarbe in der Straßenbahnlinie 7 zunächst von drei jungen Frauen beleidigt wurden. Als er am Käthe-Kollwitz-Platz ausstieg, begannen sie auf ihn einzuschlagen. Zwei dort wartende Männer begannen ebenfalls auf den 20-Jährigen und seinen Begleiter einzuschlagen. Der Staatsschutz ermittelt. (raa-sachsen)

17.09.08 Köthen
Ein 15-jähriger Jugendlicher wird an seiner Schule in der Pause von einem 14-jährigen Mitschüler mit der Faust geschlagen und rassistisch beleidigt. Der Staatsschutz ermittelt.
(Mitteldeutsche Zeitung, 18.09.08)


13.09.2008 Bad Freienwalde (Oder) / Märkisch-Oderland
Bad Freienwalde Beim Altstadtfest versammelten sich am späten Abend 20 bis 25 Rechte auf dem Marktplatz. Mit Pfefferspray, Glasflaschen, Schlagstöcken sowie einem Messer griffen sie eine Gruppe von sechs Punkern und vier Migranten russischer Herkunft an. Die Opfer erlitten Prellungen, Schürf- und Platzwunden. Eine Person wurde mit einem Messer an der Hand verletzt. (Quelle: Antifa Bad Freienwalde)

12.09. Oppach bei Görlitz
Auf das Asylbewerberheim in Oppach ist in der Nacht zum Sonnabend ein Brandanschlag verübt worden. Unbekannte hatten aus einem Auto heraus zwei brennende Flaschen gegen das Gebäude geworfen. Die vermutlich mit Benzin gefüllten Brandsätze erloschen, da sie rechtzeitig von Heimbewohnern gelöscht werden konnten. (Polizei Görlitz und raa-sachsen)


11.09.2008 Gardelegen
In den frühen Morgenstunden wird ein junger Mann von einer Bekannten zu einem Treffpunkt gelockt. Bei seinem Eintreffen springen mehrere vermummte Männer aus einem Versteck und schlagen und treten auf ihn ein. Der Betroffene kann schließlich fliehen. Im Krankenhaus wird eine Platzwunde und ein Riss im Trommelfell festgestellt, weshalb er sich stationär behandeln lassen muss. Einige Tage vor dem geplanten Überfall hatte er seine Bekannte für ihre rechte Einstellung kritisiert. Die Polizei ermittelt in der Folge mehrere Tatverdächtige. (Monbile Opferberatung Nord)


07.09.2008 Gröbzig
Am frühen Sonntagmorgen wird ein 21Jähriger nach Beschimpfungen von zwei 16- und 22-jährigen augenscheinlich Rechten angegriffen und mit einem Gegenstand ins Gesicht geschlagen. Der Betroffene, der u.a. eine Kopfverletzung erleidet, kann schließlich fliehen. Laut Polizeiangaben wurde auch einer der Angreifer leicht verletzt. (Quelle: MZ, 08.09.08 / Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg)

06.09.2008 Halberstadt
Kurz nach Verlassen des diesjährigen Altstadtfestes wurden mehrere alternativer Jugendlichegegen 1:00 Uhr plötzlich aus einer Gruppe von sechs Rechten angepöbelt und angegriffen. Einer der Angreifer zog den Kopf eines Punks nach unten und versetzte ihm dabei einen Kniestoß, sodass der Betroffene zu Boden ging. Ein weiterer Rechter holte mit einer Bierflasche zum Schlag gegen einen alternativen Jugendlichen aus, der gerade noch ausweichen konnte. Ein Splitter der am Boden zerborstenen Flasche bohrte sich aber, in seinen Knöchel. Der Punk erlitt ein Hämatom im Gesicht, der nichtrechte Jugendliche eine blutende Schnittverletzung.

05.09.2008 Schönebeck
Bei ihrer Anreise zum alternativen „Spirit from the Street Festival“ in Barby wurden drei Punks im Alter von 17 bis 18 Jahren von fünf teilweise vermummten augenscheinlich Rechten angegriffen. Gegen 23:10 Uhr wurden die Punks am Bahnhof plötzlich mit Flaschen beworfen und von den Unbekannten geschlagen und getreten. Die Betroffenen erlitten Platzwunden, Schnittverletzungen bzw. klagten über Schmerzen im Unterleib und mussten ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

07.09.2008 Eilenburg
Es sollte eine friedliche Aktion gegen illegale Plakatierung in Eilenburg werden. Am Ende musste die Polizei rund 30 engagierte Bürger der Muldestadt gegen 150 Krakeeler aus dem nach Polizeiangaben rechtsextremen Spektrum am Montagabend schützen. Eilenburger aller Altersgruppen waren gegen 18 Uhr dem Aufruf von Stadtverwaltung und evangelischer Kirche gefolgt und hatten sich im Rathaus versammelt. Noch während innen die Aufgaben verteilt wurden, marschierten auf dem Nikolaiplatz hinter dem Rathaus die Rechtsextremen auf. Nach Angaben der Polizei zündeten sie dort Feuerwerkskörper, riefen "noch nicht zuordbare Sprüche", bedrohten die Versammlungsteilnehmer und warfen Zettel mit rechtsextremen Parolen. (lvz und raa-sachsen)

05.09.2008 Mittweida
Am Abend wurde ein Jugendlicher von 5 Neonazis schwer verletzt. Dieser rempelte im Gedränge versehentlich einen der späteren Angreifer an. Dieser griff den Jugendlichen sofort mit einem Totschläger an und traf ihn so schwer, dass er bewusstlos zu Boden ging. Dabei fiel er auf eine mitgeführte Flasche und verletzte sich seine Hand. Drei Sehnen und Arterien wurden durchtrennt. Die Angreifer traten weiterhin auf den Bewusstlosen ein und ließen erst ab, als dieser erwachte und verzweifelt versuchte sich zu wehren. Während des gesamten Vorfalls vor dem Rathaus beim wohlgefüllten Altstadtfest kam dem Betroffenen niemand zu Hilfe! (raa-sachsen)

02.09.2008 Neuruppin / Ostprignitz-Ruppin
Neuruppin Auf dem Nachhauseweg von der 15-Jahresfeier des alternativen Jugendzentrums »Mittendrin« wurden vier Jugendliche am frühen Morgen von einer Gruppe Rechter am Busbahnhof angegriffen. Zuvor hatten sie die Rechten zur Rede gestellt, weil eine Person mehrmals »Heil Führer« gerufen hatte. Zwei junge Frauen mussten sich mit Verletzungen in ärztliche Behandlung begeben. (Quelle: Opferperspektive Brandenburg)


August 2008

31.08. Stendal
Ein 30-jähriger aus Saudi-Arabien gerät gegen 1.17 Uhr mit einem 17-Jährigen und dessen 17-jährige Freundin aneinander. Beide waren "Deutsche" laut Polizei, der Gewalt vorausgegangen sei angeblich eine Beleidigung durch den Mann aus Saudi-Arabien:
"Der 17-Jährige schlug den Ausländer zu Boden und trat ihn dann mit dem beschuhten Fuß. Dabei betitelte er den 30-Jährigen als „Negerschwein“. Auch die 17-Jährige trat einmal mit dem beschuhten Fuß zu. Die beiden 17-Jährigen trugen Turnschuhe. Anschließend flüchteten sie, konnten aber gestellt werden. Sie wurde vorläufig festgenommen und zum Polizeirevier verbracht. Bei der Identitätsfeststellung im Polizeirevier rief die 17-Jährige laut "Heil Hitler". Der 30-jährige Ausländer wurde stationär im Krankenhaus aufgenommen. Er hat leichte Gesichtsprellungen, Hämatome im Bereich der linken Gesichtshälfte und Schürfwunden am rechten Unterarm"
, meldet der Polizeibericht (MUT, http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/drei-nazi-morde-im-august-2008/)

30.08.2008 Mügeln
Drei Neonazis bepöbeln auf dem Gelände des Oschatz-Parks eine ihnen entgegen kommende Familie türkischer Abstammung. Einer der Rechten präsentiert provokativ sein auf die Brust tätowiertes Hakenkreuz. Die Parkleitung bekommt dies mit, eilt herbei und alamiert die Polizei, welche auch gleich vor Ort ist. Als die Polizei eintrifft, fangen die Neonazis an, wild um sich zu schlagen. Es entsteht eine Prügelei mit der Polizei, wobei auch ein Beamter verletzt wird. Der Neonazi mit dem eintätowierten Hakenkreuz, welcher erstkürzlich aus dem Gefängnisfreikam, wird festgenommen. Nun ermitteln der Staatsschutz und die Kriminalpolizei. (Quelle raa-sachsne/vive le courage)

30.08.2008 Großenhain bei Meißen

Eine Gruppe Rechter hat in der Nacht zum Sonntag Besucher des Jugendclubs "Conny-Wessmann-Haus" angegriffen und verletzt. Die rechten Angreifer flüchteten, konnten aber nach einer Lichtbildvorlage gefasst werden. Die Polizei ermittelt nun gegen einen 19-Jährigen Großenhainer wegen Körperverletzung.

29./30.08.2008 Haldensleben
In der Nacht vom Freitag zum Samstag wird ein alternativer Jugendlicher mehrfach von Rechten angegriffen. Kurz vor Mitternacht wird der 17-Jährige im Bereich des Alten Friedhofs von einem Rechten angepöbelt und getreten. Es gelingt ihm, den Angreifer weg zu schubsen. Etwa eine Stunde später wird der Jugendliche aus einer Gruppe heraus beleidigt und von einem Rechten ins Gesicht geschlagen. Dann reißen ihn weitere Angreifer zu Boden und treten mehrfach auf ihn ein. Der Betroffene erleidet u.a. eine blutende Gesichtsverletzung (Mobile Opferberatung).

29.08.2008 Premnitz / Havelland

Premnitz Auf dem Dachsbergfest wurde ein Punker von stadtbekannten Rechten angegriffen und durch einen Kopfstoß im Gesicht verletzt. (Quelle: Antifa Westhavelland; OPP)

24.08.2008 Mord in Bernburg

In Bernburg (Sachsen-Anhalt) wurde am 24. August der 18jährige Marcel W. ermordet aufgefunden. Unter erheblichem Tatverdacht steht der 19jährige Neonazi David B., gegen den W. am Dienstag letzter Woche vor Gericht aussagen sollte. Doch da war er bereits tot - getötet durch zahlreiche Messerstiche, die dem Opfer zugefügt wurden - aus ungeklärten Umständen in der Wohnung des Täters. Opfer und vermeintlicher Täter seien  zuvor in einer Discothek, dem "Bernabeum" gesichtet worden, Freunde vermuten, Marcel W. habe sich vom Täter bequatschen lassen, ihm nach Hause zu folgen, "zum saufen oder so".  Der Tatverdächtige tischt natürlich eine andere Geschichte auf,  Marcel W. sei bei ihm eingebrochen und er habe in Notwehr zugestochen. Doch diese Schilderung scheint den Ermittlern relativ unwahrscheinlich zu sein und gilt als Schutzbehauptung des zur Tatzeit angetrunkenen Hauptverdächtigen. Er,  David B., habe sein Opfer schon häufiger attackiert, zuletzt massiv am 20. November 2007. Marcel habe seitdem "panische Angst" vor dem Neonazi gehabt, berichtete eine Freundin dem SPIEGEL-Reporter Sven Röbel (MUT http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/drei-nazi-morde-im-august-2008/)

23.08.2008 Naumburg
Eine alternative Jugendliche wird an einer Tankstelle aus einer Gruppe von ca. sechs Personen heraus als „Zecke“ beschimpft. Kurze Zeit später begegnet die 17-Jährige den Rechten auf dem Markt erneut. Aus der nunmehr etwa 15-köpfigen Gruppe heraus pöbelt eine Rechte die Schülerin an, tritt ihr gegen das Bein und schlägt ihr mit der Handkante gegen den Kopf, sodass sie auf den Tisch eines Straßencafés aufschlägt, bevor sie zu Boden geht. Ihre beiden männlichen Begleiter werden während des Angriffs festgehalten, sodass sie nicht eingreifen können. Die Betroffene flieht, wird aber von der Angreiferin eingeholt und erneut mit Tritten und Schlägen malträtiert, auch noch als sie am Boden liegt. Einem ihrer Begleiter wird Reizgas ins Gesicht gesprüht. Daraufhin stürzt er und wird von einem Rechten ins Gesicht getreten. Schließlich können alle drei fliehen.
(Mobile Opferberatung).

17.08.2008 Dresden
In der Nacht vom Sonntag zum Montag gegen 0.40 Uhr kam es vor dem McDonalds auf der Wilsdruffer Straße zu einem rassistischen Übergriff. Dabei riefen die Täter ausländerfeindliche Parolen und verletzten einen 18-jährigen türkischen Staatsangehörigen schwer. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. raa-sachsen)


17.08. Mord in Magdeburg
In Magdeburg wird am 17. August der 20-jährige Kunststudent Rick L. getötet, nach Stand der Ermittlungen von einem 20järigen Neonazi namens  Bastian O.. Er gilt laut SPIEGEL als "Größe in der Neonaziszene" und  auf seinem Oberschenkel prange laut Staatsanwaltschaft ein Hakenkreuz. Seine Einraumwohnung im Magdeburger Statdteil Leipziger Straße sei regelmäßiger Treffpunkt randalierender Neonazis gewesen und Bastian O. einschlägig vorbestraft. Im Februar 2006 habe er bereits einen Studenten aus Togo brutal zusammengeschlagen und schließlich einen Hund auf ihn gehetzt. Mit dem liberal eingestellten Studenten sei er zuvor in einer Großraum-Diskothek, dem "Funpark" aneinander geraten, der Student habe ihn dort als Nazi beschimpft. Für Rick L. war dies offenbar sein Todesurteil, er wurde auf dem Nachhauseweg vor einem Gebüsch umgebracht. In der Wohnung des Tatverdächtigen Bastian O. seien anschließend Gegenstände des Ermordeten gefunden worden, ebenso fanden sich DNA-Spuren des Getöteten an der Kleidung des Verhafteten. Doch für die Lokalpresse, so berichtet der SPIEGEL, sei der Fall kaum der Rede wert gewesen - nur ein "Disco-Mord", mehr nicht. (MUT, http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/drei-nazi-morde-im-august-2008/)

16.08. Mettmann (NRW)
"Mein 18-jähriger Neffe wurde Samstag vor einer Woche fast zu Tode geprügelt. Seine 'Rettung' war ein Auto, das zufällig dort vorbei fuhr, aufmerksam wurde und dann anhielt. Er war wohl eher ein 'zufälliges' Opfer, sieht weder ausländisch aus noch hat er die Typen irgendwie dumm angemacht! Psychologische Hilfe wird ihm nach seiner körperlichen Genesung (er mußte am Kopf operiert werden) zu Teil." Diese Mail erreichte die MUT-Redaktion am 1. September aus dem nordrheinwestfälischen Ort Mettmann. Die zuständige Eitorfer Polizei machte die Schläger noch in der Nacht des 17.8. ausfindig. Sie seien keine Unbekannten: „Es sind bekannte Schläger und Radaubrüder mit rechtem Auftreten“, teilte der Leiter der Eitorfer Polizeiwache der Presse mit. Sie träten mit Glatze, Bomberjacken und schweren Springerstiefeln auf und sängen Lieder mit eindeutigem Inhalt. (MUT, http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/drei-nazi-morde-im-august-2008/)

16.08.2008 Magdeburg

In der Nacht zum Samstag werden drei Jugendliche im Alter von 19 bis 21 Jahren von zwei unbekannten Männern gezwungen, ihre Kleidung zu verbrennen. Zuerst forderten die Täter den 21-Jährigen auf, sein T-Shirt auszuziehen und anzuzünden. Als er sich weigerte, wurd er mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Als sein T-Shirt dann brannte, mussten auch seine beiden Begleiter Jacke und Pullover ausziehen und verbrennen. Mit dem Ruf „Sieg Heil“ entfernten sich die Angreifer. (Mobile Opferberatung.de)

16.08.2008 Bitterfeld-Wolfen
In der Nacht zum Samstag werden zwei 19- und 20-jährige Jugendliche an einer Tankstelle von einem Unbekannten u.a. als „Zecken“ beschimpft und mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Dann steigt der Angreifer in ein Auto ein und flüchtet. Der 19Jährige erleidet eine Platzwunde an der Unterlippe und Hautabschürfungen am linken Unterarm, der 20Jährige eine leichte Verletzungen am Jochbein. Die Betroffenen erstatten Anzeige. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt. (Mobile Opferberatung.de)

16.08.2008 Naumburg
Gegen 6 Uhr morgens wird ein alternativer Jugendlicher zunächst aus einem Auto heraus beschimpft. Der Betroffene versucht zu fliehen, als zwei Rechte aussteigen und lautstark grölend auf ihn zukommen. Die Verfolger holen den 21-Jährigen jedoch ein, weil dieser beim Fluchtversuch stürzt, und schlagen und treten den am Boden Liegenden mehrfach gegen Kopf und Körper. Zudem versucht einer der Angreifer mit den Worten „Jetzt siehst du mal wie man ´ner Zecke das Genick bricht.“, den Kopf des 21-Jährigen umzudrehen. Während des Angriffs drohen die Rechten noch: „Das wird euch in Naumburg jetzt öfters passieren“. Der Betroffene muss mit Gesichtsverletzungen und Schürfwunden ambulant im Krankenhaus behandelt werden

15.08.2008 Mügeln
Ein Mann (deutscher Staatsbürger und auch deutscher Abstammung) wird in Mügeln (zur Zeit des Stadtfestes) als "scheiß Inder" betitelt. Als er den Rechten zur Rede stellen will, kommt es zu Handgreiflichkeiten. Anzeige wurde nicht erstattet. (raa-sachsen, vive le courage)
Vive le Courage

12.08.2008 Dresden-Löbtau
Vier Männer (17, 17, 18, 20) haben gegen 2 Uhr auf der Kesselsdorfer Straße unvermittelt auf einen Syrer und einen Libanesen eingeschlagen. Sie hatten ihre Opfer zunächst verfolgt und sie dann zusammengeschlagen, ehe sie in einem Peugeot flüchteten. Ein Zeuge beobachtete das und informierte die Polizei. Die Täter wurden an der Bünaustraße gestellt und vorläufig festgenommen. (Polizei, raa-sachsen)

12.08.2008 Bautzen-Gesundbrunnen
Gegen 22 Uhr stürmten 20 bis 30 Vermummte, die der rechten szenen zuzuordnen waren, auf eine im Freien sitzende Gruppe junger Leute zu. Diese liefen weg, zwei Jugendliche wurden jedoch von den Rechten geschlagen und getreten. Wie auf ein Kommando sind die Täter dann ins Auto gestiegen und davon gefahren. Obwohl die Polizei sich nicht zu den Motiven äußern wollte, gehen Initiativen vor Ort von einer "Säuberungsaktion" der Rechten auf, die sich insbesondere im Stadtviertel "Gesundbrunnen" wieder verstärkt organisieren.

11.08. Dresden-Striesen
Unbekannte haben das Blumen- und Gemüsegeschäft einer vietnamesischen Familie zerstört. Der Brandstiftung ging ein rassistischer Übergriff gegen die Tochter des Händlers voraus. Der Streit fand bereits am Nachmittag statt, als zwei Deutsche die 16-Jährige vor dem Geschäft rassistisch beleidigt hatten. Als ihr Freund dazwischen ging wurde er mit einem Kopfstoß verletzt. Als auch der Vater dazu kam, drohte die Täter den Laden "platt zu machen". Nach 21 Uhr brannten dann die hölzernen Verschläge. Der Laden wurde durch den rassistischen Brandanschlag nahezu komplett zerstört. (raa-sachsen)

10.08.2008 Templin / Uckermark
Templin Ein junger Hiphopper wurde von einem Rechten zu Boden geworfen und gegen den Kopf getreten. Der 16-Jährige erlitt einen komplizierten Kieferbruch. (Quelle: Opferperspektive Brandenburg)

08.08.20008 Dessau-Roßlau
Gegen 0.15 Uhr greifen etwa zwei Dutzend Neonazis „Frei, sozial und national“ skandierend mehrere alternative Jugendliche auf dem Friederikenplatz an. Die teilweise vermummten Angreifer setzen dabei Reizgas ein und verletzen zwei der Betroffenen leicht. Zudem stürzt ein Jugendlicher und erleidet Hautabschürfungen. Auch vor Ort eintreffende Polizeibeamte werden von den Rechten angegriffen. Noch in der Tatnacht erstatten die Betroffenen Anzeige. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt u.a. wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung. Am Abend hatten etwa 80 Linke in der Dessauer Innenstadt spontan gegen Neonazis demonstriert, nachdem u.a. das Alternative Jugendzentrum in den vergangenen Wochen mehrfach Ziel rechter Angriffe geworden war. (Quelle: Opferperspektive Brandenburg)

06.08.2008 Potsdam / Potsdam
Drewitz Am frühen Morgen versuchten Unbekannte, eine Wohnungstür einzutreten. Die Mieterin wurde als „Scheiß-Türkin“ beleidigt und aufgefordert, „in den nächsten 24 Stunden in ihr Land zurück zu gehen“, andernfalls würden sie und ihre Kinder umgebracht. (Quelle: Opferperspektive Brandenburg)

06.08 Mord in Berlin
Wie der Informationsdienst für Migranten und Flüchtlinge karawane.org zusammenfasst, tötete am 6.8. ein 35-jähriger Deutscher namens Tino W. in der Marchwitza Straße in Berlin-Marzahn den Vietnamesen „Cha Dong N.", der sich illegal in Deutschland aufgehalten habe:

"Gegen 10.15 Uhr griff der Mörder den Zigarettenhändler vor einem Supermarkt an, informierte die Polizei, dass er einen „vietnamesischen Zigarettenhändler" festhalte und fragte laut Berliner Morgenpost: „Regelt ihr das oder muss ich das selbst erledigen?". Nach Zeugenaussagen hatte er den Händler zuvor beraubt, woraufhin sich dieser zur Wehr setzte. Noch bevor der gerufene Streifenwagen eintraf, stach W. mit einem Messer auf den zwanzigjährigen „Cha Dong N." ein, welcher wenige Stunden später seinen Verletzungen während der Notoperation in einer Berliner Klinik erlag. In den vergangenen Monaten lebte Cha zusammen mit einer schwangeren, jungen Frau in einem Treptower Wohnheim. In der Vergangenheit äußerte der Täter regelmäßig gegenüber Bekannten, dass „diese Fidschis" endlich verschwinden sollen und kündigte mehrfach an, „selbst etwas dagegen zu unternehmen, wenn die Behörden schon nichts tun würden".

05.08.2008 Dessau-Roßlau
Gegen 21.00 Uhr wird eine alternative Jugendliche in unmittelbarer Nähe des Polizeireviers von einem augenscheinlich Rechten beleidigt und zu Boden gestoßen. Die Betroffene verletzt sich an der Hand. Sie erstattet Anzeige. (Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg)

02.08.2008 Dessau-Roßlau
Gegen 6.30 Uhr morgens greifen zwei Neonazis erneut das Alternative Jugendzentrum Dessau an und zerstören durch Steinwürfe eine Sicherheitsglasscheibe des Vereinscafés. Wenig später können Vereinsmitglieder einen der flüchtenden Täter, der einen Teleskopschlagstock bei sich trägt, stellen und der Polizei übergeben. Auch der andere Angreifer wird von der Polizei gefasst. Nach Informationen des Projekts Gegenpart ist er Mitglied der Neonazikameradschaft „Freie Nationalisten Aken/Elbe“. (Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg)

01.08.2008 Mord in Dessau-Roßlau
Ein bedrückender Fall von rassistischer Menschenverachtung: Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau hat zwei Männer wegen Mordes an einem Obdachlosen angeklagt. Die beiden sollen in den Nachtstunden des 1. August vor dem Hauptbahnhof Dessau ohne jeden erkennbaren Anlass einen 50-jährigen Wohnungslosen aus Halle angegriffen, geschlagen und getötet haben, wie das Landgericht Dessau-Roßlau heute verkündete. Der 23-jährige Angeklagte soll zudem einen Papierkorb aus Metall mehrmals mit voller Wucht auf den Kopf und den Rumpf des Opfers geschlagen haben, bis es kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Ein Zeuge verständigte die Polizei, die die Angeklagten festnahm. An ihrer Bekleidung fanden sich Blutspuren. Das Opfer starb unmittelbar am Tatort an Herz- und Lungenquetschungen. Der 23-Jährige aus Güterglück und der 34 Jahre alte Angeklagte aus Dessau-Roßlau, die zur Tatzeit unter erheblichem Alkoholeinfluss standen und sichgegenseitig der Tat bezichtigen, sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Sie haben den Angaben zufolge in der Vergangenheit bereits mehrfach Gewaltdelikte begangen. (ddp auf e110.de, 14.11.2008)

Bitte lesen sie auch:

"Drei weitere Nazimorde im August": http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/drei-nazi-morde-im-august-2008/


Juli 2008

30.7. Berlin / Marzahn: 14 jährige beleidigt und geschlagen
Opfer eines fremdenfeindlichen Übergriffs wurde am Abend des 30.7. eine 14-Jährige in Marzahn. Das Mädchen wurde gegen 19 Uhr 45 gemeinsam mit einer Freundin in der Märkischen Allee aus einer Gruppe von etwa 15 Personen heraus zunächst fremdenfeindlich beschimpft. Anschließend schlugen und traten zwei Frauen auf das Mädchen ein und rissen ihr mehrere Haare aus. Die von Passanten alarmierten Polizisten nahmen die beiden Täterinnen im Alter von 26 und 35 Jahren fest. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und einer Blutentnahme wurden die Angreiferinnen entlassen. Das Opfer wurde glücklicherweise nur leicht verletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung. (Berlin.de, 31.7.)

28.7. Gräber auf Jüdischem Friedhof in Cottbus geschändet

Auf dem jüdischen Friedhof in Cottbus sind mehrere Gräber geschändet worden. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, warfen unbekannte Täter 13 Grabsteine um. Oberbürgermeister Szymanski sagte Hilfe zur Wiederherstellung der Grabmäler zu. Der Staatsschutz Brandenburg übernahm die Ermittlungen. (Märkische Allgemeine 29.7.)

26.7. Passau: Übergriff auf Mongolin und Fotografen
Nach der Beisetzung des Altanzis Friedhelm Busse haben Gesinnungsfreunde in Passau eine Ausländerin und einen Journalisten angegriffen und sich Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Zwei der Männer beleidigten die Mongolin nach Polizeiangaben am Samstag in der Innenstadt mit ausländerfeindlichen Parolen und schlugen ihr ins Gesicht. Zuvor hatten mehrere Neonazis am Friedhof bereits versucht, dem 35-jährigen Reporter seine Kamera zu entreißen, hatten ihn niedergeschlagen und getreten. Auch eine 18-jährige Beobachterin wurde angegriffen. (MVregio, 27.9. und indymedia 27.7., endtstation-rechts mit Darstellung der NPD 29.7.)

25.7. Marl: 15-25 Neonazis greifen Jugendliche an

Am Abend des 25. Juli wurden gegen 23 Uhr mehrere Jugendliche bei einem organisierten Angriff durch Rechtsradikale am Jugendzentrum "HoT Hagenbusch" in Marl schwer verletzt. Ein Opfer musste aufgrund mehrerer Messerstiche an den Beinen und am Hinterkopf stationär behandelt werden. Ein weiteres Opfer erlitt Platzwunden und Prellungen am gesamten Körper und trug eine leichte Gehirnerschütterung davon. (MUT, 28.7.)


25.7. Steinwürfe auf alternativen Treff in Dessau

In der Nacht von 25.7 zum 26.7 griffen Neonazis das AJZ Dessau mit Pflastersteinen an.
Zum Glück entstandt nur ein Sachschaden an 5 Fensterscheiben. (indymedia, 26.7.)

23.7. Templin: Neonazis wegen Mordes an Obdachlosem verhaftet
Die Polizei spricht von einem äußerst brutalen, menschenverachtenden Vorgehen: Im brandenburgischen Templin sollen zwei mutmaßliche Rechtsradikale einen 55-Jährigen getötet haben. Der Obdachlose hatte früher als Tischler in dem Ort gearbeitet.
Die Leiche des ehemaligen Tischlers war am Dienstag mit schweren Kopfverletzungen in seiner früheren Werkstatt gefunden worden. Offenbar war der 55-jährige seit einiger Zeit wohnungslos. Nähere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.
Das Opfer wies nach Informationen der Staatsanwaltschaft Neuruppin massive Verletzungen am Kopf auf, die nur durch stumpfe Gewalteinwirkung zu erklären seien. Eine Staatsanwältin sprach von einem äußerst brutalen und menschenverachtenden Vorgehen.Zwei mehrfach vorbestrafte Neonazis im Alter von 18 und 21 Jahren wurden am Abend wegen Totschlags verhaftet. Beide sind der Polizei als gewaltbereite Angehörige der rechtsextremen Szene bekannt. Einer der beiden Verdächtigen habe seine Tatbeteiligung gestanden und ausgesagt, die tödlichen Verletzungen herbeigeführt zu haben, hieß es. Das Motiv der Tat ist noch unklar, sagte eine Justizsprecherin.(spiegel.de, 23.7.)

22.7. Gewalt gegen zwei 18-jährige Berliner auf Usedom

Zwei 18-Jährige aus Berlin sind in der Nacht zu gestern bei zwei Zwischenfällen auf einem Zeltplatz auf Usedom (Mecklenburg-Vorpommern) von mehreren jungen Männern angegriffen und geschlagen worden. Die Berliner hatten sich auf dem Campingplatz in Ückeritz auf der Insel Usedom von rechtsextremen Parolen und Gesängen der Angreifer gestört gefühlt. Vier 18 bis 22 Jahre alte Männer aus Pasewalk hätten daraufhin auf den Urlauber eingeschlagen, teilte die Polizei in Anklam gestern mit. Der zweite 18-jährige Berliner wurde in der Nacht aus einer Gruppe von zehn Männern heraus angegriffen und durch Schläge im Gesicht verletzt. Er habe die Aufforderung ignoriert, Musik von seinem Handy zu löschen. (Berliner Morgenpost, 23.7.)

20.7.: 30 Hakenkreuze in Ludwigslust

In der Nacht zum 19.7. haben unbekannte Täter in der Ludwigsluster Gartenanlage "Am Stadion" ein Gartenhaus aufgebrochen und mehrere Gartenlauben mit Hakenkreuzen besprüht.In der gesamten Gartenanlage sprühten die Einbrecher insgesamt 30 Hakenkreuze mit grauer Farbe. Betroffen davon waren mehrere Gartenhäuser, ein Gewächshaus, ein Schaukasten, Gartenpavillons, selbst Gartenmöbel und Bäume ließen die Täter nicht aus.(mvregio, 21.7.)


20.7.: 13-jährige verletzt - Neonazis überfallen linkes Sommercamp in Nordhessen
Am frühen Morgen des 20. Juli 2008 verübten rechtsextreme Schläger einen Überfall auf das Sommercamp der Jugendorganisation ['solid] am Campingplatz Neuenhainer See. Nachdem zwei vermummte Personen über den Zaun auf das Gelände eingedrungen waren, traten sie von außen auf das nächstgelegene Zelt ein, öffneten es und schlugen auf die noch Schlafenden mit massiven Gegenständen ein. Eine 13-jährige Campteilnehmerin musste daraufhin im Krankenhaus behandelt werden, ein weiterer Teilnehmer ist am Kopf verletzt worden. Auf dem Parkplatz des Campingplatzes demolierten währenddessen drei weitere Personen dort abgestellte Fahrzeuge. Dabei gingen sie willkürlich vor. Zudem wurde ein gegen Rechtsextremismus gerichtetes Banner abgerissen und entwendet. Bereits im Vorfeld kam es zu Drohungen der faschistischen "Freie Kräfte Schwalm" gegenüber TeilnehmerInnen des Sommercamps. (MUT 21.7.)

17.7. Brandanschlag und Übergriff in Rochlitz (Sachsen)
Das Amtsgericht Chemnitz hat am 19.7. Haftbefehle gegen einen 20-Jährigen und einen 24-Jährigen erlassen. Gegen drei weitere Männer ergingen Haftbefehle, die aber gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurden. Eine Gruppe vermutlich Rechtsextremer hatte am zurückliegenden Donnerstag Brandflaschen auf einen bei Linken beliebten Jugendclub geworfen. Das auf einem Vordach ausgebrochene Feuer konnte von Besuchern schnell gelöscht werden. Anschließend war ein 20-Jähriger in seiner Wohnung von Vermummten überfallen und geschlagen worden. In Rochlitz war auch die seit April 2007 verbotene Neonazi-Gruppierung „Sturm 34“ aktiv. (Lausitzer Rundschau 21.7.)

14.7. Brutaler Übergriff in Leipzig
Eine aus Vietnam stammende Familie, die gerade vom Einkauf kam, ist gegen 21 Uhr vor ihrem Wohnhaus in der Leipziger Georg-Schumann-Straße brutal von zwei Jugendlichen (19, 26) überfallen worden. Die Angreifer folgten dem 50-jährigen Familienvater bis in den Hausflur, verlangten dort Bier von ihm und beschimpften die Asiaten, die eine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, fremdenfeindlich. Der Familienvater drängte die beiden auf die Straße und wurde dabei von dem Hund des 26-jährigen Angreifers in die Hüfte gebissen. Seine 47 Jahre alte Frau bekam unterdessen von dem 26-Jährigen Schläge auf Kopf und Rücken. Als der älteste Sohn seinen Eltern zu Hilfe eilte, hetzte er seinen Hund auch auf ihn. Der große Mischling mit 70 Zentimetern Schulterhöhe verbiss sich in Bauch und Oberschenkel des 21-jährigen Vietnamesen. Die jüngsten Kinder der Familie, ein neunjähriger Junge und ein 14-jähriges Mädchen, wurden nicht angegriffen, berichtete die Polizei. Die beiden alkoholisierten Schläger wurden wenig später von der Polizei gestellt. Während der Festnahme grölte der mehrfach vorbestrafte Ältere „Sieg Heil“, beschimpfte die Beamten andererseits als „Nazis“. Gegen ihn beantragte die Staatsanwaltschaft inzwischen Haftbefehl. Der 19 Jahre alte Mann kam wieder auf freien Fuß. (amal-sachsen, 14.7.)

13.7. Erneuter Anschlag auf Imbiss in Güstrow
Beamte der Polizeiinspektion Güstrow haben bei einer Kontrolle in der Nacht zum Sonntag wiederum verfassungsfeindliche Symbole an einem Imbisswagen in Güstrow festgestellt.
Unbekannte Täter hatten zwei Hakenkreuze in der Größe 40 cm x 40 cm an den Verkaufswagen im Heideweg gesprüht. Außerdem stellten die Beamten fest, dass die Frontseite mit einer Flüssigkeit, die vermutlich als Brandbeschleuniger dienen sollte, übergossen worden war. Der polizeiliche Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Rostock ermittelt wegen Sachbeschädigung und versuchter Brandstiftung. Zusammenhänge zu den Brandstiftungen an Imbissständen in der Lindenallee (siehe Meldung vom 09.07.2008) und in der Glasewitzer Chaussee werden geprüft. (mv-ticker.de, 14.7.)

13.7. Ghanaer in Berliner Wohnheim verprügelt

Am Morgen des 13.7. hatten bisherigen Erkenntnissen zufolge zwei 22-jährige zusammen mit ihrem 42- jährigen Komplizen zunächst in einem Zimmer eines Wohnheimes Alkohol getrunken. Gegen 1 Uhr 10 attackierten sie dann den 45- jährigen Afrikaner, der im selben Haus lebt. Die Angreifer traten und schlugen auf den Mann ein. Zuvor demolierten sie sein Zimmer. Anwohner bemerkten den Vorfall und alarmierten die Polizei. Die Beamten fassten das Trio noch in der Nähe des Tatortes. Der 45- Jährige kam mit Gesichtsverletzungen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.
Da ein fremdenfeindliches Motiv der Tat nicht ausgeschlossen wird, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Berliner Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. (Berlin.de, 13.7.)

12.7. Übergriffe nach Demo im Zug aus Bonn
Von Angriffen in einem Zug berichtet ein nach eigenen Angaben Betroffener auf Indymedia: "...sie, wie auch ich, wurden von etwa 50 Nazis umringt und von jenen beschimpft, bespuckt, geschlagen, getreten und es wurden Antifaschistische Aufnäher von dem Rucksack meiner Freundin gerissen (diese „Abreiss-Anschläge“ wurden von weiblichen Nazis verübt)". Alles in allem befanden wir uns zu viert (3 Mädchen und ich als einziger Junge) zwischen den Nazis und waren ihnen aufgrund dessen, dass die Polizei nicht eingriff (nicht einmal, als ich die Zugscheibe oben halb einschlug, um die Polizei endlich auf mich aufmerksam zu machen) hilflos ausgeliefert...."(Indymedia 12.7.)

8.7. Güstrow: Brandanschlag auf Asia-Imbiss?
Aus zunächst unbekannter Ursache kam es in der Nacht vom 8. zum 9.7.2008 zu einem Brand in einem Imbiss in der Güstrower Lindenallee. Gegen Mitternacht wurde die Polizei über den Brand dieses Asia-Imbisskiosk, der sich auf dem Parkplatz eines Lebensmitteldiscounters befindet, informiert. Im Rahmen der Tatortuntersuchung stellten die Beamten weiterhin an der Rückfront ein mit Farbe an die Kioskwand gemaltes Hakenkreuz fest. Ein gleiches Symbol befand sich an der Wand eines in der Nähe befindlichen Mobilfunktelefonladens. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachtes der Brandstiftung sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Da in diesem Zusammenhang ein ausländerfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, übernahm das Fachkommissariat des polizeilichen Staatsschutzes der Kriminalpolizeiinspektion Rostock die Ermittlungen. (mvticker.de, 9.7.)

6.7.2008 Berlin: Beleidigt und geschlagen
Ein 33-jähriger Mann ist am Morgen des 6.7. am S-Bahnhof Treptower Park angegriffen und beleidigt worden. Nach seinen Angaben wurde er gegen 5 Uhr von fünf Unbekannten aufgrund seiner Hautfarbe beleidigt und geschlagen. Der 33-Jährige erlitt Schürfwunden an der Nase. Die Täter flüchteten in unbekannte Richtung. Der Vorfall hat offensichtlich einen fremdenfeindlichen Hintergrund. (Berlin.de, 6.7.)



Juni 2008

29.6.2008 Brandanschlag auf Döner-Imbiss in Winsen
Brandstiftung ist nach ersten Erkenntnissen der Polizei Ursache eines Feuers, das in der Nacht zum Sonntag ein Geschäft mit Döner-Imbiss an der Winsener Nordertorstraße schwer in Mitleidenschaft gezogen hat. Wie die Polizei mitteilte, hatten Passanten gegen 2.30 Uhr Flammen im Laden entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Als diese mit den Löscharbeiten begann, er-schien der 25-jährige, im ersten Stock des Gebäudes wohnende Inhaber an einem Fenster in der Wohnung. Feuerwehrleute brachten ihn in Sicherheit. Das Geschäft wurde durch Feuer und Ruß beschädigt, die Polizei beziffert den Schaden auf mehrere tausend Euro. Verletzt wurde niemand. Nach ersten Ermittlungen hatten unbekannte Täter Molotow-Cocktails durch Fensterscheiben an der Nordertorstraße und der Plankenstraße in das Geschäft geworfen, das durch Lagerräume mit einem leerstehenden ehemaligen Gemüseladen in der Plankenstraße verbunden ist. (han-online.de, 30.6.)

