In der Nacht vom 9. zum 10.2.2008 fanden Rettungskräfte vor einer Diskothek in Berge einen 19-Jährigen Junger Mann aus der Punkerszene bewusstlos auf. Er war zusammengeschlagen worden. Das Opfer befindet sich nach Angaben des Polizeisprechers in einem künstlichen Koma. Auf diversen Antifa-Seiten im Internet war davon die Rede, dass das Opfer von mindestens fünf Neonazis angegriffen und zusammengeschlagen worden ist. Die Diskothek ist als Anlaufpunkt für die gesamte Region bekannt. Eine Besucherin, die das letzte Mal im Dezember letzten Jahres dort zu Besuch war, erzählt, dass auch ziemlich viele Personen der rechten Szene anzutreffen waren. Schlägereien vor der Lokalität finden übrigens fast zu jeder Veranstaltung statt. (Aus: Neues Deutschland, 29.2.)
27.2. Dessau: Jüdischer Friedhof geschändet
Dessaus polizeilicher Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Wie die Polizei mitteilte, wurde in der Nacht zum 24. Februar eine Kranzschleife von der Dessauer Gedenkstele in der Askanischen Straße gestohlen und mit einem Hakenkreuz versehen am Tor des israelitischen Friedhofs angebracht. Auf dem Jüdischen Friedhof in Köthen wurde eine Gedenktafel geschändet, sowie eine antisemitische Parole auf eine Mauer gesprüht. Auch die Fassade des afrikanischen Telecafé in der Dessauer Friedrich-Naumann-Straße wurde in der gleichen Nacht mit einem Hakenkreuz besprüht. (kanal8.de, 2.3.)
26.2. Schläge gegen 14-jährigen Aserbaidschaner
In Wismar ist am Montag ein 14-jähriger Jugendlicher von einem unbekannten jungen Mann geschlagen worden.
Nach ersten Erkenntnissen hatte der gebürtige Aserbaidschaner am Montagvormittag in der Rudolf- Breitscheid- Straße mehrfach gegen einen Kaugummiautomaten geschlagen, weil dieser offenbar nicht richtig funktionierte. Daran nahm der spätere Tatverdächtige Anstoß, der sich in diesem Zusammenhang auch fremdenfeindlich geäußert haben soll. (MVregio 27.2)
26.2. Serie von Überfällen in Bremen
Sieben Mal in den vergangenen zehn Tagen rückten die Männer mit Steinwürfen gegen ihre Ziele vor, auch gegen Menschen. Wiederholt traf es das Lidice-Haus, bekannt für seine antifaschistische Arbeit. Die Polizei geht von Tätern mit rechtsextremistischem Hintergrund aus.Zuletzt passierte es am Freitagabend. Eine kleine Gruppe bewarf die Glasfront der Jugendbildungsstätte auf dem Stadtwerder mit Pflastersteinen und nahm sich auf dem Parkplatz auch ein Auto vor. Den Schaden schätzt die Polizei auf mehrere tausend Euro. In der Woche zuvor war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, mit noch größeren Gefahren: Ein Zivildienstleistender, der die Täter bemerkt hatte und sie aufhalten wollte, wurde mit Steinwürfen attackiert. Übergriffe wurden auch aus Vegesack und Lesum gemeldet. (Weserkurier, 26.2.)Die Polizei macht nach ihren ersten Ermittlungen Jugendliche, die "teilweise enge Kontakte zur NPD" unterhalten, für die Taten verantwortlich, die NPD schiebt die Schuld in ihrer Propaganda dem Verfassungsschutz zu...(taz14.3.)
24.2. Rechts gegen Links in Pankow
Etwa 20 Angehörige der rechten Szene, die im „Musik-Café“ an der Pankower Wollankstraße feierten, haben am Samstagabend zehn vermeintlich Linke mit Bierflaschen und Schlagstöcken angegriffen. Ein Mann wurde durch einen Hieb verletzt. Die Polizei überprüfte 18 Rechte und nahm vier fest. Gegen sie ermittelt der für politische Delikte zuständige Staatsschutz. Am Samstagabend soll es nach Angaben der Antifa zudem Steinwürfe auf ein linkes Lokal in der Rigaer Straße in Friedrichshain gegeben haben. Die Polizei konnte das nicht bestätigen. (Tagesspiegel 25.2.)
