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Debatte

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    Es ist Zeit für Klarheit

    Liebe Leserinnen und Leser, auf vielen, klassischen Gemälde versuchten die Meister so viel Symbolkraft wie nur möglich in die dargestellte Situation zu legen. Offensichtlich und verschlüsselt, vordergründig und hintergründig, dramatisch beleuchtet oder im Dunklen gelassen, erzählt die...
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    Gewaltfreie (Sitz-)blockaden dürfen nicht erneut kriminalisiert werden!

    Immer wieder Dresden: Nachdem die Verhinderung des JLO-Aufmarsches in Dresden erfolgreich war, prüft die Staatsanwaltschaft Dresden, ob sie gegen die Blockerinnen und Blockierer Ermittlungen einleitet. Das Komitee für Grundrechte und Demokratie hat deshalb einen offenen Brief an Staatsanwalt...
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    "Wir haben gewonnen! Wer hat gewonnen?"

    Es ist seit langer Zeit das erste Mal, dass über den Dresdner 13. Februar gute Nachrichten ins Land gehen. Insgesamt 25.000 Menschen haben sich gegen den rechtsextremen Aufmarsch engagiert, rund 6.000 Nazis fuhren entnervt und frustriert nach Hause. Doch nicht nur das: Der 13. Februar hat eine...
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    Grußwort von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse: Erinnern und Handeln

    Seit Jahrzehnten gedenken die Dresdner Bürgerinnen und Bürger der Zerstörung Dresdens, erinnern an die Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945. Dabei gedenken sie nicht nur der Opfer dieser Nacht, sondern setzen auch ein Zeichen gegen Nationalismus und Militarismus, gegen Krieg und Zerstörung.
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    "Wenn wir uns gemeinsam den Neonazis entgegenstellen"

    Der Jenaer Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter ist bekannt für sein Engagement gegen Rechtsextremismus. Auf Mut gegen rechte Gewalt betont er, dass es wichtig ist, dass Bürgermeister und Bürger zusammen etwas gegen Neonazis unternehmen.
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    Radikaler Franke soll's richten

    Berlin. Der Berliner NPD-Landesverband hat einen neuen Landesvorstand gewählt. Der bisherige Landesvorsitzende Jörg Hähnel wird von Uwe Meenen aus Würzburg abgelöst, der innerhalb der NPD als radikaler Nationalsozialist gilt und eng mit Horst Mahler verbunden war.
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    Gibt es Extremismus?

    Mehr als 100 Menschen waren bei der Tagung „Gibt es Extremismus?“ in Dresden. Wird der Begriff „Rechtsextremismus“ den Phänomenen diverser nazistischer, gewalttätiger, antidemokratischer und verfassungs- und grundrechtefeindlicher Tendenzen gerecht, war die Frage um die sich alles drehte.
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    a.i.d.a und der Bayrische Verfassungsschutz

    Oder: Wie man Nazis die Arbeit auch abnehmen kann. Dem mehrfach ausgezeichneten Antifaschistischen Informations- und Dokumentationsarchiv in München (a.i.d.a. e.V.) ist nun Anfang des Jahres 2010 die Gemeinnützigkeit entzogen worden. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die der Vorsitzende des...
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    Licht im Thüringer Wald

    Thüringen ist das einzige Bundesland, das bisher kein eigenes Landesprogramm gegen Rechtsextremismus hatte. Nun haben der Landtag und auch die Landesregierung ein solches beschlossen. Doch wie wird es aussehen? Im Februar treffen sich Expertinnen und Experten aus den Bundesländern, die schon...
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    „Sie wollte immer genau wissen, was die Amadeu Antonio Stiftung an jedem Tage tut“

    Wenn Barbara Schweigkofler fragte, wie sie sich die Arbeit in einem bestimmten Projekt genau vorstellen soll, dann meinte sie das niemals rhetorisch... Ein Kommentar von Anetta Kahane
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Antirassismus heißt ein Leben lang Lernen

Noah Sow, Foto: Anatol Kotte

 

Noah Sow ist Schriftstellerin, Sängerin, Medienkritikerin und Vorsitzende der ersten antirassistischen deutschen Media-Watch-Organisation „der braune mob e.V.“. 2008 erschien ihr Buch „Deutschland Schwarz Weiß“, mit dem sie den Finger in die Wunde des unbewussten und alltäglichen Rassismus legt. Am 18. September 2009 erscheint das neue Album „OUT NOW!“ ihrer Band NOISEAUX. Im Interview spricht sie über ihre Erfahrungen mit Rassismus.
 
Häufig werden Juden zu Antisemitismus- und Schwarze zu Rassismusexperten. Hätte dein sehr aufweckendes Buch auch ein Weißer schreiben können?
Noah Sow: ich denke es ist etwas anderes, ob man etwas theoretisch versucht zu verstehen wenn man lust dazu hat, oder ob man etwas analysiert womit man zwangsweise täglich konfrontiert ist. Die Perspektiven sind ganz unterschiedlich. Gehöre ich zu der Gruppe, die es nicht nötig hat, bestimmte Dinge zu bemerken, um überleben zu können, kann es gut passieren, dass mir einiges entgeht. Bücher von Weißen über Rassismus sind auch ein wertvoller Beitrag, sofern sie sich auf die Rolle weißer Menschen bei dieser Dynamik beziehen. Wenn die Mehrheitsgesellschaft sich mit ihren eigenen Handlungen, Ansichten und Traditionen auseinandersezt, ist das wichtig und spannend. Im Wissenschaftszweig „kritische Weißseinsforschung“ passiert das zum Beispiel.
 
Mit deinem Buch entlarvst du viele rassistische Einstellungen auch bei Menschen, die sich selbst als absolut antirassistisch verstehen. Welche Reaktionen hast du darauf erlebt?
Noah Sow: Meistens sehr gute. Menschen, die antirassistisch sind, sind ja froh darüber, wenn sie sich auf dem Gebiet fortbilden können. Wenn sie dann zum Beispiel durch mein Buch darauf aufmerksam werden, dass sie trotz ihrer Einstellung noch manche rassistische Überzeugungen oder Gewohnheiten haben, können sie diesen auf den Grund gehen und sie loswerden. Schwierig wird es nur, wenn einem das Aufrechterhalten eines bestimmten Selbstbildes wichtiger ist als antirassistische Aufklärung. Da wird es dann schon mal irrational.
 
Inwiefern beeinflusst Rassismus deine Arbeit als Künstlerin?
Noah Sow: Mit der Musikindustrie habe ich die Erfahrung gemacht, dass es öfter darum ging, ‚was’ ich darstellen sollte als darum wer ich eigentlich bin. Chauvinismus, Stereotypisierungen, wir können sehen, was Plattenfirmen gefällt, sobald wir mal drei Musikvideos schauen. Als Schwarze Frau bist du doppelt davon betroffen, dass du in bestimmte Schubladen zu passen hast. Durchaus auch hinter den Kulissen. Wenn du diese Schubladen auslachst oder ablehnst, stehen die Chancen gut, dass du Angst, Aggression, Mauern oder einfach nur Arbeitsverweigerung auslöst. Unter anderem deswegen bin ich meine eigene Labelchefin.
 

 

Foto: Anatol Kotte


18.09.2009

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