28.6.2008 Brandanschlag auf Dönerbude in Aachen
In der Nacht zu Samstag ist ein Brandanschlag auf einen türkischen Imbiss verübt worden. Verletzt wurde bei der Attacke zum Glück niemand. Der laut Zeugenaussagen jugendlich wirkende Täter, der in Begleitung einer zweiten Person gewesen sei, habe einen Gegenstand gegen die Leuchtreklame des Imbisses geschleudert und damit einen Brand entfacht. Nach ersten Ermittlungen sollen auch Brandbeschleuniger eingesetzt worden sein. Nach der Tat seien die beiden geflohen. Ein Zeuge habe sie noch verfolgt, aber später aus den Augen verloren. Der Gesamtsachschaden liege bei rund 5000 Euro. (express.de, 29.6.)

28.6.2008 Parolen gebrüllt und in Gerangel verwickelt
Polizeibeamte haben am Abend des 28.6. in Tiergarten zwei Männer festgenommen. Sie stehen im Verdacht, gegen 17 Uhr 45 an der Altonaer Straße Ecke Klopstockstraße, Naziparolen gegrölt und den so genannten "Hitlergruß" gezeigt zu haben. Als eine Passantin den 30-Jährigen und seinen 27-jährigen Komplizen zur Rede stellen wollte, griffen sie die Frau an. Die Schläger stießen die 26- Jährige zu Boden. Weitere Zeugen griffen ein, halfen der Frau und alarmierten die Polizei. Die Beamten stellten die beiden Täter. Gegen sie wird nun wegen Körperverletzung und wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. (Berlin.de, 29.6.)

28.6.2008 Gewalt gegen Schwulenparaden
Extremisten haben am Samstag Teilnehmer der Umzüge von Homosexuellen in Bulgarien und Tschechien angegriffen. Bei der ersten Parade in der bulgarischen Hauptstadt Sofia nahm die Polizei 60 Skinheads und 20 Nationalisten fest, die auf die rund hundert Teilnehmer des Umzugs losgegangen waren. Unter den Festgenommenen war auch der Chef der nationalistischen Partei Nationale Union, Bojan Rasate, der zum "offenen Widerstand" gegen den Umzug aufgerufen hatte. Im tschechischen Brno griff die Polizei bei einer Homosexuellen-Parade ein, als Rechtsextremisten die Teilnehmer zu stören versuchten. Mehrere dutzend schwarzgekleidete Umzugsgegner versuchten den für zwei Stunden angesetzten Marsch zu torpedieren, indem sie Eier und Feuerwerkskörper in die Menge warfen.
(Tagesspiegel, 28.6.)

26.6.2008 Hakenkreuzschmiererei an Israelitischem Friedhof in Magdeburg
Eine Mauer des Israelitischen Friedhofs in Magdeburg ist in der Nacht zum Donnerstag mit einem Hakenkreuz beschmiert worden. Bislang unbekannte Täter sprühten ein weiteres Hakenkreuz auf einen Elektroverteilerkasten in unmittelbarer Nähe des Friedhofs, teilte die Polizei am Freitag mit. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und sucht Zeugen. (dpa)

25.6.2008 Nach EM-Halbfinale Dönerbuden in Dresden angegriffen. Rassistische Gewalt auch in Hamm, Leipzig, Chemnitz, Berlin.
Randale und fremdenfeindliche Ausschreitungen haben in Dresden und Chemnitz die fröhlichen Jubelfeiern nach dem 3:2-EM-Erfolg der deutschen Fußball-Elf gegen die Türkei überschattet. In Dresden griff eine Gruppe Jugendlicher drei Döner-Buden an und verletzte zwei Türken. In Chemnitz gingen gewaltbereite Fußballfans nach dem Abpfiff auf die Polizei los. Auch in Leipzig zogen Schläger durch die Innenstadt. In Hamm wiederum verletzten türkischsprechende Täter einen 46-jährigen. (welt.de, 26.6.)

21.6.2008 Nordhausen: Mit Baseballschlägern gegen vermeintliche Ausländer
Zwei rechtsextreme Jugendliche haben in der Nacht zum Sonntag in Nordhausen (Thüringen) drei vermeintliche Ausländer mit einem Baseballschläger attackiert. Die Thüringer marokkanischer, russischer und pakistanischer Abstammung seien auf dem Weg zu einer Moschee gewesen, als sie von den Jugendlichen plötzlich beschimpft und angegriffen wurden, teilte die Polizei mit. Ein 23-Jähriger wurde dabei am Arm verletzt. Im Norden Sachsen-Anhalts löste die Polizei in der Nacht zum Sonntag mehrere sogenannte Sonnenwendfeiern der rechten Szene auf. Zum größten Treffen mit 85 Menschen sei es im Landkreis Stendal gekommen, teilte die Polizeidirektion in Magdeburg mit. Ein Fest konnten Beamte nur unter schwierigen Bedingungen auflösen: Feiernde hatten den Zufahrtsweg mit Baumstämmen verbarrikadiert und mit Heu getarnte Nagelbretter ausgelegt. (Sächsische Zeitung, 23.6.2008)

21.6.2008 Schwerverletzter Polizist in Dresden
Etwa 300 Rechtsextreme haben sich in Dresden über ein Versammlungsverbot am Samstag hinweggesetzt und spontan an mehreren Plätzen demonstriert. Ein 20-Jähriger aus Zwickau hat einen Ordnungshüter der Stadt schwer verletzt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Der mutmaßliche Täter wurde vorläufig festgenommen. Es wurden 513 Platzverweise erteilt. Einige Teilnehmer der Spontankundgebung erhielten sie mehrfach. (LVZ 23.6.2008)

18.06.2008 Fremdenfeindlicher Angriff in Berliner U-Bahn
Eine 31-jährige Frau wurde in der Nacht vom 18.6. in einem Zug der U-Bahnlinie 6 offenbar aufgrund ihrer Hautfarbe von zwei Männern beleidigt und angegriffen. Nachdem die 31-Jährige gegen 22 Uhr 50 auf dem Bahnhof Seestraße in den Zug in Richtung Rehberge gestiegen war, beleidigte sie ein 17-Jähriger mit rassistischen Äußerungen. Während sein 32-jähriger Begleiter die Frau anschließend festhielt, drückte der 17-Jährige die Frau mit dem Kopf zu Boden. Ein Zeuge ging dazwischen und befreite die 31-Jährige. Nachdem der Zug im Bahnhof Rehberge hielt, verließen die Angreifer den Waggon. Alarmierte Polizeibeamte nahmen die 17- und 32-jährigen Täter kurze Zeit später an einer Bushaltestelle in der Müllerstraße fest und brachten sie zur Blutentnahme. Der 17-Jährige wurde anschließend dem Jugendnotdienst übergeben. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. (Berlin.de, 19.6)

16.06.2008 Berlin: Attacke im Bus
Wegen fremdenfeindlicher Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wurde am 16.6. gegen 16 Uhr 40 in der Heerstraße in Spandau ein 37-Jähriger festgenommen. Er hatte sich in einem Bus durch das Gebrabbel des Kindes eines 56-jährigen Deutsch-Afghanen gestört gefühlt und diesen als Ausländer, der in diesem Lande nichts zu suchen hätte, angepöbelt. Dann ging er auf ihn zu und schlug ihm mit der flachen Hand ins Gesicht. Andere Fahrgäste kamen dem Opfer zur Hilfe, wurden aber ebenfalls beleidigt. Als die Polizei eintraf, wehrte sich der 37-Jährige gegen seine Festnahme. Er wurde zur Blutprobe gebracht. (Berlin.de, 17.6.)

15.06.2008 Hildburghausen: Bürgermeister niedergeschlagen
Hildburghausens Bürgermeister Steffen Harzer (Die LINKE) ist am vergangenen Wochenende von Neonazis angegriffen worden, nachdem er ein unangemeldetes Fußballturnier der rechten Szene auf dem stadteigenen Leimriether Sportplatz unterbinden wollte. »Als ich auf den Platz gegangen bin, um das Hausverbot auszusprechen, hat mich ein massiver Schlag von hinten getroffen«, schildert Harzer den Vorfall. Außerdem habe derselbe Mann gedroht, ihm beim nächsten Zusammentreffen beide Beine zu brechen. (Neues Deutschland 17.6.2008)

08.06.2008 Berlin: Angriff auf Dragfestivalbesucherinnen
In der Nacht vom 07. zum 08. fand das Dragfestival im SO36 statt. Als die letzten Gäste gingen und das SO36 schon am schliessen war, wurde eine Gruppe Frauen/Lesben am Heinrichplatz von mehreren Männern, die aus drei vorbeifahrenden Autos sprangen, zusammengeschlagen. Einer der Wagen hatte einen Aufkleber der faschistischen "Grauen Wölfe" am Heck kleben. Die Frauen/Lesben wurden niedergeschlagen und am Boden weitergetreten. Dann sind die Angreifen zurück in die Autos und fuhren weg. Die Betroffenen trugen Verletzungen davon, eine war ca. 5 Minuten bewußtlos. In den letzten Tagen häufen sich verbale und/oder körperliche Angriffe auf homosexuelle/queere/linke Menschen. (indymedia 9.6.)

05.06.2008 Brandanschlag auf KZ-Gedenkstätte Belower Wald
Vermutlich Rechtsextreme verübten in der Nacht zu Donnerstag einen Anschlag auf die KZ-Gedenkstätte „Belower Wald“. Die abgelegene Gedenkstätte in Nordbrandenburg wurde nach einem schweren Brandanschlag im Jahr 2002 erneut angegriffen. (focus.de, 6.6.)


04.06.2008 Am Schlaatz/Potsdam: Kameruner attackiert

Ein Flüchtling aus Kamerun wurde abends an einer Tramhaltestelle von einem Rechten mit dem Fahrrad angefahren. Als er diesen fragte, warum er das gemacht habe, schlug ihm der Rechte mehrmals ins Gesicht und beleidigte ihn als »Neger«. (opferperspektive.de, 4.6.)

04.06.2008 Brandanschläge: Drei Berliner wegen Mordversuch festgenommen
Ein 16- und zwei 18-Jährige sind am 4. Juni wegen Mordverdachts festgenommen worden und sitzen nun in Haft. Sie sollen versucht haben, in Berlin-Rudow die Wohnhäuser einer bosnischen und einer türkischen Familie anzuzünden. (tagesspiegel, 5.6. und tagesspiegel 6.6.)

03.06.2008 Mannheim: Gezielter Angriff auf israelischen Gastprofessor
Angegriffen wurde er von zwei Jugendlichen, die ohne vorherige Provokation auf den Vertretungsprofessor zu rannten, ihn zu Boden rissen und auf ihn eintraten. Auf seine Hilferufe reagierte zunächst niemand. Während einer Unterbrechung der Gewalttätigkeitenversuchte er sich aufzurichten, worauf weitere Tritte der Angreifer folgten. (MUT, 16.6.)

02.06.2008 Messerstiche gegen 15-jährigen Libanesen
Vermutlich aus Fremdenfeindlichkeit haben zwei Jugendliche in Berlin am Montag einen 15-jährigen Deutschen libanesischer Herkunft beleidigt, angegriffen und mit einem Messer verletzt. Die beiden Verdächtigen konnten flüchten, teilte die Polizei nun mit. Es wird mit Phantombildern nach ihnen gesucht. (welt.de, 6.6.)

02.06.2008 Pärchen in Pankow verprügelt
Am Nachmittag des 2.6. sind aus offenbar fremdenfeindlichen Motiven heraus ein 27-jähriger Serbe und seine schwangere 26-jährige Frau in Weißensee von drei Unbekannten verprügelt worden. Der dunkelhäutige Mann wollte gegen 12 Uhr 30 seine Kinder aus einer Kita in der Gounodstraße abholen, als er von den Unbekannten abfällig angesprochen wurde. Ohne näher auf die Pöbelei einzugehen, betrat der 27-Jährige die Kita und holte seine Frau und seine beiden Jungen ab. Gemeinsam ging die Familie zu einer nahe gelegenen Kaufhalle, wo sie gegen 12 Uhr 45 auf die drei jungen Männer stießen. Das Trio griff sofort den Familienvater an und schlug bzw. würgte ihn. Auch die 26-Jährige, die trotz ihrer Schwangerschaft ihrem Mann zu Hilfe kam, wurde von den Angreifern geschlagen. Die Täter flüchteten, der Geschlagene alarmierte die Polizei. Eine Absuche der Umgebung nach den Schlägern blieb erfolglos. Das Paar ließ seine Verletzungen ambulant von der Besatzung eines ebenfalls alarmierten Rettungswagens der Feuerwehr behandeln, die Kinder blieben unverletzt. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. (Berlin.de, 2.6.)

02.06.2008 Angriff auf 15-Jährigen

Zwei unbekannt gebliebene junge Männer haben am Morgen des 2.6. in Tempelhof einen 15-Jährigen fremdenfeindlich beleidigt, geschlagen und mit einem Messer attackiert. Der Jugendliche erlitt leichte Schnittverletzungen an Gesicht und Händen, mehrere Prellungen, Hautabschürfungen und Kratzer, die Täter entkamen.
Gegen 7 Uhr 45 war der 15-Jährige, dessen Eltern im Libanon geboren wurden, in einer Wohnanlage an der General-Pape-Straße unterwegs. Dort traf er auf die beiden nach seinen Angaben alkoholisierten jungen Männer, die ihn fremdenfeindlich beleidigten. Danach schlugen und traten sie auf ihr Opfer ein, einer der Angreifer soll auch ein Messer eingesetzt haben. Der Jugendliche konnte den Messerangriff abwehren, die Täter flüchteten in Richtung Südkreuz. Der 15-Jährige setzte seinen Weg zur Schule fort und zeigte dort den Sachverhalt an. Alarmierte Polizisten suchten die Umgebung des Tatortes vergeblich nach den Tätern ab. (Berlin.de, 2.6.)



Mai 2008

31.05.2008 Fremdenfeindlicher Angriff auf BVG-Mitarbeiter
Ein Mitarbeiter der BVG ist am Vormittag des 31.5. in einem U-Bahnzug am Endbahnhof der Linie 7 in Rudow angegriffen und beleidigt worden. Der 35-jährige, dunkelhäutige Mann bat eine 42-jährige Frau gegen 10 Uhr 15 das Abteil zu verlassen, da er mit der Reinigung beginnen wollte. Daraufhin beschimpfte die Neuköllnerin den Mann fremdenfeindlich, schlug und trat auf ihn ein. Er erlitt leichte Kopf- und Beinverletzungen. Alarmierte Polizeibeamte nahmen die alkoholisierte Frau fest, die sich auch den Beamten gegenüber widersetzte, indem sie nach ihnen trat. Bei der Personalienaufnahme stellten die Polizisten fest, dass gegen die 42-Jährige ein offener Haftbefehl bestand. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Berliner Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. (Berlin.de, 31.5.)


25.05.2008 Brutaler Angriff in Naumburg
Ein 18-jähriger Jugendlicher syrischer Herkunft wurde nachts in Naumburg von fünf Männern aus angegriffen und geschlagen. Nachdem die Tatverdächtigen im Alter von 27 bis 40 Jahren den Jugendlichen zunächst rassistisch beleidigt hatten, griffen sie ihn mit einer Bierflasche an und schlugen und traten ihn. Dem Betroffenen gelang es zu fliehen. Er musste mit Prellungen und Hämatomen im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei nahm die mutmaßlichen Täter vorläufig fest und ermittelt wegen Körperverletzung mit mit „ausländerfeindlichem Hintergrund“. (ddp, 26.5.)

23.05.2008 Drohung und Verwüstung in Westerhausen

Zwischen 20:00 und 22:30 Uhr dringen zwei Männer in einem türkischen Imbiss ein, beleidigen und bedrohen den Wirt mit rassistischen Parolen und verwüsten die Einrichtung.  (Quedlinburger Harzbote , 26.5.)


22.05.2008 Fremdenfeindlicher Übergriff in Halberstadt

Ein 26-jähriger Kosovo-Albaner wird gegen 14:30 in der Altstadt von drei Männern angegriffen und verletzt. Als die Täter flüchten, zeigt einer von ihnen den so genannten „Hitler-Gruß“. Der Betroffene war von den drei Angreifern zunächst nach seiner Handynummer gefragt worden. Als er diese verweigerte, wurde er von zwei Männern festgehalten, während ein Dritter gewaltsam seine Hosentaschen durchsuchte. Der Mann schlug den kosovo-albanischen Migrant zu Boden und trat dann auf dessen Oberkörper ein. Der Betroffene erlitt Prellungen im Gesicht und am Oberkörper. Die Täter konnten entkommen. (Mitteldeutsche Zeitung, 24.5.)


20.05.2008 Angriff auf einen vermeintlich Linken in Berlin
Offenbar aus politischen Motiven heraus attackierten am Abend des 20.5. mehrere Männer in Marzahn einen 30-Jährigen. Der Angegriffene war gegen 20 Uhr 45 in der Golliner Ecke Kölpiner Straße unterwegs, als er aus einer Gruppe von sechs Männern heraus geschlagen und getreten wurde. Dabei riefen die Täter „rechte“ Parolen. Wahrscheinlich nahmen die Täter an, dass ihr Opfer der linksalternativen Szene angehört. Der 30-Jährige wurde leicht am Kopf verletzt. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. (Berlin.de, 21.5.)

18.05.2008 Gruppe Rechter versucht in Studentenclub einzudringen - Frankfurt (Oder)

Am späten Abend wurde ein Studentenclub von etwa 10 bis 15 Rechten angegriffen. Türsteher verhinderten das Eindringen der teilweise vermummten Angreifer. Eine Person, die sich vor dem Club befand, wurde zusammengeschlagen. Dieselbe Gruppe überfiel wenig später am Hauptbahnhof zwei Personen, die sich in dem Club aufgehalten hatten. Die Polizei nahm sieben Verdächtige fest, von denen einige durch rechte Staftaten aufgefallen sind. (Opferperspektive.de, 20.5.)

14.05.2008 Fremdenfeindlicher Übergriff in Berlin

Ein 49-Jähriger hat am 14.5. eine arabisch sprechende Frau in einem Zug der U-Bahnlinie 7 mit fremdenfeindlichen Äußerungen beleidigt. Die 32-Jährige hatte gegen 15 Uhr 30 während der Fahrt in Richtung Rathaus Spandau telefoniert. Der Fahrgast bekam das Gespräch mit und beleidigte sie daraufhin mit fremdenfeindlichen Parolen. Nachdem die 32-Jährige an der Station Richard-Wagner-Platz ausgestiegen war, folgte ihr der Mann bis zur Mitte des Bahnsteiges. Als sie sich dort auf eine Bank gesetzt hatte, warf der 49-Jährige eine halbvolle Flasche Bier in ihre Richtung, traf die Frau jedoch nicht. Alarmierte Polizeibeamte nahmen den Täter noch auf dem Bahnsteig fest. (Berlin.de, 15.5.)

12.05.2008 Zehnjährige rassistisch attackiert - Berlin

Ein kleines Mädchen ist am Abend des 12.5. von einer 30-jährigen Frau in Hohenschönhausen geschlagen worden. Gegen 19 Uhr 30 kam es auf einem Spielplatz zu einem Streit unter Kindern. Die 30-Jährige schlug in dessen Verlauf zweimal mit der Faust gegen den Kopf des zehnjährigen Mädchens. Außerdem beleidigte sie das Kind auf Grund seiner Hautfarbe. Polizeibeamte nahmen eine Anzeige auf, der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. (Berlin.de, 13.5.)

10.05.2008 Rechte mischen Feier auf - Hohen Neuendorf / Oberhavel

Etwa 30 Jugendliche, die am Bernsteinsee feierten, wurden von ungefähr 10 Personen, die nach dem äußeren Erscheinungsbild zur rechten Szene gehören, angegriffen. Vier verletzte Personen mussten im Krankenhaus versorgt werden. Gegen einen 19-jährigen Rechten wurde Haftbefehl erlassen. (opferperspektive.de, 13.5.)


08.05.2008 Neonazis schlagen auf Jugendlichen ein - Berlin-Marzahn
Am Abend wird ein Jugendlicher am U-Bahnhof Cottbuser Platz von drei bekannten Neonazis angegriffen. Dem Jugendlichen wird gegen den Kopf geschlagen und eine Bierflasche wird nach ihm geworfen. Er kann sich retten, indem er sich am Gleisbett versteckt. (reachoutberlin.de, 20.5.)

07.05.08 Nazis attackieren vier Personen in Berlin - Ahrensfelde

Am Abend des 7.5. gegen 21.50 Uhr wurde ein Obdachloser in der Nähe des S-Bhf. Ahrensfelde von zwei Nazis angegriffen. Die beiden Brüder schlugen ihr 39-jähriges Opfer ins Gesicht und verletzten seinen Hund durch Tritte. Nachdem der Betreiber eines nahe gelegenen Geschäftes zu Hilfe kommen wollte, wurde dieser zunächst fremdenfeindlich beleidigt. Im Anschluss kam es im Geschäft zu einer Auseinandersetzung mit den rechten Angreifern, bei der der Betreiber und zwei weitere Personen leicht verletzt wurden. Die beiden Nazis konnten in Tatortnähe festgenommen werden. (kein-verstecken.de, 7.5.)


05.05.2008 Angriff auf vermeintlich Linke in Köln
Zu einem Angriff einer Gruppe von Neonazis auf zwei 15 und 16 Jahre alte vermeintlich linke soll es in der Nacht zum 5.5. in Esch gekommen sein. Gegen drei Uhr seien sie in der Chorbuschstraße von etwa zehn Personen angegriffen worden, die den rechtsextremistischen „Autonomen Nationalisten“ zuzuordnen seien, sagten die Jugendlichen bei der Polizei aus. Bei dem anschließenden Handgemenge seien sie mit Pfefferspray, Schlägen und Tritten niedergestreckt worden. Als zwei Passanten hinzukamen, seien die Rechtsradikalen verschwunden. Der Staatsschutz der Kölner Polizei ist in die Ermittlungen eingeschaltet worden. (Kölner Stadtanzeiger, 7.5.)

05.05.2008 Gerichtsurteil Landgericht Nürnberg: "So viele Menschen töten wie möglich"
Nach einem Anschlag auf ein von Ausländern bewohntes Mietshaus verurteilte ein Nürnberger Gericht vier Neonazis zu mehrjährigen Haftstrafen. Zu Jugendstrafen zwischen drei Jahren sowie fünf Jahren und acht Monaten hat das Landgericht Nürnberg-Fürth am Montag vier Neonazis aus Mittelfranken verurteilt. Das Gericht sühnte damit den Brandanschlag auf ein überwiegend von Ausländern bewohntes Mietshaus in Bad Windsheim sowie die Verwüstung eines jüdischen Friedhofs.
Die Begründung für das Urteil lautete auf versuchten Mord in 42 Fällen in Tateinheit mit Brandstiftung sowie Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung. Zur Katastrophe war es bei dem Anschlag auf das Mietshaus nur deshalb nicht gekommen, weil die Brandsätze entweder an der Hausfront abprallten oder sich nicht entzündeten. Die Richter waren sich aber sicher, dass die Jugendlichen "so viele Menschen töten wollten wie möglich". (www.sueddeutsche, 6.5.)

04.05.2008 Mann aus Guinea in Berlin attackiert
Sonntag früh hat ein 21-Jähriger auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofes Alexanderplatz einen gleichaltrigen Mann aus dem westafrikanischen Staat Guinea attackiert. Der Schwarze stand gegen 3.30 Uhr mit einer Freundin auf dem Bahnsteig der Linie 5, als der Täter auf ihn aufmerksam wurde und ihn rassistisch beleidigte. Der Beschimpfte drehte sich zum Angreifer um, woraufhin dieser auf sein Opfer zu rannte und es mit Pfefferspray besprühte. Trotz der erheblichen Augenreizung und Schlägen seitens des Angreifers gelang es dem 21-Jährigen, ihn zu Boden zu bringen. Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma der BVG kamen dem Attackierten zu Hilfe und hielten den Täter bis zum Eintreffen der Polizei fest. (tagesspiegel, 4.5.2008

1.05.2008 Hamburg. Polizei verhindert Todesopfer bei Krawallen
Bei Demonstrationen am 1. Mai haben sich rechte und linke Autonome heftige Kämpfe geliefert. Die Hamburger Polizei zeigte sich von der "nackten Gewalt" der Rechten bei den Mai-Krawallen schockiert. Nur durch beherztes Eingreifen seien Todesfälle verhindert worden. "Wenn sich die Polizei nicht dazwischengeworfen hätte, dann hätte es Tote gegeben", sagte Einsatzleiter Peter Born. "Das ist meine feste Überzeugung." Er bezog sich dabei auf eine Schlägerei zwischen mehr als hundert "autonomen Nationalisten" und einer etwa gleich großen Gruppe linker Gegendemonstranten zum Beginn der stundenlangen Ausschreitungen. Besonders von der rechten Seite sei "nackte Gewalt" ausgegangen. Die rechten Autonomen seien auf Stichwort auf die Linken eingestürmt. "Es kam zu wüsten Schlägereien." "Die Aggression und nackte Gewalt ging von den Rechten aus", sagte Polizei-Einsatzleiter Peter Born. Auch Journalisten wurden angegriffen. (spiegel.de, 2.5., mut 2.5.)

1.05.2008 Neonazis kapern Regionalzug
Rund 60 Neonazis haben am 1. Mai einen Regionalzug nach Hamburg geentert und die Lautsprecheranlage unter ihre Kontrolle gebracht - dann beschallten sie die Waggons mit ausländerfeindlichen Parolen. Die Polizei kam erst, als alles vorbei war. Sie verweigerten anderen Reisenden den Zutritt mit den Worten "dies ist eine geschlossene Gesellschaft". Ein Nach Aussagen von Fahrgästen grölten sie: "Ab heute transportiert die Deutsche Bahn AG Ausländer und Deutsche getrennt". Für Ausländer stünden "Güterwagen zur Verfügung" (spiegel.de, 2.5.)

1.05.08, 09:00 Uhr Tatort: Hamburg-Steilshoop, Angriff auf Afrikaner
Drei bislang unbekannte Täter haben einen 29-jährigen Schwarzafrikaner zunächst verbal beleidigt und anschließend geschlagen. Die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes führt die Ermittlungen.Der 29-Jährige fuhr mit dem Bus der Linie 26 und stieg an der Bushaltestelle Cesar-Klein-Ring aus. Dort traf er auf drei Männer, die augenscheinlich dem rechten Spektrum zuzurechnen sind. Die Unbekannten beschimpften den 29-Jährigen. Dann schlug einer der Täter dem Geschädigten in den Unterleib, ein weiterer Täter schlug ihm mit der Faust in das Gesicht. Der Geschädigte rannte daraufhin zurück in den Bus, die Angreifer folgten ihm. Im Bus verständigte der 29-Jährige die Polizei. Der Busfahrer hielt den Bus an der Haltestelle "Gustav-Seitz-Weg" an, um auf die Polizei zu warten. Die Täter gingen nun zum Busfahrer, öffneten sich selbst die Tür, und flüchteten in einen Kleingartenverein. (presseportal.de 2.5.2008)


April 2008

30.04.2008 Angriff auf Kongolesen in Potsdam
Bisher unbekannt blieb ein Mann, der beschuldigt wird, am Mittwochabend einen Mieter im Wohngebiet Am Schlaatz im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses geschlagen und getreten zu haben. Der Geschädigte, ein seit Jahren in Deutschland lebender gebürtiger Kongolese (43), hatte das Wohnhaus gegen 22:30 Uhr betreten, als er von dem Unbekannten ausländerfeindlich beleidigt und an der Kleidung gezogen wurde. In der anschließenden körperlichen Auseinandersetzung, bei der der Kongolese mit Fäusten ins Gesicht geschlagen und mit Füßen getreten wurde, fielen beide Personen die Treppe hinunter und landeten vor dem Haus im Otternkiez auf dem Rasen. Anwohner gingen zwischen die Kontrahenten, wonach der alkoholisierte Tatverdächtige flüchtete. (Märkische Allgemeine, 3.5.)

29.04.08 und 30.04.08 Vandalismus auf jüdischem Friedhof in Pankow

Ein oder mehrere Unbekannte Täter randalierten auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee in Pankow. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen wegen Störung der Totenruhe und gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Nach bisherigen Feststellungen haben der oder die unbekannten Täter 23 Grabsteine und zehn kleinere Stelen von zirka 50 cm Höhe umgeworfen und kehrten am Abend später noch einmal zurück, dabei wurden mehr als 30 Grabsteine umgeworfen. (berlin.de, 30.4., morgenpost 3.5.)

26.04.2008 Brandanschlag auf polnische Erntehelfer in Lodersleben
Am Morgen des 26.4, kurz vor 02.00 Uhr, begaben sich mehrere Jugendliche zum Gelände einer Agrargenossenschaft in Lodersleben und warfen dort an der Giebelseite eines ehemaligen Mehrzweckgebäudes einer LPG, welches zu Logiszwecken ausgebaut ist, ein Fenster mit einer Flasche ein. Danach warfen sie in ein weiteres Fenster einen Molotowcocktail, welcher jedoch nicht zündete. Daraufhin stieg ein Tatverdächtiger in die Parterreräumlichkeiten und entzündete das Brandmittel. Dabei fingen das Mobiliar sowie andere Gegenstände Feuer. Die Bewohner in der darüber liegenden 1.Etage, sechs polnische Erntehelfer, konnten das Haus unverletzt verlassen. Durch Zeugen wurden mehrere Personen beobachtet, welche fluchtartig den Tatort ver-ließen. Durch den Einsatz eines Fährtenhundes konnten die Täter kurze Zeit später un-weit des Tatortes in einem Partykeller gestellt und vorläufig festgenommen werden.Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um drei 17 jährige (1x weibl.) sowie zwei 20 jährige Jugendliche aus Lodersleben.
(halle-forum.de, 27.4.)

 

 

18.04.08 Fremdenfeindlicher Angriff in Berlin-Lichtenrade

In den Morgenstunden hat ein Unbekannter bei einer Feier in einem Nachbarschaftszentrum in der Finchleystraße in Lichtenrade einen dunkelhäutigen 19-Jährigen rassistisch beleidigt. Anschließend schlugen mehrere Jugendliche auf den 19-Jährigen und einen ebenfalls dunkelhäutigen 22-Jährigen ein. Während bei dem Jüngeren eine sofortige ärztliche Versorgung nicht nötig war, wurde der Ältere von der Feuerwehr zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
(berlin.de, 19.4.)

 

08.04.08 Courage forderte Armbruch in Eisenhüttenstadt

Als ein 16-Jähriger auf einem Schulgelände einen gleichaltrigen Mitschüler aufforderte mit dem Rufen rechter Parolen aufzuhören, wurde er von diesem geschlagen und am Boden liegend getreten. Der Betroffene erlitt einen Armbruch.
(opferperspektive.de, 9.4.)

 

06.04.08 Übergriff auf Jugendliche mit Migrationshintergrund in Fürstenwalde

Eine fünfköpfige Gruppe junger Leute, teilweise mit Migrationshintergrund, wurde in der Nacht von zwei Männern im Alter von 26 und 27 Jahren angegriffen. Der 27-Jährige attackierte einen der Geschädigten mit einem Messer, dabei riefen die Angreifer rechte Parolen. (opferperspektive.de, 7.4)

05.04.08 ToterJugendlicher  in Stolberg
Nachdem ein Jugendlicher aus Eschweiler in der Nacht zum 5. April 2008 bei einer Auseinandersetzung in Stolberg bei Aachen mutmaßlich von einem 18-jährigen Mann mit Migrationshintergrund erstochen wurde, kommt es verstärkt zu regionalen Demonstrationen und bundesweiten Protesten in der rechten Szene. Aber es ist vollommen unklar, ob der Hintergrund der Tat eine rassistisch motivierte Tat war oder nur ein Eifersuchtsstreit um die gleiche Freundin. (MUT, 29.4.2008)


März 2008

29.3. Brandstiftung gegen Türken in Backnang?
In einem mehrheitlich von Türken bewohnten Mehrfamilienhaus in Backnang ist gegen 5 Uhr früh ein Feuer gelegt worden. Insgesamt fünf Bewohner wurden durch Rauchgas leicht verletzt. Auf eine Wand im Hinterhof des Gebäudes wurden rechtsradikale Parolen gesprüht: Umgekehrte Hakenkreuze und der Schriftzug „Deutsche alle sterben“. Die Polizei schloss einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus. Es wurde eine zehnköpfige Sonderkommission gebildet, der auch Vertreter des Landeskriminalamts angehören. (Heilbronner Stimme 30.3.) Wie die Polizei am 25.4. in Waiblingen mitteilte, steht inzwischen allerdings ein Bewohner des Hauses im Verdacht, das Feuer am 29. März gelegt zu haben. Der Mann verweigere die Aussage. Einen rechtsextremen Hintergrund schloss die Polizei jetzt. aus. (Focus.de, 25.4.)

28.03.2008 Rechter Angriff auf Demo in Aachen
In Aachen griffen am Donnerstag ca. 30-40 Neonazis eine antifaschistische Demonstration an. Die Demo, die sich gegen einen Angriff auf die Wohnung eines Antifaschisten richtete, zog bis dahin lautstark durch die Aachener Innenstadt. Auf halbem Weg stürmten Neofaschisten der NPD, der Kameradschaft Aachener Land (KAL), der Anti-Antifa Aachen – Düren, des Sturmbundes Aachen, der Graffiti-Toy-Crew‚ UN/BaamG’ und der AG-Rheinland frontal auf die Demonstration zu und griffen diese an, bewaffnet mit Teleskopschlagstöcken und Quarzhandschuhen (indymedia, 28.3.)

22.3. Anschlag auf islamisches Zentrum in Sittensen

Auf das Gebäude der islamischen Gemeinschaft in Sittensen sind Molotowcocktails geworfen worden. Die Spuren führen zur rechtsextremen Kameradschaften-Szene. Die Wohnung eines Verdächtigen wurde bereits durchsucht. (taz, 25.3)

21.3. Übergriff auf Zehnjährige in Berlin
In Friedrichshain ist an Karfreitag ein zehnjähriges Mädchen Opfer eines fremdenfeindlichen Übergriffs geworden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, war das Kind am späten Nachmittag auf dem Nachhauseweg in der Frankfurter Allee von einem Unbekannten zu Boden gestoßen und wegen seiner Hautfarbe rassistisch beleidigt worden. Dabei habe das Kind einen Schock erlitten. Die Mutter alarmierte daraufhin die Polizei. Der Staatsschutz ermittelt. Unterdessen werden heute zwei Männer und eine Frau für ihr Eingreifen bei einer rassistisch motivierten Attacke von der Polizei geehrt. Die beiden 29 und 35 Jahre alten Männer hatten am 2. März auf dem S-Bahnhof Frankfurter Allee unter Lebensgefahr einem Angolaner aus dem Gleisbett geholfen. Eine 20-Jährige hatte den Mann nach ersten Erkenntnissen aus rassistischen Motiven vom Bahnsteig gestoßen, als ein Zug in den Bahnhof fuhr. Die 29-jährige Frau hatte die Tatverdächtige bis zum Eingreifen der Polizei festgehalten. (taz 5.3.)

20.3. Sangerhausen: Überfall auf Vietnamesin
Auf dem Bahnhof von Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) ist eine 29-jährige Vietnamesin überfallen worden. Die aus Berlin kommende Studentin wurde von drei Jugendlichen beleidigt, bespuckt, geschlagen und mit Füßen getreten, als sie am Abend auf einen Zug wartete. Die Täter konnten entkommen (taz, 21.3.)

19.3. Cottbus: 20 Neonazis überfielen Lokal
In der Nacht vom Dienstag (18.03.2008) auf den Mittwoch ereignete sich in der Cottbuser Innenstadt gegen 22.30 Uhr ein rechtsextremer Überfall auf das Lokal "Marie". Zum Zeitpunkt des Angriffes gedachten Freunde und Bekannte einem in der Nacht von Montag zu Dienstag verstorbenen Antifaschisten aus Cottbus. Auffallend an der Tat ist die Brutalität mit der die Neonazis vorgingen. Sie warfen aus einer Gruppe von 20-30 Personen Steine auf das Gebäude, wobei drei Wurfgeschosse das Fenster des Lokals zerstörten. Außerdem wurde neben dem Eingang ein Hakenkreuz an die Wand geschmiert. In Angesicht zu den aktuellen Geschehen in Cottbus ist eine politische Motivation klar erkennbar. Die Aktion von Seiten der Neonazis muss geplant gewesen sein. Die Cottbuser Polizei rückte relativ zügig mit einem großen Aufgebot der Bereitschaftspolizei und Kripo an, verschwanden aber recht schnell vom Ort des Geschehens.
(inforiot, 19.3.2008)

18.3. Kusel: Jüdischer Friedhof geschändet
Unbekannte Täter haben einen jüdischen Friedhof in Thallichtenberg (Kreis Kusel) geschändet. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurden an insgesamt 15 Grabstellen die Grabsteine umgeworfen, Einfassungen beschädigt oder Gedenksteine mit nationalsozialistischen Parolen und Symbolen besprüht. Der Vorfall habe sich bereits vergangene Woche ereignet, sei aber erst jetzt der Polizei gemeldet worden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 5000 Euro geschätzt. Zur Klärung des Sachverhalts wurde eine eigene Ermittlungsgruppe der Kriminal- und Polizeidirektion Kaiserslautern eingerichtet.(ddp, 18.3.)

15.3. Angriff auf Libanesen in Neustrelitz
In Neustrelitz ist am Samstag ein libanesischer Asylbewerber von mutmaßlich rechtsextremen Jugendlichen geschlagen und beschimpft worden. Wie die Polizei in Neubrandenburg mitteilte, bewarfen die drei Angreifer den Mann zudem mit Steinen und Bierflaschen, als er vor ihnen flüchtete. Dabei hätten sie immer wieder «Ausländer raus» gebrüllt. Der Libanese, der bei der Attacke nicht verletzt wurde, verständigte die Polizei, die die Verdächtigen nach kurzer Fahndung stellen konnte. In der Nacht zum Sonntag wurden dann Teile des jüdischen Friedhofs in Neustrelitz geschändet. Unbekannte rissen laut Polizei das schmiedeeiserne Tor zum Friedhof aus den Angeln und stießen Grabsteine um. Die Kriminalpolizei Neubrandenburg nahm Ermittlungen wegen Tatverdachts der Störung der Totenruhe und der gemeinschädlichen Sachbeschädigung auf und prüft, ob ein Zusammenhang zwischen beiden Taten besteht (ostesee-zeitung, 16.3., pr-inside.de 16.3.)

12.3. Erst jetzt öffentlich: Warum starb Adem Özdemar in Hagen?
"Um 1 Uhr 36 bat Adem Özdamar die Polizei im westfälischen Hagen telefonisch um Hilfe. Wenige Minuten später trafen die Beamten ein und nahmen den 26-Jährigen mit auf die Wache. Um 2 Uhr 45 schlug sein Herz nicht mehr. Da lag er bäuchlings auf einer Trage, an Händen und Füßen mit Kabelbindern gefesselt, die in seine Haut schnitten. Was war in der Zeit dazwischen mit dem unter Kokaineinfluss stehenden Türken geschehen? Der Hagener Vorfall vom 17.2. beschäftigt mittlerweile die deutsche und türkische Außenpolitik. Nach der Reanimation fiel Adem Özdamar ins Koma, vor einer Woche starb er...." Aber warum? (Frankfurter Rundschau 12.3.)