24.2. Mehrere rechte Gewalttaten in Sachsen-Anhalt
In Burg schlugen Rechtsradikale einen Diskobesucher vor einer Gaststätte und attackierten in mit fremdenfeindlichen Schimpfworten. Der 28-Jährige wurde durch Tritte am Kopf verletzt. In Körbelitz kam es am gleichen Tag zu einem Überfall von rechtsgerichteten Jugendlichen auf einen Jugendtreff. Die vermummten Angreifer trafen dabei auf eine 20-jährige Frau, die ebenfalls getreten wurde. (volksstimme.de, 25.9.)
24.2. Erneuter Übergriff in Magdeburger Straßenbahn
Ein gebürtiger Nigerianer ist am 24.2. in Leipzig offenbar Opfer eines ausländerfeindlichen Übergriffs geworden. Der 32-Jährige stieg gegen 6 Uhr am Augustusplatz in eine Straßenbahn und fuhr in Richtung Reudnitz. Nach Angaben der Polizei begannen zwei 26 und 27 Jahre alte Männer den Afrikaner noch bei der Suche nach einem Sitzplatz als "Neger" zu beschimpfen. An der Haltestelle Koehlerstraße stießen die beiden Deutschen ihr Opfer zunächst aus der Straßenbahn, hieß es von den Ermittlern weiter. Anschließend hätten sie den auf der Straße liegenden 32-Jährigen geschlagen und getreten, sowie dabei gerufen: "Wir machen dich fertig". Den Jüngeren der beiden Angreifer habe das Opfer mit Pfefferspray außer Gefecht gesetzt. Während der Attacke eilten fünf Fahrgäste dem Afrikaner zu Hilfe, bewahrten ihn vor weiteren Schlägen und riefen die Polizei. In einer ersten Vernehmung gaben die beiden Angreifer an, der 32-Jährige habe sie provoziert. Deshalb hätten sie ihn zur Rede stellen wollen. "Diese Version wurde von den Zeugen aus der Straßenbahn aber nicht bestätigt", sagte Polizeisprecher Andreas Loepki gegenüber LVZ-Online (vom 25.2.)
23.2. Serie von Übergriffen im Colditz
Im sächsischen Colditz randalierten am Wochenende etwa 100 teilweise Vermummte, darunter laut Polizei auch Mitglieder der verbotenen Neonazi-Kameradschaft "Sturm 34" aus Mittweida, am Samstagabend auf dem Colditzer Sophienplatz. Wörtlich heißt es: "Fensterscheiben gingen zu Bruch, Nebelbomben wurden gezündet. Mit ihrer offenbar minutiös geplanten, blitzschnell ausgeführten Aktion zielte der Pulk auf ein Elektrogeschäft, dessen Inhaber auch den benachbarten Saal des einstigen "Wettiner Hofes" betreiben, in dem bereits drei Punkkonzerte stattfanden....(MUT, 25.2.)
19.2: Brandanschlag auf Türken in Marburg?
An einem von Türken bewohnten Haus in Dautphetal bei Marburg ist in der Nacht zum Dienstag ein Feuer gelegt worden. Die dreiköpfige Familie bemerkte den Brand an der Holzfassade eines außenliegenden Treppenaufgangs rechtzeitig und verhinderte einen größeren Schaden, wie die Polizei in Marburg mitteilte. Demnach hatte vor Ausbruch des Brandes der Sohn des Hauses zusammen mit seinem Freund gegen 21.45 Uhr das Wohnhaus verlassen. "Beide sahen schemenhaft zwei Gestalten, die vom Grundstück in der Mühlstraße wegliefen", heißt es in der Mitteilung der Polizei. "Die beiden schauten nach, fanden niemanden mehr und maßen dem Vorfall zunächst keine weitere Bedeutung zu. Als sie 30 Minuten später zurückkehrten, bemerkten die beiden im Lichtkegel des Autoscheinwerfers eine beschmierte Hauswand." Es habe sich um "Sachbeschädigung durch eine Farbschmiererei mit verfassungsfeindlichen Symbolen" gehandelt. Mit dunkelblauem Wachsmalstift sei in 40 bis 50 cm großen Lettern das Wort "Hass" auf die Wand des Einfamilienhauses gemalt worden. (spiegel.de, 20.2.)
