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    Es hört nicht auf: Stadt, Name, Land mit dem Roten Stern Leipzig

    Mal wieder richten sich die Augen der Medien auf ein Fußballspiel im Leipziger Land, welches in Mügeln gestern ein vorzeitiges Ende fand. Exemplarisch scheint das dabei das Verhalten des Mügelner Bürgermeisters und die Hilflosigkeit der jeweiligen Fußballvereine samt Polizeikräfte zu sein. Erst...
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    „Los jetzt hier!“ – Wie sieht es aus am 1. Mai?

    Alljährlich ist der 1. Mai ein Tag im Ausnahmezustand. Überall Demonstrationen und Veranstaltungen. In diesem Jahr werden bundesweit wohl sechs Neonazidemos stattfinden, die viele Bündnisse nicht einfach vorüberziehen lassen wollen. Ein Überblick.
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    „Das muss man immer wieder aufschreiben“

    Was ist kritischer Journalismus? Sind Journalistinnen und Journalisten sich ihrer Verantwortung bewusst? Oft geht es nur um den Skandal – gerade auch beim Thema Neonazis. Doch was passiert in der Stille nach der „Fotomeute“?
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    Mord an Richter in Moskau - Die Polizei vermutet eine Racheaktion von Rechtsradikalen

    In Moskau ist ein ranghoher Richter ermordet worden. Drahtzieher sind vermutlich Rechtsradikale, die sich für ihre Verurteilung rächen wollten. Ihr Zorn richtete sich zuletzt auch gegen Anwälte und Menschenrechtler.
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    Ausschreibungshinweis: BMW-Group Award für Interkulturelles Engagement 2010

    Die BMW-Group verleiht erstmalig einen Award für Interkulturelles Engagement, bei dem innovative Ideen und Konzepte zur Förderung internationaler, kultureller und religiöser Verständigung mit einem Preisgeld und individueller Förderung unterstützt werden.
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    Parlamentswahl in Ungarn - Kantersieg für rechte Hetzer

    Die Ungarn haben ein neues Parlament gewählt: Die regierenden Sozialisten wurden abgestraft, die nationalkonservative Fidesz-Partei konnte in der ersten Wahlrunde einen Erdrutschsieg feiern. Der eigentliche Gewinner ist jedoch Gabor Vona, Anführer der rechtsextremen Partei Jobbik. Erstmals ziehen...
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    Social Networking für Nazis

    Die NPD Parteizeitung „Deutsche Stimme“ ruft ihre Anhänger zum Eintritt in Soziale Netzwerke, wie StudiVZ oder facebook auf. Neonazis sollen demnach „raus aus den Hinterzimmern, raus auf die Straße, aber auch rein in die neuen sozialen Netzwerke des Internet.“
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    Den Wald vor lauter Bäumen nicht

    Am Montag, den 29. März, wurde ein klar antisemitischer und rechtsradikaler Vorfall von einem Amtsgericht als solcher nicht anerkannt. Niemand hat etwas gesehen. Neonazis gibt es nicht. Eine Gruselgeschichte aus Sonneberg.
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    "Wir geben keine Ruhe!"

    Der Angriff von 50 Neonazis auf Fans und Spieler des Roten Sterns Leipzig im sächsischen Brandis im vergangenen Jahr hat viele Schlagzeilen gemacht. Am 7. April soll das Spiel wiederholt werden. Der „Rote Stern“ und seine Unterstützerinnen und Unterstützer rufen zur Demonstration auf.
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    Volles Programm in Neuruppin

    Am 27. März wollen die „Freien Kräfte Neuruppin“ in der brandenburgischen Kleinstadt marschieren. Rund 50 Initiativen sowie Landes- und Bundestagsabgeordnete beteiligen sich an den Gegenprotesten.
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Licht im Thüringer Wald


Thüringen ist das einzige Bundesland, das bisher kein eigenes Landesprogramm gegen Rechtsextremismus hatte. Nun haben der Landtag und auch die Landesregierung ein solches beschlossen. Doch wie wird es aussehen? Im Februar treffen sich Expertinnen und Experten aus den Bundesländern, die schon Landesprogramme haben, in Thüringen zum Erfahrungsaustausch.