11.3. Brutaler Überfall auf Türken in Braunschweig
Drei Männer in Braunschweig haben einen Türken erst beleidigt und dann mit einem Holzklotz auf das Opfer eingeschlagen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde der 17-Jährige am Montagnachmittag aus einer Gruppe junger Leute heraus beleidigt und mit derben Worten zum Auswandern aufgefordert.
Als der Jugendliche weitergegangen sei, habe er von hinten einen Schlag gegen den Kopf erhalten und sei zu Boden gegangen, sagte Polizeisprecher Joachim Grande.Die vermutlich drei Täter traten anschließend auf den am Boden liegenden Jugendlichen ein und schlugen ihn mit einem Holzklotz. Der 17-Jährige habe unter anderem Prellungen am Kopf und eine blutende Gesichtsverletzung erlitten. Er sei ambulant im Krankenhaus behandelt worden. Aus Angst meldete sich der Türke erst Stunden nach dem Übergriff bei der Polizei. Wegen des ausländerfeindlichen Hintergrundes der Tat habe der Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen. Man vermute die Täter eher in der rechten Szene, sagte der Polizeisprecher. Einer der Täter sei etwa 19 bis 23 Jahre alt gewesen und habe kahlrasierte Schläfen und blonde Haare gehabt. (netzeitung.de, 12.3.)

9.3. Berlin: Rechte überfallen Lokal und jagen sich mit Linken
Bei einer Auseinandersetzung zwischen Anhängern der linken und rechten Szene sind am frühen Sonntagmorgen in Friedrichshain drei Personen leicht verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatten zuvor 10 bis 15 vermummte mutmaßliche Rechtsradikale in einem Café in der Samariterstraße die linken Gäste mit Pfefferspray besprüht und waren anschließend weggerannt. Sie wurden von etwa 15 Café-Besuchern verfolgt. Die Verfolger umringten an der Rigaer Ecke Voigtstraße fünf Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren und eine 19-jährige Frau und verletzten drei von ihnen leicht. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt. (ad-hoc-news. 9.3)

8.3. Leipzig: Toter im Streit zwischen Türstehern und Ausländern
Möglicherweise rassistische, möglicherweise aber auch andere kriminelle Hintergründe hat der tödliche Schuss auf einen Russlanddeutschen vor einer Diskothek in Leipzig am Morgen des 8.3. Zuvor war es zu anhaltenden Auseinandersetzungen von Angehörigen mehrerer Nationalitäten und mit der Polizei gekommen. (MDR, 8.3.) Hintergrund ist nach Ermittlungen der Polizei eine Auseinandersetzung im sogenannten Türstehermilieu zwischen einheimischen und ausländischen Gruppen. Das 28-jährige Opfer Andreas K. wurde dabei offensichtlich versehentlich erschossen, als er zum Rauchen vor die Türe trat. (stern.de, 15.3.)

5.3. Chemnitz: Neonazis jagten Juso-Chef
Sehr dramatisch“: So bezeichnete OB Barbara Ludwig (46, SPD) gestern die Gewalteskalationen nach einer Anti-Rechts-Demo vor zwei Tagen. Dabei hatten Neonazis den Chemnitzer Juso-Chef Christian Papsdorf (24) gejagt und bedroht, zwei Jugendliche wurden nach Aussage der Linke-Stadtratsfraktion verprügelt. (sz-online, 7.3.)

2.3. Berlin: 20-Jährige stieß dunkelhäutigen jungen Mann vor S-Bahnzug

Bei dem Zwischenfall am Sonntagmorgen auf dem S-Bahnhof Frankfurter Allee soll sie rassistische und fremdenfeindliche Beleidigungen gerufen haben, wie die Polizei mitteilte. Nur die schnelle Reaktion des Opfers und die Hilfe zweier Fahrgäste, die den 19-Jährigen vom Gleis zogen, retteten ihn vor dem herannahenden Zug der Ringbahn. Polizeibeamten nahmen die Täterin fest. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen versuchten Mordes aufgenommen. Die junge Frau soll am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden. (RBB-Online.de, 2.3.). Darüber hinaus kam es in der Nacht zuvor zu mehreren brutalen Gewalttaten in Berliner S-Bahnen und U-Bahnen, dabei wurde ein couragierter Fahrgast bewusstlos getreten und musste wiederbelebt werden, der 44-jährige hatte mehrerern Frauen helfen wollen, die von einem 20-jährigen angepöbelt wurden. In einem Bus wollte ein Fahrer pöbelnde Jugendliche des Fahrzeugs verweisen, einer von ihnen stieß ihm ein Messer in den Rücken. (afp, 2.3.)

2.3. Rechte und Linke jagen sich in Wittenberg und Dessau

Die Polizei hat am Sonnabendabend auf dem Wittenberger Marktplatz eine Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Gruppen beendet, die der rechten und linken Szene angehören sollen. Wie die Polizeidirektion Dessau-Roßlau am Sonntag mitteilte, habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Demnach hatten acht Personen, vermutlich Anhänger der rechten Szene, in einem Haus in der Coswiger Straße eine Geburtstagsparty gefeiert. Gegen 22.15 Uhr sollen sechs Jugendliche mit mutmaßlich linksorientierter Gesinnung, überwiegend dunkel bekleidet und zum Teil vermummt, vor der Wohnung durch Parolen die Feiernden provoziert haben, die daraufhin die flüchtende Gruppe bis zum Markt verfolgten. Einer der Jäger, ein 18-jähriger Kemberger, hatte eine Hiebwaffe dabei, erklärte die Polizei. Herbeigeeilte Einsatzkräfte der Polizei konnten eine Eskalation verhindern und vor Ort alle Personalien aufnehmen. Zudem wurde die Waffe sichergestellt. Unterdessen bedankt sich die Polizei bei jenen aufmerksamen Bürgern, die die Beamten zu Hilfe gerufen hatten. "Durch diese schnelle Information konnten weitere Auseinandersetzungen verhindert werden", sagte Pressesprecherin Doreen Wendland. (mz-web, 3.2.)

Weitere Auseinandersetzung zwischen Links und Rechte in Dessau. Nach einer Massenschlägerei in Aken am Wochenende ermittelt nun der polizeiliche Staatsschutz. In der Nacht zum Samstag gegen 1:55 Uhr waren nach bisherigen Ermittlungen in der Komturstraße acht Jugendliche, die offensichtlich der linken Szene angehörten, von sieben wahrscheinlich rechtsgerichteten Personen angegriffen worden. Dabei wurden zwei Opfer mit Flaschen auf den Kopf geschlagen, ein Drittes erhielt nach eigenen Angaben Schläge mit einer Stange in den Bauch, alle Drei mussten im Krankenhaus behandelt werden. (kanal8,3.2.)


1.3. Überfall auf Halberstädter Jugendclub
Ein linkes Jugendzentrum in Halberstadt ist in der Nacht zu Samstag vermutlich von Neonazis überfallen worden. Gegen 22.45 Uhr drang rund ein Dutzend dunkel gekleideter Männer in das Gebäude ein und zerstörte eine Holztür sowie mehrere Fensterscheiben, wie die Polizei am Samstag in Halberstadt mitteilte. Auch ein in der Nähe geparktes Auto wurde in Mitleidenschaft gezogen. Im Zuge der Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Staatsschutz wurden fünf Verdächtige im Alter zwischen 15 und 24 in Gewahrsam genommen, allerdings ließ sich ihnen die Tat nicht einwandfrei nachweisen. Alle Verdächtigen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt. (yahoo.news 2.3.)


Februar 2008

29.2. Mordversuch aus Berga wird öffentlich

In der Nacht vom 9. zum 10.2.2008 fanden Rettungskräfte vor einer Diskothek in Berge einen 19-Jährigen Junger Mann aus der Punkerszene bewusstlos auf. Er war zusammengeschlagen worden. Das Opfer befindet sich nach Angaben des Polizeisprechers in einem künstlichen Koma. Auf diversen Antifa-Seiten im Internet war davon die Rede, dass das Opfer von mindestens fünf Neonazis angegriffen und zusammengeschlagen worden ist. Die Diskothek ist als Anlaufpunkt für die gesamte Region bekannt. Eine Besucherin, die das letzte Mal im Dezember letzten Jahres dort zu Besuch war, erzählt, dass auch ziemlich viele Personen der rechten Szene anzutreffen waren. Schlägereien vor der Lokalität finden übrigens fast zu jeder Veranstaltung statt. (Aus: Neues Deutschland, 29.2.)


27.2. Dessau: Jüdischer Friedhof geschändet

Dessaus polizeilicher Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Wie die Polizei mitteilte, wurde in der Nacht zum 24. Februar eine Kranzschleife von der Dessauer Gedenkstele in der Askanischen Straße gestohlen und mit einem Hakenkreuz versehen am Tor des israelitischen Friedhofs angebracht. Auf dem Jüdischen Friedhof in Köthen wurde eine Gedenktafel geschändet, sowie eine antisemitische Parole auf eine Mauer gesprüht. Auch die Fassade des afrikanischen Telecafé in der Dessauer Friedrich-Naumann-Straße wurde in der gleichen Nacht mit einem Hakenkreuz besprüht. (kanal8.de, 2.3.)


26.2. Schläge gegen 14-jährigen Aserbaidschaner

In Wismar ist am Montag ein 14-jähriger Jugendlicher von einem unbekannten jungen Mann geschlagen worden.
Nach ersten Erkenntnissen hatte der gebürtige Aserbaidschaner am Montagvormittag in der Rudolf- Breitscheid- Straße mehrfach gegen einen Kaugummiautomaten geschlagen, weil dieser offenbar nicht richtig funktionierte. Daran nahm der spätere Tatverdächtige Anstoß, der sich in diesem Zusammenhang auch fremdenfeindlich geäußert haben soll. (MVregio 27.2)

26.2. Serie von Überfällen in Bremen
Sieben Mal in den vergangenen zehn Tagen rückten die Männer mit Steinwürfen gegen ihre Ziele vor, auch gegen Menschen. Wiederholt traf es das Lidice-Haus, bekannt für seine antifaschistische Arbeit. Die Polizei geht von Tätern mit rechtsextremistischem Hintergrund aus.Zuletzt passierte es am Freitagabend. Eine kleine Gruppe bewarf die Glasfront der Jugendbildungsstätte auf dem Stadtwerder mit Pflastersteinen und nahm sich auf dem Parkplatz auch ein Auto vor. Den Schaden schätzt die Polizei auf mehrere tausend Euro. In der Woche zuvor war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, mit noch größeren Gefahren: Ein Zivildienstleistender, der die Täter bemerkt hatte und sie aufhalten wollte, wurde mit Steinwürfen attackiert. Übergriffe wurden auch aus Vegesack und Lesum gemeldet. (Weserkurier, 26.2.)Die Polizei macht nach ihren ersten Ermittlungen Jugendliche, die "teilweise enge Kontakte zur NPD" unterhalten, für die Taten verantwortlich, die NPD schiebt die Schuld in ihrer Propaganda dem Verfassungsschutz zu...(taz14.3.)

24.2. Rechts gegen Links in Pankow
Etwa 20 Angehörige der rechten Szene, die im „Musik-Café“ an der Pankower Wollankstraße feierten, haben am Samstagabend zehn vermeintlich Linke mit Bierflaschen und Schlagstöcken angegriffen. Ein Mann wurde durch einen Hieb verletzt. Die Polizei überprüfte 18 Rechte und nahm vier fest. Gegen sie ermittelt der für politische Delikte zuständige Staatsschutz. Am Samstagabend soll es nach Angaben der Antifa zudem Steinwürfe auf ein linkes Lokal in der Rigaer Straße in Friedrichshain gegeben haben. Die Polizei konnte das nicht bestätigen. (Tagesspiegel 25.2.)

24.2. Mehrere rechte Gewalttaten in Sachsen-Anhalt
In Burg schlugen Rechtsradikale einen Diskobesucher vor einer Gaststätte und attackierten in mit fremdenfeindlichen Schimpfworten. Der 28-Jährige wurde durch Tritte am Kopf verletzt. In Körbelitz kam es am gleichen Tag zu einem Überfall von rechtsgerichteten Jugendlichen auf einen Jugendtreff. Die vermummten Angreifer trafen dabei auf eine 20-jährige Frau, die ebenfalls getreten wurde. (volksstimme.de, 25.9.)

24.2. Erneuter Übergriff in Magdeburger Straßenbahn
Ein gebürtiger Nigerianer ist am 24.2. in Leipzig offenbar Opfer eines ausländerfeindlichen Übergriffs geworden. Der 32-Jährige stieg gegen 6 Uhr am Augustusplatz in eine Straßenbahn und fuhr in Richtung Reudnitz. Nach Angaben der Polizei begannen zwei 26 und 27 Jahre alte Männer den Afrikaner noch bei der Suche nach einem Sitzplatz als "Neger" zu beschimpfen. An der Haltestelle Koehlerstraße stießen die beiden Deutschen ihr Opfer zunächst aus der Straßenbahn, hieß es von den Ermittlern weiter. Anschließend hätten sie den auf der Straße liegenden 32-Jährigen geschlagen und getreten, sowie dabei gerufen: "Wir machen dich fertig". Den Jüngeren der beiden Angreifer habe das Opfer mit Pfefferspray außer Gefecht gesetzt. Während der Attacke eilten fünf Fahrgäste dem Afrikaner zu Hilfe, bewahrten ihn vor weiteren Schlägen und riefen die Polizei. In einer ersten Vernehmung gaben die beiden Angreifer an, der 32-Jährige habe sie provoziert. Deshalb hätten sie ihn zur Rede stellen wollen. "Diese Version wurde von den Zeugen aus der Straßenbahn aber nicht bestätigt", sagte Polizeisprecher Andreas Loepki gegenüber LVZ-Online (vom 25.2.)

23.2. Serie von Übergriffen im Colditz
Im sächsischen Colditz randalierten am Wochenende etwa 100 teilweise Vermummte, darunter laut Polizei auch Mitglieder der verbotenen Neonazi-Kameradschaft "Sturm 34" aus Mittweida, am Samstagabend auf dem Colditzer Sophienplatz. Wörtlich heißt es: "Fensterscheiben gingen zu Bruch, Nebelbomben wurden gezündet. Mit ihrer offenbar minutiös geplanten, blitzschnell ausgeführten Aktion zielte der Pulk auf ein Elektrogeschäft, dessen Inhaber auch den benachbarten Saal des einstigen "Wettiner Hofes" betreiben, in dem bereits drei Punkkonzerte stattfanden....(MUT, 25.2.)

19.2: Brandanschlag auf Türken in Marburg?
An einem von Türken bewohnten Haus in Dautphetal bei Marburg ist in der Nacht zum Dienstag ein Feuer gelegt worden. Die dreiköpfige Familie bemerkte den Brand an der Holzfassade eines außenliegenden Treppenaufgangs rechtzeitig und verhinderte einen größeren Schaden, wie die Polizei in Marburg mitteilte. Demnach hatte vor Ausbruch des Brandes der Sohn des Hauses zusammen mit seinem Freund gegen 21.45 Uhr das Wohnhaus verlassen. "Beide sahen schemenhaft zwei Gestalten, die vom Grundstück in der Mühlstraße wegliefen", heißt es in der Mitteilung der Polizei. "Die beiden schauten nach, fanden niemanden mehr und maßen dem Vorfall zunächst keine weitere Bedeutung zu. Als sie 30 Minuten später zurückkehrten, bemerkten die beiden im Lichtkegel des Autoscheinwerfers eine beschmierte Hauswand." Es habe sich um "Sachbeschädigung durch eine Farbschmiererei mit verfassungsfeindlichen Symbolen" gehandelt. Mit dunkelblauem Wachsmalstift sei in 40 bis 50 cm großen Lettern das Wort "Hass" auf die Wand des Einfamilienhauses gemalt worden. (spiegel.de, 20.2.)

17.2. Der 26-jährige Adem Özdamar stirbt in Polizeigewahrsam in Hagen
Um 1 Uhr 36 bat Adem Özdamar die Polizei im westfälischen Hagen telefonisch um Hilfe. Wenige Minuten später trafen die Beamten ein und nahmen den 26-Jährigen mit auf die Wache. Um 2 Uhr 45 schlug sein Herz nicht mehr. Da lag er bäuchlings auf einer Trage, an Händen und Füßen mit Kabelbindern gefesselt, die in seine Haut schnitten. Was war in der Zeit dazwischen mit dem unter Kokaineinfluss stehenden Türken geschehen?Der Hagener Vorfall beschäftigt mittlerweile die deutsche und türkische Außenpolitik. Nach der Reanimation fiel Adem Özdamar ins Koma, vor einer Woche starb er. Aber warum? (Frankfurter Rundschau 12.3.)

17.2.: Berlin-Lichtenberg: Libanesischer Taxifahrer beschimpft

Zwei Fahrgäste haben gestern früh einen aus dem Libanon stammenden Taxifahrer als „Scheißausländer“ beschimpft. Der 40-jährige Mann und seine 30-jährige Begleiterin waren in Biesdorf eingestiegen und wollten nach Lichtenberg. Während der Tour erregte sich das Paar über die seiner Meinung nach schlechten deutschen Sprachkenntnisse des Fahrers. An der Landsberger-/Ecke Märkische Allee hielt der 28-Jährige an und forderte die Fahrgäste auf, den Wagen zu verlassen. Dabei wurde er erneut beleidigt und am rechten Daumen leicht verletzt. Der Taxifahrer stieg aus und alarmierte die Polizei. Der 40-Jährige, der dies offenbar verhindern wollte, stieg ebenfalls aus und verfolgte den Fahrer zweimal um das Taxi. Die Polizei beendete den Streit und brachte den angetrunkenen Angreifer in Polizeigewahrsam, wo eine Blutentnahme erfolgte. Bei der Frau wurde bereits am Taxi eine Alkoholmessung vorgenommen. Anschließend wurden beide entlassen. Wegen des fremdenfeindlichen Hintergrunds hat der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.(Tagesspiegel 18.2.)

16.2.: Berlin-Marzahn: Neonazis überfielen Vietnamesinnen
Drei unbekannte Täter überfielen am16.2. in Berlin-Marzahn einen vietnamesischen Blumenladen. Die Männer zerschlugen gegen 7.40 Uhr das Schaufenster des Ladens in der Flämingstraße. Als die Frau die Tür öffnete, stießen die Männer sie gegen ein Regal, das dabei umstürzte. Die 50-Jährige wurde leicht verletzt. Anschließend griffen die Räuber in die Kasse und flüchteten mit Bargeld. Minuten später beleidigten sie grundlos an einer Straßenbahnhaltestelle eine 36-jährige Vietnamesin, die mit ihrer zweijährigen Tochter im Kinderwagen dort auf die Straßenbahn wartete. Die drei Männer schlugen der Frau ins Gesicht. Als sie mit dem Kinderwagen wegrannte, warfen die Männer auch noch Steine aus dem Gleisbett nach ihr. Die 36-Jährige ließ ihre aufgeplatzte Oberlippe und eine Verletzung im Nacken in einer Klinik behandeln. Das zweijährige Mädchen blieb unverletzt. Die Täter flüchteten. Wegen des fremdenfeindlichen Hintergrunds hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen (Tagesspiegel, 18.2.)

15.2. Cottbus: Überfall auf Syrer

Wie der Polizei erst tags darauf bekannt wurde, haben Unbekannte am vergangenen Mittwoch, zwischen 21:00 Uhr und 21:15 Uhr in der Karl-Liebknecht-Straße einen 24-jährigen Syrer geschlagen und getreten. Das Opfer befand sich in Höhe des Geländes eines ehemaligen Verbraucher-Marktes, als er plötzlich einen Schlag gegen den Kopf bekam und stürzte. Bei den Tätern soll es sich um 3 Personen gehandelt haben Der junge Mann soll nach seinen eigenen Angaben nach dem Schlag ohnmächtig geworden sein. Die Täter haben während der Tathandlung nicht gesprochen. Anschließend begab sich das Opfer nach Hause und wurde erst später in der Notaufnahme untersucht. Dort wurden Prellungen im Gesicht, am Knie und an einer Hand diagnostiziert. Der Vorfall wurde erst durch eine Information des Integrationsbeauftragten der Stadt Cottbus bei der Polizei bekannt (Märkische Allgemeine, 15.2.)


14.2. Magdeburg: Angriff auf Iraner
in 23-jähriger Iraner ist in Magdeburg von drei Betrunkenen angegriffen und beraubt worden. Laut Polizei hatte er wegen eines Defekts seines Fahrrads beim Bahnhof angehalten. Dort wurde er von den dreien angesprochen und dann geschlagen. Er flüchtete ohne Fahrrad und Tasche. Nach seiner Rückkehr fehlte die Tasche.(taz 16.2.)

10.2. Übergriff in Jena auf Hausbesitzer
Der Vorfall in Jena ereignete sich nach Polizeiangaben in der Nacht zum 10.2.. Drei Männer hätten in den Garten eines Hauses uriniert. Als der 47-Jährige Hausbesitzer sie aufforderte, das zu unterlassen, hätten die Rechtsextremen ihn attackiert. Eine von der Jenaer Poliizei sofort eingeleitete Fahndung sei erfolglos geblieben. (MDR, 10.2.)

4.2. Ludwigshafen: Schlimmer Verdacht: 9 Tote durch Brandanschlag?
Zwei Tage nach der Feuerkatastrophe mehren sich die Hinweise, dass der Brand in Ludwigshafen durch einen rechtsradikal motivierten Anschlag ausgelöst worden sein könnte. Vor dem verheerenden Wohnhausbrand soll es türkischen Presseberichten zufolge rechtsradikale Drohungen gegen die türkischen Hausbesitzer gegeben haben.
Die Familie Kaplan sei nach ihrem Einzug in das Ludwigshafener Eckhaus von jungen deutschen Rechtsradikalen bedroht worden, meldete die Zeitung "Zaman" unter Berufung auf Angehörige der Opfer im südosttürkischen Gaziantep. Die Drohungen seien eingegangen, nachdem im Erdgeschoss des Hauses ein türkisches Kaffeehaus eingerichtet worden sei, sagte demnach Ismail Ceylan, ein Verwandter der Familie. Die Kaplans hätten die Drohungen aber nicht ernst genommen. Mehrere türkische Zeitungen berichteten zudem, dass in der Nähe des Brandortes in Ludwigshafen ein türkenfeindlicher Spruch an eine Wand gesprüht worden sei. (spiegel.de, 6.2.) Nach intensiven Ermittlungen und einer Expertentagung relativiert die Polizei Mitte April aber wieder den Erkenntnisstand.  Inzwischen wird eher fahrlässige Brandstiftung für möglich gehalten, sei es durch Kinder oder einen Bewohner aus dem Haus. Zwei Gutachten sind allerdings noch in Arbeit.
( swr.de, 15.4.2008).

2.2. Treptow: Hotelier verprügelt, der bedrohten Ausländern half

Gegen fünf Uhr hatten die beiden angetrunkenen 17- beziehungsweise 18-Jährigen vor einem Hotel in der Grünauer Straße eine 26-jährige Türkin und einen 31-jährigen Iraker angepöbelt. Diese hatten gerade das Gebäude verlassen, als die Jugendlichen sie ausländerfeindlich beschimpften, berichtete ein Polizeisprecher. Als der 17-Jährige einen Teleskopschlagstock zog, flüchteten die beiden Reinigungskräfte von den Angreifern verfolgt in die Empfangshalle des Hotels. Dort eilte ihnen der 42-jährige Portier zur Hilfe. Als er die Jugendlichen des Hauses verwies, wurde er mit der Faust und dem Schlagstock geprügelt. Einer der Jugendlichen drohte dem Mann zudem, er werde ihn umbringen. Dann flüchteten die Täter. Die Polizei nahm die Schläger an der Ecke Glienicker/Rudower Straße fest (tagesspiegel 4.2). Ferner meldet die Berliner Polizei, dass in der Nacht zum 3.2. ein 23-jähriger Kasache in Berlin-Hohenschönhausen durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt und auf der Straße aufgefunden wurde. Nähere Einzelheiten gibt es aber nicht. (tagesspiegel 4.2.)

1.2. Zwei Überfälle in Magdeburg auf Ausländer in der Straßenbahn
Am Abend des 1.2. attackierten vier Angreifer im Alter von 20, 23, 31 und 41 Jahren zwei türkischstämmige Männer. Die zwei jüngsten Täter griffen dann am Samstagnachmittag einen weiteren Ausländer an. In beiden Fällen konnte die Polizei die Tatverdächtigen ermitteln und vorübergehend festnehmen. Die Männer sind bereits wegen Volksverhetzung aufgefallen. Die Ermittler gehen deshalb von ausländerfeindlichen Motiven aus. Die Angreifer waren bei ihren Taten stark alkoholisiert. Die zwei jüngsten Täter attackierten wenige Stunden nach der ersten Tat am Samstagnachmittag einen weiteren Ausländer. Aus Sicht der Magdeburger Integrationsbeauftragten Susi Möbbeck ist Sachsen-Anhalt für Ausländer ein gefährliches Pflaster. "In Sachsen-Anhalt waren im vergangenen Jahr unter den 681 jugendlichen Intensivtätern nur neun Ausländer. Umgekehrt aber haben Ausländer dort ein enormes Risiko, selbst Opfer von Gewalt zu werden", sagte sie in einem vorab veröffentlichten Interview der Zeitschrift "Super Illu". Unter ausländischen Jugendlichen gebe es keine auffällig hohe Gewaltbereitschaft (tagesspiegel 3.2. mz-web 3.2.))


Januar 2008

15-jähriger Schüler in Stendal auf Schulhof verletzt

Am 25.01.08, gegen 10.00 Uhr, wurde telefonisch Anzeige seitens der Diesterweg-Schule in Stendal erstattet.

Demnach wurde am Vortag gegen 13.00 Uhr ein 15-jähriger dunkelhäutiger Schüler auf dem Schulhof geschlagen. Der Schüler erlitt dabei einen Nasenbeinbruch. Im Verlauf der Tathandlung wurde der Geschädigte mit ausländerfeindlichen Äußerungen beschimpft. Als Tatverdächtiger wurde ein 19-Jähriger ermittelt.(Pressemitteilung PRev. SDL - 27.01.08)

Inder in Bitterfeld-Wolfen niedergeschlagen
Am 20.01.2008 ereignete sich gegen 18:41 Uhr eine gefährliche Körperverletzung an einen 36-jährigen Mann indischer Herkunft in Bitterfeld-Wolfen in der Moltkestraße.
Nach Angaben des Geschädigten war dieser zum Zeitpunkt zu Fuß in der Moltkestraße unterwegs, als ihm drei männliche Personen entgegenkamen. Aus bisher unbegründetem Motiv sollen zwei Täter im Alter von 22 und 39 Jahren mehrfach mit Fäusten auf ihn eingeschlagen haben. (polizei-sachsen-anhalt 21.1.)

20.1. 18-jähriger erschlägt Frau in Hettstedt (Sachsen-Anhalt)

Auf dem Marktplatz der Kleinstadt Hettstedt (Mansfeld-Südharz) ist am Sonntag eine 54-jährige Frau zu Tode geprügelt worden. Unter Tatverdacht nahm die Polizei einen 18-Jährigen fest, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd in Halle mitteilte. Gegen den jungen Mann werde wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Laut Polizei ereignete sich der tödliche Angriff frühmorgens gegen 05.30 Uhr. Die Frau sei brutalst zusammengeschlagen worden und der Täter habe shohgar in Siegerpose neben ihr posiert. Nach Informationen der MZ hat der gerade erst volljährig gewordenen junge Mann zudem unter wüsten Beschimpfungen auf sein Opfer eingetreten. Später sei die Frau in einem Rettungswagen an ihren schweren Verletzungen gestorben. Sie soll aus dem Trinkermilieu kommen. Nach Informationen der MZ hat der Jugendliche zudem unter wüsten Beschimpfungen auf sein Opfer eingetreten. Die Hintergründe des Verbrechens Tat waren zunächst nicht bekannt. Nach Polizeiangaben hatte der Verdächtige zunächst in einer Pizzeria am Markt randaliert und sie erheblich verwüstet.(tagesspiegel, 21.1., Mansfelder Zeitung, 21.1., Mitteldeutsche 20.1., stern.de 20.1.)

20.1. Zum wiederholten Mal Überfall auf Haus in Leipzig
"Am 19. und 20.01.2008 überfielen vermummte Neonazis ein Wohnhaus in Leipzig Reudnitz. Gegen Morgen des 19.01 versuchten zwei Neonazis Fenster in den untersten Etagen einzuwerfen. In der Nacht zum 20.01 traten ca. 6 bis 8 Neonazis die Haustür am selben Objekt ein und warfen Sylvesterknaller in den Hausflur. Darauf folgend versuchten sie im Erdgeschoss in eine Wohnung einzudringen. Dabei traten sie auf die Wohnungstür ein. Diese wurde beschädigt, öffnete sich allerdings nicht, da Bewohner sich gegen die Tür stemmten. Gleichzeitig wurde ein Fenster einer Wohnung im 1. Stock von Steinen eingeschossen.Bereits im November 2007 wurde das Haus von 40 vermummten Nazis mit Leuchtmunition, Steinen und unter Naziparolen wie „Nationalsozialismus jetzt“ angegriffen. In der Nacht davor wurden zwei 90cm x 90cm große Hakenkreuze an die Hauswand geschmiert." (indymedia, 22.1.)

20.1. vermeintlicher Südländer in Treptow wird bedroht

Ein südländisch aussehender Mann ist laut einem ddp-Bericht im Treptower Ortsteil Oberschöneweide fremdenfeindlich beleidigt und bedroht worden. Der 20-Jährige wurde von zwei betrunkenen Männern attackiert, als er ein Päckchen auslieferte, wie ein Polizeisprecher den Angaben zufolge mitteilte. Der junge Mann flüchtete in sein Fahrzeug. Daraufhin versuchten die beiden Angreifer im Alter von 42 und 50 Jahren, die Türen zu öffnen und forderten ihn zum Aussteigen auf. Vom Opfer alarmierte Polizeibeamte nahmen die Männer fest. Der jüngere Täter wehrte sich zunächst, wurde aber überwältigt. (npd-blog.info, 20.1.)

16.1. Punks hetzten Hund auf jüdische Schüler
Fünf Schüler der Jüdischen Oberschule an der Großen Hamburger Straße befanden sich gestern auf dem Heimweg als sie plötzlich von den Punks verbal angegriffen wurden. An der Ecke Oranienburger Straße/Ecke Große Hamburger Straße beschimpften die vier Männer die Schüler mit antisemitischen Parolen.Anschließend hetzten sie einen ihrer Hunde auf die Jugendlichen und eine Verfolgungsjagd begann. Ein 15-Jähriger rettete sich in einen Bäckerladen. Der Hund ließ erst von ihm ab als dieser die Tür schloss. Zeugen, die den Fall beobachtet hatten, riefen sogleich die Polizei.Bei den Punks handelt es sich um zwei 27-jährige und einen 31-jährigen Mann. Sie werden heute dem Haftrichter vorgeführt, der über einen Haftbefehl entscheiden wird. Der Hund wurde beschlagnahmt und in einem Tierheim untergebracht. Die Schüler blieben unverletzt. (Tagesspiegel 17.1.

13.1. Überfall auf Schwarzen in Köln
Möglicherweise haben mehrere Skinheads in der Nacht zu Sonntag in Köln einen dunkelhäutigen Mann verprügelt. Sie beschimpften ihn angeblich als "Neger", als der 22-Jährige fragte, wer dies gesagt habe, sei er geschlagen, getreten und leicht verletzt worde. Die Polizei teilte dies zunächst so mit, relativierte zwei Tage später aber ihre Angaben. (dpa in taz vom 14.1. und Polizeipressestelle Köln 16.1.)

9.1. Zwei jüdische Einrichtungen in Berlin beschädigt
Zwei jüdische Einrichtungen in Westend und in Prenzlauer Berg sind von bislang unbekannten Tätern beschädigt worden. So wurden am Dienstag Fenster eines Hauses Am Rupenhorn beschädigt sowie das Lapidarium an der Schönhauser Allee mit Pflastersteinen beworfen. Die Kripo ermittelt. (Morgenpost 10.1.)

8.1. 51jähriger Hamburger greift Iranische Frau in der U-Bahn an
Die Hamburger Polizei hat einen 51 Jahre alten Mann festgenommen, der in einem U-Bahnzug der Linie U 1 eine 20 Jahre alte Frau iranischer Abstammung bepöbelt und verletzt haben soll. Zunächst soll der 51-Jährige mit lautem Pöbeln mehrere Fahrgäste beleidigt haben. Als die 20-Jährige den Mann bat, damit aufzuhören, soll er ihr ins Gesicht geschlagen und sie beschimpft haben. Auch als die junge Frau am Klosterstern mit einer Freundin aus dem Zug stieg, folgte der Mann laut Polizei den beiden und warf der 20-Jährigen eine Flasche an den Kopf. Anschließend flüchtete der mutmaßliche Täter. Die beiden Frauen verfolgten den Mann und riefen über ein Handy die Polizei, die den Angetrunkenen in der Hochallee festnehmen konnte. Die verletzte Frau habe eine starke Schwellung und eine Kopfplatzwunde erlitten. (NDR 8.1.)

6.1. Massenschlägerei in Magdeburg

Bei einer Massenschlägerei in Magdeburg sind in der Nacht zum 6.1. zwei Männer schwer verletzt worden. Die Polizei schloss einen fremdenfeindlichen Hintergrund der Auseinandersetzung von rund 30 Menschen nicht aus. Rund zehn Deutsche liefen hinter einem 29-Jährigen von der Elfenbeinküste her, weil dieser nach Darstellung der Deutschen zuvor zwei Frauen und zwei Männer provoziert habe. Rund 20 Schwarze schlossen sich dem 29-Jährigen an. Es kam zu der folgenschweren Prügelei. Laut ersten Angaben eines Beteiligten soll folgendes passiert sein: Vier junge Deutsche hätten sich demnach an einer Straßenbahnhaltestelle von einem dort wartenden Schwarzafrikaner provoziert gefühlt. Der 29-jährige Mann von der Elfenbeinküste soll einen Holzknüppel bei sich getragen haben. Als einer der Deutschen auf ihn zugegangen sei, sei der Afrikaner in eine nahe gelegene Imbissstube geflüchtet. Seiner Verfolgung schlossen sich weitere zehn Deutsche an. Sie beleidigten ihn und forderten ihn auf, die Gaststätte wieder zu verlassen. Als der junge Mann dies tat, kamen ihm etwa 20 weitere Afrikaner aus einem Internetcafé zu Hilfe. Zwischen beiden Gruppen entwickelte sich die Prügelei. Als die Polizei eintraf, fand sie neben den Afrikanern nur noch vier Deutsche vor, beide Parteien alkoholisiert. (taz vom 8.1. / dpa in welt-online 6.1.)

5.1. Überfall auf nigerianischen Zeitungsboten in Berlin
Ein aus Nigeria stammende Tagesspiegel-Bote traf auf seiner Zustelltour am 5.1. gegen 3.50 Uhr in der Spandauer Wilhelmstadt auf einen offenbar angetrunkenen Mann, der ihn unvermittelt attackierte: „Nigger was machst du in Deutschland?!“, habe ihn der Unbekannte angeherrscht und sofort auf ihn eingeschlagen. Als Bishop O. versuchte, mit seinem Zeitungswagen zu flüchten, wurde er von dem Täter verfolgt, weiter attackiert und beschimpft. Erst als O. nahe der Weißenburger Straße Besucher einer Gaststätte auf sich aufmerksam machen konnte, die ihm zu Hilfe eilten, flüchtete der Unbekannte. (Tagesspiegel vom 6.1.)

4.1. Angriffe auf Jugendliche in Dortmund

Innerhalb weniger Tage hat erneut ein rechter Schlägertrupp Menschen in Dortmund angegriffen. Freitagnacht gingen drei Männer und eine Frau zwischen 21 und 25 Jahren unter "Sieg-Heil"-Rufen auf mehrere Jugendliche los. Dabei setzten die einschlägig Bekannten auch einen Schlagstock ein. Der Staatsschutz ermittelt. (dpa in der taz vom 5.1.) Bereits am frühen Morgen des 1.Januar war es zu Angriffen von bis zu 30 vermummter Neonazis auf eine Handvoll Punks und alternativer Jugendlicher in der Reinoldistraße gegenüber dem Rock-Cafe und gegenüber dem Rathaus am Friedensplatz gekommen Die Nazis prügelten auf die anderen Jugendlichen ein, sprühten mit Pfefferspray durch die Gegend und warfen mit Flaschen. (indymedia 1.1.)

3.1. Übergriff in Teltow auf vermeintlich Linke
Fünf Rechtsradikale haben am Donnerstag vor dem Teltower Real-Markt eine etwa gleichgroße Gruppe von Jugendlichen angegriffen, die sie offenbar dem linken Spektrum zuordneten. Nach übereinstimmenden Angaben von Antifa-Aktivisten und Real-Markt-Angestellten provozierten die Neonazis die anderen gegen 15.45Uhr mit dem Hitlergruß. Es kam zu einem Gerangel, in dessen Folge ein ortsbekannter Neonazi auf einen Imbiss-Tisch sprang. Der herbei gerufene Ladendetektiv konnte die Situation entschärfen. „Die Linken waren ganz anständig und wollten nur etwas essen – es waren die Rechten, die Ballett gemacht haben“, sagte ein Marktmitarbeiter. Zur Anzeige gebracht wurde der Vorfall nicht. Die Polizei hatte gestern keine Kenntnis davon. (MAZ in inforiot, 5.1 und PNN in inforiot 5.1.)

2.1.2008: Angriff auf Syrer in Braunschweig

Zwei 21 und 23 Jahre alte Männer haben in Braunschweig zwei Syrer attackiert und einen von ihnen krankenhausreif geschlagen. Die beiden Betrunkenen seien am Abend des 2.1. mit den Worten "Scheiß Ausländer" auf ihre Opfer zugegangen, teilte die Polizei mit. Der ältere Angreifer attackierte demnach sein 24 Jahre altes Opfer mehrfach mit einem Stein. Als der Mann versuchte zu flüchten, verfolgte er ihn und prügelte weiter auf ihn ein. Der jüngere Täter verletzte den 19-jährigen Syrer durch Faustschläge ins Gesicht. Die beiden Angreifer gehören nach Polizeiangaben der Hooligan-Szene an. Sie werden aber nicht als Neonazis eingestuft. Der 24 Jahre alte Syrer wurde mit Kopfverletzungen zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei nahm die beiden Hooligans kurz nach dem Angriff fest. Dabei leistete der jüngere Widerstand, ein Polizist wurde an der Hand verletzt. Gegen den 21-Jährigen liegt bereits ein Haftbefehl über zwei Jahre und acht Monate vor. Kurz nach dem Überfall hatten die Täter bereits in einem Supermarkt mehrere Flaschen Champagner sowie Zigaretten gestohlen. Am Donnerstag meldeten sich zwei weitere Opfer bei der Polizei. Sie sagten aus, sie seien bereits am Mittwochnachmittag von den beiden Schlägern angegriffen worden. (welt-online, 4.1.)