17.2. Der 26-jährige Adem Özdamar stirbt in Polizeigewahrsam in Hagen
Um 1 Uhr 36 bat Adem Özdamar die Polizei im westfälischen Hagen telefonisch um Hilfe. Wenige Minuten später trafen die Beamten ein und nahmen den 26-Jährigen mit auf die Wache. Um 2 Uhr 45 schlug sein Herz nicht mehr. Da lag er bäuchlings auf einer Trage, an Händen und Füßen mit Kabelbindern gefesselt, die in seine Haut schnitten. Was war in der Zeit dazwischen mit dem unter Kokaineinfluss stehenden Türken geschehen?Der Hagener Vorfall beschäftigt mittlerweile die deutsche und türkische Außenpolitik. Nach der Reanimation fiel Adem Özdamar ins Koma, vor einer Woche starb er. Aber warum? (Frankfurter Rundschau 12.3.)
17.2.: Berlin-Lichtenberg: Libanesischer Taxifahrer beschimpft
Zwei Fahrgäste haben gestern früh einen aus dem Libanon stammenden Taxifahrer als „Scheißausländer“ beschimpft. Der 40-jährige Mann und seine 30-jährige Begleiterin waren in Biesdorf eingestiegen und wollten nach Lichtenberg. Während der Tour erregte sich das Paar über die seiner Meinung nach schlechten deutschen Sprachkenntnisse des Fahrers. An der Landsberger-/Ecke Märkische Allee hielt der 28-Jährige an und forderte die Fahrgäste auf, den Wagen zu verlassen. Dabei wurde er erneut beleidigt und am rechten Daumen leicht verletzt. Der Taxifahrer stieg aus und alarmierte die Polizei. Der 40-Jährige, der dies offenbar verhindern wollte, stieg ebenfalls aus und verfolgte den Fahrer zweimal um das Taxi. Die Polizei beendete den Streit und brachte den angetrunkenen Angreifer in Polizeigewahrsam, wo eine Blutentnahme erfolgte. Bei der Frau wurde bereits am Taxi eine Alkoholmessung vorgenommen. Anschließend wurden beide entlassen. Wegen des fremdenfeindlichen Hintergrunds hat der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.(Tagesspiegel 18.2.)
16.2.: Berlin-Marzahn: Neonazis überfielen Vietnamesinnen
Drei unbekannte Täter überfielen am16.2. in Berlin-Marzahn einen vietnamesischen Blumenladen. Die Männer zerschlugen gegen 7.40 Uhr das Schaufenster des Ladens in der Flämingstraße. Als die Frau die Tür öffnete, stießen die Männer sie gegen ein Regal, das dabei umstürzte. Die 50-Jährige wurde leicht verletzt. Anschließend griffen die Räuber in die Kasse und flüchteten mit Bargeld. Minuten später beleidigten sie grundlos an einer Straßenbahnhaltestelle eine 36-jährige Vietnamesin, die mit ihrer zweijährigen Tochter im Kinderwagen dort auf die Straßenbahn wartete. Die drei Männer schlugen der Frau ins Gesicht. Als sie mit dem Kinderwagen wegrannte, warfen die Männer auch noch Steine aus dem Gleisbett nach ihr. Die 36-Jährige ließ ihre aufgeplatzte Oberlippe und eine Verletzung im Nacken in einer Klinik behandeln. Das zweijährige Mädchen blieb unverletzt. Die Täter flüchteten. Wegen des fremdenfeindlichen Hintergrunds hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen (Tagesspiegel, 18.2.)
15.2. Cottbus: Überfall auf Syrer



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