Die Piratenpartei ist erneut in einer unerfreulichen Debatte. Andreas Popp, der Vize-Bundesvorsitzende, gab der "Jungen Freiheit" ein Interview und entschuldigt sich nun: Ihm war die Zeitung nicht bekannt. Dazu ein Kommentar von Frédéric Valin von Spreeblick.com
Das Erschreckende ist nicht, dass der Stellvertretende Vorsitzende der Piratenpartei Andreas Popp der Jungen Freiheit ein Interview gegeben hat. Das Erschreckende ist auch nicht, dass Andreas Popp keine Ahnung hatte, wer oder was die Junge Freiheit ist. Genau genommen ist beides schon erschreckend genug. Aber gänzlich zur Geisterbahnfahrt wird die ganze Geschichte angesichts der zwischen Opportunismus und Wassollsismus inzwischen schon in die Hunderte gehenden Kommentare von Piratenanhängern auf Twitter und im Popp-Blog. Zur Durchsetzung der Bürgerrechte ist jedes Mittel recht. Wäre mein Jahresvorrat an Hitlervergleichen nicht aufgebraucht, würde ich sagen: Es riecht nach von Papen.
So dürfen in der JF unter anderem die antisemitischen Unabhängigen Nachrichten, die rechtsextreme Deutsche Partei, die Republikaner oder die ebenfalls im Visier des Verfassungsschutzes stehende Münchner Burschenschaft „Danubia“ für sich werben.
*Ohne Pünktchen, für die Übersichtlichkeit.
Foto: cbmd (Lizenz: Creative Commons), Text: Frédéric Valin, veröffentlicht bei Spreeblick.com
"Mir ist alles scheissegal! Ich bin ja tolerant!" Soll man alles tolerieren, also einfach alles schlucken? Soll man sich im Gegenzug wenn man Stellung bezieht als "intolerant" bezeichnen lassen? Es gibt immer mehr Bewegungen für Toleranz die so EXTREM tolerant sind um politisch korrekt zu sein oder so DAGEGEN sind das sich nichts mehr bewegt. Ich persönlich freue mich schon darüber, daß jemand wie die Piraten etwas provozieren und den Einheitsbrei der Versprechungen durchbrechen. Es wird herumgeiert wenn es um den Haushalt geht. Dann wird für Atomteilchenbeschleuniger 600Mio investiert. Regt euch mal darüber auf. Wenn nun die Piraten versuchen in einer konservativen Zeitung Leute aufzurütteln nach ihren subjektiven Möglichkeiten haben sie es versucht. Nicht nur dagegen sein. Darum gehts. Durch Jammern hat sich noch nie etwas geändert. Ich möchte dem Schreiber ans Herz legen nicht wie unsere ganze Gesellschaft Angst vor NAzis zu haben und nur dagegen zu sein und stattdessen sich mit ihnen auseinanderzusetzten. Nur dagegen ist nicht korrekt, Alternativen aufzeigen ist korrekt. Denn das ist was den Jugendlichen fehlt, welche von z.B. der NPD angeworben werden. Wenn man nur dagegen ist muss man sich nicht mit den dahinter stehenden Menschen auseinander setzten. Ich habe in einem Interventionsteam gearbeitet und gesehen wieviele junge Menschen allein durch die Option auf eine alternative und persönliches Interesse an ihnen als Mensch ausgestiegen sind!
Ist man denn direkt Rechtsextrem wenn man ein öffentliches Medium, welches nicht verfassungswidrig ist, als Sprachorgan nutzt?
Im übrigen haben auch schon Richter des Bundesverfassungsgericht interviews mit der Jungen Freiheit gegeben, ganz ohne Rechtsextremismus. Gerade die "JF" betont immer und immer wieder das sie konservativ ist. Nicht Rechts.
Ich lese selber die JF, bin aber bei den JuLis und empfinde mich nun nicht als Rechtsextrem. Es ist nicht gut Parteien, demokratische Parteien zu verteufeln, nur weil sie einer Zeitung ein Interview gegeben haben, welche sich nicht in die allgemeine Medienlandschaft einfügt.
Für vielfältige Medienorgane haben wir doch die Presse- und Meinungsfreiheit, oder?
Sie als angebliche antirassisten sind nicht gerade mit klugheit gesegnet. Ich wollte sie nur darauf aufmerksam machen, dass die JF eine konservative zeitung ist, und wenn sie schon angeben wollen in welcher "Gesellschaft" sich interviewte in dieser Zeitung befinden sollten sie auch personen wie Charlotte Knobloch nennen, und die ist ja ganz bestimmt kein neo-nazi , oder!?