1.01.2008
-Übergriff auf Jugendlichen in Geringswalde, (Landkreis Mittweida)
Mehrere Rechtsextreme schlagen u.a. mit einem Knüppel einen Jugendlichen, der in einer Gruppe mit Freunden unterwegs ist, in der Bahnhofstraße (Postmeilensäule) zusammen. Er ist mehrere Minuten bewusstlos, erleidet Prellungen und Kopfschmerzen, wie ZeugInnen berichten. Die Angreifer waren nicht vermummt und sollen z.T. bekannt sein. Die Polizei kommt erst nach einem zweiten Anruf der TatzeuInnen, nachdem diese im ersten Notruftelefonat nicht ernst genommen worden sind. Der Verletzte wird im Krankenhaus ärztlich versorgt. (amal-sachsen.de Jan/08)

1.01.2008
- Zehn Neonazis attackieren Jugendliche in Aue (Landkreis Aue-Schwarzenberg).
Eine Gruppe von Jugendlichen wird gegen 1 Uhr in der Wettiner Straße von ca. zehn Rechtsextremen angegriffen. Die Angreifer nehmen dabei keine Rücksicht auf körperlich Unterlegenere oder auf Mädchen. Sie prügeln wahllos auf die Jugendlichen ein, wie berichtet wird. Acht Betroffene erleiden Verletzungen und müssen im Krankenhaus ärztlich versorgt werden. Mutmaßlich hielten sich die Rechtsextremisten vor dem Übergriff in der nahe gelegen und einschlägig als Nazitreff bekannten Kneipe "Old School" auf. Anzeige wurde erstattet. (amal-sachsen.de Jan/08)


Dezember 2007

31.12. Rechtsextreme jagen in Berlin-Lichtenberg afghanische Familie

Die Täter hätten die fünfköpfige Familie in der Silvesternacht beschimpft und mit Schlagstöcken attackiert, sagte der Direktor beim Polizeipräsidenten, Michael Krömer, am Neujahrstag in Berlin. Die Familie hatte in der Weitlingstraße ihr Feuerwerk abgebrannt. Die Opfer retteten sich in ihre Wohnung, gefolgt von den etwa 15 Angreifern. Bevor diese flüchteten, beschädigten sie den Hauseingang und zertrümmerten eine Scheibe. Verletzt wurde niemand. (rbb-online.de 1.1.2007 http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/beitrag_jsp/key=news6880113.html)

30.12. 15 Neonazis überfallen junge Leute in Weinheim

Am Sonntag, den 30.12.2007 kam es zu einem gezielten Überfall von etwa 15 Nazis auf eine Gruppe Jugendlicher in Weinheim. Der Vorfall ereignete sich am frühen Abend vor dem Freizeitbad "Miramar". Dabei trugen die Betroffenen Verletzungen davon. Gegen 18 Uhr verließen einige Jugendliche das Freizeitbad und trafen davor einen Besucher an, der Kleidung der Marke "Thor Steinar" trug. Sie sprachen ihn an, ob er wisse, dass dies eine Marke der Neonaziszene sei. Er antwortete mit "Ja" und behauptete er sei stolz, diese Marke zu tragen. Daraufhin verließ er den Ort und kurze Zeit später kam eine Gruppe von 15 schwarz gekleideten, vermummten und teilweise bewaffneten Nazis. Ein Nazi behauptete, sein Bruder sei von den Jugendlichen provoziert worden. Daraufhin schlugen alle Nazis mit den Worten "Scheiss Kommunisten" unvermittelt auf die Jugendlichen ein, die Prellungen, Schürf- und Platzwunden davontrugen. Glücklicherweise musste niemand stationär behandelt werden. (indymedia 2.1.2008)


28.12.: Überfall auf Jordanier in Berlin
Bislang unbekannte Täter haben am Morgen des 28.12. in Berlin einen 47-jährigen Jordanier angegriffen, geschlagen und verletzt. Der Mann musste mit mehreren Platzwunden am Kopf zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach Angaben der Polizei haben die drei Täter den Jordanier am U-Bahnhof Yorckstraße in einem U-Bahnzug in Richtung Spandau gegen 8.15 Uhr angegriffen. Zunächst haben die Täter den Mann massiv beschimpft und ihn mal als Araber, mal als Jude bezeichnet. Mehrere Versuche des Opfers, die Täter zu beschwichtigen, schlugen fehl. (Morgenpost, 29.12.)

27.12.: Bekennende Neonazis überfielen Leipziger Weihnachtsfußballfeier
"Wir sind Nazis", riefen sie, griffen mit Baseballschlägern, Reizgas und Pfefferspray an - und warfen einen Molotowcocktail. Leipziger Hooligans haben am Abend des 27.12. die Feier des Oberligisten Sachsen Leipzig in der Gaststätte Kartoffelsack überfallen: die zweite brutale Attacke binnen Wochen. Beteiligt waren etwa 25 Vermummten, die zum Teil Schals des Lokalrivalen Lok Leipzig trugen und Parolen wie "L-O-K" und "Wir sind Nazis" skandierten. Die Angreifer attackierten die hinausgeeilten Besucher der Feier mit Baseballschlägern, Reizgas und Pfefferspray, laut Polizeiangaben wurden auch Schlagstöcke eingesetzt. Döring berichtet, dass auch ein Molotowcocktail geworfen wurde, der aber nicht in die Gaststätte flog und keinen Schaden anrichten konnte.(Spiegel.de, 28.12.2007).

25.12. Neonazis überfallen Studenten in Ratzeburg
12 mit Holzlatten bewaffnete Neonazis haben im schleswig-holsteinischen Ratzeburg einen Gruppe Studenten überfallen und einen von ihn schwer verletzt. Die Opfer werfen der örtlichen Polizei Untätigkeit vor (taz 2.1.2007 http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=na&dig=2008%2F01%2F02%2Fa0009&src=GI&cHash=9db6dd2e94&type=98)


22.12.: Rassistisch motivierte Überfälle in Dresden, Halberstadt und Magdeburg
In der Nacht zum Samstag wurden zwei sudanesische Studenten vor einer Diskothek in Dresden von etwa 15 Angreifern wegen ihrer Hautfarbe beschimpft, getreten und geschlagen. Die Täter griffen auch einen 20-jährigen Deutschen an, der den Studenten helfen wollte, und verletzten ihn ebenfalls, bevor sie unerkannt entkommen konnten. Die Polizei vermutet hinter dem Angriff Hooligans, die zu einer größeren Gruppe von 75-100 Personen gehörten, die schon vor dem Überfall in der Diskothek waren. Die Hooligans sollen schon bei früher, bei Fußballspielen, durch ihr gewalttätiges Verhalten aufgefallen sein.

In Halberstadt wurde am gleichen Tag eine 19-jährige Frau nach einem Angriff von drei Rechtsextremisten mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Laut Polizei gehört die Frau “dem äußeren Anschein nach” zum linken Spektrum und wurde von zwei Männern und einer Frau, die eindeutig der rechten Szene zuzuordnen sind, in einer Parkanlage überfallen und geschlagen. Gegen die drei mutmaßlichen Täter wurde Haftbefehl erlassen.

Am Abend des 22.12.wurde auch ein 42-jähriger Italiener in einer Regionalbahn von Magdeburg nach Halle von drei Männern angegriffen, die den Mann buddhistischen Glaubens während seines Gebets unterbrochen und geschlagen und getreten haben. Der Italiener musste seine im Gesicht erlittenen Verletzungen ambulant behandelt lassen. Die mutmaßlichen und nach Angaben der Polizeiwahrscheinlich fremdenfeindlichen Männer konnten entkommen. (die-topnews.de, 23.12.2007)


Rassistischer Überfall eines Türken und Griechen auf einen Rentner in München
Nach einem brutalen, rassistischen Überfall auf einen 76-jährigen Rentner in einem Münchner U-Bahnhof hat die Polizei die beiden Täter gefasst. Ein 17-jähriger Grieche und einer 20-jähriger Türke haben ein Geständnis abgelegt, wie ein Pressesprecher am Sonntag sagte. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) forderte harte Strafen für die Täter. Die jungen Männer waren bei der Polizei bereits wegen zahlreicher Straftaten registriert. In ihrer Vernehmung zeigten sie keinerlei Reue. Das Opfer liegt seit Donnerstagabend mit Schädelbasisbruch im Krankenhaus, ist inzwischen aber auf dem Weg der Besserung. Mögliche Spätfolgen sind den Angaben zufolge noch nicht absehbar. Der Rentner war am Donnerstagabend in der U-Bahn eingeschritten, als die zwei Männer im Waggon rauchten. Er bat sie, die Zigarette auszumachen. Daraufhin wurde er als «Scheiß Deutscher» beschimpft und bespuckt. Als der 76-Jährige an der Endhaltestelle ausstieg, folgten ihm die beiden jungen Männer. Sie griffen ihn von hinten an, schlugen und traten auf den am Boden liegenden 76-Jährigen ein. Der Mann erlitt dabei Schädelfrakturen mit Einblutungen in das Gehirn. Die Täter flüchteten mit seinem Rucksack. Eine Überwachungskamera in dem U-Bahnhof hatte den Überfall aufgezeichnet. Die Polizei veröffentlichte das Video über die Medien, doch es meldete sich kein einziger Zeuge. (ddp auf 4you.de, 23.12.)

Überfall auf Türken in Bus bei Heidelberg
Ein 29 Jahre alter Mann ist am 6.12. in Sandhausen bei Heidelberg Opfer eines fremdenfeindlichen Übergriffs geworden. Dies teilte die Polizei am Freitag mit. Der 29-jährige Deutsche türkischer Abstammung sei am Donnerstag im Bus von mehreren Männern im Alter zwischen 16 und 38 Jahren angegriffen worden. Das Opfer erlitt Prellungen. Die alkoholisierten Männer setzten sich zu dem Mann in den hinteren Teil des Busses, provozierten ihn und skandierten rechte Parolen, wie die Polizei berichtete. Als der 29-Jährige weiter nach vorne zum Busfahrer gehen wollte, attackierten die Männer ihn und schlugen mit den Fäusten auf ihn ein; während sich der Mann zum Busfahrer retten konnte flüchteten die Täter, wie die Polizei mitteilte. Später wurden sechs Männer festgenommen. Nach einer Person, die möglicherweise auch an der Gewalttat beteiligt war, werde noch gefahndet. Den ersten Erkenntnissen zufolge seien alle der rechten Szene zuzuordnen.
(AP bei PR-inside, 8.12.2007)

Dresden: Gewalt vor Uni-Vortrag

Am 5.12.2007 fand an der Technischen Universität Dresden eine Veranstaltung zum Thema "Rechtsextremismus - Was bringen Verbote". Im Vorfeld der Veranstaltung wurde eine junge Frau von Rechtsextremen ins Gesicht geschlagen. Während der Veranstaltung drangen 40 Neonazis in den Vortragsraum ein, ließen sich nur mit Polizeigewalt vom Hausrecht der Veranstalter überzeugen und zogen im Anschluss laut skandieren um den Saal, so dass die Veranstaltung erhelblich gestört wurde (redok, 06.12.2007)

Potsdam: 30-jähriger Mann aus Sri Lanka angegriffen

Ein 30-jähriger Mann aus Sri Lanka ist am 4.12. in Potsdam von vier Männern angegriffen und leicht verletzt worden. "Ein fremdenfeindlicher Hintergrund ist nicht auszuschließen", sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Das Opfer sei zudem wenige Stunden zuvor von einem der Tatverdächtigen an seinem Arbeitsplatz im Sterncenter mit den Worten "Scheiß Ausländer" beleidigt worden. Die Fahndung nach den Tätern blieb zunächst erfolglos. Der Mann aus Sri Lanka hatte die Polizei am Mittwochabend über den Vorfall auf der Brücke über die Nuthestraße am Sterncenter informiert. (Morgenpost, 6.12.)

Ludwigshafen: 43-Jährigen Mann aus Eritrea geschlagen

Am Abend ees 4.12. ist es in einer Gaststätte in der Goethestraße (Stadtteil Nord) zu einer Schlägerei mit drei Beteiligten gekommen. Um 22.37 Uhr ging der Notruf bei der Polizei ein. Dabei ist einen 43-Jährigen aus Eritrea geschlagen und getreten worden. Als die Beamten eintrafen, fanden sie neben der Konzessionsinhaberin und weiteren Familienangehörigen einen 43-jährigen in Eritrea geborenen und in Ludwigshafen wohnenden Mann an, der bei der vorausgegangenen Schlägerei unter anderem eine Platzwunde über einem Auge erlitten hatte. Er konnte nur mitteilen, dass er in der Gaststätte von zwei unbekannten Männern mehrfach mit der Faust grundlos ins Gesicht geschlagen worden sei, was eine Zeugin auch bestätigte. Zudem hätten diese auf ihn eingetreten, als er am Boden gelegen habe. Beide Täter seien dann vor Eintreffen der Polizei geflüchtet. Einer weiteren Zeugenaussage zufolge habe der jüngere Täter geäußert, dass er rassistisch sei und solche Menschen auch wegen ihrer Hautfarbe hassen würde. (morgenweb.de, 7.12.)

Magdeburg: Gewalt gegen Afrikaner und Iraker
Bei einem Überfall wurden eine schwangere Irakerin und zwei Afrikaner geschlagen. Bei einer der Auseinandersetzungen erlitt auch ein Polizist Verletzungen, der zwei mutmaßliche Täter festgehalten hatte. In einem Nachtbus hatten mehrere Deutsche die Iraker gewalttätig angegriffen und massiv beleidigt. Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest, setzte sie dann aber wieder auf freien Fuß. Die Iraker, die schwangere 20-jährige mit ihrem Kleinkind, eine weitere 25 Jahre alte Frau und drei Männer im Alter von 18, 31 und 40 Jahren, waren bereits beim Einsteigen in den Bus verbal angegriffen worden. Unter den Deutschen waren laut Polizei zwei Frauen im Alter von 26 und 27 Jahren sowie drei Männer im Alter von 20, 28 und 30 Jahren. An einer Haltestelle habe dann ein Deutscher die Irakerin aufgefordert, Platz zu machen und ihr zugleich ins Gesicht geschlagen. Ein zweiter habe sie von hinten gegen den Kinderwagen gestoßen. Bei dem zweiten Vorfall waren drei 25, 27 und 38 Jahre alte Männer und eine 23-jährige Frau aus dem Niger von drei bislang unbekannten Männern vermutlich deutscher Nationalität angerempelt worden. Als der 38-jährige Afrikaner die Deutschen zur Rede stellte, wurden er und seine Begleiter mit fremdenfeindlichen Parolen beschimpft. Daraus entwickelte sich eine Schlägerei, bei der zwei Afrikaner verletzt wurden. (Tsp, 2.12 >klick)


November 2007


Boizenburg: Angriff auf Türken
Ein 32-jähriger kurdischer Türke ist in Boizenburg (Landkreis Ludwigslust) offenbar von mehreren Männern angegriffen und dabei verletzt worden. Nach ersten Ermittlungen beschimpften die vier oder fünf jungen Männer den Asylbewerber am Abend des 25.11.zunächst. Dann schlugen sie auf ihn ein, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der Mann erlitt dabei Prellungen und musste ärztlich behandelt werden. Duie Tat schilderte er so: Aggressiv fragte ihn jemand aus einerGruppe, die vor dem Bahnhof stand, ob er Ausländer sei. Als er bejahte, schlugen fünf Männer mit Fäusten, Flaschen und Bierdosen auf ihn ein.
Der blutende Mann versuchte, sich in einen Kiosk in der Nähe vom Bahnhof
zu retten. Die Frau, die dort arbeitete, hatte ihn vor dem Übergriff
auch gefragt, ob er Ausländer sei. Darauf hatte er nicht geantwortet.
Jetzt, wo er sich vor den prügelnden Rassisten retten wollte, verwehrte
ihm die Frau den Zutritt in den Kiosk. Dieser Vorgang animierte noch
mehr von den ausländerfeindlichen Schlägern, auf den Kurden
einzuprügeln. Ungefähr 20 Rassisten misshandelten ihn, ohne dass
irgendjemand zur Hilfe kam. Schließlich gelang es ihm zu fliehen.
Das Opfer erstattete erst am Mittwoch Anzeige. (NDR. 30.11. 2007)


Berlin: Zwei rassistische Übergriffe in Karlshorst
In Berlin-Karlshorst haben am frühen Morgen des 25.11.2007 in der Straßenbahn etwa zehn junge Männer eine Frau mit dunkler Hautfarbe angegriffen. Die Männer fühlten sich von der jungen Frau zu intensiv angeschaut und fingen deshalb an, sie zu beschimpfen. Die Frau warf einen Kasten Bier der Männer zu Boden. Daraufhin traten ihr zwei der Unbekannten gegen das Knie und beleidigten sie rassistisch. (Berliner Zeitung, 26.11.2007) Ebenfalls am 25.11.2007 und ebenfalls in Karlshorst beleidigte im Flur eines Hauses ein 40-jäh­riger Mann einen 19-Jährigen wegen dessen dunkler Hautfarbe. Zeugen alarmierten die Polizei. Gegen den Täter wird wegen Beleidigung ermittelt. (Jungle World, 07.12.2007)

Magdeburg: Fehlende Hilfe in der Straßenbahn
Am 25.11. kam es in einer Straßenbahn und an einer Straßenbahnhaltestelle zu einem rassistischen Übergriff in Magdeburg. Ein betrunkener Rechtsextremer pöbelte in der Bahn ein schwarzes Paar rassistisch an. Als dieses ausstieg, folgte der Rechtsextreme ihnen und schlug den Mann ins Gesicht. Eine Zeugin bat den Straßenbahnfahrer und zwei weitere Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe, die Polizei zu rufen. Diese quittierten die Bitte mit: "Warum?" (Volksstimme, 29.11.2007)


Halberstadt: Nase gebrochen
Rechtsextreme Jugendliche überfallen in der Nacht zum 25.11. in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) einen jungen Mann und brechen ihm die Nase. Die Polizei nimmt vier Männer fest, die der rechten Szene angehören sollen. (Frankfurter Rundschau, 29.11.2007)

Brandenburg / Berlin: Überall Hakenkreuze
Nach Bekanntwerden des brutalen Übergriffs Anfang November in Mittweida, bei dem einer 17-jährigen ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt wurde, malen am 24.11.2007 im brandenburgischen Groß Kreutz nach Angaben der Polizei Unbekannte einem betrunkenen 15-Jährigen ein Hakenkreuz mit einem Filzstift in den Nacken. In Berlin ritzten Unbekannte an mindestens zwölf Autos Hakenkreuze in den Lack von Motorhauben und Heckklappen. (Berliner Morgenpost, 26.11.2007)

Berlin: Rumänen angegriffen
Ein 17- und ein 22-Jährigen Rumäne waren am Abend des 20.11.2007 in Berlin-Neukölnn unterwegs. Der betrunkene, seinem Äußeren nach der rechten Szene zugehörige Mann warf dem Jüngeren eine Bierflasche in den Rücken, bedrohte beide mit einem Messer und beschimpfte sie ausländerfeindlich. (Tagesspiegel, 21.11.2007)

Berlin: 2 x Antisemitismus in einer Nacht
In der Nacht zum Dienstag, den 20.11.2007, haben Unbekannte das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte mit antisemitischen Schriftzügen beschmiert. In Berlin-Karlshorst wurden zwei in den Gehweg eingelassene "Stolpersteine" beschmiert, die an von den Nazis ermordete Menschen erinnern. (Tagesspiegel, 21.11.2007)

Eisenhüttenstadt: Grabsteine des jüdischen Friedhofs beschädigt
Wie die Polizei am 19. November bekannt gab, beschädigten unbekannte Täter zwei Mal in wenigen Tagen den jüdischen Friedhof in Eisenhüttenstadt (Brandenburg). Insgesamt wurden sechs Grabsteine auf dem Gelände im Stadtteil Fürs­tenberg umgeworfen. (Jungle World, 29.11.2007)

Gardelegen: 15 Neonazis überfalle Jugendliche
In Gardelegen (Sachsen-Anhalt) überfallen am  17. 11. etwa 15 vermummte Neonazis nachts eine Gruppe Jugendlicher und verletzen drei von ihnen. (Frankfurter Rundschau, 29.11.2007)


Dortmund: Bewaffneter Angriff auf Gaststätte
In der Nacht zum 17. November griffen rund 30 Neonazis eine Gaststätte in der Innen­stadt von Dortmund (Nord­rhein-West­falen) an, die von vielen Migranten besucht wird. Die Neonazis trugen Schlagstöcke, Pflastersteine, Pfefferspray und eine Schusswaffe bei sich und grölten Ausdrücke wie »Scheißtürken« oder »Scheißausländer«. Die Täter warfen die Schaufenster­scheiben ein und drängten an den Türstehern vorbei in das Lokal. Sie bedrohten eine Person mit der Schuss­waffe und verletzten sie mit Pfefferspray. Als die Polizei eintraf, flüchteten sie. Fünf Personen im Alter von 19 bis 21 Jahren konnten festgenommen werden. (Jungle World, 29.11.2007)

Nordwalde (NRW): Versuchter Brandanschlag auf Asylbewerberheim
In der Nacht zum Dienstag, den 13.11.2007, hören Bewohner eines Wohncontainers für Asylbewerber in Nordwalde (Kreis Steinfurt) gegen Mitternacht zwei dumpfe Schläge gegen die Containerwand. Als sie nachsehen, finden sie zwei Flaschen mit brennbarer Flüssigkeit, die unbekannte Täter gegen die Wand geschleudert hatten. Das entstandene Feuer konnte durch die Bewohner gelöscht werden. Noch in der Nacht wurden zwei Verdächtige (19 und 22 Jahre alt) vorläufig festgenommen. (Polizeistelle Steinfurt)

Leverkusen: Übergriffe nach Antifa-Demo
Am 09.11. gab es nach einer Antifa-Demo in Leverkusen eine regelrechte Hetzjagd durch Rechtsextreme auf linke Demonstranten. Rund 20 Neonazis griffen eine Gruppe der Antifaschisten am Bahnhof an, als diese den Heimweg antreten wollten. Eine 24-jährige Frau wurde von einer mit Sand gefüllten Flasche getroffen und trug schwere Gesichtsverletzungen davon, wegen denen sie vier Tage im Krankenhaus behandelt werden musste. Später am Tag kam es zu weiteren Attacken von Neonazis. Zwei Stunden später wurden drei Linke von Neonazis zu Boden gerissen, verprügelt und getreten. Später wurden zwei Jugendliche in derselben Straße ins Gesicht geschlagen. (Junge Welt, 14.11.2007)

Magdeburg: "Du blöder Ausländer"
Ein Deutscher libanesischer Herkunft wird am 07.11. in Magedburg nachmittags von den Insassen eines Autos an einer roten Ampel beleidigt. Der Beschimpfte steigt aus seinem Auto, wird aber sofort angegriffen, auf den Boden geworfen, gewürgt und mit dem Kopf aufs Pflaster gehauen. Der Mann ruft: "Du blöder Ausländer, verpiss dich." (Frankfurter Rundschau, 29.11.2007)

Hamburg: Gedenktafel von jüdischem Friedhof entfernt
Am 5. November wurde auf dem jüdischen Friedhof in Hamburg-Harburg von einer Schülerin entdeckt, dass eine Gedenktafel aus der Verankerung gerissen und entfernt worden ist. Die Bronzetafel erinnerte seit dem Jahr 1992 an die Zerstörung der ehemaligen Leichenhalle am 10. November 1938. (Jungle World, 15.11.2007)

Berlin-Prenzlauer Berg: Kioskbetreiber antisemitisch und rassistisch angegriffen
In Berlin Prenzlauer Berg randalierten am 4. November zwei 32-Jährige aus Pankow in einem Kiosk. Sie fragten den Inhaber des Geschäfts, ob er Jude sei, rauchten und mixten sich Drinks. Als der 36jährige Kiosk­betreiber protestierte, bedrohten sie ihn mit einem Elektroschocker, kippten Regale um und bewarfen ihn mit Flaschen und anderen Gegenständen. Sie grölten rechtsextreme Parolen und zeigten den »Hitler­gruß«. Der Angegriffene flüchtete in einen Lager­raum. (Jungle World, 15.11.2007)

Mittweida: Hakenkreuz durch Nazis oder selbst in Hüfte geschnitten?
Der Fall erregte Aufsehen. So schilderte ihn damals das Opfer: Am 03.11.2007 sieht eine 17-Jährige in Mittweida (Sachsen), wie vier Rechtsextreme ein 6-jähriges Mädchen herumschubsen, dass schon laut weint. Als die Jugendliche dazwischen geht und die Männer zum Aufhören auffordert, halten drei die 17-Jährige fest, während der vierte ihr ein 5 cm großes Hakenkreuz in die Haut im Hüftbereich ritzt. Auch ihre Wange versucht er zu verletzen, was aber an der Gegenwehr des Opfers scheitert. Sowohl das Kind als auch die Jugendliche können dann flüchten. Obwohl das Opfer Menschen auf den umliegenden Balkonen gesehen hat, melden sich keine Zeugen bei der Polizei oder beim Bürgermeister, der viele Einwohner anschreibt.(www.polizei.sachsen.de/pd_ce/5896.htm) Sechs Monate später macht die Polizei eine Kehrtwende. Laut Angaben des Focus, so berichtet am 4.5. die Nachrichtenagentur ddp, hat sich die jetzt 18-jährige die Ritzungen möglicherweise selber angetan, dies wäre nicht der erste Fall dieser Art. In Kürze stehe ihr eine Anklageerhebung bevor, weil sie die Straftat nur vorgetäuscht habe. Ein erstes medizinisches Gutachten hatte eine Fremdverletzung nicht ausgeschlossen. Ein zweites Gutachten kommt laut "Focus" jedoch zu dem Befund, dass die Schnittwunden von der Frau selbst stammen können. Die junge Frau war Anfang Februar trotz der laufenden Ermittlungen für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus vom bundesweiten "Bündnis für Demokratie und Toleranz", möglicherweise fand sie - sollten die neuen Ermittlungen zutreffen - auch unter solchem Erwartungsdruck nicht wieder zur Wahrheit zurück. (pr-inside.com,4.5.)

Gießen (Hessen): Jüdischer Küster angegriffen
Ein Mann hat den jü­dischen Küster der evangelischen Gemeinde im Gießener Stadtteil Kleinlinden (Hessen) am 3. November mit den Worten »Judenschwein, raus aus Deutsch­land« beschimpft und auf ihn eingeschlagen. Der Küster wurde verletzt und musste im Universitätsklinikum behandelt werden. Nach Informationen des Gießener Anzeigers wurde er nicht zum ers­ten Mal angegangen. Es soll auch eine Mord­drohung gegeben haben. Bereits Mitte Oktober hatte der Mann Anzeige erstattet. Der Pfarrer der Gemeinde erklärte dem Gießener Anzeiger, es handele sich »um das Problem einer Person und nicht einer Gruppe oder irgendeiner Bewegung«. Ein Streit zwischen Nachbarn sei vorausgegangen. (Jungle World, 15.11.2007)

Ribnitz-Damgarten: Grabsteine beschmiert
Wie am 08. November entdeckt wurde, haben Unbekannte  den jüdischen Friedhof in Ribnitz-Damgarten (Kreis Nordvorpommern) geschändet. Auf Grabsteinen und einer Friedhofsmauer mit Gedenktafel fanden sich Hakenkreuz-Schmierereien in blauer Farbe. Auch einige Urnengrabstellen wurden beschädigt. (ddp, 10.11.2007)

Potsdam: Brite geschlagen
In den frühen Morgenstunden des 3. November fragten drei Männer in der Innenstadt von Potsdam (Brandenburg) einen 20jährigen Briten und seinen Begleiter nach ihrer Herkunft. Als der Brite auf Englisch antwortete, stieß ihm einer der der Männer den Ellenbogen ins Gesicht. Drei verdächtige Potsdamer im Alter von 26, 25 und 19 Jahren wurden vorübergehend festgenommen. Der 26jährige Hauptverdächtige ist der Polizei u.a. wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole bekannt. (Jungle World, 15.11.2007)

Schönwalde: Anschlag auf Haus von Linke-Politikerin
Am 01.11.2007 brachten mindestens drei vermutlich rechtsradikale Täter am Einfamilienhaus der Politikerin Karin Weber (Die Linke)  in Schönwalde bei Lübben ein Plakat an mit der Aufschrift "Halbe ist bunt? Taten statt Worte". Dann bewarfen sie das Haus mit Farbbeuteln. Die Abgeordnete gehört zu den Initiatoren eines Aktionsbündnisses, das unter dem Motto "Halbe ist bunt und nicht braun" den Widerstand gegen Heldengedenken und Naziaufmärsche in Halbe organisiert. (Berliner Zeitung, 02.11.2007)


Oktober 2007

Sachsen-Anhalt: Rassistischer Achtjähriger bedroht Ladenbesitzer
Wie die Polizei in Stendal am 31. Oktober mitteilte, hat ein achtjähriger Junge in Osterburg (Sachsen-Anhalt) den vietnamesischen Besitzer eines Ladens wiederholt auf rassistische Art beleidigt und einen Angriff auf ihn provoziert. Als der Mann dem Jungen wegen der Beleidigungen verbot, sein Geschäft zu betreten, sagte der dem Freund seiner Schwester Bescheid. Der 22-Jährige, der nach Informationen der Polizei der rechtsextremen Szene zuzurechnen ist, stürmte den Laden, packte den Inhaber am Kragen und beleidigte ihn. Eine Zeugin griff ein. Der Tatverdächtige, der ein T-Shirt mit aufgedrucktem Hakenkreuz trug, wurde kurz darauf festgenommen. (Jungle World, 08.11.2007)

Schleswig-Hostein: 19-Jähriger an Tankstelle zusammengeschlagen
Sieben Rechtsextreme – sechs Männer und eine Frau – schlugen in der Nacht zum 30. Oktober in Lübeck (Schleswig-Holstein) einen 19jährigen Afrikaner an einer Tankstelle zusammen. Nachdem die Gruppe den jungen Mann umringt hatte, trat ein 28-jähriger Deutscher ihm unvermittelt mit dem Fuß gegen den Kopf und schlug ihm einen Zahn aus. Der Angegriffene erlitt auch Prellungen im Gesicht. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen kurz darauf in seiner Wohnung fest. Nach Polizeiangaben deuten sein Erscheinungsbild und die Einrichtung seiner Wohnung auf einen rechtsextremen Hintergrund des Angriffs hin. (Jungle World, 08.11.2007)

Abstatt bei Heilbronn: Brandsatz auf Türken
Mit einem Molotow-Cocktail haben Rechtsradikale in der Nacht zum Sonntag, den 28.10., eine Gruppe mit zumeist türkischstämmigen Menschen in Abstatt-Happenbach attackiert. Der Brandsatz zerschellte zehn Meter vor den Angegriffenen. Laut Polizei kennen sich die Kontrahenten und es habe sich um eine "persönliche Auseinandersetzung" gehandelt. Gleich zwei Mal hatten drei bis vier Personen, die laut Pressebericht dem rechtsradikalen Milieu zuzuordnen sind, in der Nacht das Haus einer türkischen Familie im kleinen Abstatter Teilort aufgesucht. Angeblich wollten sie mit einem der Hausbewohner sprechen. Noch bevor die von der Familie herbeigerufene Polizei eintraf, war die Gruppe verschwunden. Kurze Zeit später jedoch kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden Parteien. Als das Trio ­ ein 32 Jahre alter Deutscher und zwei türkischstämmige Personen (18 und 42 Jahre alt) ­ auf die Gegenpartei zuging, zündete ein 18-Jähriger den selbstgebastelten Molotow-Cocktail an und warf ihn in Richtung der sich nähernden Menschen. Etwa zehn Meter vor diesen zerschellte die Flasche, der Brandbeschleuniger entzündete sich. Der Mann aus dem südlichen Landkreis Heilbronn ­zugegeben haben, zur rechtsradikalen Szene zu gehören ­(Heilbronner Stimme, 29.10. >klick und >klick)

Neue Welle rechtsextremer Gewalt in Sachsen-Anhalt. In Magdeburg rettete ein 24-jähriger einen Mann aus Sierra Leone vor prügelnden Neonazis.
In Sachsen-Anhalt ist es am Wochenende zu mindestens vier rechtsextremen Übergriffen und Zwischenfällen gekommen. Rechtsextreme verprügelten in Velsdorf im Bördekreis einen Spätaussiedler und in Bitterfeld-Wolfen traten fünf bis acht Rechtsextreme zwei jugendliche Punker. Die Opfer erlitten erhebliche Verletzungen am Kopf und an der Schulter. Die Täter flüchteten. In Gardelegen schwenkten zwei Männer eine Hakenkreuzfahne. In Magdeburg war ein 24-jähriger Elbestädter am Sonnabend gegen 13. 30 Uhr mit seinem Auto auf dem Moritzplatz unterwegs, als er sah, wie ein Schwarzafrikaner von zwei Männer bedroht und geschlagen wurde. Der Zeuge sprang sofort aus seinem Auto und griff ein. Er versuchte, die Täter von dem Mann aus Sierra Leone wegzuziehen, und verständigte per Handy die Polizei. Als die beiden Täter flüchteten, nahmen der Elbestädter und das leicht verletzte Opfer die Verfolgung auf. Die Polizei konnte dank ihrer Hinweise die Schläger festnehmen. Bei ihnen handelt es sich um zwei wegen anderer Delikte polizeibekannte 18- und 19-jährige Magdeburger. Die Männer hatten den Afrikaner bereits vor dem Eingreifen des Zeugen geschlagen sowie das Opfer nach einer ersten Flucht eingeholt und erneut angegriffen. (mz-web, 29.10. >klick, volksstimme.de, 29.10. >klick)

Fremdenfeindlicher Überfall in Lübeck
Bei einem fremdenfeindlichen Angriff in Lübeck ist ein junger Afrikaner am Samstagabend von einer Gruppe vermutlich Rechtsradikaler überfallen worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, näherten sich sechs Männer und eine Frau im Alter von 25 bis 35 Jahren dem Opfer an einer Tankstelle, teilte die Polizei. Dann versetzte einer der Männer dem 19-jährigen Schwarzen einen Fußtritt zum Kopf. Dem Lübecker wurde ein Zahn ausgebrochen, er erlitt eine Schwellung im Gesicht. Eine aufmerksame Zeugin wählte den Notruf. Als Beamte eintrafen, war die Gruppe in die Wohnung des polizeibekannten Angreifers geflohen. Die sechs Männer kamen über Nacht in Gewahrsam.(welt.de, 28.10. >klick)

Berlin: Frau mit schwarzem Kleinkind angepöbelt
Am 24. Oktober wurde in Berlin-Lichtenberg eine 23-jährige Frau, die mit ihrem 18 Monate alten schwarzen Sohn in der Weitlingstraße unterwegs war, von einem Unbekannten rassistisch angepöbelt. Die Polizei rechnet den Täter wegen seiner Kleidung der rechtsextremen Szene zu. (Jungle World, 08.11.2007)

Berlin-Spandau: Rassistischer Übergriff gegen Amerikaner
Am Abend des 19. Oktober werden in Berlin-Spandau ein schwarzer US-Amerikaner und seine Freundin angegriffen wurden. Vier Männer im Alter von 16, 17 und 19 Jahren stoßen die junge Frau zu Boden und beleidigen ihren 34-jährigen Freund laut Polizeiangaben "aufgrund seiner Hautfarbe" als "Nigger", schlagen ihn nieder, werfen mit Flaschen nach dem Paar und treten den Mann. (taz, 21.10.2007)

Pankow: Zwei Pärchen als "Zecken" beschimpft und angegriffen
Am Samstag ereignete sich in Berlin-Pankow ein vermutlich rechts motivierter Übergriff. Die Opfer, zwei der linken Szene zugehörigen Pärchen, wurden auf einer Pankebrücke von einer Gruppe angepöbelt und als „Zecken“ beschimpft. Daraufhin schlugen die Täter die zwei Männer zu Boden, traten auf sie ein und raubten einem der Männer das Handy. Die Opfer erlitten Gesichtsverletzungen, ihre Freundinnen blieben unverletzt. Nun ermittelt der Staatsschutz. (taz, 16.10.07, >klick)

Übergriff auf Syrier in Stendal
In Stendal (Sachsen-Anhalt) griffen am 06. Oktober mindestens vier Unbekannte einen 19jährigen Asylbewerber aus Syrien an. Sie traten und schlugen ihr Opfer, bis dieses vorübergehend das Bewusstsein verlor. Der junge Mann erlitt eine Platzwunde im Gesicht. Außerdem wurden sein Handy, Bargeld und persönliche Gegenstände gestohlen. (Jungle World, 18.10.2007)


Anzeige gegen Berliner Polizistin
Am 05. Oktober erstattete eine 21-Jährige aus Angola, die sich derzeit in Abschiebehaft in Berlin-Köpenick befindet, Anzeige gegen eine Mitarbeiterin der berliner Polizei wegen Verletzungen, Beleidigungen und Bedrohungen. (Jungle World, 18.10.2007)

Äthiopier beleidigt und ausgeraubt
Ein 40-jähriger Äthiopier wurde am 04. Oktober von vier Unbekannten in Berlin-Schöneberg überfallen. Die zwischen 16 und 20 Jahre alten Täter beleidigten ihr Opfer zunächst rassistisch, dann schlugen sie zu, traten ihn und stahlen seine Geldbörse. Die Täter stoppten erst, als Passanten dem Opfer zu Hilfe kamen. Der Mann musste mit Verletzungen im Gesicht im Krankenhaus behandelt werden. (Jungle World, 18.10.2007)

Friedhofsschändung in Freudental
In Freudental (Baden-Württemberg) haben, wie am 02. Oktober bekannt wurde,  Unbekannte die Mauer eines jüdischen Friedhofs auf einer Länge von drei Metern zum Einsturz gebracht, Grabsteine umgestoßen und Einrichtungen des Friedhofs beschädigt und mit Farbe beschmiert. Die Polizei vermutet einen "rechtsgerichteten Hintergrund". (Jungle World, 11.10.2007)


September 2007

Erste Festnahmen. 10 bis 15 Jugendliche überfielen Griechen in Berlin
Eine Gruppe von 10 bis 15 Jugendlichen hat am frühen Samstagmorgen /(29.09.) drei Griechen an einer Tankstelle in Berlin- Pankow angegriffen und verletzt. Nach Angaben der Polizei riefen die Täter bei ihrem Angriff möglicherweise fremdenfeindliche Parolen. Die beiden 28 und 27 Jahre alten Männer und eine 25 Jahre alte Frau wurden im Krankenhaus ambulant behandelt. Im Lauf des Samstags wurden 12 Verdächtige verhaftet, alle zwischen 17 und 21 Jahre alt. Vier Haftbefehle wurden erlassen. (tagesspiegel, 1.10. >klick, 30.9. >klick, stern.de, 29.9. >klick, Morgenpost >klick)

Berlin-Marzahn: Rechtsextremer Übergriff mit Reizgas
In der Marzahner Raoul-Wallenberg-Straße wird am Sonnabend gegen 5 Uhr ein 25-jähriger Mann am Kopf verletzt. Das Opfer ist mit drei weiteren Männern unterwegs, als es auf den 20-jährigen Täter und dessen drei Begleiter trifft. Nach anfänglichen verbalen Streitigkeiten schlägt der Tatverdächtige dem 25 Jahre alten Berliner mit einem Schlagring auf den Kopf und fügt ihm mehrere Platzwunden zu. Der Täter, der wie seine Begleiter dem Äußeren nach der „rechten Szene“ angehört, versucht zu flüchten, kann aber von dem Geschädigten und einem Zeugen festgehalten werden. Der Täter setzt dabei gegen die beiden Männer Reizgas ein und verletzt sie im Augenbereich. (Reach Out Berlin, 29.09.2007)

Berlin-Friedrichshain: Rassistische Angriffe in "Hexe" und "Irrenhaus"
Am Freitagabend, dem 28.09.2007, werden in der Libauerstraße Ecke Kopernikusstraße Jugendliche von Nazis rassistisch beleidigt und geschlagen. Einer der Jugendlichen erhält einen Schlag auf das Auge. Nachdem Passanten sich einmischen, flüchten die Angreifer in die Kneipe "Zur Hexe". Die Polizei nimmt einen der Angreifer fest. In derselben Nacht wir in Berlin-Friedrichshain ein Gruppe Jugendlicher in der Kneipe "Irrenhaus" (Markgrafendamm Ecke Stralauer Allee) von mehreren Stammgästen rassistisch beleidigt und angegriffen. Ein Mann wird durch den Hund der Angreifer so stark verletzt, dass er im Krankenhaus behandelt werden muss. (Reach Out Berlin, 28.09.2007)

"Scheiß Ausländer" im Einkaufszentrum
In einem Einkaufs­zentrum in Brandenburg an der Havel (Brandenburg) beschimpften am 26. September mehrere Personen einen Algerier und einen Tunesier unter anderem mit den Worten »Scheiß Ausländer«. Ein 26jähriger Brandenburger steht unter Verdacht. Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls.
(Jungle World, 11.10.2007)

