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Rechtsextremismus ist den meisten so egal wie seine Opfer. Wäre das anders würde auch der NSU-Prozess ganz anderes geführt werden.
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Musik

Für den modernen Rechtsextremismus ist Musik eines der wichtigsten Rekrutierungselemente. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) schreibt, dass „viele Jugendliche“ explizit über Musik ihren „Einstieg in die rechtsextremistische Szene“ gefunden haben.

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Die guten vorurteilsfreien Patrioten sind ein frommer, empirisch widerlegter Wunsch. Wer sich über die Zugehörigkeit zur Nation definiert, ist anfällig für die Abwertung der anderen.
Die „Fachgespräche“ der Fans beim Public-Viewing scheinen nicht ohne Stereotype über „Südländer“ auszukommen. Kein Wunder, wenn sogar Fußballprofis und Experten die gängigen Vorurteile befeuern.
König Fußball ist nicht bloß Sport – nein, er soll auch stets einen Beitrag zur Völkerfreundschaft leisten. Doch wie weit reicht diese gegenseitige Wertschätzung in Zeiten von rechtspopulistischen Parolen á la Sarrazin, der in seinem neusten Buch verkürzt gesagt ein „Zurück zum Europa der Vaterländer“ fordert?
Vorweg: Klartext. Mit Leuten, die leugnen oder sogar richtig fanden, dass 6 Millionen Juden ermordet wurden, die alle Ausländer für „Untermenschen“ halten und sich selbst für eine so genannte „Herrenrasse“, rede ich nicht. Und diese Unbelehrbaren brauchen nichts weiter als die volle Härte unseres Rechtsstaates. Nein, ich möchte mit denen sprechen, die hinterher sagen: Das habe ich nicht gewollt. Das habe ich nicht gewusst.
Nach einem Sprengstoff-Anschlag auf seine Pizzeria gibt Mohamed Abid Sayal auf. Aus Angst. Seit der Eröffnung zu Beginn des Jahres wird der junge Mann von Neonazis belästigt und bedroht.