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gegen Neonazis
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Wie ein bekanntes Sprichwort sagt: „Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen…“ Nach diesem Motto wird auch die geplante Wanderausstellung zum Thema Rechtsextremismus von ContRa e.V. von Stadt zu Stadt ziehen und viel Interessantes und Aufschlussreiches erzählen.
Von EXIT-Deutschland
Aufklären und informieren soll sie, sagt Sebastian Ramnitz, der mit seinem Verein ContRa e.V. auf eine Vielzahl von Projekten zurückblicken kann -ein ehrenamtlicher Verein, der sich für Demokratie und Toleranz engagiert und für seine Arbeit schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Das neue Ziel ist eine Wanderausstellung, die unter Nutzung verschiedenster Medien das Thema Rechtsextremismus in all seinen Facetten darstellen und Gegenstrategien aufzeigen soll. Gestaltet wird die Wanderausstellung vom 04. Oktober bis zum 10. Oktober 2010 durch die berufsbildenden Schulen Marienhain in Vechta. Dass dieses Projekt nicht nur viel zu erzählen hat, sondern daran auch viele beteiligt sind, machen die 450 angehenden Erzieherinnen, Heilpädagogen, Altenpflegerinnen, Sozialassistenten und Fachabiturientinnen deutlich. Sie erstellen im Rahmen von 16 Workshops Stellwände zu verschiedenen Themenbereichen des Rechtsextremismus.
Zahlreiche Referenten
Die am Montag, den 4. Oktober 2010, stattfindende Eröffnungsveranstaltung wird von 15 Referenten begleitet, u.a. von: Andrea Röpke (Diplom-Politologin und freie Journalistin), Manuel Bauer (Aussteiger, EXIT-Deutschland), Dirk Middendorf (Staatsschutz) oder Claudia Hempel (Freie Journalistin). Mit ihrem Fachwissen stehen sie den Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmern u.a. zu den Themen rechtsextreme Parteien, Musik, Begriffe, Codes, Symbole, Kleidung und Kameradschaften sowie Frauen und Kinder in der rechten Szene zur Verfügung.
Unterstützt wird die Projektwoche außerdem vom Fachbereich Designpädagogik der Universität Vechta. Zusätzlich wird ein Filmteam die Woche begleiten, um die Arbeitsschritte und Arbeitsweisen zu dokumentieren. EXIT-Deutschland unterstützt die Ausstellung mit diversen Materialien, wie Kleidung, „rechtsextremen Devotionalien“ und der EXIT Ausstellung Lebensbilder.
„Allein, allein, allein, allein, wie kann ein Mensch sich trügen!“
„Allein, allein, allein, allein, wie kann ein Mensch sich trügen! Ich fand da nichts als Sand und Stein, und ließ den Sack da liegen“, heißt es bei Matthias Claudius und darum geht es auch in der Ausstellung Lebensbilder von EXIT-Deutschland, die im Rahmen der Wanderausstellung präsentiert wird. Die Motive, die rechtsextreme Szene zu verlassen sowie die Ausstiegswege sind so individuell wie die persönlichen Schicksale der Personen selbst. Der Schritt aus der Szene markiert einen Wendepunkt im Leben der Aussteiger – verbunden mit dem Wunsch nach persönlicher Sicherheit, Bildung und Arbeit, menschlicher Einbindung sowie der Suche nach einem neuen Weltbild, Sinn und Orientierung.
Die Ausstellung Lebensbilder zeigt diese Wendepunkte. Aussteiger haben sich in künstlerischer Form mit diesem für sie wichtigen und prägenden Teil ihrer Lebensgeschichte auseinandergesetzt. Mit einer Einwegkamera aufgenommen zeigen die Fotos konkret oder symbolhaft das, was für die jeweilige Person am prägendsten war oder ist - ein Rückblick in die Vergangenheit, eine Dokumentation des Ist-Zustandes oder Zukunftsvisionen mit Hoffnungen und Wünschen. Die Ausstellung gibt den Betrachterinnen und Betrachtern Einblicke in den oft sehr schwierigen Prozess des Ausstiegs und möchte zum Nachdenken und zur Diskussion über die Unterstützung von Politik und Gesellschaft anregen.
Die Wanderausstellung wird von Organisationen aus ganz Deutschland gefördert, wie die Otto-Brenner-Stiftung, der Doris-Wuppermann-Stiftung, der Stadt Vechta und dem BDKJ. Die fertige Ausstellung wird am 10. Oktober 2010 im Rathaus in Vechta präsentiert und dort ca. 4 bis 6 Wochen bleiben. Danach wird sie in mehreren Städten Deutschlands ausgestellt. Für weitere Informationen steht Ihnen ContRa e.V. gerne zur Verfügung.
Foto: aus der EXIT-Lebensbilderausstellung