Oberlungwitz: Punk angegriffen
In der Ausbildungstätte "Gafug" in Oberlungwitz (Sachsen) haben am 24. September mehrere mutmaßlich rechtsextreme Jugendliche einen Punk beschimpft, mit Schrauben beworfen und Buttons und Aufnäher von seinem Rucksack abgerissen. Die vom Betroffenen informierte Polizei nahm die Personalien der Täter auf und durchsuchte diese. Anzeige wurde erstattet. Den Tätern soll nun die Kündigung drohen. (24.09.2007, Amal)

Aken: 13-Jähriger vom Fahrrad geschlagen
Ein 13-Jähriger, der am Morgen mit dem Fahrrad zur Schule unterwegs ist, wird am 24. September in Aken (Sachsen-Anhalt) ohne ersichtlichen Grund aus einer Gruppe von fünf Maskierten heraus angegriffen. Mit einem Baseballschläger schlägt einer der Täter auf den Fahrradlenker, wodurch der Jugendliche stürzt und sich die Rippen verletzt. Die Brille, die er beim Sturz verliert wird von dem Angreifer zertreten. Die fünf Täter trugen Sturmhauben und gehören augenscheinlich zur rechten Szene. (Mobile Opferberatung, 24.09.2007)

Neugersdorf: Rassismus in der Disko
Ein Besucher einer Diskothek in Neugersdorf (Sachsen) wird am 23.09. von einem Unbekannten auf der Toilette der Disko angegriffen und verletzt. Umstehende Personen sehen zu und greifen nicht ein. Der Angreifer hatte zuvor schon die Begleiterin des Mannes rassistisch beleidigt und bedrängt. (23.09.2007, Amal)

Studenten in Wismar mit Pfefferspray attackiert
In Wismar wurden in der Nacht zum 22. September mehrere 21 und 22 Jahre alte Studenten aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn angegriffen. Die unbekannten Täter brüllten zunächst "Ausländer raus", "Heil Hitler" und "Sieg Heil",  dann versprühten sie Pfefferspray. Vier Studenten wurden verletzt. Auslöser: Die Studenten hatten die Angreifer auf Englisch nach dem Weg zu einer Veranstaltung in der Innenstadt gefragt. (Jungle World, 04.10.2007)

Schüler in Kalbe zusammengeschlagen
Ein weiterer Überfall rechtsgesinnter Straftäter am 21. September wird aus Kalbe gemeldet. Betroffen waren drei Schüler, Auslöser war eventuell die 16-jährige Freundin eines der Opfers, die zuvor mit einem der Täter aus der rechten Szene zusammen war. (volksstimme, 22.9. >klick)

Asylbewerber vom Fahrrad geworfen

Etwa fünf Jugendliche griffen am 20. September in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) einen 35jährigen Afrika­ner an. Sie beschimpften den Asylbewerber rassistisch und warfen ihn vom Fahrrad. Der 35jährige wurde an der Oberlippe und an der Schulter verletzt und musste ambulant behandelt werden. (Jungle World, 04.10.2007)

Angriff auf 27jährigen in Oschersleben
Ein 28-jähriger Mann ist am Mittwochabend auf dem Bahnhofsvorplatz in Oschersleben (Bördekreis) von sieben Angreifern aus der rechten Szene verprügelt und beraubt worden. Der Mann wurd nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung aus seinem Auto gezerrt und geschlagen, ehe die Täter sein Handy zerstörten, ihm Kleidung vom Leib rissen, seine Geldbörse raubten und sein Auto beschädigten. Nachdem die Angreifer von ihrem Opfer abließen, schleppte es sich blutüberströmt zum örtlichen Polizeirevier. Die Polizei nahm nach dem Überfall fünf Männer im Alter zwischen 19 und 27 Jahren fest. Alle Tatverdächtigen sind den Angaben zufolge bereits wegen anderer Gewalttaten und als Angehörige der rechtsextremen Szene bekannt. (mz-web.de, 20.9. >klick)

Übergriff auf Afrikaner in Magdeburg
Ein 41 Jahre alter Afrikaner ist am Sonntag in Magdeburg von drei Männern offenbar geschlagen und beleidigt worden. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund sei nicht auszuschließen, sagte ein Polizeisprecher. Nach seinen Angaben wurde der aus Elfenbeinküste stammende Mann mitten am Tag an einer Bushaltestelle massiv beschimpft und geschlagen. Die stark betrunkenen Tatverdächtigen aus Magdeburg im Alter von 20, 40 und 41 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Es werde geprüft, ob der Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt sei.Die mutmaßlichen Täter seien jedoch nicht der rechten Szene zuzuordnen. Der Afrikaner wollte sich laut Polizei weder zum Geschehen äußern noch von einem Arzt untersuchen lassen. Der 41-Jährige sei aber wahrscheinlich verletzt worden, sagte der Sprecher. (aller-zeitung, 7.9. >klick)

Rassistische Randale an der Imbissbude
In Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) randalierte am 16. September ein 27-Jähriger vor einer asiatischen Imbissbude. Er rief ausländerfeindliche Parolen und trat gegen die Bude. Als die Polizei kam, ging er mit einer Holzlatte auf die Beamten los. (Jungle World, 27.09.2007)

"Sprich Deutsch"
In Dresden (Sachsen) wurde in der Nacht zum 15. September ein 25jähriger Student aus Brasilien von einem Unbekannten mehrfach ins Gesicht geschlagen und getreten, weil er sich mit einem Kommilitonen auf Portugiesisch unterhalten hatte. Der Täter forderte den Studenten auf, Deutsch zu sprechen, und schlug dann zu. Ein Fahrgast kam dem Opfer zu Hilfe.(Jungle World, 27.09.2007)

Brandanschlag auf Auto
Anfang September versuchten Unbekannte, das Auto des Vorsitzenden des Mainzer Ausländerbeirats, Salim Özdemir, in Brand zu setzen. Die Staatsanwaltschaft schließt einen rassistischen Hintergrund nicht aus.(Jungle World, 27.09.2007)

Afrikaner wehrten sich
Am Abend des 11. September wruden in einer Straßenbahn in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) ein 33-jähriger Nigerianer und ein 39-jähriger Liberianer von zwei jungen Männern angegriffen. Die 21 und 22 Jahre alten Angreifer beleidigten die Afrikaner rassistisch, dann versuchten sie, auf ihre Opfer einzuschlagen. Doch die Afrikaner konnten sich wehren. Die Täter konnten festgenommen werden. (Jungle World, 20.09.2007)

Bad Freienwalde (Brandenburg): An den Haaren gerissen
Auf dem Rückweg vom Altstadtfest in Bad Freienwalde wurden am 05. September mehrere Punks von einer Gruppe Rechter beschimpft, an den Haaren gerissen und getreten. (Opferperspektive Brandenburg, 05.09.2007)


Gewalt wegen Englisch
In der Nacht zum 8. September schlugen Jugendliche in Neuruppin (Brandenburg) einen 38jährigen Deutschen, weil er sich mit zwei Freunden, darunter einem Kanadier, auf Englisch unterhalten hatte. Die drei Männer befanden sich auf dem Neuen Markt, als sie von sechs Jugend­lichen beschimpft wurden. Einer von ihnen schlug dem 38jährigen ins Gesicht. Die Angegriffenen flüchteten in eine Gast­stätte und riefen die Polizei.(Jungle World, 20.09.2007)

Messerattacke auf einen Rabbiner im Frankfurt/Main
Am Abend des 7.9.2007 wurde im vornehmen Frankfurter Stadtteil Westend ein Rabbiner ein Opfer einer Messerattacke. Zunächst sprach ihn ein Mann in einer fremden Sprache an. Als der Rabbiner, der deutlich als Jude zu erkennen war, den Mann darauf ansprach, reagierte dieser mit antisemitischen Beleidigungen und einer Todesdrohung. "Scheiß-Jude, ich bringe dich um", soll er gerufen haben. Danach rammte er dem Rabbiner ein Messer in den Bauch. Dem Opfer geht es nach einer Operation besser, es muss aber noch für ein paar Tage im Krankenhaus bleiben. (Frankfurter Rundschau online, 10.9.2007, >klick)

Aus Rassismus Pass beschädigt
Einem Schwarzen fiel am Abend des 05. September in Wittenberg (Brandenburg) sein Pass aus der Brusttasche, als er sich bückte, um seine Schnürsenkel zu binden. Da beschimpften ihn zwei Männer plötzlich mit "Ausländer raus". Einer von ihnen trat mit dem Fuß auf den Pass, riss zwei Seiten heraus und warf das Dokument in eine Pfütze. (Jungle World, 20.09.2007)

Ausländische Studenten überfallen
In Köthen (Sachsen-Anhalt) wurden am 02. September aus einem Auto heraus gegen 21 Uhr zwei ausländische Studenten überfallen worden, die Polizei sucht noch Zeugen. (mz-web.de, 21.9. >klick)

Kein Döner umsonst - Prügel
In Eisenach (Thüringen) schlug in der Nacht zum 2. September ein Unbekannter den türkischen Mitarbeiter der Diskothek "Mad" ins Gesicht und beschimpfte ihn rassistisch. Der Angreifer hatte einen Döner bestellt, wollte ihn aber nicht bezahlen. Später zerschlugen der Angreifer und ein Begleiter die Scheiben des Standes. (Jungle World, 13.09.2007)

Brutaler Angriff auf 38-Jährigen in Stuttgart

Am 01. September pöbelte ein 27-Jähriger in Stuttgart (Baden-Württemberg) aus einer vierköpfigen Gruppe einen Mann aus Sri Lanka an, aus welchem Land er komme. Als der Angesprochene antwortete, bekam er zu hören, er habe in Deutschland nichts zu suchen. Dann warf der Angreifer den 38-Jährigen zu Boden und trat ihn krankenhausreif zusammen. Erst als die Polizei dazwischenging, ließ der Deutsche von seinem Opfer ab. Er ist einschlägig polizeibekannt. (Jungle World, 13.09.2007)


August 2007

Berlin-Weißensee: Hartnäckige rassistische Angreifer
An der Straßenbahnhaltestelle Albertinenstraße werden gegen 23.50 Uhr eine Frau und ein Mann von drei Neonazis rassistisch beschimpft, estoßen und geschlagen. Keine/r der anwesenden PassantInnen helfen den Opfern. Auch nachdem die Opfer sich in eine ankommende Bahn flüchten, schlagen die Täter weiter auf sie ein. Sie flüchten vor dem Eintreffen der Polizei. (Reach Out Berlin, 31.08.2007)

Neuer Übergriff in Halberstadt
In Halberstadt attackierten zwei Rechtsextremisten im Alter von 21 und 22 Jahren nach Polizeiangaben ihre Opfer mit Faustschlägen und einer Bierflasche. Der Angriff ereignete sich am Freitagabend (31.8). Die Opfer im Alter von 16 und 18 Jahren waren in einer Gruppe von insgesamt acht Personen auf dem Weg zum Halberstädter Altstadtfest. Laut Polizei beschimpften die Verdächtigen die Jugendlichen aus der linken Szene als «Assis», «rotes Pack» und «Zecken». Auch der Hitlergruß sei gezeigt worden. Einer der beiden Angegriffenen erlitt bei einem Sturz in Glasscherben Schnittwunden an der Hand, die im Krankenhaus behandelt wurden. Die Polizei nahm die beiden Verdächtigen kurz nach dem Angriff fest. (Netzeitung, 3.9. >klick)

Imbissbude mit SS-Runen beschmiert
In der Nacht zum 27. August beschmierten Unbekannte in Oschersleben (Sachsen-Anhalt) eine türkische Imbissbude mit SS-Runen und anderen nationalsozialistischen Symbolen. Außerdem beschädigten sie ein Werbetransparent, das der Besitzer der Bude kurz zuvor angebracht hatte. »Ich habe Angst, dass hier noch mehr beschädigt wird«, sagte der 36jährige der Volksstimme. Die Tat sei »eindeutig politisch motiviert« gewesen, bekräftigte die Polizei. (Jungle World, 13.09.2007)

Mehrere Menschen werden bei Attacken verletzt
In Braunschweig nahm die Polizei am 26.08. zwei Männer fest, die einen Ghanaer verprügelt hatten. Beide waren während der Tat betrunken; einer von ihnen ist der Polizei wegen rechter Parolen bekannt. In Chemnitz wurde eine Frau aus Afghanistan von einem Unbekannten beleidigt und eine Treppe herunter gestoßen. Am frühen Sonntagmorgen wurden ein Mann und eine Frau in Berlin-Friedrichshain von einem 22-jährigen und einem 25-jährigen durch Faustschläge im Gesicht verletzt. Laut Polizei hätten die Täter auch Anspielungen auf die Hitlerzeit gemacht, indem sie riefen, dass die Frauen 1945 vergast worden wären. (Tageszeitung, 28.8.2007, >klick, >klick, Berliner Zeitung, 28.8.2007, >klick)

Berlin-Friedrichshain: Angriffe an der Frankfurter Allee
Am Samstagabend wird eine Person mit "Good Night White Pride"-Shirt von einem Hooligan auf dem S-Bahnhof Frankfurter Allee bedroht. Fünf Minuten später erscheint dieser zusammen mit zehn weiteren Männern auf dem Bahnhof und greift die Person unvermittelt an. Eine weitere Gruppe alternativer Jugendlicher solidarisiert sich mit dem Betroffenen und kann den Angriff abwehren. In derselben Nach werden vor einem Imbiss in der Frankfurter Allee um fünf Uhr morgens eine 19-Jährige und ein 20-Jähriger von zwei Neonazis angegriffen. Der 22-jährige Pankower und der 25-Jährige aus Mitte schlagen ihre Opfer mit Fäusten, beschimpfen sie als „Ökoschlampen“ und schreien: „1945 wärt ihr vergast worden.“ Die Polizei kann die fliehenden Täter festnehmen. Die Opfer erleiden Verletzungen im Gesicht. (Reach Out Berlin, 26.08.2007)

Magdeburg (Sachsen-Anhalt): Angriff mit Hund und Holzfackel
In der Nacht zum Samstag, den 25.08.2007, wurde ein 36-.jähriger irakischer Flüchtling gegen 1.30 Uhr an einer Straßenbahnhaltestelle angegriffen und mit ausländerfeindlichen Sprüchen angepöbelt. Der Mann konnte den ersten Angriff abwehren, woraufhin der rechte Täter wegging, jedoch nach kurzer Zeit mit einem großen Hund und einer Holzfackel wieder kam. Er hetzte den Hund auf den Iraker und prügelte währenddessen auf ihn ein. Der Betroffene zog sich Verletzungen an Hinterkopf, Nacken, Oberschenkel, Rücken und den Oberarmen zu und musste im Krankenhaus behandelt werden. Erst als 2 Frauen am Tatort erschienen, ließ der Täter von seinem Opfer ab und flüchtete. Der Betroffene stellte Strafanzeige, der Täter ist gefasst. (Mobile Opferberatung, 25.08.2007)

Quedlinburg: Punkerin niedergestreckt
Als eine 17-jährige Punkerin am 25. August nach einem Konzert in Quedlinburg mit drei Freunden Richtung Bahnhof unterwegs ist, wird sie unvermittelt von einem 24-jährigen Rechten mit der Faust ins Gesicht geschlagen, so dass sie zu Boden stürzt. Einer ihrer männlichen Begleiter greift ein und kann den Rechten dadurch von weiteren Schlägen abhalten. Die Punkerin erleidet eine Prellung im Gesicht. Polizeibeamte, welche sich in unmittelbarer Tatortnähe befinden, können noch vor Ort den Täter stellen. Die Betroffene erstattet Anzeige. (Mobile Opferberatung, 25.08.2007)

Berlin-Prenzlauer Berg: Übergriff auf HipHopper
In den frühen Morgenstunden des 25.08.2007 werden vor dem Imbiss an der Prenzlauer Allee Ecke Ostseestraße in Berlin drei Hip-Hopper von acht Neonazis leicht verletzt, als diese mit Fäusten auf sie einschlagen. Alle beteiligten Nazis tragen T-Shirts mit dem Aufdruck "Nordische Bruderschaft". (Reach Out Berlin, 25.08.2007)

Afrikaner bei Überfall in Rheinland-Pfalz schwer verletzt
Fast zeitgleich mit den Ausschreitungen im sächsischen Mügeln sind auch in Rheinland-Pfalz Ausländer angegriffen worden. Wie das Innenministerium in Mainz am Freitag mitteilte, wurden am vergangenen Wochenende auf einem Weinfest in der Gemeinde Guntersblum zwei Afrikaner von einer Gruppe Rechtsradikaler angegriffen. Der Vorfall sei aus ermittlungstaktischen Gründen bislang verschwiegen worden. Ein 26-jähriger Mann aus dem Sudan wurde schwer verletzt. Ein 39 Jahre alter Ägypter kam mit Schnittwunden an der Hand davon. Zwei Verdächtige sind in Polizeigewahrsam. Nach ersten Ermittlungen stürzten sich die mutmaßlichen Täter in einer sechsköpfigen Gruppe in der Nacht zum Sonntag mit den Worten «Wir machen die Neger platt!» auf die beiden Afrikaner. Als Passanten die Polizei riefen, seien die Angreifer davongelaufen. (LVZ, 24.8.2007 >klick)
Tunesisches Restaurant wurde Zielscheibe von Rechtsextremen
In Pritzwalk wurden der Koch und der Wirt eines tunesischen Restaurants am Marktplatz Opfer einer neonazistischen Bedrohungssituation. Am 24.08.2007 tauchten zunächst zwei Männer vor dem Lokal "Buenos Aires II" auf und riefen "Verschwindet hier!". Wenig später erschien eine Gruppe Rechtsextremer, die Betonplatten und Steine gegen die beiden Männer und das Restaurantgebäude warfen. Dabei erlitten die Lokalbetreiber leichte Verletzungen. Die Fensterscheiben und das Mobiliar wurden zerstört, außerdem entwendeten die Täter eine größere Geldsumme. (Opferperspektive Brandenburg, 24.08.2007, >klick)

Premnitz: Passanten angegriffen
Zwei Rechte provozierten während des »Dachsbergfestes« in Premnitz (Brandenburg) Punks, die sich vor einem alternativen Jugendclub aufhielten. Als zwei Passanten schlichtend eingreifen wollten, wurden diese von den Rechten angegriffen und am Kopf verletzt. (Opferperspektive Brandenburg, 24.08.2007)

Halberstadt: Verfolgt und Tür eingetreten
Ein 28-Jähriger und seine Begleiterin werden am 24.08. auf ihrem Nachhauseweg in Halberstadt von zwei Rechten zunächst mit „Du linke Zecke, bleib stehen!“ beleidigt und dann bis nach Hause verfolgt. Dort versuchen die beiden 18-Jährigen, die Tür einzutreten, und beschädigen sie. Die Rechten werden über Nacht in Gewahr genommen und am nächsten Tag wieder entlassen. (Mobile Opferberatung, 24.08.2007)

Streitschlichter am Kopf verletzt
Zwei Neonazis provozierten während des Dachsbergfestes in Premnitz mehrere Punks, die sich vor einem alternativen Jugendclub aufhielten. Als zwei Passanten schlichtend eingreifen wollten, wurden sie von den Neonazis attackiert und am Kopf verletzt. (Opferperspektive Brandenburg, 24.08.2007, >klick)

Überfall auf Jugendclub
Drei Verletzte gab es am 22. August, als Neonazis die Besucher eines linksalternativen Jugendclubs in Güsen (Sachsen-Anhalt) attackierten. Die Polizei geht von einer politisch motivierten Tat aus. (taz, 24.8.2007, >klick)

Aken (Sachsen-Anhalt): Teilnehmer der "Bunten Woche" angegriffen
Am 22.08. trifft eine Gruppe von 15 bis 20 alternativen Jugendlichen, die das Zeltcamp in Aken im Rahmen der alternativen „Bunten Woche“ besuchen wollen, gegen 20:30 auf einen 16-Jährigen, der panisch vor mehreren Rechten flieht. Einer der Verfolger wirft mit einem Baseballschläger nach ihm und trifft ihn im Rücken. Kurz darauf werden die Jugendlichen von bis zu 11 augenscheinlich Rechten angegriffen. Die Täter schlagen zwei Jugendliche mit Baseballschläger auf Körper und Kopf, entwenden danach mehreren Punks Bierflaschen und bewerfen sie damit. Zwei weitere Betroffene werden mit Schlägen attackiert. Während der Tat brüllen die Angreifer ein Lied mit der Textstelle: „Deutschland frei von Parasitenpack – Deutschland muss weiß bleiben!“ und beschimpfen die Jugendlichen mit „Asoziale raus!“. Die Betroffenen erleiden Platzwunden, Prellungen und Verletzungen im Ohrbereich. Der gerufene Krankenwagen und die Polizei treffen erst nach einer Viertelstunde am Tatort ein. (Mobile Opferberatung, 22.08.2007)

18-Jähriger verprügelt
Ein 18-jähriger Besucher eines linken Jugendclubs wurde auf dem Fürstenwalder Domplatz aus einer Gruppe Rechter heraus mit den Worten »Punkerdreckstück« beschimpft. Dann wurde er von einem 27-jährigen Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen und, am Boden liegend, getreten. Der Angreifer wurde festgenommen. (MAZ, 22.08.2007)

Imbissbesitzer beweist Zivilcourage gegen Neonazis
In Frankfurt/Oder forderte ein türkischer Imbissbesitzer am 21.08.2007 eine Gruppe von Männern auf, das Anpöbeln von Passanten zu unterlassen. Daraufhin wurde er von einem 22-jährigen Mann rassistisch beleidigt und ins Gesicht geschlagen. Der Angreifer drohte, den Laden des couragierten Mannes abzubrennen, und machte sich zunächst davon. Kurze Zeit später erschien er in Begleitung von fünf Männern und einer Frau vor dem Dönerladen. Der Besitzer und ein Bekannter griffen zu Stangen aus vorhandenen Sonnenschirmen, um einen Angriff abzuwehren. Daraufhin machte sich die Gruppe aus dem Staub. (Opferperspektive Brandenburg, 21.08.2007, >klick)

50 Deutsche jagen acht Inder durch das sächsische Mügeln
Bei einem Altstadtfest im sächsischen Mügeln haben am 18.08.2007 Dutzende deutsche Jugendliche acht Inder attackiert und in einer regelrechten Hetzjagd durch die Straßen getrieben. Alle Inder, vier Angreifer und einige Polizisten wurden verletzt. Nach einem Streit im Festzelt waren die Inder nach Polizeiangaben aus dem Festzelt in eine nahe gelegene Pizzeria geflüchtet. Dorthin verfolgte sie eine Gruppe von etwa 50 zumeist jungen Deutschen. Die Angreifer traten die Tür der Gaststätte ein. Rund 70 Polizeibeamte drängten die Angreifer dann ab. (Spiegel.de, 19.8.2007, >klick)

Bernau: Deutschtürke schwer verletzt
Ein 21-jähriger Deutschtürke wurde vor einer Diskothek von Jugendlichen angegriffen und schwer verletzt. Dem Angriff ging ein Streit voraus, bei dem der der Betroffene rassistisch beschimpft wurde. Das Opfer erlitt einen Nasenbein- und einen Jochbeinbruch. (Opferperspektive Brandenburg, 18.08.2007)

Beeskow: Vietnamesische Familie geprügelt
Eine vietnamesische Familie wurde vor ihrer Haustür in Beeskow von zwei Männern angegriffen. Ein 25-Jähriger schlug den Vater mit der Faust ins Gesicht und trat auf den Sohn ein. Weitere Schläge, auch mit einer Flasche, konnte der Vater abwehren. Die einschlägig vorbestraften Täter konnten von der Polizei festgenommen werden. (Opferperspektive Brandenburg, 18.08.2007)

Potsdam: Terror gegen Jugendlichen
Ein Jugendlicher aus Potsdam wird zunächst per Sms bedroht. In derselben Nacht wird das Haus, in dem er mit seinen Eltern wohnt, von einem Rechten mit Flaschen beworfen. Kurz darauf kommen 8-9 vermummte Personen auf das Haus zu, skandieren eindeutig rechtsextreme Parolen und stellen sich mit Knüppeln bewaffnet vor dem Haus auf. Als die Eltern des Betroffenen aus dem Haus kommen, werden diese von den Tätern rumgeschubst. Danach umrunden die Rechten das Haus und verschwinden. (Opferperspektive Brandenburg, 18.08.2007)

Alternative Jugendliche von Dorffest vertrieben
In Bolbritz bei Salzenforst feierten mehrere Jugendliche am 18. August ein inoffizielles Dorffest. Ein paar alternative Jugendliche waren dabei offenbar nicht erwünscht und wurden von den anderen Anwesenden aufgefordert, sich mit ihren "Kanackenkumpels zu verpissen". Bei der anschließenden Diskussion äußerten sie antisemitische Parolen. Die Linksalternativen wurden letztendlich unter massiven Drohungen und mit Fußtritten von der Feier vertrieben. (Amal Sachsen, 18.8.2007, >klick)

Schwarzenberg: 12-jährige Mädchen geschlagen
Gegen 19.30 Uhr werden am 16. August in Schwarzenberg (Sachsen) zwei Mädchen (beide 12 Jahre aus dem Kosovo und aus dem Irak) in der Nähe ihrer Wohnorte von einem 19-Jährigen zuerst mehrmals beschimpft und anschließend auch geschlagen. Dabei ruft er rassistische Parolen, wie etwa "Kanaken" u.ä.. Der Bruder der Irakerin versucht einzugreifen, wird aber ebenfalls geschlagen. Der 19-Jährige schlägt auch auf die herbei gekommene Mutter ein, die dabei verletzt wird. Dannz zog der Angreifer sich zurück, kam aber wenig später mit weiteren jungen Männern zurück, die u.a. mit Baseballschläger bewaffnet waren. Zu weiteren Angriffen kommt es jedoch nicht, da die Gruppe sich schnell zurückzog. (Amal, 16.08.2007)

Jüdischer Friedhof in Ihringen geschändet
In der Nacht zum 12. August 2007 machten sich Unbekannte an den Grabsteinen des jüdischen Friedhofs in Ihringen (Baden) zu schaffen. Ein Passant entdeckte am darauffolgenden Morgen 70 bis 80 umgeworfene Grabsteine. Der Ihringer Bürgermeister Martin Obert zeigte sich bestürzt und versicherte, die beschädigten Gräber würden wieder in Stand gesetzt. Anfang der Neunziger hatte der kleine Ort für Schlagzeilen gesorgt, als 177 von 200 Grabsteinen umgeworfen und mit SS-Runen und Hakenkreuzen beschmiert worden waren. Die Täter von damals sind bis heute unbekannt. (Badische Zeitung, 12.08.2007, >klick )

Dunkelhäutige Deutsche von Neonazis angegriffen
Im pfälzischen Römerberg wurde am Morgen des 12.08.2007 eine schwarze Deutsche von drei Rechtsextremen angehalten. Das 18-jährige Mädchen war auf seinem Fahrrad im Ortsteil Heiligenstein unterwegs, als die Männer im Auto neben ihm anhielten und es beleidigten und angriffen. Die junge Frau wurde dabei nicht verletzt. Sie gab später zu Protokoll, die drei Männer hätten Glatzen, Bomberjacken und Springerstiefel getragen, in der Heckablage des Autos habe eine Deutschlandfahne gelegen. Der Fall wurde erst vier Wochen später bekannt, weil Polizei und Staatsanwaltschaft ihn geheim halten wollten. (taz, 14.09.2007, >klick)

Attacke auf türkische Staatsbürger in Disco
Ein Angriff mit vermutlich rassistischem Hintergrund ereignete sich am 12. August in Cottbus. In der Nacht zum Sonntag wurden gegen 2.30 Uhr drei türkische Staatsbürger in der Discothek "Sound" von einer Gruppe Unbekannter zunächst verbal, später körperlich angegriffen. Sie bekamen Schläge und Tritte gegen den Oberkörper. Zwei der Opfer erlitten leichte Verletzungen. (Opferperspektive Brandenburg, 12.8.2007, >klick)

Fünf Neonazis schlagen alternativen Jugendlichen zusammen
In Finsterwalde/Brandenburg sprangen am 11.08.2007 fünf maskierte Rechtsextreme aus einem Auto und verprügelten einen linksalternativen Jugendlichen. Der junge Mann war bereits Anfang März Opfer eines neonazistischen Überfalls geworden. Der Betroffene erlitt eine Platzwunde am Kopf. Seine Begleiterin konnte sich mit Pfefferspray wehren. (Opferperspektive Brandenburg, 11.08.2007, >klick)

Neonazi auf Freigang steht unter Mordverdacht

Ein 35-jähriger, als Neonazi und rechter Gewalttäter bekannter Mann wurde während seines Freigangs in die JVA Cottbus gebracht, weil er im Verdacht steht, im brandenburgischen Schilda einen 42-jährigen ermordet zu haben. Dieser hatte auf das Grundstück des Freigängers aufgepasst. Bisher verweigert der Mann jedoch die Aussage. (Tagesspiegel, 10.08.2007, >klick)

Kenianische Frau von ihrem Nachbarn rassistisch beschimpft
In Begleitung ihrer Kinder wurde eine aus Kenia stammende Frau in Fürstenwalde von ihrem Nachbarn mit rassisistischen Parolen beleidigt. Eine kenianische Freundin der Frau war ebenfalls mit ihren Kindern vor Ort. Der Mann, der der Frau gegenüber schon öfter ausfällig geworden war, griff sie am 9. August zudem tätlich an. Der Ehemann kam seiner Frau zu Hilfe, wurde jedoch von dem Angreifer weggeschubst. Als die Familie sich in den Hausflur flüchtete, demolierte der Mann die Glasscheibe der Haustür, den Sicherungskasten und einen Kinderwagen. (Opferperspektive Brandenburg, 9.8.2007, >klick)

Gardelegen (Sachsen-Anhalt): "Jude, Jude" und Schläge vor der Disko
Gegen 6 Uhr morgens am 05.08. treffen vor einer Diskothek mehrere junge Männer auf eine Gruppe von drei Rechten. Einer der Rechten schlägt ohne Vorwarnung einem 24-jährigen mehrfach ins Gesicht und ruft dabei mehrfach „Jude, Jude“, ein anderer Nicht-Rechter wird von dem Angreifer zu Boden geschlagen und zieht sich dabei einen Schlüsselbeinbruch zu. Die Betroffenen stellen Strafanzeige. Dem Haftantrag gegen den polizeibekannten Angreifer wurde gegen Auflagen nicht stattgegeben. (Mobile Opferberatung, 05.08.2007) 

Rehfelde (Brandenburg): Rechtsextremer greift Rentnerpaar an
Ein 67-jähriger Rentner wurde von einem bekannten Rechtsextremen am 05. August in Rehfelde durch ein Schlag auf das Auge verletzt. Bei dem Schlag bohrte sich ein Splitter des Brillenglases in das Auge des Rentners. Gleichzeitig wurde er als "Judenschwein, Stasischwein und rotes Schwein" beschimpft. Der Täter beleidigte darüber hinaus auch die Frau des Opfers und leerte eine Bierflasche über ihr aus. Im Zuge des Angriffs bedrohte er beide, dass wenn sie zur Polizei gehen und ihn anzeigen würden, er ihr Haus in Brand stecken würde. (Opferperspektive Brandenburg, 05.08.2007)

Mosambikaner wird auf Kirmes verletzt

Ein 38-Jähriger Sonneberger mosambikanischer Herkunft wurde offensichtlich Opfer eines rassistischen Überfalls. Der Mann wurde beim Verlassen des Piesauer Kirmeszeltes von mehreren Jugendlichen verprügelt. Piesaus Bürgermeisterin Angelika Weigel erklärte, dass es in der Gemeinde bislang keine fremdenfeindlich motivierten Übergriffe auf Mitbürger mosambikanischer Herkunft gab und fügte hinzu, dass sie voll integriert seien. Gleichwohl habe es öfter Anfeindungen von Jugendlichen aus einem benachbarten Dorf gegeben. Der Sprecher des Kirmesvereins, Volker Postler, erwähnte dagegen, dass der Sohn des späteren Unfallopfers „Stunk gemacht“ habe und einen Platzverweis erhalten habe. Der junge Mann habe dann offensichtlich seinen Vater alarmiert, der wiederum mit „nicht ortsansässigen Jugendlichen aneinandergeraten“ sei. (Freies Wort, 07.08.2007, >klick)
Sat.1-Kameramann und Imbissbesitzer bedroht
In Berlin-Lichtenberg bedrohten und beleidigten am 4.08.2007 mehrere Neonazis einen Kameramann von Sat.1 und einen Imbissbesitzer in der Weitlingstraße. Die vier Rechtsextremen fuhren vermummt durch die Straße, fotografierten, schlugen gegen den Imbissladen und zogen sich dann in die Kneipe "Kiste" zurück. (Reach Out Berlin, 24.08.2007, >klick)

Vermummte Neonazis griffen Sharp-Skins an
Am 4. August kam es in Finsterwalde zu einem organisierten Angriff von Rechtsextremen auf linke Jugendliche und Sharp Skins. Die vermummten Neonazis, die sich zuvor in einer Seitenstraße gesammelt hatten, warfen mit Flaschen auf die Jugendlichen auf dem Marktplatz. Fünf Jugendliche wurden dabei geschlagen und getreten, einer musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden. (Opferperspektive Brandenburg, 4.8.2007, >klick)

Görlitz: "Stolpersteine" geschändet
Am 03.08. beschädigen Unbekannte fünf der Stolpersteine, die an ehemalige jüdische Einwohner erinnern sollen, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Auf drei Steine kleben sie Papierstücke, auf denen Gedenksteine für deutsche Kriegsopfer gefordert werden. Zwei Steine werden mit einem unbeschrifteten Papierstück beklebt und mit einer klebrigen Substanz übergossen. (Amal, 03.08.2007)

Waldheim (Sachsen): Rechtsextremer Angriff bei Stadtfest
Während des Waldheimer Stadtfestes wird am 03. August ein 15-Jähriger von ca. 13-15 Rechten zusammengetreten. Der Jugendliche sagte den Angreifern noch, dass sie ihn doch bitte in Ruhe lassen sollen. Doch sofort bekam er bereits den ersten Tritt, dem weitere folgten. Er erlitt Verletzungen und wurde im Krankenhaus ärztlich versorgt, wo er eine Nacht verbringen und eine Verletzung genäht werden musste, wie Bekannte berichteten. (Amal, 03.08.2007)

Überfall auf alternative Jugendliche in Berlin-Friedrichshain
Am 3.08.2007 wurden gegen 23.45 Uhr vier Personen mit alternativem Outfit zwischen dem U-Bahnhof Samariterstrasse und der Frankfurter Allee von einer Gruppe von drei bis vier Neonazis verfolgt. Die Verfolger traten extrem aggressiv auf und beschimpften, schubsten und schlugen sie. Die Jugendlichen konnten entkommen. (Reach Out Berlin, 24.08.2007, >klick)

Überfälle auf Vietnamesen und Chinesen in Sachsen-Anhalt
Bei zwei Überfällen in Sachsen-Anhalt sind mehrere Ausländer Opfer fremdenfeindlicher Gewalt geworden. In Burg überfielen drei Männer eine vietnamesische Familie in deren Wohnung, riefen dabei ausländerfeindliche Parolen und verletzten einen 14-Jährigen. Außerdem verprügelten zwei Unbekannte auf einer Zugfahrt zwischen Magdeburg und Burg einen 27-jährigen Chinesen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Stendal mitteilten.Nach dem Angriff auf die Vietnamesen nahm die Polizei die drei Tatverdächtigen im Alter von 18, 19 und 38 Jahren fest. Nach Erkenntnissen der Ermittler feierten die drei Angreifer in einer Nachbarwohnung, ehe sie die Tür der vietnamesischen Familie eintraten und diese angriffen. Der 14-jährige Sohn des Ehepaares habe durch einen Schlag ins Gesicht Prellungen erlitten. Noch vor dem Eintreffen der Polizei hätten die Verdächtigen den Tatort verlassen. Die vierköpfige Familie und eine acht Jahre alte Freundin der neunjährigen Tochter wurden auf eigenen Wunsch anderweitig untergebracht. (ntv, 2.8.>klick)

Wittenberg (Sachsen-Anhalt): Nasenbeinanbruch vor dem "Fun"
Vor dem Eingang der Diskothek „Fun“ werden am 01.08. fünf alternative Jugendliche aus einer Gruppe von 10 bis 12 Rechten angegriffen. Sie beschimpfen sie u. a. mit „Zeckenschweine“. Ein 18 Jähriger wird von einem der Angreifer geschubst, von einem zweiten mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Er erlitt einen Nasenbeinanbruch und Prellungen. Die unbekannten Täter sind laut Zeugenangaben zwischen 18 und 22 Jahre alt. (Mobile Opferberatung, 01.08.2007)

In Stolberg Angriff auf Konzertbesucher
In Stolberg bei Aachen wurden in der Nacht zum Samstag (1.9.) mehrere vor einem Jugendheim wartende Besucher des Konzerts gegen Rechts angegriffen. Zwei 15 und 18 Jahre alte Mädchen wurden dabei von Stockschlägen im Gesicht verletzt. Etwa zwei Stunden nach dem Vorfall stellten die Beamten in einem anderen Stadtteil die Personalien von 14 Männern im Alter zwischen 15 und 28 Jahren fest, die laut grölend und «Heil Hitler» rufend durch die Straßen zogen. Ebenfalls in der Nacht zum Samstag wurden im nur wenige Kilometer entfernten Aachen an mindestens zwölf Gebäuden - darunter einer Kirche und einer Schule - Hakenkreuze und andere rechtsextremistische Schmierereien entdeckt. Außerdem nahm die Aachener Polizei acht Personen fest, die in einer Wohnung laut volksverhetzende Lieder sangen und Bilder von Adolf Hitler aufstellten. (Netzeitung 3.9. >klick )


Juli 2007

Vermummte griffen mit Schlagring und Stangen an
Zwei schwarze Jugendliche wurden am 30.07.2007 in Werder zur Zielscheibe rassistischer Beschimpfungen. Auf einem Parkplatz beleidigte sie ein Mann aus einer Gruppe heraus. Ein Begleiter der Jugendlichen mischte sich ein und fragte, was das solle. Daraufhin traf der Neonazi ihn mit einem Schlagring am Auge. Beim Verlassen des Parkplatzes wurden die zwei Jugendlichen vom Täter und weiteren, zum Teil vermummten, Männern mit Stangen und Schlagringen angegriffen und verletzt. Auch als die Polizei eintraf, kam die Schlägerei nicht sofort zum Stillstand. (Opferperspektive Brandenburg >klick)

Schlägerei und ausländerfeindliche Parolen in Zwönitz

Zwei libanesische Asylbewerber wurden am 29.07.2007 Opfer eines rassistisch motivierten Angriffs im sächsischen Zwönitz. Gegen 2 Uhr nachts schlugen und traten die Täter, sechs deutsche Jugendliche, auf die Libanesen ein und beleidigten sie mit ausländerfeindlichen Parolen. Die 22 und 25 Jahre alten Männer waren in einem Ford Fiesta unterwegs, dessen Karosserie die Neonazis ebenfalls traten und schließlich das Glasschiebedach zertrümmerten. Die Angreifer flüchteten in einem Peugeot 106 und ließen die beiden Asylbewerber mit Prellungen im Gesicht und am Körper zurück. (Amal Sachsen >klick)

