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Sind unsere Ansätze Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus zu bekämpfen wirklich ausreichend? Und wenn nicht, woran liegt es?
K wie...

Kulturalismus

Der Kulturalismus gilt als die realitätsnähere Weiterentwicklung des Rassismus. 1950 war der Rassismus von einer UNESCO-Arbeitsgruppe widerlegt worden, weil er als künstliche Ordnungsidee naturwissenschaftlich nicht haltbar war. Seitdem sprechen einige vom kulturellen Rassismus oder vom Rassismus ohne Rassen. An die Stelle der biologischen Ungleichheit (Rasse) tritt im Kulturalismus die Ab- bzw. Aufwertung bestimmter Kulturen, die Ausgrenzung rechtfertigen soll. Der bzw.

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Der Rechtsextremismus wird weder durch ein NPD-Verbot, noch durch die Reform des Verfassungsschutzes zurückgedrängt werden. Sondern mit gesellschaftspolitischem und wachem Verstand, unbürokratisch und ohne Misstrauen gegenüber den Engagierten.
Die Machtergreifung Hitlers mag so heute nicht mehr vorstellbar sein, denn die Demokratie ist stark und Deutschland in Europa eingebunden. Doch die Einzelteile dessen, was damals die Machtübergabe an die Nationalsozialisten ermöglicht hat, sind noch da in unserem Alltag.
Wegen der Bundestagswahlen im kommenden Jahr enden nun nach und nach die Förderungen für alle Projekte gegen menschenfeindliche Ideologien. Sie enden einfach und werden ihre Arbeit einstellen müssen. Von dem Wenigen wird noch weniger übrigbleiben. Das ist nicht zuletzt vor dem Hintergrund der grausamen Mordserie des NSU zynisch und nicht hinnehmbar. Denn ziviles Engagement ist der Motor für Innovation.
Der November 2012 steht im Zeichen der Opfer von Naziterror: Der Aktionstag zum Jahrestag der Aufdeckung des Nationalsozialistischen Untergrunds, die "Aktionswochen gegen Antisemitismus" und die Verleihung des "Sächsischen Förderpreises".
Für die Aufklärung der NSU-Mordserie wurden Untersuchungsausschüsse eingerichtet. Über den alltäglichen Rassismus wird weiterhin jedoch nicht gesprochen.