„Endlich!“, riefen viele erfreut aus als sich abzeichnete, dass Thüringen ein Landesprogramm gegen Rechtsextremismus bekommt. Lange war das Problem Rechtsextremismus in Thüringen bekannt, doch die Politik ignoriertes es. Mut gegen rechte Gewalt und die Amadeu Antonio Stiftung lenkten mit der Aktion „Kein Ort für Neonazis in Thüringen“ während der Landtagswahl im Jahr 2009 verstärkt Aufmerksamkeit auf den Brennpunkt.

Los geht’s!

Nun aber heißt es anpacken. „Wenn Thüringen schon als letztes Bundesland ein Landesprogramm bekommt, dann muss es möglichst gut sein“, sagt Dr. Dietmar Molthagen, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Thüringen. Doch wie genau kann ein solches Programm aussehen? Aus welchen Erfolgen und Fehlern aus den anderen Bundesländern kann man lernen? Das möchte die Friedrich-Ebert-Stiftung am 10. Februar unter dem Titel „Auf dem Weg zu einem Thüringer Landesprogramm gegen Rechtsextremismus – Die Erfahrung anderer Bundesländer“ in Erfurt diskutieren. Eingeladen sind Expertinnen und Experten aus anderen ostdeutschen Bundesländern, die mit ihren Erfahrungen viele Ratschläge geben können, so zum Beispiel Sebastian Reißig von der Aktion Zivilcourage Pirna oder auch Karl-Georg Ohse von der RAA Mecklenburg-Vorpommern. Auch Dr. Hartmut Schubert, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit sowie Peter Metz, Jugendpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion beteiligen sich an der Diskussion. „Engagierte können so auch ihre Wünsche an die Vertreter von Exekutive und Legislative formulieren“, so Molthagen.

Gestaltungsfreiheit, Niedrigschwelligkeit, Professionalität

Zum Abschluss der Kampagne „Kein Ort für Neonazis in Thüringen“ nutzten im Oktober 2009 in Gera zahlreiche Initiativen aus ganz Thüringen, Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Gera und des Landes die Gelegenheit, sich über die Lage des Rechtsextremismus im Freistaat und Strategien zu dessen Bekämpfung auszutauschen. Das Seminar war eine Kooperationsveranstaltung des Landsbüros Thüringen der Friedrich Ebert Stiftung mit der Amadeu Antonio Stiftung. Dabei heraus kamen 14 Forderungen der Zivilgesellschaft an die Politik, die nun in die Entwicklung eines Landesprogramms einfließen müssen. Wichtig ist, dass Maßnahmen gefunden werden, die sich mit der flächendeckenden Präsenz von Rechtsextremismus auseinandersetzen. „Die Diffamierung und Stigmatisierung von gegen Rechtsextremismus engagierten Personen muss aufhören“, ist Punkt vier der Forderungen. Anforderungen der Zivilgesellschaft an die Förderung sind Niedrigschwelligkeit der Finanzierung, Gestaltungsfreiheit bei der Verwendung der Gelder sowie der Aufbau von lokalen Netzwerken und professionellen Strukturen.

„Neue Akzente setzen“

„Wichtig ist mir, dass das Landesprogramm Sicherheit und Kontinuität für das Engagement gegen Rechtsextremismus bringt“, sagt Molthagen. Der prekären Situation von Projekten, die sich immer wieder neu um ihre Finanzierung sorgen müssen, kann nun Abhilfe geschaffen werden. „Wir können auch neue Akzente setzen. Zum Beispiel kann man mit Demokratiepädagogik und Menschenrechtsbildung dem Problem Rechtsextremismus breiter begegnen“, so Molthagen weiter. Was lange währt wird – hoffentlich – gut. Wir sind gespannt. Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier. Anmeldungen sind bis zum 8. Februar möglich.

Von Nora Winter

Foto: "Sunray" von
herrolm via Flickr, cc

Thüringer Initiativen begleiten die Koalitionsverhandlungen

22.01.2010

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