Beckerwitz: Brandanschlag auf linkes Zeltlager
Schon in der Nacht zum Sonntag, 29.07.2007, versuchten mutmaßlich Rechtsradikale, zwei Zelte eines linksorientierten Jugendcamps in Beckerwitz (Mecklenburg-Vorpommern) an der Ostsee anzuzünden. Wie die Veranstalter des Camps, die JungdemokratInnen / Junge Linke, berichteten, tauchten am Samstagabend zehn Personen auf dem Campingplatz in der Nähe von Wismar auf, die der Kleidung nach der rechtsextremen Szene zuzuordnen gewesen seien. Sie hätten gegen 3 Uhr nach Aufforderung den Platz verlassen, seien aber offenbar zurückgekehrt, als alle schliefen. Die Täter zündeten zwei Zelte an. Ein 17-jähriges Mädchen, dass in einem der Zelte schlief, bemerkte den Brand und konnte das Feuer löschen. (ND 31.07.2007 >klick)
Jugendliche in Anklam angegangen
Die Polizei von Anklam ermittelt gegen sieben Jugendliche wegen wiederholter "Sieg Heil"-Rufe. Auf dem Grillplatz am Schmollensee auf der Insel Usedom sollen sie am 24.7. kurz nach Mitternacht neun Jugendliche beschimpft, sie mit Taschenlampen geblendet, ins Lagerfeuer gepinkelt und einen mit Bier begossen haben. (epd in der taz vom 26.7. >klick)

Kenianer wird in Lichtenberg angegriffen
Ein 20-jähriger Kenianer wurde heute früh gegen 2 Uhr auf der Demminer Straße in Hohenschönhausen von einem unbekannten Mann aus einer zehnköpfigen Gruppe heraus zunächst als "Neger" beleidigt.Außerdem versuchte der Unbekannte, seinem Opfer mit der Faust ins Gesicht zu schlagen. Der Angegriffene konnte dem Schlag ausweichen, flüchten und sich bis zum Eintreffen der von ihm alarmierten Polizei in einer Grünanlage verbergen. Die Absuche der Umgegend verlief ohne Erfolg. (Pressemeldung Berliner Polizei Eingabe: 25.07.2007, 09:40 Uhr)
Jugendlicher wird Opfer von massiven Neonazi-Drohungen
Am 25. Juli versammelte sich eine Gruppe Rechtsextremer vor dem Haus eines linksalternativen Jugendlichen in Potsdam/Fahrland. Die Männer waren teilweise mit Baseballschlägern bewaffnet. Der bedrohte Jugendliche konnte sie mit Pfefferspray in die Flucht schlagen. Zwei Tage später tauchten etwa 20 Neonazis vor dem Haus auf. Die herbeigerufene Polizei erteilte Platzverweise. Der linke Jugendliche war bereits früher angefeindet worden, einmal hatten Neonazis einen Aufkleber mit dem Spruch "Hier wohnt ein Antifaschist" an seiner Haustür angebracht. (Opferperspektive Brandenburg, 25.7.2007, >klick)

20-jähriger Kenianer angegriffen
Am 22.07.2007 wurde ein Kenianer in Berlin-Hohenschönhausen tätlich angegriffen. Gegen zwei Uhr nachts begegnete ihm in der Demminer Straße ein unbekannter Mann, der ihn zunächst als "Neger" beleidigte und sein Opfer dann schlagen wollte. Der junge Mann konnte dem Faustschlag ausweichen und sich verstecken, bis die Polizei eintraf. (Reach Out Berlin, 24.8.2007, >klick)

Rassistin aus Köpenick bedroht asiatische Krankenschwestern
Am 21.07.2007 griff eine 22-jährige Rechtsextremistin zwei asiatische Krankenschwestern in der S-Bahnlinie 60 an. Die 20 und 23 Jahre alten Frauen bekamen Schläge ins Gesicht. Die Polizei nahm die Personalien der Angreiferin auf. (Reachout Berlin >klick)

Vietnamesische Imbiss-Besucherin in Berlin-Lichtenberg bedroht
Ein Neonazi hat am 20.07.2007 eine vietnamesische Besucherin eines Imbisses in der Lichtenberger Weitlingstraße bedroht. Die 19-Jährige konnte die Polizei alarmieren. Bevor die Beamten kamen, versuchte der Rechtsextreme noch, einen auf dem Fahrrad vorbeifahrenden Ukrainer anzugreifen. Bei der später folgenden Blutentnahme beschimpfte der 32-jährige Täter den aus Afghanistan stammenden Arzt mit rassistischen Äußerungen. (Reachout Berlin >klick)

Überfall auf junge Franzosen in Schwerin

Zusammen mit vier weiteren Tatverdächtigen soll ein 46-Jähriger am 17.7. eine Gruppe von rund 50 jungen Franzosen wegen ihrer "augenscheinlich ausländischen Herkunft" beschimpft, beleidigt und beworfen haben. Dann sollen die Angreifer die flüchtende Jugendgruppe in den Schlosspark verfolgt haben. Schwarze Teilnehmer aus Frankreich beschimpften sie als "Neger". (mvregio, 21.7.2007 >klick)

Überfall auf Zeltlager in Wischen
In Sachsen-Anhalt überfielen in der Nacht zum 19.7. Rechtsradikale zwölf Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren, die in einem Schwimmbad gezeltet und eine Party gefeiert hatten. Einer der Angreifer rief dabei über ein Megafon Nazi-Parolen. (MUT, 20.7.2007 >klick)

Mord in Blankenburg
In Blankenburg (Sachsen-Anhalt) wird ein 59-jähriger Obdachloser am Mittwoch erschlagen im Keller einer Obdachlosenunterkunft gefunden. Wie es im Polizeibericht heißt, starb er durch massive stumpfe Gewalteinwirkungen auf Kopf und Oberkörper. Nach Entdeckung der Leiche wurden zwei junge Männer im Alter von 17 und 20 Jahren festgenommen. Beide gestanden in ersten Vernehmungen, den Mann nach einem Streit getötet zu haben. Beide Jugendliche sind polizeibekannt wegen Bedrohung, Hausfriedensbruch und Diebstahl. Gegen den 20-Jährigen wurde 2005 wegen Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt, weil er CDs mit verbotener rechtsextremer Musik besessen haben soll. Die Polizei geht nicht von einer politisch motivierten Tat aus, sondern von einer "Tat im Trinkermilieu", gleichwohl ist ein rassistischer, also menschenabwertender Hintergrund nicht ausgeschlossen. (MUT, 20.07.2007 >klick, siehe auch jungle-world vom 26.7.2007 >klick).
19-Jähriger in linkem Szenetreff zusammengeschlagen
In Forst haben am 19. Juli vier Neonazis einen linksalternativen Jugendlichen zusammengeschlagen. Die Angreifer waren am frühen Morgen in den Club gekommen und hatten zunächst rechte Parolen skandiert. Dann schlugen sie dem 19-Jährigen, der in dem Haus übernachtet hatte, ins Gesicht und schlossen ihn ein. Außerdem bedienten sie sich an den Getränken. Die Polizei ermittelt gegen vier Tatverdächtige im Alter von 23 bis 28 aus dem Raum Forst/Cottbus. (Opferperspektive Brandenburg, 19.7.2007, >klick)

Taxifahrer beleidigt Afrikanerinnen
Ein Taxifahrer hat am S-Bahnhof Köpenick (Berlin) zwei Frauen die Beförderung verweigert und sie als „Negerinnen“ beleidigt. Der Fahrer konnte zwar noch nicht ermittelt werden, aber die Polizei ermittelt wegen Beleidigung und Volksverhetzung. Der Chef der Berliner Taxi-Innung, Bernd Dörendahl, rät Fahrgästen, sich bei solchen Vorkommnissen die Taxi-Kennnummer oder das Kennzeichen zu merken und sich schriftlich zu beschweren. Der Taxi-Verband Berlin-Brandenburg sowie die Taxi-Innung verurteilen ein derartiges Verhalten. (Berliner Zeitung, 17.07.2007, >klick, taz, 17.07.2007, >klick)

Rechtsextreme MP-Schützen am Krakower Badesee
Am Krakower See in Mecklenburg-Vorpommern haben sieben Neonazis am späten Sonntagnachmittag nicht nur Badegäste belästigt, sondern auch ausländerfeindliche Parolen gebrüllt, den Hitlergruß gezeigt und mit einer Maschinenpistole um sich geschossen. Die Angriffe richteten sich hauptsächlich gegen Familien von Spätaussiedlern, die dort badeten. (Focus.de, 18.7. >klick, Süddeutsche Zeitung, 16.07.2007, >klick, Schweriner Volkszeitung, 17.07.2007, >klick,)

Angriff auf Russlanddeutsche in Magdeburg
Vor dem Club 26 kam es am 14.7. zu einem Angriff auf fünf junge Aussiedler (MUT, 16.7. >klick, Volksstimme 19.7. >klick)

Rechter Bombenbauer in Sachsen verletzt sich selbst

Beim Bau einer Rohrbombe hat sich in Sachsen ein polizeibekannter Rechtsextremist schwer verletzt. Der 20-Jährige habe schwerste Verbrennungen im Gesicht und am Körper erlitten und sei in ein künstliches Koma versetzt worden, teilte die Polizei gestern mit. Danach kam es zu einer Explosion, als der Mann in seiner Wohnung in Leutersdorf Mittwochabend versuchte, aus verschiedenen Chemikalien eine Rohrbombe herzustellen. (Mitteldeutsche Zeitung, 13.7. >klick)

Wittenberger Fußballcup von rechter Gewalt überschattet
Überfall auf einen Jugendlichen (18) mit afrikanischem Migrationshintergrund und deutscher Staatsbürgerschaft in Wittenberg. Die Täter beleidigten den Geschädigten mit den Worten: „Eh, Du Nigger“. Dann bekam der Jugendliche einen Faustschlag ins Gesicht. Nachdem das Opfer sich versuchte zur Wehr zu setzten, wuchs die Tätergruppe plötzlich auf bis zu 20 Personen an.
(projekt Gegenpart, 13.7. >klick)

Neonazi-Angriff auf antifaschistischen Jugendclub
Am Mittwoch besetzten Jugendliche in Hennigsdorf eine seit Jahren leer stehende Wäschefabrik in Bahnhofsnähe, um dort einen antifaschistisch orientierten Jugendclub aufzubauen. Als Grund wurde genannt, dass antifaschistische Veranstaltungen im regionalen Jugendclub nicht möglich seien. Die Polizei ließ die Jugendlichen gewähren. Am selben Abend wurden die Jugendlichen gewarnt, dass etwa 30 bewaffnete Neonazis auf dem Weg zum Jugendzentrum seien. Diese beschossen den Club mit Leuchtspurmunition und warfen mit Steinen. Die Jugendlichen konnten die Angreifer durch das Werfen von Flaschen und Steinen vor dem Eintreffen der Polizei vertreiben. Die Polizei stellte die Personalien von 15 in der Nähe befindlichen Neonazis fest und erteilte Platzverweise. Verletzt wurde niemand. (taz und MAZ, 13.07.2007, >klick, >klick)

Berliner Schülergruppe in Neuruppin von rechten Jugendlichen beschimpft

Eine Gruppe Schüler aus Berlin, die sich in Neuruppin aufhielten und unter denen sich auch ausländische Mitschüler befanden, wurden dort von vier alkoholisierten Jugendlichen im Alter von 16 bis 17 Jahren rassistisch beschimpft und beleidigt. Die von Zeugen alarmierte Polizei setzte die vier Straftäter zwischenzeitlich fest (Märkische Allgemeine Zeitung, 07.07.2007, >klick, >klick)

Wieder "Stolpersteine" mit Teer beschädigt
In der Nacht zum 16.07.2007 verschandelten Unbekannte in Zittau in den Boden eingelassene Gedenksteine für Opfer des NS-Regimes mit Kalt-Teer. An fünf verschiedenen Stellen waren die Täter aktiv, teilweise mischten sie Split unter die Masse. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zu einem Vorfall in der Geschäftsstelle der Linkspartei, wo Unbekannte das Schloss mit Teer verklebt hatten. (Amal Sachsen >klick)

Am Berliner Baggersee mit Schusswaffe bedroht

Am 14.07.2007 wurde ein polnischer Jugendlicher am Baggersee an der Beruner Ecke Debenzer Straße in Biesdorf von fünf Neonazis angegriffen. Die Rechtsextremen bedrohten den 16-Jährigen mit einem Messer und einer Schusswaffe. Das Opfer konnte entkommen, die eintreffenden Polizisten nahmen die 18- bis 23-jährigen Täter fest. Gegen einen 18-Jährigen wird wegen einer offenen Bewährung Haftbefehl erlassen. (Reachout Berlin >klick)

Spandauer Neonazi nach Schlägerei festgenommen

Ein 22-jähriger Linker wurde am 13.07.2007 zwischen 14 und 15 Uhr Opfer eines rechtextrem motivierten Angriffs am U-Bahnhof Siemensdamm. Der Täter, ein 29-jähriger Spandauer, wurde von den eintreffenden Polizeibeamten festgenommen. (Reachout Berlin >klick )

15 Festnahmen nach Pankow-Schlägerei

Am 12.07.2007 wurden im Anschluss an eine Demonstration in Berlin-Pankow zwei linke Jugendliche zusammengeschlagen. Sie wurden von 15 Neonazis angegriffen. Polizeibeamte nahmen die Täter fest und erließen Haftbefehle gegen drei Rechtsextreme. Die Kundgebung der Heinersdorfer Initiative richtete sich gegen den Bau einer Ahmadiyya-Moschee. (Reachout Berlin >klick )

Neonazis werfen Steine auf Hausbesetzer
Rund 30 Rechte haben am 11.07.2007 in Hennigsdorf eine Gruppe alternativer Jugendlicher angegriffen. Die Teenager hatten gerade mit der Besetzung eines Hauses begonnen. Die Neonazis warfen Steine und schossen Leuchtraketen ab. Die Polizei erteilte Platzverweise. (Opferperspektive Brandenburg >klick)

Auf dem Weg zum Bahnhof verprügelt
Am 11.07.2007 wurde ein linker Jugendlicher auf dem Weg zum Bahnhof in Hennigsdorf von rechtsextremen Männern angegriffen. Wegen der dabei erlittenen Verletzungen musste der Junge im Krankenhaus ambulant behandelt werden. (Opferperspektive Brandenburg >klick)

Gedenksteine mit Teer übergossen
Die erst am Vortag eingesetzten "Stolpersteine" zum Gedenken an Holocaust-Opfer wurden in der Nacht zum 11.07.2007 in Bautzen mit Teer übergossen. Die elf Gedenksteine in Form von Messingtafeln erinnern an das Schicksal zweier jüdischer Familien aus Bautzen, die von den Nazis ermordet worden waren. (Amal Sachsen >klick)

Überfall auf Demokratie-Verein
In der Nacht zum 7.7.2007 betraten gegen 0.30 Uhr drei Männer das Wurzener Vereinshaus des Netzwerks für Demokratische Kultur. Einer trug ein T-Shirt der rechtsextremen Band "Skrewdriver" Ein noch anwesender ehrenamtlicher Mitarbeiter forderte die Gruppe erfolglos auf zu gehen. Als der Mitarbeiter schließlich die Polizei rufen wollte, würgte ihn einer der Männer. Das Opfer konnte fliehen, die drei mutmaßlichen Neonazis entwendeten einen Laptop und einen Aktenordner mit einer Unterschriftensammlung. (Amal Sachsen >klick)

Für Zivilcourage zusammengeschlagen

Ein 30-Jähriger hat in der Nacht zum 07.07.2007 Schläge von Rechtsextremen einstecken müssen, als er sie auf den von der Gruppe gezeigten "Hitlergruß" ansprach. Am U-Bahnhof Spichernstraße in Berlin-Wilmersdorf war der Mann mit den vier offensichtlichen Neonazis ins Gehege gekommen. In der darauffolgenden Schlägerei wurde der couragierte Steglitzer leicht verletzt.(Reachout Berlin >klick)

Beim Propagandakleben erwischt

Zwei alternative Jugendliche im sächsischen Lugau erwischten in der Nacht zum 1.07.2007 eine Gruppe Neonazis beim Kleben von Propagandamaterial. Die stadtbekannten Rechten provozierten daraufhin eine Schlägerei. (Amal Sachsen >klick)


Juni 2007

Angriff auf Gegendemonstranten vor Rostock-Demo
Mehrere Schwerverletzte und Dutzende Verletzte gab es am 30.06.2007, als rund 100 Neonazis im Vorfeld einer NPD-Kundgebung in Rostock eine Gruppe von Gegendemonstranten überfielen. Beide Gruppen waren im selben Zug in die Hansestadt unterwegs. Auf Höhe Pölchow griffen die Rechten die etwa 70 Gegendemonstranten an. Sie versperrten die Fluchtwege im Zug und kamen von mehreren Seiten auf ihre Opfer zu. Einer drohte: "Jetzt seid ihr dran!". Scheiben wurden zerschlagen und die Gegendemonstranten einzeln aus den Waggons gezogen. Ein Kleinkind erlitt Schnittverletzungen von den Glasscherben. Zeugenberichten zufolge filmten die Neonazis den Angriff mit Handys und Digitalkameras, Polizeibeamte hätten tatenlos zugesehen und keinen der Neonazis festgenommen, so dass die Gruppe ungehindert zur NPD-Demo nach Rostock weiterfahren konnten. (Lobbi Mecklenburg-Vorpommern >klick)

SPD-Bundestagsabgeordneter bei Rostocker NPD-Demo bedroht
Am Rande der NPD-Demo am 30.06.2007 in Rostock wurden ein SPD-Bundestagsabgeordneter und seine zwei Begleiter von mehreren Neonazis umringt. Die Gruppe beleidigte und bedrohte den Politiker. Ein rasches Eintreffen der Polizei konnte Schlimmeres verhindern. (Lobbi Mecklenburg-Vorpommern >klick)

Whiskeyflasche über den Kopf geschlagen
Am 20.06.2007 attackierte ein Neonazi im bayrischen Ramersdorf einen Passanten mit Migrationshintergrund. Er beleidigte sein Opfer als "Kanake" und schlug ihm eine Whiskeyflasche über den Kopf. (Antifa München >klick)

Gedenkstellen in Cottbus verunstaltet
Nachdem es in den vergangenen Wochen in Cottbus bereits mehrere rassistisch motivierte Angriffe auf Ausländer gegeben hatte, wurden nun mehrere so genannte Stolpersteine aus dem Erinnerungsprojekt eines Kölner Künstlers und die Stele zum Gedenken an den jüdischen Friedhof wurden mit roter Farbe übermalt. Die Stele war bereits zum siebten Mal Anschlagsziel (Märkische Allgemeine Zeitung, 28.06.2007 >klick)

Rassistisch motivierte Sachbeschädigungen in Pößneck

In der Nacht zum 15. Juni kam es zu mehreren Sachbeschädigungen an Geschäften nicht-deutschstämmiger Inhaber. (Ostthüringer Zeitung, 26.06.2007 >klick)

Inder in Berlin verletzt

Bei zwei Vorfällen in Berlin wurden am 22.6.ein 24jähriger Neuköllner und ein 45jähriger Inder von Rechtsradikalen verletzt. Der 24-Jährige wurde von einem Unbekannten, der zuvor eine Frau antisemitisch beleidigt hatte, mit einem Messer bedroht und dann mit einem Auto angefahren. Der Inder wurde von einem 58jährigen Restaurantgast ohne ersichtlichen Grund geschlagen und rassistisch beschimpft. (Tageszeitung, 25.06.2007 >klick)

Schlägerei ohne ersichtlichen Grund
Am 22.06.2007 schlug ein Mann in Berlin-Wilmersdorf einen 45-jährigen Bangalen scheinbar grundlos nieder. Die Szene spielte sich vor einem Lokal in der Westfälischen Straße ab. Während des Angriffs beleidigte der 58-jährige Täter sein Opfer mit rassistischen Äußerungen. Anhand von Zuegenaussagen konnte die Polizei den Mann festnehmen. (Reachout Berlin >klick)

Fremdenfeindlicher Angriff in München

Vier Neonazis im Alter von 18 bis 22 Jahren wurden von der Münchener Polizei an einem S-Bahnhof festgenommen. Sie hatten zwei österreichische Gymnasiasten im Alter von 16 und 17 Jahren zunächst beleidigt und dann angegriffen. Als ein 28-jähriger Deutscher dunkler Hautfarbe die Jugendlichen schützen wollte, wurde auch dieser unter zeigen des Hitlergrusses angegriffen. Zwei der Angreifer wurden dem Haftrichter vorgeführt. (ad-hoc-news, 24.06.2007 >klick)

Zahlreiche rechte Aktionen am „Sonnenwendwochende“ von der Polizei gestoppt

In mehreren Städten Sachsen-Anhalts, Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns führte die Polizei Maßnahmen gegen rechtsextreme Aktionen durch. In Neuendorf in der Altmark löste sie eine „Sonnenwendfeier“ auf, da sie von dort ein erhebliches kriminalitäts- und Gewaltpotential erwartete. 68 Personen wurden des Platzes verwiesen. Daraufhin hielten etwa 35 Neonazis vor der Polizeiwache in Stendal eine nicht genehmigte Demonstration ab. Die Personalien der Teilnehmer wurden festgehalten und die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet. In Wernigerode im Harz wurden 13 Neonazis in Gewahrsam genommen, die versuchten, eine linke Demonstration anzugreifen. Einer der Festgenommenen wurde bereits per Haftbefehl gesucht. In Magdeburg lösten 200 Polizeibeamte ein nicht genehmigtes und als „Geburtstagsfeier“ getarntes Skinheadkonzert mit 250 rechtsradikalen Besuchern auf. Dabei kam es zu gewaltsamen Angriffen auf die Beamten. Die Personalien von allen Besuchern wurden aufgenommen. Auch in Potsdam-Mittelmark wurde ein Skinheadkonzert mit rund 80 Besuchern aufgelöst. (ad-hoc-news, 23.06.2007 >klick, >klick, pr-inside, 24.06.2007 >klick, Tageszeitung, 24.06.2007 >klick)

Schlägerei nach Sonnenwendfeier
Zwei Schüler im Alter von 16 und 17 Jahren wurden am 23.06.2007 im bayrischen Giesing von Neonazis angepöbelt und schließlich verprügelt. Die Täter kamen gerade von einer Sonnenwendfeier. Ein dunkelhäutiger 29-jähriger wollte den Jungen zu Hilfe kommen und wurde ebenfalls zusammengeschlagen. Während der Szene zeigten die Rechten den "Hitlergruß" und riefen "Heil Hitler". (stern.de >klick)

Polizisten ignorieren Bitte um Geleitschutz
In Quedlinburg wurde am 23.06.2007 eine Punkerin von einem Mann nach kurzem Gespräch mit dem Fahrrad gestoßen, beleidigt und ins Gesicht geschlagen. Noch vor Ort erstattete die 19-Jährige bei den eintreffenden Polizisten Anzeige. Derweil sammelten sich um den Täter mehrere Neonazis. Die junge Frau bat die Beamten um Polizeischutz, den sie ihr nicht gewährten. Sie musste schließlich alleine an den Rechten vorbeigehen. (Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt >klick)

Antisemitische Äußerungen vor jüdischer Einrichtung
Lautstark hat ein Mann in Berlin-Schöneberg am 22.06.2007 seine judenfeindlichen Ansichten kundgetan. Ausgerechnet vor einer jüdischen Einrichtung verbreitete er seine antisemitischen Sprüche. Als eine Frau das Gebäude verließ, beschimpfte er auch sie. Ein 24-Jähriger, der der Frau helfen wollte, wurde vom Täter mit dem Auto umgefahren. (stern.de >klick)

Mit "Heil Hitler"-Schreien verfolgt
Mit lauten "Heil Hitler"-Schreien und dem Hitlergruß hat ein Grafinger Neonazi am 21.06.2007 einer Afrikanerin angst und bange gemacht. Der Rechtsextreme verfolgte die 30-Jährige und griff sie an. (Antifa München >klick)

Student in Rostock hyperventiliert nach Neonazi-Angriff
Zwei Studenten ist ihr Protest gegen einen Rostocker Neonazi-Laden zum Verhängnis geworden. Am 21.06.2007 brachten sie ihren Unmut vor dem Geschäft zum Ausdruck und wurden daraufhin von Rechtsextremen beschossen. Bei ihrer Flucht wurden sie von den Tätern verfolgt und mit Tränengas angegriffen. Einer der beiden Protestierenden konnte fliehen und sich ambulant behandeln lassen. Der andere Mann wurde einigen Neonazis zurück zum Laden geschleift, er erlitt einen Schock und hyperventilierte. Die eintreffenden Polizeibeamten verhinderten eine Eskalation der Szene. (Lobbi Mecklenburg-Vorpommern >klick)

Im Rausch mit SS-Runen beschmiert
Am 19.06.2007 wurde in Fürstenwalde ein 53-Jähriger auf einer Parkbank schlafend mit Nazi-Symbolen beschmiert. Unbekannte hatten dem halbnackten Betrunkenen SS-Runen auf den Rücken geschmiert. Der Mann musste sich ambulant behandeln lassen, weil ihm bei dem Übergriff Farbe ins Auge gelaufen war. (Opferperspektive Brandenburg >klick)

Wegen Lärms Kinder mit Waffe bedroht
Im nordrhein-westfälischen Opladen hat ein 80-jähriger Mann am 19.06.2007 drei Kinder mit einer Waffe bedroht. Er soll auch in die Luft geschossen haben. Als Begründung gab er an, er habe sich von ihrem Krach gestört gefühlt. Die Polizei durchsuchte die Wohnung des Seniors und fand rechtsextremes Propagandamaterial. (stern.de >klick)

Rangelei in der Münchner U-Bahn
Opfer rassistischer Beschimpfungen wurde ein 37-jähriger Äthiopier mit deutscher Staatsbürgerschaft am 17.06.2007 in der Münchner U-Bahn. Eine polizeibekannte 20-jährige Rechtsextremistin beleidigte den Mann mit volksverhetzenden Bemerkungen wie "Scheiß Nigger" und "nicht lebenswert". Daraufhin kam es zu einer Rangelei zwischen der Frau, ihrem rechtsextremen Begleiter und dem Äthiopier. Der Tat vorausgegangen war ein Treffen von rund 50 Neonazis am Heimstettener See. Dort fielen sie mit rassistischen Parolen auf. (stern.de >klick, Antifa München >klick)

Iraker mit Flaschen beworfen
Am 17.06.2007 ist während des Stadtfestes in Cottbus ein Iraker rassistisch beschimpft worden. Eine Gruppe von rund 20 Jugendlichen schlug und trat auf den 20-Jährigen ein. Als die Rechtsextremisten begonnen, mit Flaschen nach dem Mann zu werfen, flüchtete er, wurde jedoch von den Neonazis verfolgt. Im Laufe dieser Hetzjagd warfen die Jugendlichen weiter mit Flaschen nach ihrem Opfer. Es sollen weitere Besucher des Stadtfestes aus rassistischen Gründen angegriffen worden sein. (Opferperspektive Brandenburg >klick)

Gefährliche Körperverletzung in Werder
Zwei Schwarze und ein Weißer wurden am 17.06.2007 in Werder von vier Männern zunächst rassistisch beschimpft und dann zusammengeschlagen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. (Opferperspektive Brandenburg >klick)

"Hitlergruß" aus dem Auto gezeigt
In Oelsnitz wurden am 16.06.2007 drei Punker aus einem Auto heraus bedroht. Der Beifahrer zeigte den "Hitlergruß" und schrie "Heil Hitler". (Amal Sachsen >klick)

Hakenkreuze auf den Körper geschmiert
Unbekannte hatten am 15.06.2007 einem 16-Jährigen Hakenkreuze, SS-Runen, die Zahl 88 und "HIV-positiv" auf den Körper geschmiert. Nach einer offiziellen Schulabschlussfeier am Rande eines Badesees in Brandenburg/Havel wurde der Jugendliche im Wasser sitzend gefunden. Er wurde mit einer Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht. (Opferperspektive Brandenburg >klick)

Reizgas-Attacke in Cottbusser Jugendclub
Am 10.06.2007 versprühten im Sachsendorfer Jugendclub "Fragezeichen" rund 20 Personen Reizgas. Die zum Teil vermummten Täter prügelten auf die Partygäste ein. Außerdem entwendeten sie Getränke und zerstörten Teile der Einrichtung. Einzelne Schläger wurden von Zeugen als Mitglieder der örtlichen Neonazi- und Hooligan-Szene erkannt.(Opferperspektive Brandenburg >klick)

Prügel für Theatergruppe
In den frühen Morgenstunden des 09.06.2007 wurde eine Theatergruppe in Halberstadt bei der Premierenfeier ihres Stückes von rund acht Neonazis angegriffen. Fünf Personen erlitten durch Faustschläge und Fußtritte zum Teil schwere Verletzungen. Die Täter wurden erst nach Aufforderung der Opfer von den eintreffenden Polizeibeamten verfolgt, jedoch ohne Ergebnis. Lediglich die Personalien des Haupttäters, ein einschlägig vorbestrafter Rechter, nahmen die Polizisten auf. (Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt >klick)

Schläge und Tritte auf Sachsendorfer Stadtteilfest
Am 09.06.2007 wurden zwei afrikanische Flüchtlinge in Cottbus Opfer eines rechtsextremistisch motivierten Angriffs. Eine Gruppe von rund 20 Personen, die dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet wurden, pöbelte die beiden Flüchtlinge mit rassistischen Bemerkungen an. Die Neonazis schlugen und traten auf ihre Opfer ein, so dass diese sich ambulant behandeln lassen mussten. (Opferperspektive Brandenburg >klick)

Jagd auf Jugendliche
In Bautzen wurden am 09.06.2007 zwei alternative Jugendliche von Anhängern der rechten Szene nach Verlassen ihres Zuges über den Bahnhof gejagt. Mit dem Ruf "Lasst uns Zecken schubsen" griffen die Neonazis die beiden an, einer wurde dabei in den Rücken getreten. (Amal Sachsen >klick)

Brandanschlag in Arnstadt
Auf ein alternatives Wohnprojekt in Arnstadt wurde am 03.06.2007 ein Brandanschlag verübt. Ein so genannter Molotowcocktail zerschlug eine Scheibe, ein anderer zerschellte an der Hauswand. (Mobit Thüringen >klick)

„Sturm 34“-Angehörige verhaftet
Gegen 22.40 Uhr am 01.06.2007 stellen Polizeibeamte in Rochlitz/ Mittweida im Bereich Uferstraße / Schulberg mehrere Personen fest. Drei von ihnen gehören der verbotenen Kameradschaft " Sturm 34" an. Die drei Männer (18, 19, 21) werden in Polizeigewahrsam genommen und es erfolgte die Erstattung einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz. (Amal Sachsen >klick)


Mai 2007

Stadtgebiet mit rechtsextremer Propaganda übersät
Während des Monats Mai wurden im gesamten Stadtgebiet von Lugau im Landkreis Stollberg Aufkleber des rechtsextremen Patria-Versandes gesichtet. Hier kam es immer wieder zu systematischem "Zukleben" ganzer Straßen mit Aufklebern rechtsextremen Inhaltes. (Amal Sachsen >klick)

„Sturm 34“-Mitglied verübt Körperverletzung
Gegen 20.30 Uhr am 30.05.2007 wird in Rochlitz im Landkreis Mittweida einem 18-Jährigen auf dem Parkplatz des ehemaligen Plus-Marktes durch einen anderen Mann unvermittelt ein Faustschlag ins Gesicht versetzt. Dadurch geht das Opfer zu Boden, wo der Schläger noch mehrmals auf den jungen Mann eintritt. Anschließend flüchtet der Täter in Richtung Gärtnerstraße. Der 18-Jährige erleidet nach dem derzeitigen Erkenntnisstand Prellungen am Oberkörper. Als Tatverdächtigen ermittelt die Polizei einen 19-jährigen Rochlitzer. Die Staatsanwaltschaft beantragte am 01.06.2007 Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen, welcher als Mitglied der verbotenen rechtsextremistischen Kameradschaft "Sturm 34" gilt. (Amal Sachsen >klick)

Alternativer Jugendlicher verletzt
Kurz vor Mitternacht kamen am 23.05.2007 in Naumburg fünf Hooligans auf eine Gruppe von elf alternativen Jugendlichen zugestürmt. Sie warfen mit Bierflaschen nach den Alternativen, die sofort flüchteten. Ein Jugendlicher blieb zurück und wurde über einen Mauerabsatz gestoßen und dann sofort mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen, so dass er zu Boden ging. Daraufhin setzte sich ein weiterer Angreifer auf den am Boden Liegenden und schlug ihm mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Als der Betroffene seine Hände schützend vor seinen Kopf hielt, erhielt er mehrere Tritte gegen seinen Kopf und Oberkörper. Er erlitt Hämatome, Hautabschürfungen und eine blutende Gesichtsverletzung. Als nach ca. zehn Minuten die alarmierte Polizei eintraf, waren die Täter bereits wieder verschwunden. (Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt >klick)

Migrant in Erfurt bedroht
Am 22.05.2007 ist in Erfurt ein Mann mit Migrationshintergrund ist in der Friedrich Ebert Straße von zwei jungen Männern mit "offensichtlicher rechter Gesinnung" bedroht worden. Tätlichkeiten konnten verhindert werden, weil zwei Passantinnen couragiert eingriffen und die beiden Männer "lautstark auf Distanz hielten", von derartigen Reaktionen überrascht suchten die Beiden das Weite. (Mobit Thüringen >klick)

Zwei Jugendliche nach Angriff verhaftet
Ein 17jähriger wurde am 22.05.2007 in Erfurt-Daberstedt in der Häßlerstraße von zwei 16 und 17jährigen wegen seines T-Shirts verprügelt und leicht verletzt. Die alkoholisierten Täter störten sich an einem Aufdruck mit durchstrichenem Hakenkreuz. Das Opfer erstattete sofort Anzeige, weswegen die Täter sofort vorläufig festgenommen werden konnten. (Mobit Thüringen >klick)

Nauen: Angriff auf Mann aus Ghana
In Nauen haben in der Nacht zum 20.5. 2007drei Jugendliche einen 22jährigen Mann aus Ghana vor einer Diskothek attackiert und mit einem Messer verletzt. Dabei fielen auch rassistische Äußerungen Zwei Täter wurden vorübergehend festgenommen, der dritte stellte sich später der Polizei. (rbb-online, 20.5. >klick)

Erfurter Stadtwappen verunstaltet
In der Nacht des 19.05.2007 wurden in Erfurt aus dem Blumenbeet am Hang des Petersberges, welches das Erfurter Stadtwappen, ein Rad darstellt, Blumen so herausgerissen, dass ein Hakenkreuz sichtbar wurde. (Mobit Thüringen >klick)

Rechtsextremes Propagandamaterial verteilt
Am 19.05.2007 - in der Nacht zu Samstag - wurden im Löbauer Stadtgebiet Plakate und hunderte Flyer mit rechtsextremem Inhalt angebracht und verteilt. Die unbekannten Täter brachten die Flugblätter zum Teil auch unter Autoscheibenwischern an. (Amal Sachsen >klick)

Burgstädt: Neonazis zettelten Schlägerei nach Radiofest an
Das Versammlungsverbot scheint sie wenig zu stören: 50 Rechtsradikale, darunter fünf „Sturm 34“-Mitglieder, haben in Burgstädt auf einem Radiofest eine Massenprügelei angezettelt. In Rochlitz überfielen die Neonazis zwei Jugendclubs. (zs-online, 19.5. >klick)

Dortmund: Rechtsextreme treten auf Frau ein
Die Polizei hat Freitagnacht vier Männer der rechtsextremen Szene festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, kurz vor ihrer Festnahme in der Dortmunder Innenstadt zwei Männer und eine Frau aus der linken Szene beleidigt, geschlagen und die dann am Boden liegenden Opfer mit Fußtritten attackiert zu haben, so die Polizei. (dpa in der taz vom 19.5. >klick)

Rechte und Linke prügeln sich in Salzwedel mit der Polizei
Nach einem lautstarken Auftritt mutmaßlicher Rechtsradikaler und massiven Zusammenstößen mit Anhängern der linken Szene sind am Himmelfahrtstag in Salzwedel zwei Polizisten schwer verletzt worden. Die Beamten seien durch Flaschenwürfe "aus der Menge" von 80 Personen beider Lager getroffen worden, hieß es (epd in der taz, 19.5. >klick)

Festnahmen nach Hitlergruß auf Spielplatz
Polizisten nahmen Mittwoch in Berlin-Niederschöneweide einen 31-Jährigen auf einem Spielplatz an der Hasselwerderstraße fest. Der Mann hatte gegen 16 Uhr Steine auf zwei elf und 13 Jahre alte Jungen geworfen, ausländerfeindliche Parolen gerufen und den rechten Arm zum "Hitlergruß" erhoben. Diese Geste zeigte am Donnerstagabend auch ein 17-Jähriger am Mariendorfer. Er kam vorübergehend in Polizeigewahrsam. (Berliner Morgenpost 19.5. >klick)

Engagierte Stadträtin im Visier von Neonazis
Bereits zum vierten Male gab es einen Anschlag auf die Firma einer Stadträtin, die sich im Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimarer Land engagiert. Ihr Name tauchte mit Adresse auf einem von der Kameradschaft Apolda verteilten Flugblatt mit der Aufforderung auf, ihr die Meinung persönlich zu sagen. (Mobit Thüringen >klick)

Jugendliche in Jugendclub bedroht
Zwei Jugendliche treten maskiert und mit einem Totschläger sowie einem Holzstock bewaffnet am Jugendclub Frankenau auf und bedrohen die Jugendlichen beim Lagerfeuern. Es kommt zu keiner Gewalt, weil sich die Jugendlichen des JC nicht provozieren ließen, auch nicht, als einer sagte: "Wir mischen jetzt den Jugendclub auf". Die beiden Angreifer ziehen nach kurzer Zeit wieder ab. (Amal Sachsen >klick)

Gedenkstele, Büro und Ladenlokal beschmiert
In Dessau wurden die Gedenkstele zur Erinnerung an die von den Nationalsozialisten zerstörte Synagoge, das Haus, in dem sich das Büro des Dessauer Bündnisses gegen Rechts befindet, und die Strasse vor einem von Migranten betriebenen Callcenter mit Hakenkreuzen beschmiert. (Mitteldeutsche Zeitung, 15.05.2007 >klick)

Alternative Jugendliche von rechten Hooligans angegriffen
In den frühen Morgenstunden des 13.05.2007 wurde in Naumburg eine Gruppe von ca. 20 alternativen Jugendlichen von ca. 35 Hooligans angegriffen. Die Hooligans beschimpften die Alternativen u.a. als „Scheiß Zecken“, schlugen und traten dann wahllos auf die Betroffenen ein und warfen mit Bierflaschen nach ihnen. Mehrere der angegriffenen Jugendlichen wurden dabei verletzt und mussten zum Teil ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Die gerufene Polizei konnte noch am Tatort einige der Angreifer feststellen. Mehrere Betroffene erstatteten Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. (Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt >klick)

Punk am Bahnhof angegriffen
In den frühen Morgenstunden des 09.05.2007 wird ein junger Punk am Bahnhof von Bitterfeld von zwei augenscheinlich Rechten zuerst als "Scheiß Zecke" beschimpft, dann in eine Seitenstraße gezerrt und dort von beiden mit Faustschlägen attackiert. Als ein Freund des Betroffenen dazu kommt und verbal versucht die Angreifer zu stoppen, drohen sie ihm Schläge an und jagen ihn weg. Sie schlagen weiter auf den Punk ein, bis einer der beiden meint, dass es jetzt reiche und sie lieber gehen sollten bevor die Polizei kommt. Der Betroffene erleidet blutende Verletzungen im Gesichtsbereich, sowie eine Gehirnerschütterung. Er erstattet Anzeige. (Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt >klick)

„Sturm 34“-Mitglieder nach Versammlung verhaftet

Polizeibeamte stellten am Samstag, dem 12.05.2007 gegen 22.00 Uhr auf dem Tzschirnerplatz in Mittweida eine Ansammlung von 13 Personen fest, von denen sieben der verbotenen rechtsextremen Kameradschaft "Sturm 34" zuzuordnen waren. Diese zwei Frauen (beide 19) und fünf Männer (2 x 18, 21, 23 und 29) verbrachten die Nacht im Polizeigewahrsam in Chemnitz. Gegen sie wurde zudem von Amts wegen Anzeige wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz erstattet. Den anderen sechs Personen sprachen die Beamten Platzverweise aus, denen nachgekommen wurde. (Amal Sachsen >klick)

