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Neben Kundgebungen gegen Flüchtlinge nehmen in den letzten Jahren auch vermehrt Anschläge auf deren Unterkünfte zu. Es ist daher an der Zeit, endlich den Bogen zu schlagen von rechtsextremen Taten hin zu rechtsextremen Einstellungen. Denn diese sickern seit Jahren immer weiter in die Mitte der Gesellschaft. Es gibt also einen atmosphärischen Zusammenhang, der nicht von der Hand zu weisen ist. Jeder Angriff auf Flüchtlinge sagt auch etwas darüber aus, wie die Gesamtgesellschaft mit dem Thema Flucht und Migration umgeht. - Ein Kommentar von Marion Kraske, zuerst erschienen bei debattiersalon.de.
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AufMUCKEn gegen Rechts

Seit 2001 versucht das Aktionsbündnis „aufMUCKEn gegen Rechts“ in Weyhe, zunehmenden Neonaziaktivitäten im Bremer Umland etwas entgegenzusetzen. Einmal jährlich gibt es ein großes Konzert, das Treff- und Kristallisationspunkt für Gleichgesinnte ist und einlädt, ungezwungen politisch zu diskutieren. Die Aktion „aufMUCKEn gegen Rechts“ ist ein Projekt junger Leute und legt seinen Schwerpunkt auf die Sensibilisierung, Information und Vernetzung der Weyher Bürger und bemüht sich, ein Anlaufpunkt vor allem für junge Menschen zu sein.

Archiv

Das, was derzeit an Europas Außengrenzen geschieht führt uns die ganze Tragödie und Ungerechtigkeit unseres Lebens vor Augen. Vom sinnlosen Tod tausender Menschen, die sich aus ihrer verzweifelten Lebenssituation in afrikanischen Ländern nach Europa retten wollen, erfahren wir in diesen Tagen. Als würden wir es sonst nicht wissen. Wir wissen es, wir ignorieren es. Wir versuchen stattdessen wenigstens die Bedingungen für jene Flüchtlinge einigermaßen menschlich zu gestalten, die es geschafft haben, die überlebt haben und die durch unzählige Filter und Widrigkeiten den Weg nach Deutschland geschafft haben.
Die Fachstelle „Gender und Rechtsextremismus“ der Amadeu Antonio Stiftung kommentiert den Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses
Jede neue Regierung wird sich damit beschäftigen müssen, dass in einer Gesellschaft mit mehr Vielfalt Rassismus ein echter Störfaktor wird. Ob die nächste Regierung nun versuchen wird, dem mit Aussitzen beizukommen oder doch mit vernünftigen Programmen, wird nur zu einem Teil an den Wahlurnen entschieden. Es ist auch eine Sache der zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeit. Denn egal wer regiert, wir werden in jedem Fall den Prozess voranzutreiben wissen.
Mit der Veröffentlichung des Abschlussberichts des NSU-Untersuchungsausschusses sind viele Hoffnungen verbunden. Aber was können wir eigentlich erwarten?
Als am vergangenen Dienstag Anwohnerinnen und Anwohner über ein geplantes Flüchtlingsheim in Hellersdorf informiert werden sollten, zeigte Berlin sein hässliches Gesicht.