KZ-Spruch an Sportanlage angebracht
In Bautzen sprühten in der Zeit vom 10.05.2007 bis 18.05.2007 Unbekannte mit schwarzer Farbe den Spruch "Arbeit macht frei" an einen Container neben einer Sportanlage. (Amal Sachsen >klick)

Hakenkreuze auf Spielplatz geschmiert
Am helllichten Tage wurden am 10.05.2007 in Görlitz auf einem Spielplatz mit roter Farbe rechtsextreme Symbole auf den asphaltierten Boden gesprüht. Ebenfalls mit roter Farbe wurde in der Nähe des Spielplatzes ein Hakenkreuz auf einen Papierkorb gesprüht. (Amal Sachsen >klick)

Ehrenmal beschmiert
In Berlin-Moabit wurde zum wiederholten Male die Gedenkstelle am Standort der Synagoge an der Levetzowstrasse mit einem Hakenkreuz beschmiert. Der letzte Vorfall dieser Art fand ende April statt. (Tageszeitung, 10.05.2007 >klick)

Ausländerbeirat bedroht
In Erfurt wurde der Vorsitzende des Ausländerbeirates der Stadt zunächst verbal angegriffen und beschimpft. Ein tätlicher Angriff konnte nur durch Eingreifen von Passanten verhindert werden. (Mobit Thüringen, 10.05.2007 >klick)

Gedenkstelle beklebt
In Brandenburg beklebten Unbekannte die Gedenkstelle für die von den Nationalsozialisten im Zuchthaus Ermordeten auf dem Marienberg mit Plakaten rechtsextremen und revisionistischen Inhaltes. (Märkische Allgemeine, 09.05.2007 >klick)

Mahnmal beschmiert
In Arnstadt beschmierten Unbekannte ein Mahnmal für Opfer des Faschismus. (Mobit Thüringen, 08.05.2007 >klick)

Türke verletzt
In Dresden wurde ein 26-jähriger Türke bei einem Angriff in der Straßenbahn von drei Rechtsextremisten schwer verletzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei nahm Ermittlungen auf. (Tageszeitung, 08.05.2007 >klick)

Ermittlungen der Polizei nach rechten Schmierereien
Unbekannte schmierten am 07.05.2007 in Burgstädt im Landkreis Mittweida zwei Hakenkreuze und einen Schriftzug mit weißer Farbe auf die Wände eines Schuppens auf der Wittgensdorfer Straße. Die Polizei ermittelt wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. (Amal Sachsen >klick)

Sowjetische Ehrenmale geschändet
In Berlin wurden die Ehrenmäler zum Gedenken an die gefallenen sowjetischen Soldaten in Treptow und Lichtenberg mit Hakenkreuzen und SS-Runen beschmiert. (Tageszeitung, 07.05.2007 >klick)

Polizisten auf Polizeiwache bedroht
Am Samstagabend, dem 06.05.2007 beschwerten sich in Rochlitz im Landkreis Mittweida Anwohner der Lindenstraße über Party- Lärm. Bei der daraufhin erfolgenden Polizeikontrolle widersetzte sich ein "pöbelnder 16- Jähriger". Dieser wurde mit auf die Polizeiwache genommen. Kurze Zeit später marschierten fünf junge Männer und Frauen vor dem Polizeirevier auf. Zunächst blockierten sie die Einfahrt. Schließlich gelangten sie in die Räume der Wache und verlangten die Freilassung ihres Freundes. Nach Angaben der Polizei gehören die Jugendlichen zum weiteren Umfeld des "Sturm 34". (Amal Sachsen >klick)

Punkerin in Quedlinburg geschlagen
In Quedlinburg befand sich Samstagnacht eine 19-jährige Punkerin auf dem Nachhauseweg, als ihr zwei Männer entgegenkamen. Die junge Frau wechselte deshalb extra die Straßenseite, aber einer der Männer stand plötzlich vor ihr und beschimpfte sie u.a. als Zecke. Er schlug ihr unvermittelt aufs Ohr. Die Betroffene erstattete Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung. (Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt >klick)

Ortseingang verunstaltet
Rechtsextreme besprühen am 05.05.2007 zwei Ortseingangs-Stelen der Stadt Hoyerswerda mit der Parole "Frei, Sozial und National" (Amal Sachsen >klick)

Rechtsextreme Propaganda zum 08. Mai
Rechtsextreme verteilten nachts am 05.05.2007 in der Stadt Weißwasser im Oberlausitzkreis tausende Schriftzettel, deren Inhalte sich gegen das Gedenken zum 8.Mai richten. (Amal Sachsen >klick)

NPD-Standbetreiber greifen Passanten an
In Berlin-Hellersdorf wird am 05. 05 2007 laut einer Pressemeldung der Polizei vom 06.05. ein 67-jähriger Mann von den Betreibern eines NPD-Infostandes in der Stendaler Straße tätlich angegriffen und leicht verletzt. (Reach Out Berlin >klick)

Zwei rechtsgerichtete Personen festgenommen
In Zossen wurden drei linksorientierte Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren aus einer Gruppe von 8 rechtsgerichteten Personen heraus angegriffen und verletzt. Die Polizei nahm zwei der Angreifer fest. (Opferperspektive Brandenburg, 05.05.2007 >klick)

Revisionistische Parolen verteilt
Am Wochenende vor dem achten Mai, dem 04.05.2007 bis 06.05.2007 sprühten Unbekannte an mehreren Stellen der Stadt Hoyerswerda Parolen, die den achten Mai 1945 als Tag der Befreiung ablehnen. Auch in Zeißig wurde im gleichen Zeitraum der Spruch "8. Mai war keine Befreiung" an eine Wand gesprüht. (Amal Sachsen >klick)

Jugendlicher verletzt
Gegen 17 Uhr am 04.05.2007 wurde in Geringswalde im Landkreis Mittweida ein Jugendlicher von zwei Rechtsradikalen mit einer vollen Bierflasche verletzt. Sie zerschlugen die Flasche seinem Kopf. Durch die Schnittwunden blutüberströmt konnte er flüchten und einen Krankenwagen sowie die Polizei rufen. (Amal Sachsen >klick)

Rechtsextreme Propaganda
In der Stadt Zittau kam es Anfang Mai 2007 mehrfach zu rechtsextremen Propagandadelikten. Mehrfach wurden Papierzettel verteilt, deren Inhalt eine Sympathiebekundung für den verurteilten Neonazi Horst Mahler darstellt. Ebenso tauchten in diesem Zeitraum rechtsextreme Farbschmierereien auf, die zum Teil im Bezug zu einer rechtsextremen Internetseite standen. (Amal Sachsen, 04.05.2007 >klick)

Anschläge auf politische Institutionen
In Sömmerda beschmierten Rechtsextremisten am 03.05.2007 die Geschäftsstelle der Linkspartei.PDS sowei das Privathaus des Bürgermeisters. Außerdem legten sie hinter dem Rathaus ein Feuer mit Linkspartei.PDS-Plakaten. (Mobit Thüringen >klick)

Schule beschmiert
Am 02.05.2007 schmierten in Limbach-Oberfrohna im Landkreis Chemnitzer Land Unbekannte vier Hakenkreuze, jedes ca. 45 cm groß, sowie einen Schriftzug mit verfassungswidrigem Inhalt an eine Wand einer Schule auf der Pleißaer Straße. (Amal Sachsen >klick)

Hakenkreuz in Görlitz
In den späten Abendstunden des 02. 05.2007 malten in Görlitz Unbekannte ein Hakenkreuz an die Fassade eines alten Kiosks und schlugen eine Scheibe ein. (Amal Sachsen >klick)

Jugendzentrum aus rechtsextremem Aufzug heraus angegriffen
Ca. 150 Personen des rechten Spektrums sammelten sich in Rosswein im Landkreis Döbeln am 01.05.07, gegen 12.00 Uhr, mit ca. 40 Fahrzeuge auf dem Parkplatz des „Lidl" - Supermarktes und formierten sich zu einen Aufzug. Sie marschierten vom Parkplatz, über die Goldbornstraße, Dresdener Straße weiter zum Marktplatz. Als die Demonstranten sich in Höhe des Jugendhauses in der Goldbornstraße befanden, warfen unbekannte Personen aus dem Zug der Demonstranten heraus Steine in Richtung des Jugendhauses, dadurch wurden vier Scheiben von zwei Fenstern eingeschlagen und eine Tischtennisplatte zerstört. Personen wurden nicht verletzt. Während des Aufzuges führten sie Fahnen und Spruchbänder mit sich. Aufgrund des Eintreffens von Polizeibeamten begaben sie sich vom Markt zurück zu ihren Fahrzeugen und fuhren in verschiedenen Richtungen weg. (Amal Sachsen >klick)

Beamtin bei ungenehmigtem Aufmarsch Rechtsextremer geschlagen und verletzt
Auf dem Neumarkt in Oschatz kam es am 01.05.2007 gegen 14.30 Uhr, zu einer spontanen Kundgebung von ca. 100 bis 150 Personen des rechten Spektrums. Die Teilnehmer führten ca. zehn Fahnen bzw. Spruchbänder mit sich. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte des Polizeireviers Oschatz bewegten sich die Personen in Richtung Altmarkt, über die Lutherstraße in Richtung B 6 und weiter in Richtung der Theodor-Körner-Straße. Gegen 15.15 Uhr wurde die Demonstranten in Höhe der Kreuzung Theodor-Körner- Str./Promenade, unmittelbar vor den Polizeirevier Oschatz durch die Kräfte der Bereitschaftspolizei gestoppt. Ein unbekannter Mann setzte sich auf die Motorhaube eines Funkstreifenwagens, daraufhin stieg eine Beamtin aus dem Fahrzeug und erhielt von dieser Person einen Schlag ins Gesicht, wodurch sie leicht verletzt wurde. (Amal Sachsen >klick)

Antifaschisten von Rechtsextremen angegriffen
Fünf Antifaschisten wurden am 01.05.2007 auf dem Bahnhof Halberstadt beim Verlassen des Zuges von einer Gruppe von vier bis fünf Personen des rechten Spektrums angegriffen. Die Nazis bespuckten zuerst die Betroffenen, begossen sie dann mit Bier und warfen schließlich mit Bierflaschen nach ihnen. Die Antifaschisten flüchteten sich in den Zug zurück. Dabei wurde eine 19-Jährige getreten. Die Angreifer versuchten die Betroffenen in den Zug zu verfolgen, schlugen und traten von außen gegen die Tür, skandieren dabei „Heil Hitler“ und zeigten den Hitlergruß. Die Betroffenen erstatteten bei der vom Bahnhofspersonal gerufenen Polizei Anzeige. (Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt >klick)


April 2007

Berlin: Antisemitisches Graffiti in der Levetzowstraße
Am 22.04. entdeckt ein Mitarbeiter des Zentralen Objektschutzes ein rotes Hakenkreuz, dass unbekannte Täter auf das jüdische Mahnmal in der Levetzowstraße (Berlin-Tiergarten) gesprüht haben. (taz, 23.04. >klick)

Mittweida: Übergriff auf Kameruner
Die Polizei hat in Mittweida nach einem rechtsradikalen Übergriff auf einen Kameruner sechs Tatverdächtige festgenommen. Es handelt sich um zwei Frauen und vier Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, am Abend des 19.4.2007 einen 39 Jahre alten Kameruner und seine deutsche Ehefrau auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums beleidigt und bedroht zu haben. Einer der Tatverdächtigen soll das Ehepaar darin gehindert haben, mit dem Auto wegzufahren. Dabei soll er den Hitlergruß gezeigt haben. (Amal Sachsen >klick)

Zittau: Hakenkreuze gesprüht
In Zittau sprühen Unbekannte an insgesamt 15 Stellen rechte Parolen an Gebäude, Bushaltestellen sowie eine Gedenktafel für die Synagoge. (Sächsische Zeitung, 16.04.2007 >klick)

Rochlitz: Alternative Jugendliche bedroht

In der Nacht zum 15.04.wurde laut Zeugenaussagen gegen 2.30 Uhr an einer Wohnungstür alternativer Jugendlicher geklingelt. Vor der Haustür standen 15 Rechtsextreme, bewaffnet mit einer Axt und einem Baseballschläger, die nach einem Jugendlichen fragten. Als sie keine Antwort bekamen, rissen sie Zaunlatten ab, hebelten ein Zauntor aus und warfen diese nach den Jugendlichen. (Amal Sachsen >klick)

Konstanz: Neonazis in Konstanz attackierten Ausstellung
In Konstanz versuchen 20 Rechtsextreme, die Tür zu einer Ausstellung gegen Neofaschismus einzutreten. (Südkurier.de, 14.04.2007 >klick)

Berlin-Lichtenberg: Hakenkreuze auf Autos
Unbekannte Täter haben in der Nacht zum 11.04.2007 auf mehrere geparkte Fahrzeuge in Berlin-Lichtenberg Hakenkreuze und Schriftzüge geschmiert. (Pressemeldung der Berliner Polizei, 12.04.2007)

Wismar: Anti-Nazi-Demo mit Metallteilen beschossen
Teilnehmer einer Anti-Nazi-Demo in Wismar sind von Rechtextremen mit Metallteilen beschossen und verletzt worden.Die Anti-Nazi-Demo war mit etwa 200 Teilnehmern durch die Hansestadt gezogen und hatte dabei auch rechte Szeneläden passiert, deren Schließung von den Demonstranten gefordert wurde. Schon im Vorfeld der Demonstration hatte die Polizei zwei Rechtsextreme festgenommen, bei denen Steine entdeckt worden waren. Im Verlauf der Demonstration beschoss von einem Hausdach aus "mindestens eine dem rechten Spektrum zugehörige Person" (Polizeibericht) die Demo mit Metallteilen, die mit einer Steinschleuder verschossen wurden. Ein Teilnehmer der Demo wurde am Kopf verletzt, ein ebenfalls getroffener Polizist blieb dagegen unverletzt. Ein Neonazi wurde von der Polizei vorläufig festgenommen. In dem Haus, von dem der Angriff ausging, nahmen die Polizisten die Personalien von 35 Rechtsextremen auf; in dem Gebäude wurden zehn Axtstiele gefunden, die mit Stacheldraht umwickelt waren. Über den Angriff auf die Demo berichtete die Pressestelle der Polizeidirektion Schwerin unter der Überschrift "Demonstration in Wismar verlief weitestgehend störungsfrei". (redok, 14.04.2007 >klick)

Schwerin: Iraker angegriffen
In Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) beleidigten zwei Männer am 10.April zwei Iraker im Alter von 16 und 44 Jahren mit rassistischen Äußerungen, griffen sie an und verletzten sie leicht im Gesicht. Die von einer Augenzeugin alarmierte Polizei nahm die Täter fest. Sie sind bereits wegen Körperverletzungs- und Diebstahldelikten sowie Verwendens der Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen polizeibekannt. (Jungle World, 18.04.2007 >klick)

Hildenburghausen: 18-jähriger zusammengeschlagen
Rechtsextreme schlugen gegen 21 Uhr einen 18 Jährigen zusammen. (Augenzeugenbereicht, 09.04.2007 >klick)

Plauen: Verfolgungsjagd durch die Stadt
In der Nacht zum Ostersonntag werden zwei Jugendliche in Nähe der "Alten Kaffeerösterei" von ca. 15 mutmaßlich Rechtsextremen geschlagen (gefährliche Körperverletzung). Dies wird von einem Zeugen beobachtet, welcher die Polizei zu Hilfe ruft und selbst einschreitet. Daraufhin werden er und weitere Personen, die sich in seinen PKW retten (darunter die beiden Opfer), von den Rechten mit mehreren PKW durch die Stadt gejagt, wobei die PKW beschädigt werden (Unfallflucht und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr). Die Täter seien der Polizei bekannt, berichtet die Freie Presse. Der Vorfall wird erst 14 Tage später öffentlich bekannt, nachdem die Freie Presse, an die sich der Zeuge wandte, die Polizei anfragt, die dies dann bestätigt. (Freie Presse 07.04.2007 >klick)

Zittau: Jagd auf Punks

In den frühen Morgenstunden des 06.04. werden auf dem Zittauer Marktplatz drei Angehörige der alternativen Punkszene von einer etwa zehnköpfigen Personengruppe verfolgt und angegriffen. Die drei Punker waren gerade auf dem Heimweg, als sie von der Gruppe, die vor der Kneipe "ZERO" herumstand, angepöbelt, verfolgt und schließlich mit Faustschlägen angegriffen wurden. Die rechten Angreifer riefen dabei "Sieg Heil". Die Punker erlitten Prellungen, einer büßte seine Brille ein. (Amal Sachsen >klick)

Bad Langensalza: Überfall auf Jugendclub
Circa 30-40 Rechtextreme haben die Scheiben des Alternativer Jugendclub AJUH eingeschlagen. Drei Jugendliche aus dem Jugendclub wurden verletzt, einer von ihnen musste wegen einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus. (Augenzeugenbereicht, 07.04.2007 >klick)

Potsdam: Angriff auf Potsdamer
Ein augenscheinlich der rechten Szene angehörender Mann schlug, bei einer Party im Waschhaus Potsdam, einen 21-jährigen Potsdamer ins Gesicht. Als dieser zu Boden ging, folgten weitere gezielte Schläge ins Gesicht. Der Betroffene musste sich u.a. wegen einem offenen Nasenbeinbruch in stationäre Behandlung begeben. Er hatte den Täter auf sein T-Shirt angesprochen, welches mit rechtsextremen Parolen und Symbolen bedruckt war. (ak antifa Potsdam, 09.04.2007; PNN, 07.04.2007, Ereignisdatum 05.04.2007 >klick)

Waldenburg: Straßenzug verunstaltet
Gegen 22.30 Uhr war am Mittwochabend (04.04.07) eine Gruppe junger Leute vom Spielplatz Am Parkweg aus durch die Stadt gezogen. Wie sich herausstellte, hatten die Unbekannten dabei auf dem Spielplatz an Spielgeräten und Schildern, auf einer Bank vor einem Haus, an der Muldenbrücke, an mehreren Containern und an einer Hausfassade auf der Straße Mittelstadt mit schwarzer Sprühfarbe Hakenkreuze und nazistische Parolen gesprüht. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 1000 Euro. ( Polizei Sachsen, 05.04.2007 >klick)

Prenzlau: Kameruner angegriffen
Ein aus Kamerun stammender 22-jähriger Flüchtling wurde vor einem Supermarkt von zwei Männern als „Neger“ beschimpft und mit der Faust ins Gesicht geschlagen. (ddp, 07.04.2007, Ereignisdatum 01.04.2007 >klick)


März 2007

Berlin: Schlägerei innerhalb der rechtsextremen Szene
Am 31.03. schlägt in Berlin-Friedrichshain ein dreißigjähriger Mann äußerst brutal mit einem Teleskopschlagstock auf einen fünf Jahre älteren Kontrahenten ein, der dabei schwer verletzt wird. Beide Beteiligten haben Kontakte zur rechtsextremen Szene. Die Polizei schließt einen politischen Hintergrund der Attacke nicht aus, der Staatsschutz ermittelt. (Pressemeldung der Berliner Polizei, 01.04.2007)

Berlin: 56-Jähriger aus Burundi erleidet Schädelbruch
In der Nacht zum 31.03.2007 wird der 56-jährige Evariste S. aus Burundi, der in Berlin-Spandau lebt, in der S-Bahn kurz vor Hennigsdorf von mehreren Personen zusammengeschlagen. Er sinkt auf dem S-Bahnhof Hennigsdorf am Tisch eines Backshops zusammen, dessen Personal ihn am Morgen findet. Im Krankenhaus wird ein Schädelbruch diagnostiziert (Tagesspiegel, 03.04.2007 >klick; Potsdamer Neueste Nachrichten, 11.04.2007 >klick)

 

 

Dresden: Container besprüht
Unbekannte besprühten einen Altkleidercontainer an der Lukasstraße mit einem Bildnis von Horst Wessel. (Er schrieb den Text zum Horst-Wessel-Lied, offizielle Parteihymne der NSDAP) (Polizei Sachsen, 27.03.2007 >klick)

Berlin: Antisemitische Schmierereien in Lichtenberg und Tempelhof
Gegen 15 Uhr bemerkten am 25.03. Anwohner gesprühte Nazisymbole und antisemitische Zeichen auf Häuserwänden in der Rheinsteinstraße in Lichtenberg. Gegen 17.50 Uhr entdeckten BVG-Mitarbeiter Hakenkreuzschmierereien auf dem U-Bahnhof Westphalweg (Tempelhof). Die Täter sind unbekannt. (Pressemeldung der der Berliner Polizei, 26.03.2007)

Gorgast: Geburtstagsparty überfallen
Am frühen Sonntagmorgen überfielen etwa 20 Personen, die augenscheinlich der rechten Szene zuzuordnen waren, eine Geburtstagsparty von vier Jugendlichen. Dabei rissen sie eine massive Holztür mitsamt Rahmen aus der Wand und warfen mit Flaschen. Mindestens zwei der Jugendlichen wurden verletzt, einer trug Rippenbrüche davon. Als die Polizei eintraf, hatten die Angreifer das Gelände schon verlassen. (MOZ, 29.03.2007, Ereignisdatum 25.03.2007 >klick)

Brandanschlag im Konflikt um Pankower Moschee
Auf der Pankower Baustelle der Berliner Ahmadiyya-Gemeinde wurde ein Brandanschlag auf einen Lkw verübt. (taz, 23.03.2007 >klick)

Stollberg: Gewalt gegen Gesang

Am 23. März gegen 16 Uhr wird ein 14-Jähriger von einem älterem, ganz offensichtlichen rechten Jugendlichen am Bahnhof bedroht und ihm wird die Halskette abgerissen, weil er beim Musikhören mitgesungen hatte. (Amal Sachsen >klick)

Neuruppin: Gastwirt verletzt
Gegen 19.00 Uhr versammelten sich drei Männer an einem Dönerladen, von denen einer gegen einen Tisch trat. Als der aus der Türkei stammende Imbissbesitzer die Männer zur Rede stellte, sagte ihm einer der Männer: »Ich bin Deutscher, ich mache, was ich will«. Bei der Auseinandersetzung wurde der Wirt mit einem Messer an der Stirn verletzt. (MAZ, 24.03.2007, Ereignisdatum 23.03.2007 >klick)

Neuruppin: Tätlichkeiten vor alternativem Wohnprojekt
Eine achtköpfige Gruppe dem Augenschein nach Rechtsextremer, unter ihnen eine Frau, versammelten sich am späten Nachmittag gegenüber eines alternativen Wohnprojektes. Auf seinem Nachhauseweg wurde ein Hausbewohner von zwei Männern aus dieser Gruppe auf den Kopf geschlagen. Eine Person, die ihm aus dem Haus zu Hilfe kam, wurde gewürgt. Die Täter versuchten anschließend die Haustür einzutreten und zeigten den Hitlergruß. (Inforiot, 23.03.2007, Ereignisdatum 23.03.2007 >klick)

Berlin-Lichtenberg: Alternatives Paar mit Flasche angegriffen
Zwei offenbar der linken Szene angehörende Personen - ein Mann und eine Frau - werden am 22.03. kurz vor Mitternacht in einer Straßenbahn in Höhe der Straße am Tierpark von einem 20-jährigen Mann zunächst beleidigt und mit Bier überschüttet. Als die beiden in den vorderen Teil der Straßenbahn wechseln, folgt der Betrunkene ihnen, tritt nach dem 26-Jährigen und schlägt ihm eine Flasche auf den Kopf. Der anschließend festgenommene Angreifer leistet in der Gefangenensammelstelle Widerstand und beleidigt die Beamten. (ReachOut Berlin, 22.03.2007 >klick)

Magdeburg: Jugenliche greifen Migranten an
Am frühen Sonntagmorgen, gegen 4.00 Uhr, wird eine Gruppe von fünf bis sechs Migranten vor dem Hauptbahnhof von mehreren Jugendlichen mit rechten Parolen beschimpft und angegriffen. Einer der Betroffenen wird geschlagen. Die informierte Polizei kann kurz darauf auf dem Magdeburger Ring sieben Tatverdächtige aus dem Landkreis Stendal in zwei Fahrzeugen stellen. Gegen die 19- bis 23- Jährigen wird wegen Körperverletzung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. (Polizeidirektion Magdeburg, 19.03.07, Ereignisdatum 18.03.2007 >klick)

Mittweida: Auseinandersetzung zwischen Linksautonomen und Rechtsradikalen
Bei einem Überfall mit Eisenstangen und Baseballschlägern sind Samstagnacht in Mittweida vier junge Leute im Alter zwischen 16 und 21 Jahren leicht verletzt worden. Die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge ging am Sonntag davon aus, dass es sich um eine Auseinandersetzung zwischen Linksautonomen und Jugendlichen aus dem rechten Lager handelte. Ein Teil der Angreifer sei vermummt gewesen und habe laut Zeugen einen Irokesenschnitt getragen. Bei der gewalttätigen Aktion wurden auch zwei Autos beschädigt. Die Polizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs. (Kooperationspartner/ LVZ-Online, 17.03.2007 >klick)

Wismar: Massive Angriffe auf Neonazi-Gegner
Am 17.03. überfallen fünf rechtsextreme Männer und einige Frauen einen Jugendklub in Wismar und stürmen ein Konzert. Drei Konzertbesucher müssen mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Am Tag darauf taucht eine 20 Mann starke Gruppe im etwa 20 Kilometer von Wismar gelegenen Neukloster auf. Die Neonazis traten mehrheitlich in schwarzer Montur auf und waren mit Baseballschlägern und Axtstielen bewaffnet. Sie zogen vor ein Haus und forderten einen 20-jährigen Bewohner auf, herauszukommen. Weil der Bedrohte im Haus blieb, schlug einer der Neonazis mit einem in Stacheldraht eingewickelten Schlagwerkzeug auf ein abgestelltes Auto ein, ein anderer schlug ein größeres Loch in die Hauswand. Gegen den Auto-Schläger wurde wegen schweren Landfriedensbruchs Haftbefehl erlassen; gegen ihn lag ein laufendes Bewährungsurteil vor. (redok, 14.04.2007 >klick)

Stollberg: Hakenkreuze gesprüht
Zwei jeweils 45 cm x 45 cm große gelbe Hakenkreuze und andere, nicht definierbare Schmierereien sprayten unbekannte Täter in der Nacht zum Samstag an einen Baum, eine Sitzbank, ein Geländer und auf Gehwegplatten im Walkteichgelände / Hartensteiner Straße. Auch an einem in der Nähe befindlichen Wohnhaus hinterließen die Täter einen Schriftzug mit gelber Farbe. (Polizei Sachsen, 16.03.2007 >klick)

Zeuthen: 18-Jähriger niedergeschlagen
In der S-Bahn von Königs Wusterhausen nach Zeuthen beschimpften vier Männer, die augenscheinlich der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, einen 18-Jährigen und seine Begleiterin. Auf dem S-Bahnhof Zeuthen schlugen die Täter auf den Mann ein, bis dieser am Boden lag. Es gelang dem Betroffenen und seiner Begleiterin, zur S-Bahn-Aufsicht zu fliehen. Die Angreifer entfernten sich daraufhin. (Internetwache, 19.03.2007, Ereignisdatum 16.03.2007 >klick)

Magdeburg: 47-Jähriger nach Angriff auf Kameruner verurteilt
Gegen 20.50 Uhr ist ein 33-jähriger Kameruner in der Straßenbahnlinie 6 Richtung Stadtzentrum unterwegs, als an der Haltestelle Damaschkeplatz zwei Männer einsteigen und ihn u.a. als „Nigger“ beschimpfen. Am Hasselbachplatz steigt der Betroffene aus, ebenso wie die beiden Männer, die den 33-Jährigen weiter rassistisch beleidigen. Schließlich wird der Kameruner von einem der Unbekannten mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die zwischenzeitlich alarmierte Polizei kann noch vor Ort zwei polizeibekannte 28- und 47-Jährige vorläufig festnehmen. Sie ermittelt in der Folge wegen Verdachts der Volksverhetzung, Beleidigung und Körperverletzung. In einem beschleunigten Verfahren wird der Angreifer, der 47-jährige Frank T., drei Tage später vom Amtsgericht Madeburg zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt. (Polizeidirektion Magdeburg, 14.03.07, Ereignisdatum 13.03.2007 >klick)

Wildau: 21-Jährige von Jugendlichen geschlagen
In der S-Bahn zwischen Königs Wusterhausen und Wildau wurde eine 21-jährige Frau von zwei Jugendlichen, die der rechten Szene zugeordnet werden, angegriffen. Zunächst provozierten die Männer die Frau verbal, danach schlugen sie ihr ins Gesicht. (MAZ, 15.03.2007, Ereignisdatum 14.03.2007 >klick)

Zittau: Mauer errichtet
Unbekannte errichten in der Nacht vor dem Hauptzugang zur Agentur für Arbeit eine ca. 1,5 Meter hohe und 3 Meter lange Mauer. Auf die 30 weißen Steine wird der Schriftzug "Ein neues System bietet neue Alternativen - Nationaler Sozialismus" geschrieben. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. (SäZ, 13.03.2007 >klick)

Ludwigsfelde: Angriff auf Mann aus Sierra Leone
In Ludwigsfelde ist ein 30-Jähriger aus Sierra Leone von zwei Männern als "Scheiß-Nigger" beschimpft, mit Bier übergossen und auf die Gleise gestoßen worden. Mittlerweile liegt ein Geständnis vor. (Berliner Zeitung 13.03.2007 >klick, Tagesspiegel, 12.03.2007 >klick)

Gotha: Zwei Jugendliche verletzt
Am Abend kam es vor dem Arnold-Gymnasium zu einem Übergriff auf zwei Jugendliche. Die Täter waren 8 Rechtsextreme, welche einem der Opfer die Nase brachen, dem anderen schwere Verletzungen an Bein/Fuß zufügten. (Augenzeugenbericht, 12.03.2007 >klick)

Berlin-Treptow: Jugendlicher aus der Bahn geworfen
Ein Jugendlicher wird am 11.03. gegen 6 Uhr am S-Bahnhof Treptower Park von zwei Männern mit zwei Tritten und einem Stoß aus der Bahn geworfen, nachdem er die beiden vorher aufgefordert hatte, ihre rassistischen Äußerungen zu unterlassen. (ReachOut Berlin, 11.03.2007 >klick)

Mittweida: Studentenwohnheim beschmiert
Im Eingangsbereich eines Studentenwohnheims "Am Schwanenteich" schmierten Unbekannte in der Nacht zum Sonntag mit Eddingstift verfassungswidrige Symbole. Dabei handelt es sich u.a. um ein Hakenkreuz und die Parole "Sieg Heil". (Polizei Sachsen, 11.03.2007 >klick)

Dahlwitz-Hoppegarten: Nach Disko rassistisch angegriffen
In der Nacht des 10.03. läuft ein 19-jähriger dunkelhäutiger Berliner von der Diskothek "Contrast" in Dahlwitz-Hoppegarten zur Bushaltestelle."Er sagte aus, dass sechs Meter von ihm entfernt eine Gruppe von Jugendlichen stand", sagte Polizeisprecher Thomas Wendland. Einige hätten ihn zunächst fremdenfeindlich beschimpft und dann mit Fäusten ins Gesicht geschlagen. "Er sagte aus, dass er noch getreten wurde, als er bereits am Boden lag", sagte Wendland. Das Opfer fuhr zurück nach Berlin und ging dann zu Arzt, der eine Schädelprellung und einen Nasenbeinbruch diagnostizierte. (Berliner Zeitung, 13.03.2007 >klick)

Magdeburg: Jugendliche Migranten attackiert, verfolgt und beleidigt
Am Freitagabend, gegen 18.00 Uhr, attackiert ein alkoholisierter 41-jähriger Deutscher einen irakischen Jugendlichen in einem Imbiss. Nach einer verbalen Auseinandersetzung schlägt der Mann den 17-Jährigen mit dem Ellenbogen ins Gesicht und zerreißt sein Sweatshirt. Dann verfolgt der Angreifer den Betroffenen und seinen Begleiter, einen 15-jährigen türkischen Jungen, mit einem PKW. Aus dem geöffneten Fenster beschimpft er die beiden mit ausländerfeindlichen Parolen. Kurz darauf stellt die Polizei den Mann in seinem Fahrzeug und nimmt ihn kurzzeitig in Gewahrsam. Es wird wegen Verdachts der Volksverhetzung, Körperverletzung und Trunkenheit im Verkehr ermittelt. (Polizeidirektion Magdeburg, 10.03.07, Ereignisdatum 09.03.2007 >klick)

Ludwigsfelde: 30-Jähriger auf Gleise gestoßen
Ein 30-jähriger Schwarzer wurde am Samstagmorgen am Bahnhof von fünf Männern im Alter von 19 bis 24 Jahren rassistisch beschimpft und mit Bier übergossen. Anschließend wurde der Mann aus Sierra Leone daran gehindert, in einen Zug einzusteigen. Nachdem der Zug den Bahnhof verlassen hatte, wurde das Opfer auf die Gleise gestoßen. Anschließend warf einer der Beteiligten eine Bierflasche nach dem Mann. Die Polizei nahm fünf Tatverdächtige fest. (TSP, 11.03.2007, Ereignisdatum 10.03.2007 >klick)

Cottbus: Alternativer Jugendlicher angegriffen
Im Puschkinpark wurde am Abend ein junger Punk angegriffen. Er hielt sich mit zwei Freunden im Pavillon auf, einem Treffpunkt für alternative Jugendliche. Gegen 22.00 Uhr kam eine Gruppe von ca. 10 rechten Jugendlichen hinzu, beschimpften die Punks u.a. als "Scheiß Zecken" und versuchte eine Auseinandersetzung zu provozieren. Als die Punks nicht auf Provokationen eingingen, schubste einer der Angreifer den Betroffenen den Hang hinunter und warf ihn zu Boden. Danach wurde er von zwei weiteren Personen geschlagen und getreten. Die Angreifer flohen, als eine unbeteiligte Zeugin hinzukam. (OPP, 08.03.2007 >klick)

Mittweida: „Dich kennen wir doch"

Ein junger Mann wird am 07.03. von mutmaßlichen Rechten verfolgt mit der Begründung: "Dich kennen wir doch." Einer der Täter versucht vergeblich, das Opfer mit einer Bierflasche zu schlagen, ein anderer tritt den jungen Mann vor das Schienbein. (Amal Sachsen >klick)

60 Grabsteine umgeworfen
Eine Schneise der Zerstörung zogen Friedhofsschänder über den alten jüdischen Friedhof im mittelfränkischen Diespeck (Kreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim). Mehr als 60 Grabsteine hatten die Täter umgeworfen, der größte Teil ist völlig zerstört. Heute wurden zwei jugendliche Neonazis gefasst; der ältere der beiden hat die Tat gestanden... (redok.de und hagalil.com, 07.03.2007 >klick)

Berlin-Lichtenberg: Türkischer Imbissbetreiber wiederholt bedroht
Der 37-jährige Betreiber eines türkischen Schnellrestaurants wird in der Nacht des 07.03. von zwei Männern und einer Frau um die 40, die sich vor dem Imbiss aufhalten, rassistisch beleidigt. Als der Besitzer darauf reagiert, betritt ein Mann das Geschäft und beschimpft sowohl Gäste als auch den Wirt mit den Worten: „Scheiß Polen, Scheiß Türken“, „Heil Hitler“, „Kanaken“. Er wird aufgefordert, das Lokal zu verlassen, kommt aber wieder rein und belästigt und bedroht die Gäste erneut. Der Imbissbesitzer ruft die Polizei, die den 47-Jährigen vorläufig festnimmt und eine Anzeige wegen Beleidigung aufnimmt. An dem Imbissstand fanden bereits mehrfach Beleidigungen und rassistische Angriffe statt, so am 9. und 15. September, sowie am 8. Dezember 2006. (ReachOut Berlin 07.03.2007 >klick)

Rassistischer Übergriff auf Italiener in Berlin
Zwei 21 und zwei 26 Jahre alte Italiener wurde heute früh Opfer eines fremdenfeindlichen Angriffs in Berlin-Lichtenberg. Die drei Touristen, die einen 21-jährigen in Berlin lebenden Landsmann besuchten, wurden gegen 5 Uhr 20 beim Verlassen des U-Bahnhofs Tierpark an einer Straßenbahnhaltestelle von sechs bis acht offensichtlich "rechten" deutschen, etwa 20 Jahre alten Männern fremdenfeindlich angepöbelt und geschlagen. Dabei erlitten zwei der Angegriffenen leichte Verletzungen, die aber nicht ärztlich behandelt werden mussten. Einem Dritten wurde eine Bierflasche in den Rücken geworfen, blieb aber Dank seiner dicken Winterjacke unverletzt. Nach der Tat flüchteten die Angreifer. (hagali.com, 06.03.2007 >klick)

Mittweida: Gründer der „Bündnisses gegen Rechts" bedroht

Nach der Gründungssitzung des Bündnisses gegen Rechts am 06.03.2007 in Mittweida bedrohen mehrere Rechte TeilnehmerInnen der Veranstaltung. Die TeilnehmerInnen (meist „ältere" Leute und drei Jugendliche) waren auf dem Weg zu ihrem abgestellten PKW in Nähe einer Pizzeria. Plötzlich schoss ein Auto um die Ecke, die Personen mussten zur Seite springen. Dann stoppte der Wagen, ein sichtlich betrunkener junger Mann und ein Komplize stiegen aus. Sie versuchten, die Jugendlichen anzugreifen, die sofort flüchteten. Ihre Begleitpersonen waren geschockt. Eine Frau rannte hinter den Nazis her, eine andere rief: „Wir holen jetzt die Polizei!". Daraufhin bewegten sich die Nazis zurück ins Auto, welches eine junge Frau fuhr. Ein nicht-rechter Mann aus der Bündnis-Gruppe verwickelte einen der Angreifer in ein Gespräch, worauf der Nazi wieder aussteigen wollte. Doch die Fahrerin gab glücklicher Weise Gas, schrie aber noch: „Ihr roten Schweine!". Mutmaßlich suchten die Nazis an diesem Abend gezielt nach Opfern. (Amal Sachsen >klick)

Angriff auf Schwarzen in Berlin
Der 46-jährige Mann aus Uganda saß kurz vor 6 Uhr in der U-Bahn der Linie 8 zwischen den Stationen Gesundbrunnen und Pankstraße im Wedding, als sich drei Männer zu ihm setzten, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Während einer der Täter ihn beschimpfte, riss ihm ein anderer seinen Rucksack von der Schulter. Die beiden Männer stiegen am U-Bahnhof Pankstraße aus und entkamen unerkannt. Der Beraubte blieb unverletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt (Berliner Zeitung, 03.03.2007 >klick)

Berlin-Pankow: Linke Jugendliche von Nazi-Gruppe attackiert
Mehrere linke Jugendliche werden gegen Abend im Thälmann-Park aus einer Gruppe von 10-15 Nazis angegriffen.(ReachOut Berlin >klick)


Februar 2007

Antisemitischer Eklat an Berliner Polizeischule
Eine ganze Klasse angehender Polizisten soll in einer obligatorischen Unterrichtseinheit über die Zeit des nationalsozialistischen Regimes gegenüber dem Holocaust-Überlebenden und Referenten Isaak Behar (83) nach Informationen der Berliner Zeitung erklärt haben, sie wolle nicht dauernd an den Holocaust erinnert werden. Zudem sollen Äußerungen gefallen sein, dass Juden reiche Leute seien. Der Vorfall hat sich bereits am 27. Februar zugetragen und ist nur durch Zufall Ende vergangener Woche Polizeipräsident Dieter Glietsch bekannt geworden. Dieser reagierte sofort und wies seine engsten Mitarbeiter an, die Vorwürfe unverzüglich zu prüfen. (Berliner Zeitung, 22.03.2007 >klick )

In Berlin mit Baseballschläger bedroht
Am Berliner S-Bahnhof Wedding sind am Abend des 27.02. drei Männer festgenommenen worden, nachdem sie lautstark rechtsradikale Parolen gegrölt hatten. Einen Passanten, der sie daraufhin ansprach, bedrohten die 18-, 19- und 29-jährigen Männer mit einem Baseballschläger. (Berliner Morgenpost, 01.03.2007 >klick)

Hakenkreuze am jüdischen Kindergarten
Erneut sind in Berlin antisemitische Zwischenfälle bekannt geworden: Während der Ermittlungen zu einem Zwischenfall in der Kindertagesstätte der Jüdischen Gemeinde am Spandauer Damm in Charlottenburg entdeckten eingesetzte Polizeibeamte am Sonntag gegen 15 Uhr Nazisymbole an den Wänden einer frei zugänglichen Galerie im Ruhwaldpark an der selben Straße. "Dort waren Hakenkreuze, SS-Runen und antisemitische Sprüche angeschmiert worden", berichtet ein Beamter. Auch an der Kita waren am Sonntag Hakenkreuze und antisemitische Parolen entdeckt worden. In ein zerstörtes Fenster war eine Rauchbombe geworfen worden, die aber keinen größeren Schaden verursachte. Nun wird erneut der Polizeischutz verstärkt.(berliner-morgenpost.de, 27.02.2007 >klick)

Magdeburg: Rechte jagen Linke
Auf dem Hauptbahnhof Magdeburg traf am 24.02. eine Gruppe von rund 30 Rechtsextremen, die auf dem Rückweg von einer Demonstration waren, auf eine Gruppe von etwa 10 Linken. Nach einer verbalen Auseinandersetzung und Flaschenwürfen flüchteten die Alternativen in ein Einkaufszentrum, die Neonazis verfolgten sie. Ein Rechter schlug einen 15-jährigen Jugendlichen. (Mobile Opferberatung >klick)

Schlangen: Hakenkreuze auf jüdischem Friedhof

Mitarbeiter des Gartenamtes in Schlangen (Nordrhein-Westfalen) entdeckten am 22. Februar auf dem jüdischen Friedhof zwei Hakenkreuze, die auf die Grabsteine aufgemalt waren. Der Polizeiliche Staatsschutz Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Detmold vermuten, dass die Grabsteine bereits in der Nacht vom 2. auf den 3. Februar von drei Männern beschmiert worden seien, die kurz zuvor bereits die Fassade einer Schule in Schlangen mit antisemitischen Sprüchen und eine Kirche mit dem Schriftzug »Odin statt Jesus« beschmiert haben sollen. (Jungle World, 07.03.2007 >klick)

Krefeld: Angriff auf Afrikaner
Ein 21-jähriger Krefelder und seine 18-jährige Begleiterin haben am 22. Februar in einer Straßenbahn einen Schwarzafrikaner mit einer Flasche geschlagen und schwer verletzt. Beide hatten an der NPD-Demo teilgenommen. Eine Mann und eine junge Frau aus dem rechtsradikalen Milieu haben am Donnerstagabend einen Schwarzafrikaner mit einer Flasche geschlagen und schwer am Kopf verletzt. Der 29-Jährige befindet sich noch im Krankenhaus. Die Angreifer sind dem Staatsschutz bekannt, sie nahmen an der NPD-Demo am 13. Februar in Krefeld teil. (rp-online, 24.02.2007 >klick)

 

Gotha: Rechtsextreme greifen Schülerkonzert-Besucher an
In der Stadthalle Gotha findet am 23.02. des Konzert "Pennäler rocken" mit rund 1.300 jugendlichen Besuchern statt. Vor der Stadthalle versammeln sich 10 bis 15 Rechtsextreme . Es kommt zu Pöbeleien, Handgreiflichkeiten und Schlägen gegen Konzertbesucher. Direkt vor der Tür wird ein Konzertbesucher von weiteren 30 Rechtsextremen angegriffen. Die herbeigerufene Polizei erteilt Platzverweise. (mobit >klick)

Dortmund: Somalier beleidigt und geschlagen

Am 19.02. beleidigten in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) zwei Betrunkene einen 43-jährigen Somalier mit ausländerfeindlichen Sprüchen und schlugen auf ihn ein. Nach Angaben der Polizei wurde der Mann dabei leicht verletzt. Die Täter konnten festgenommen werden. (Jungle World, 28.02.2007 >klick)

Wieder rassistischer Überfall in Potsdam
"Wieder soll in Potsdam ein dunkelhäutiger Deutscher angegriffen und verletzt worden sein. Die Staatsanwaltschaft schließt einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus. Nach ihren Angaben sollen vier Männer in der Nacht zu Sonnabend eine Gruppe von linksgerichteten Jugendlichen attackiert haben, zu der auch der dunkelhäutige 22-Jährige gehörte. Die Angreifer sollen ihn als „Scheiß Nigger“ beschimpft, mit Füßen getreten und zu Boden gedrückt haben. Der Potsdamer Polizeipräsident Bruno Küpper sieht keine Parallelen zum Fall des Ostern 2006 schwer verletzten Ermyas M., der gerade vor dem Potsdamer Landgericht verhandelt wird. Dem Tagesspiegel sagte Küpper gestern aber auch: „Wer das Wort ,Nigger’ gebraucht, der setzt jemanden wegen seiner Hautfarbe herab. Das ist rassistisch, ganz klar...“ (aus: Tagesspiegel 20.02.2007 >klick)

Plauen: Schwer verletzt, weil er keine Zigaretten hatte
Mutmaßlich Rechtsextreme überfallen am Abend des 18.02. in der Innenstadt von Plauen einen 41-jährigen Mann und verletzen ihn. Zeugenaussagen zufolge sollen die zwei Schläger Springerstiefel, Bomberjacken und kurzgeschorene Haare getragen haben. Das Opfer liegt schwer verletzt im Krankenhaus, erst einen Tag nach der Tat kehrte seine Erinnerung zurück. Die Täter hatten ihn nach Zigaretten gefragt. Weil er ihnen keine geben konnte, schlugen sie ihn zu Boden. Sie zerrten ihn die Böschung neben dem Theatercafé hinunter und prügelten weiter auf ihn ein, obwohl er bereits bewusstlos war. Offenbar stahlen sie dann dem Opfer noch die schwarze Winterjacke, silberne Fingerringe, die Baseball-Mütze und das Handy. (Amal Sachsen >klick)

Gefährliche Körperverletzung in Zittau
Zu einem Vorfall mit offensichtlich verfassungsfeindlichem Hintergrund kam es in der Nacht zum Sonntag kurz vor 1.30 Uhr am Mandauer Berg. Als aus einer Gruppe „Sieg Heil“ gerufen wurde, fragten zwei entgegenkommende junge Männer, was das solle. Daraufhin wurden sie von drei Tatverdächtigen getreten. Diese konnten durch eine sofort eingeleitete Fahndung von Beamten des Polizeireviers Zittau gestellt werden. (aktion Zivilcourage, 12.02.2007 >klick)

Rochlitz, Zittau: Anti-Nazi-Aktivisten zusammengeschlagen
In der Nacht des 11.02. wird eine junge Frau in Nähe des Kulturhauses in Rochlitz aus einem Auto heraus von zwei Rechten zunächst als „Zecke" beschimpft. Dann packt der Beifahrer die Frau und droht ihr, dass sie den N. (bekannter Neonazi) in Ruhe lassen sollen, sonst passiere etwas. Ihr wird daraufhin mit der Faust in den Bauch geschlagen. Danach verschwinden die beiden. Die junge Frau erstattet Anzeige. Ebenfalls am 11.02. werden in Zittau zwei Männer werden aus einer Gruppe angegriffen, aus der zuvor "Sieg Heil"-Rufe laut wurden. (Amal Sachsen >klick)
Vermummte überfielen Café Courage in Döbeln
Kurz nach dem Ende einer Comedy-Veranstaltung drangen am Sonnabend, den 10.02. Vermummte, vermutlich Rechtsradikale, in das Café Courage ein. Die Eindringlinge sollen laut einer Mitteilung der Antifaschistischen Recherchegruppe (ARG) brutal vorgegangen sein. Sie hätten die Einrichtung demoliert, seien mit Flaschen und Holzknüppeln zugange gewesen. (zivilcourage-pirna, 14.2. >klick, Döbelner Anzeiger, 12.02.2007)

25 Rechte Jugendliche störten Theaterpremiere in Freital
Es war eine viertel Stunde nach Beginn der Vorstellung. Da erkletterte eine Handvoll Zuschauer ihre Sitzbank und entrollte ein weißes Laken mit der Aufschrift „Ihr Heuchler“. Auf dem Spielplan hatte die Premiere des Stücks „Hass im Herzen“ der Freitaler Spielbühne gestanden. Erzählt wird die Geschichte eines Sechzehnjährigen, der sich einer Skinhead-Clique anschließt, später jedoch aussteigen will. Am Sonnabend hatte das Schauspiel im Domizil des Sozialvereins Biotec in Freital-Potschappel Premiere... (aus der Sächsischen Zeitung vom 12.2.2007)

Haldensleben: Rechte greifen Party an

Am 11. Februar versucht sich eine Gruppe Rechter Zutritt zu einer privaten Feier in Haldensleben-Althaldensleben (ugs. "Olln") zu verschaffen. Die Rechten bedrohen und beleidigen Partygäste und fordern sie auf, Kleidung mit Symbolen gegen Nazis auszuziehen. Zwei nichtrechte Jugendliche werden ins Gesicht geschlagen und an Wange und Nase verletzt. Später in der Nacht treffen sieben nichtrechte Jugendliche, als sie die Party verlassen, drei bis vier Personen aus der rechtsextremen Gruppe. Die Nichtrechten werden gestoßen, geschlagen und getreten. Die Angreifer grölen "Olln ist arische Zone". Erst das Eintreffen der Polizei beendet den Angriff. (Mobile Opferberatung >klick)

Zwickau: Junger Mann aus Pakistan am Auge verletzt
Eine Gruppe Ausländer ist am Samstagabend (10.2.) in Zwickau (Sachsen) angegriffen worden. Dabei wurde ein 24 Jahre alter Pakistaner am Auge leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Täter sollen fünf stark alkoholisierte Menschen gewesen sein, die die Polizei der rechten Szene zuordnete.(FR vom 21.2. >klick und (>klick)

Triebel: Zirkusfamilie erneut bedroht – und erneut nicht ernst genommen

Gegen 16 Uhr wird am 10. Februar eine bereits mehrfach von rechten Jugendlichen bedrohte Zirkusfamilie (mut berichtete >klick) wiederholt von zwei bekannten Rechten angepöbelt ("Verschwindet hier!") und mit einem waffenähnlichen Gegenstand bedroht. Die Bedrohung geschieht aus einem Auto heraus und ist gegen Herrn Q. und dessen Sohn M. gerichtet. Tatverdächtigt sind der bereits einschlägig bekannte Marcel N. und ein David W.. Zeugen beobachteten den Vorfall. Telefonisch wird die Polizei in Oelsnitz benachrichtigt, wobei der Beamte jedoch anfangs abwiegelt und die Anzeige nicht entgegen nehmen will. Nur mit Hinweis auf die Benachrichtigung der Öffentlichkeit über AMAL nimmt er die Sache ernst und zumindest telefonisch Anzeige auf. Die Polizei kommt an diesem Abend nicht zur Familie, um den Fall näher zu betrachten oder evtl. die Anzeige vor Ort aufzunehmen. Nach den bisherigen Erfahrungen bei der Anzeigenerstattung ähnlicher Vorfälle entsteht mittlerweile der Eindruck, dass die Familie im Polizeirevier Oelsnitz nicht ernst genommen wird und sie immer wieder "kämpfen" muss, dass sie Gehör finden und ihre Anzeigen aufgenommen werden. (Amal Sachsen >klick)

Görlitz: Antisemitische Schmiererei auf Mahnmal

Am Mahnmal für die Opfer des Faschismus am Wilhelmsplatz in Görlitz wird am 10. Februar 2007 eine antisemitische Schmiererei entdeckt. Unbekannte besprühten den Gedenkstein mit einem etwa 40 cm großen silbrig-weißen Schriftzug "Judenscheiß raus". Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Am gleichen Tag wird ein 80 x 80 cm großes Hakenkreuz entdeckt, dass auf eine Garage gesprüht wurde. (Amal Sachsen >klick)

Rochlitz: Jugendliche verletzt
In der Nacht zum 10.02.2007 gegen 01.45 Uhr werden drei alternative Jugendliche (16,17 und 21 Jahre), die in Rochlitz über den Markt in Richtung Burgstraße liefen, von mehreren mutmaßlichen Rechten verbal attackiert und dann zusammengeschlagen. Die Schläger flüchten mit zwei Pkw unbekannten Typs. Der 16-Jährige und der 21-Jährige werden verletzt und müssen ambulant behandelt werden. (Amal Sachsen >klick)

Schwere Randale nach Spiel in Leipzig
Erschreckende Szenen, Schüsse und viele Verletzte: Nach dem mehrfach unterbrochenen Fußball-Pokalspiel des Bezirksligisten 1. FC Lok Leipzig gegen den Landesligisten Ergebirge Aue II (0:3) griffen gewaltbereite Anhänger des Gastgeber-Teams beim Abmarsch in Stadionnähe die Polizisten an. 800 Chaoten stürmten auf die Sicherheitskräfte los, warfen gezielt mit Pflastersteinen oder Betonteilen. Insgesamt wurden 36 Polizisten sowie sechs Zivilpersonen verletzt und 21 Fahrzeuge beschädigt. Ein Zivilbeamter musste in akuter Notlage sogar einen Warnschuss abgeben. Die Polizei wehrte sich mit Schlagstöcken und Pfefferspray, nahm bisher fünf Gewalttäter vorläufig fest. (zdf.de, 11.02.2007 >klick).
Das Amtsgericht Kaiserslautern unterdessen hat einen Fan des Karlsruher SC wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu einer dreimonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Der Student aus Heilbronn hatte sich Ende Januar an Ausschreitungen beim Derby gegen den 1.FCK beteiligt. Außerdem muss der 23-Jährige 150 Sozialstunden leisten. Der KSC-Fan hat zugegeben, vor dem Spiel des 1. FC Kaiserslautern gegen den KSC am 29. Januar einen Leuchtkörper in eine Gruppe von FCK-Fans geworfen zu haben. (wdr.de, 09.02.2007 >klick)

Nordhausen: Wohnaus des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde beschmiert
Unbekannte beschmierten in Nordhausen (Thüringen) das Wohnhaus des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde mit NS-Symbolen. Wie die Polizei mitteilte, sei die Tat zwischen dem 9. und 13. Februar begangen worden. Die Täter sprühten den Spruch »Juden raus« und NS-Runen an die Hauswand. Der Polizei ist noch unklar, ob das Haus gezielt ausgesucht wurde. In dem Viertel seien des öfteren ähnliche Schmierereien an anderen Gebäuden entdeckt worden. (Jungle World, 28.02.2007 >klick)

Darmstadt-Dieburg: Mann terrorisiert drei Jahre lang jüdisches Ehepaar

Ein 44jähriger Mann aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg (Hessen) terrorisierte drei Jahre lang ein jüdisches Ehepaar. Jetzt gestand der Täter, das Paar in Briefen beleidigt, sein Eigentum zerstört und ihm pornografisches Material geschickt zu haben. Die Polizei in Südhessen spricht von 29 antisemitischen Straftaten. Die Sendungen waren zudem mit NS-Symbolen und rechtsextremen Parolen versehen. Der Mann, ein Familienvater, gab weiterhin zu, viermal auf dem jüdischen Friedhof in Alsbach Hakenkreuze geschmiert zu haben. Die Polizei nahm ihn fest. In seiner Wohnung fanden Beamte Beweismittel. (Jungle World, 14.02.2007 >klick)

Berlin-Friedrichshain: Unter "Sieg-Heil!"-Rufen angegriffen
Eine Gruppe Linker wird in der Modersohnstraße von etwa zehn Personen, die der Kameradschaft Friedrichshain zuzurechnen sind, bedroht und unter „Sieg Heil!“-Rufen beworfen. (ReachOut Berlin >klick)

Punker in Bitterfeld verprügelt
Ein 18-jähriger Punker ist in Bitterfeld von zwei Männern zusammengeschlagen worden. Die 24 und 26 Jahre alten Männer sollen den Punker am Montagabend am Bitterfelder Bahnhof zuerst beleidigt, dann geschlagen und getreten haben, teilte die Polizei heute mit. Das Opfer wurde im Gesicht verletzt und musste ambulant behandelt werden. Mehrere Passanten seien dem Jugendlichen zu Hilfe gekommen und hätten die Polizei alarmiert. Die Tatverdächtigen, die vermutlich aus der rechten Szene stammen, wurden kurze Zeit später gestellt. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt gegen die beiden wegen gefährlicher Körperverletzung. Sie befinden sich auf freiem Fuß. (e.110.de, 06.02.2007 >klick)

Thümmlitzwalde: Gegen Rechts engagierter Politiker angegriffen

In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend, den 03.02., wird bei einem mutmaßlich von Rechtsextremen begangenem Anschlag der Hausgiebel des Wohnhauses eines engagierten Kommunalpolitikers mit sechs Plastiktüten, die mit einem Öl-, Diesel- und Benzin-Gemisch gefüllt waren, beworfen. Dadurch werden ca. 40m² weißer Putz beschädigt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Vermutlich sind es die ersten Ansätze der Umsetzung eines Aufrufes der rechten Szene der Gemeinde und der Umgebung, welcher Ende November in Dürrweitzschen mit dem Aufruf „Kein Raum für Jugendliche? - Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!" verteilt wurde. In diesem Aufruf wird der bekannte Politiker neben dem Mobilen Beratungsteam für den Regierungbezirk Leipzig u.a. als Nestbeschmutzer bezeichnet und ihnen gedroht: "...so darf man sich nicht wundern wenn diese [Anm. "nationale" Jugendliche] es ihm gleichtun und ebenfalls andere Wege suchen, um auf Probleme aufmerksam zu machen." Unterschrieben war der Aufruf mit "Nationale Sozialisten". In der Gemeinde wurde im vergangenen Jahr ein Jugendklub geschlossen, weil er sich immer mehr zu einem Treffpunkt der regionalen rechten Szene etablierte. (Amal Sachsen >klick)

Bautzen: Schülerin auf Schulhof rassistisch bedroht
Eine 17-jährige Schülerin wird am 01.02. auf dem Schulhof als "kleine dreckige Sorbenschlampe" beschimpft. Die beiden jugendlichen Täter drohen ihr: "Vor über 60 Jahren hätte man dich ins KZ gesteckt und vergast." (Amal Sachsen >klick)


Januar 2007

Diespeck: Jüdischer Friedhof verwüstet
Wie am 4. März bekannt wurde, verwüsteten unbekannte Täter Ende Januar, Anfang Februar den jüdischen Friedhof bei Diespeck (Bayern). Nach Angaben der Polizei wurden etwa 60 zum Teil Jahrhunderte alte Grabsteine umgeworfen und zerstört. Außerdem wurden auf dem Friedhof elf Gedenksteine umgestoßen, die an Soldaten jüdischen Glaubens erinnern, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Die Täter hinterließen keine Schmie­rereien. Deshalb hält die Polizei als Motiv auch Vandalismus für möglich. (Jungle World, 14.03.2007 >klick)

Berlin-Pankow: Neonazis pöbeln, Opfer flüchtet
Gegen 19:00 Uhr wird am 31. Januar am Antonplatz ein Mensch mit dunkler Hauptfarbe von zwei Neonazis angepöbelt und bedroht, er kann sich jedoch in die Straßenbahn retten. (ReachOut Berlin >klick)

Berlin-Lichtenberg: 16-Jähriger verletzt
Ein 16-jähriger Jugendlicher wird am 27. Januar um 4 Uhr morgens in der Falkenberger Straße in Hohenschönhausen von vier Angreifern verletzt. Er wird auf den Hinterkopf geschlagen und erhält einen Kniestoß ins Gesicht, woraufhin er einen Nasenbeinbruch erleidet und ein Stück seines Schneidezahns absplittert. Er wird im Krankenhaus behandelt. Die Angreifer tragen Springerstiefel, einer von ihnen Glatze. (ReachOut Berlin >klick)

Berlin-Erkner: Neonazi-Gegner angegriffen
In einem Zug wird am 27. Januar eine Gruppe Linker, die von einer Gegenveranstaltung zu einem Naziaufmarsch aus Frankfurt/Oder zurückkommt, von vier bis fünf Nazis bedroht und angegriffen. Eine Fahne wird ihnen gestohlen und sie werden getreten. (ReachOut Berlin >klick)

Berlin-Prenzlauer Berg: Wirt als "Neger" beschimpft
Der Wirt eines Lokals in der Kastanienallee wird gegen drei Uhr morgens von einem Gast rassistisch beleidigt, weitere Gäste werden angepöbelt. Als der Wirt ihn aus der Kneipe weisen will, kommt es zu einer Rangelei und er erhält einen Faustschlag ins Gesicht und wird als „Neger“ beschimpft. Die alarmierte Polizei nimmt Anzeigen gegen beide Beteiligten auf: gegen den Gast wegen Hausfriedensbruch und Beleidigung, gegen den Wirt wird wegen Körperverletzung ermittelt. (ReachOut Berlin >klick)

Berlin: Drei rechte Jugendliche nach Angriff auf 18-Jährigen festgenommen
Nach einer Attacke auf einen 18-Jährigen sind drei Jugendliche aus der rechten Szene in Lichtenberg festgenommen worden. Sie hätten den 18-Jährigen an einer Straßenbahnhaltestelle als «Zecke» beschimpft, ihn getreten und geschlagen, sagte ein Polizeisprecher heute. Als die Tram einfuhr, stiegen sowohl das Opfer als auch die Täter im Alter von 17 und 18 Jahren in die Bahn ein. Die Angreifer ließen erst von dem 18-Jährigen ab, als drei Mitfahrer die Polizei alarmierten und sich vor das Opfer stellten. Der 18-Jährige musste ambulant behandelt werden. (e.110.de, 22.01.2007 >klick)

Glauchau: Couragierter Jugendlicher verletzt

An einem der Abende zwischen dem 25. und 27.01 2007 wird ein 17-Jähriger in Glauchau von zwei mutmaßlich Rechten geschlagen und verletzt. Er erleidet Prellungen und muss stationär behandelt werden. Der junge Mann wollte einem Bekannten helfen, der ebenfalls von den beiden und einem weiteren Rechten geschlagen wurde. Laut Aussagen seiner Mutter lachte ihn ein Polizeibeamter, bei dem er Anzeige erstattete, zuerst aus und meinte, er sei ja betrunken. (Amal Sachsen >klick)

Berlin-Pankow: 18-jähriger Linkspartei-Politiker verletzt
Gegen drei Uhr morgens wird am 21. Januar ein 18-jähriger Lichtenberger Linkspartei-Politiker an einer Straßenbahnhaltestelle in der Dietzgenstraße von drei Neonazis angegriffen und verletzt. Ein 30-jähriger Angreifer schlägt ihm ins Gesicht. Das Opfer wehrt sich mit Pfefferspray und flieht mit seinen drei Bekannten, nachdem er zu Boden geprügelt worden war. Die Haltestelle befindet sich in der Nähe der Kneipe "Spasseck". Die an dem Angriff beteiligten Neonazis verfolgen ihn und zerstören die Glasscheibe einer Haustür, in die er flüchtet. Anschließend begeben sie sich ins "Spasseck" bzw. in mehrere nahegelegene Wohnungen. Erst im November vergangenen Jahres war der Politiker in Lichtenberg von Neonazis attackiert worden. (ReachOut Berlin >klick)

Bitterfeld: Angriff in der Bahnhofsvorhalle
Am 21.01. werden gegen 6 Uhr morgens drei Personen nach einem Konzertbesuch in der Bahnhofsvorhalle von drei augenscheinlich Rechten angegriffen. Die Angreifer beleidigen ihre Opfer und schlagen und treten auf sie ein. (Mobile Opferberatung >klick)

Berlin-Hohenschönhausen: Vor Supermarkt mit Flaschen beworfen
Zwei alternative Jugendliche werden am 20. Januar vor einem Supermarkt an der Falkenberger Chaussee Ecke Prendener Straße gegen 16 Uhr von zwei Neonazis mit Flaschen beworfen. Die Nazigruppe wächst auf vier Leute an und die Jugendlichen werden angepöbelt und geschlagen. Die Täter fliehen anschließend in eine nahegelegene Kneipe.(ReachOut Berlin >klick)

Roßlau: Zwei Übergriffe in einer Nacht
In der Nacht des 20.01. werden in Roßlau erst fünf Jugendliche und später zwei alternative Männer von Rechtsextremen angegriffen. (Mobile Opferberatung >klick)

Dessau: Zwei Jugendliche und ihr Auto attackiert

Am 20.01. kurz vor Mitternacht werden in Dessau zwei alternative Jugendliche beim Verlassen der Gaststätte "Alpha" ohne Vorwarnung von einer etwa zehnköpfigen Gruppe Rechter beschimpft und attackiert. Ein Opfer wird sofort zu Boden gerissen und ins Gesicht getreten, das andere geschlagen. Dann gelingt es den Opfern, in ihr Auto zu fliehen. Die Rechten verfolgen sie, versuchen sie aus dem Wagen zu zerren und treten auf das Auto ein, als ihnen das nicht gelingt. Erheblicher Sachschaden entsteht. Der eine angegriffene Jugendliche erleidet eine Platzwunde über dem rechten Auge, der andere Hämatome im Gesichtsbereich. (Mobile Opferberatung >klick)

Altenburg: Berufsschüler rechte Symbole in Arm geritzt
An einer Berufsschule im ostthüringischen Altenburg ist ein 17-Jähriger von vier mutmaßlichen Rechtsextremisten zusammengeschlagen worden. Anschließend hätten zwei der Tatverdächtigen dem Opfer mit einer Reißnadel verfassungsfeindliche Symbole in beide Unterarme geritzt, teilte die Polizei am Freitag in Altenburg mit. (epd, Berliner Zeitung, 20.01.2007 >klick)

Roßlau: Schneidezahn abgebrochen

In Roßlau werden am 19.01. gegen 23.15 Uhr fünf alternative Jugendliche (17-19 Jahre alt) aus einer Gruppe von acht Rechtsextremen heraus verprügelt. Die Täter hören selbst dann nicht auf, als Jugendliche bereits am Boden liegen. Ein Jugendicher verliert einen Schneidezahn, die anderen erleiden u.a. Blutergüsse, Schürfwunden, Prellungen und Hämatome im Gesichtsbereich. Die Angreifer entfernen sich zunächst vom Tatort. Dann kehren zwei zurück und skandieren "Sieg Heil".(Mobile Opferberatung >klick)

Aufmarsch von Rechtsextremisten vor dem Haus des Magdeburger Oberbürgermeisters
Ein Aufmarsch von gut zwei Dutzend Anhängern der rechten Szene vor dem Privathaus von Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) sorgt in der Landeshauptstadt für Empörung. Das Stadtoberhaupt verurteilte die «Verunglimpfung» seiner Person. Kommunal- und Landespolitiker beklagten eine neuerliche Eskalation rechtsextremistischer Provokationen. Auch die Polizei zeigte sich besorgt. Der Aufmarsch beweise erneut, dass die Aktivitäten der rechten Szene auch in der Landeshauptstadt zunähmen. 23 Personen hatten am Dienstagabend vor Trümpers Haus gegen die Entfernung eines Kranzes auf dem Westfriedhof zum Gedenken an die Opfer eines alliierten Bombenangriffs auf Magdeburg am 16. Januar 1945 protestiert. Mit provokanten Plakaten und beleidigenden Parolen wandten sie sich laut Polizei gegen die Anordnung des Stadtoberhaupts, den Kranz der rechten Gruppierung «Initiative gegen das Vergessen» zu entfernen. Die Polizei erteilte den Demonstranten Platzverweise und löste die Versammlung auf. Die Plakate mit Schriftzügen wie «Wollt Ihr uns schikanieren, lehren wir Euch Manieren» oder «Jedes System kann man abschalten» wurden konfisziert. Trümper sagte, seine Privatsphäre sei in unverschämter Weise verletzt worden, um politische Botschaften zu verkünden. Gleichzeitig wolle er sich von den Anfeindungen nicht einschüchtern lassen. «Als Oberbürgermeister werde ich das gewaltfreie Magdeburger Bündnis gegen Rechts weiterhin unterstützen», betonte der SPD-Politiker. Die Innenpolitikerin der Linksfraktion im Landtag, Gudrun Tiedge, sagte, mit den persönlichen Einschüchterungsversuchen gegen den Oberbürgermeister habe die Dreistigkeit der Rechten einen neuen Höhepunkt erreicht. Auch CDU-Fraktionschef Jürgen Scharf sprach von einer «neuen Qualität» der Anfeindungen, wenn nun schon vor Privathäuser von Politikern gezogen werde. Der SPD-Chef im Magdeburger Stadtrat, Rainer Löhr, nannte es «kriminell», den Oberbürgermeister in seinem Privathaus zu belagern. (dp auf e110.de 18.01.2007 >klick)

Schwarzenberg: 17-Jähriger unvermittelt auf offener Straße geschlagen
Ein 17 - Jähriger wurde am 16.01 auf offener Straße von zwei ebenfalls 17- Jährigen unvermittelt ins Gesicht geschlagen. Er musste sich in ärztliche Behandlung geben. Der Täter wurde wie folgt beschrieben : 182 cm groß, kräftige Gestalt, sehr kurzes Haar und Bomberjacke. (Amal Sachsen >klick)

Erfurt: Jugendlicher vor Klinikum zusammengeschlagen

Am 13.01. wird ein alternativ aussehender Jugendlicher an der Straßenbahnhaltestelle Klinikum von einem Rechtsextremen zweimal brutal ins Gesicht geschlagen. Der Täter trug eine Jacke der Marke "Thor Steinar", die bei Rechtsextremen äußerst beliebt ist. (mobit >klick)

Siegen: Gefälschte Briefe fordern Ausländer zur Ausreise auf
In Siegen lebende Ausländer haben offiziell aussehende Brief bekommen, in denen sie zur baldigen Ausreise aufgefordert werden. Der Staatsschutz ermittelt.Die Empfänger wurden nach Auskunft der Polizei in Hagen aufgefordert, innerhalb der nächsten 14 Tage auszuwandern oder ihre Auswanderung in die Wege zu leiten. Andernfalls hätten sie mit "staatlichen Zwangsmaßnahmen" zu rechnen, heiße es in dem Schreiben.Der Staatsschutz der Polizei Hagen und die Staatsanwaltschaft Siegen haben die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise auf die Täter gebe es bislang nicht, sagte ein Polizeisprecher. Bekannt sei lediglich, dass die "Briefe mit volksverletzendem Inhalt" im Raum Dortmund aufgegeben worden seien. Aufgemacht seien die Hetzbriefe wie ein amtliches Schreiben. (spiegel.de, 10.01.2007 >klick)

Magdeburg: Studenten in der Tram angegiffen
In Magdeburg (Sachsen-Anhalt) sind zwei Studenten aus Israel und dem Jemen von fünf Männern in einer Tram angegriffen worden. Sie konnten sich aber wehren und die Polizei verständigen, die vier der Angreifer verhaften konnte. Diese müssen sich nun wegen Verdachts der Volksverhetzung, Bedrohung und Körperverletzung verantworten. (taz, 08.01.2007 >klick)

Kalbe / Milde: Punk verprügelt

Ein 19-jähriger Punk bemerkt am 09.01., dass am frühen Abend mehrfach ein Auto an ihm vorbeifährt. Schließich stoppt es. Vier augenscheinlich Rechtsextreme steigen aus und schlagen den 19-Jährigen mehrfach mit der flachen Hand ins Gesicht. Dann attackieren sie ihn mit einem stumpfen Gegenstand. Erst als Freunde des Punks hinzukommen, lassen die Täter von ihrem Opfer ab. ".(Mobile Opferberatung >klick)

Sangerhausen: Anschlag auf Asylberwerberheim
Auf ein Asylbewerberheim in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) ist ein Brandanschlag verübt worden. Laut Polizei warfen zwei einschlägig bekannte Rechtsextreme nach einer Neonazi-Party drei Molotow-Cocktails in das Gebäude. Der Brand sei aber sofort entdeckt und gelöscht worden. Kein Bewohner sei zu Schaden gekommen. Gegen die beiden mutmaßlichen Täter wurden Haftbefehle erlassen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen versuchten Mord und schwere Brandstiftung vor.(mdr.de, 08.01.2007 >klick)

Wismar: Rätselhafter Leichenfund in Neonazi-Wohnung
In einer Wohnung in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern), die als Neonazi-Treffpunkt gilt, wurde am 2. Januar die Leiche eines 30-jährigen Mannes gefunden, der scheinbar brutal niedergeschlagen wurde. Die Ermittlungen laufen, aber niemand will sich äußern. Die Polizei geht davon aus, dass "keine Anhaltspunkte für einen rechtsextremen Hintergrund" der Tat bestehen. Die Einschätzung verwundert Experten vom Netzwerk für Demokratie. Schließlich seien in der Wohnung Neonazis ein- und ausgegangen. Auch aus Ermittlerkreisen war zu hören, der Wohnungsinhaber sei als Person mit rechtsextremer Einstellung bekannt, er sei bereits polizeilich aufgefallen. (taz, 05.01.2007 >klick) Inzwischen weiß man etwas: Das Opfer war ein Neonazi und die fünf vermeintlichen Täter ebenso. Und einer davon war seit dem 12. August 2007 deutschlandweit aus einem Video bekannt, heißt es in den Lübecker Nachrichten vom 16.01.2007. Demnach ist einer der Festgenommenen Tobias E., der zu einer Gruppe Neonazis gehörte, die am Rande einer Demonstration vor einem braunen Szenegeschäft vor laufender Videokamera mit Baseballkeulen auf einen Polizisten losging. (>klick).

Gotha: Opfer verzichtet aus Angst auf Anzeige

In Gotha verfolgen am 04.01.2007 fünf Rechtsextreme zwei alternativ gekleidete Jugendliche und überfall sie schließlich in der Karl-Schwarz-Straße. Ein Jugendlicher wird von den Rechtsextremen leicht verletzt. Aus Angst vor Repressalien möchte er keine Anzeige erstatten. (mobit >klick)

Antisemitische Parolen in Brandenburg/Havel.
In der kreisfreien Stadt wurden in der Nacht zum 4. Januar mehrere Gebäude mit Nazisymbolen und antisemitischen Parolen verunstaltet. Wie die Staatsanwaltschaft Potsdam und der Polizeischutzbereich Brandenburg in einer gemeinsamen Pressemitteilung informierten, sind in der westbrandenburgischen Stadt insgesamt acht Örtlichkeiten besprüht worden. Am Domstift hinterließen die Täter Hakenkreuze, SS-Runen und verfassungsfeindliche Symbole. Das Euthanasie-Denkmal wurde mit Hakenkreuzen und SS-Runen verunziert. (redok.de, 06.01.2007 >klick)

Berlin-Pankow: Besucher einer Veranstaltung zur Moschee geschlagen
Drei TeilnehmerInnen einer Veranstaltung zur Grundsteinlegung für die Moschee in Heinersdorf werden am 2. Januar von Anhängern der Initiative IPAHB (Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger) bedrängt und geschlagen. Die Angreifer versuchen ihnen ein Transparent zu entreißen. Die Polizei muss eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern. (ReachOut Berlin >klick)

Waltershausen: Wohnung verwüstet, Bewohner verletzt

Rund 15 Rechtsextreme dringen am 02.01. in Waltersahsuen in die Wohnung eines Jugendlichen ein, verwüsten sie und verletzen den Bewohner. (mobit >klick)

Görlitz: Einschüsse KZ-Mahnmal und Eingangstafel des jüdischen Friedhofs
Am Pioniermahnmal für die Opfer des KZs Biesnitzer Grund werden Anfang Januar mehrere Einschüsse bzw. Einschläge entdeckt. In gleicher Weise wurde zuvor die Eingangstafel des Jüdischen Friedhofes beschädigt. (Amal Sachsen >klick)

Oelsnitz: Jugendliche mit Flaschen überfallen

Rund 20 Rechtsextreme überfallen in Oelsnitz am 01.01. kurz nach Neujahr Jugendliche mit Flaschen. Sie schlagen die Betroffenen mit Fäusten und treten auf sie ein. Alle werden verletzt, drei sogar schwer. Die Jugendlichen retten sich in ein Haus. Die Rechten versuchen, einzudringen. Wobei sie die gerufene Polizei erwischt und verhaftet. (Amal Sachsen >klick)

Rochlitz: Mann mit Totschläger verletzt

Ein Mann wird am 01.01.2007 in Rochlitz von mehreren Rechten mit Eisenstangen und sog. Totschlägern geschlagen und dabei verletzt. Er erleidet mehrfache Hämatome und Prellungen am gesamten Körper, eine Platzwunde am Kopf. Kurzzeitig war er zudem bewusstlos. (Amal Sachsen >klick)

Chemnitz: Name? „Heil Hitler"

Ein alkoholisierter 33-Jähriger wird am Neujahrsmorgen gegen 3.50 Uhr von der Polizei vor einem Hauseingang gefunden. Auf die Frage nach seinem Namen entgegnet er mehrfach "Heil Hitler", zusätzlich geht er auf die Beamten mit Fäusten los. Die Beamten überwältigen ihn mit Pfefferspray und wenig Körpereinsatz. (Amal Sachsen >klick)

Hoyerswerda: Alternative Jugendliche mit Schlagring attackiert
In der Neujahrsnacht greifen mehrere Rechtsextreme drei Jugendliche vor einer Bar in Hoyerswerda an. Einer der Angegriffenen wird mit einem Gegenstand vermutlich einem Schlagring im Gesicht verletzt. Grund für den Angriff ist das alternative Erscheinungsbild der Jugendlichen, welches durch Kleidung, Aufnäher und bei einem Jugendlichen durch einen Irokesenhaarschnitt zum Ausdruck kommt. (Amal Sachsen >klick)

Berlin-Neukölln: Polizist von Hakenkreuz-Schmierer angegriffen und beleidigt
Ein Beamter außer Dienst hat am 01.01.2007 einen 20-jährigen Mann in Berlin-Neukölln beobachtet, wie dieser Verteilerkästen mit Hakenkreuzen besprühte. Nachdem sich der Beamte zu erkennen gab, schlug der Täter zu. (tagesspiegel, 02.01.2007 >klick)

Berlin-Grünheide: Griechischer Gastwirt attackiert
In der Neujahrsnacht haben mehrere Jugendliche den Inhaber eines griechischen Lokals in Grünheide beschimpft und leicht verletzt. Der Inhaber hatte die Jugendlichen aufgefordert, etwas leiser das neue Jahr zu begehen, da sich bereits einige Gäste beschwerten. Daraufhin riefen die Jugendlichen Nazi-Parolen und griffen den Wirt tätlich an. (Tagesspiegel, 03.01.2007 >klick)

Berlin-Karlshorst: Gewalt in der Silvesternacht
In der Silvesternacht wird eine Gruppe von alternativen Jugendlichen von zwei Neonazis Ehrlichstraße/ Ecke Treskowallee angegriffen und geschlagen. (ReachOut Berlin >klick)


Zusammengestellt von Leon Groh, Silke Dürrhauer, Doreen Karger, Holger Kulick, Simone Rafael, Dominik Schenkel, Madeleine Warsitz.


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